In kindlicher Liebe

Kriminalroman

Lilo Beil

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Beschreibung

Charlotte Rapp macht sich Sorgen um ihre geliebte Nichte Sophie. Die junge Restauratorin wird seit einiger Zeit durch Anrufe belästigt – eine männliche Stimme stößt immer wieder eine vage Drohung aus und legt wieder auf. Als Hinweise auftauchen, dass die mysteriösen Anrufe vielleicht mit drei ungeklärten Frauenmorden in Verbindung stehen, wird Ferdinand Guldner, ehemaliger Kripochef und Lebensgefährte von Charlotte Rapp, in die Ermittlungen mit einbezogen. Dabei hatte er gehofft, nie wieder mit der Welt des Verbrechens in Kontakt zu kommen. Kann der Täter gestoppt werden, bevor er weiter mordet? Und kann Charlottes kriminalistisches Gespür dabei helfen, ihre Nichte zu retten? Lilo Beils dritter Krimi um die pensionierte Lehrerin Charlotte Rapp leuchtet in die tiefen Abgründe menschlicher Besessenheit.

Lilo Beil wurde im südpfälzischen Klingenmünster geboren. Die Pfarrerstochter verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Dielkirchen bei Rockenhausen und in Winden bei Landau. Ab 1966 studierte sie in Heidelberg Romanistik und Anglistik. Sie unterrichtete von 1972 bis Januar 2008 an der Martin-Luther-Schule in Rimbach. Die Mutter dreier erwachsener Töchter lebt mit ihrem Mann im vorderen Odenwald.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 180
Erscheinungsdatum 01.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95602-135-0
Verlag Conte-Verlag
Maße (L/B/H) 20,7/13,6/1,7 cm
Gewicht 229 g

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Angenehm zu lesender Krimi aus Südhessen
von einer Kundin/einem Kunden aus Wasserburg am 29.03.2018

Sophie Dahm, Nichte von Charlotte Rapp, der Miss Marple von der Bergstraße, wird durch Telefonanrufe belästigt. Hinweise lassen vermuten, dass der Anrufer mit einer Serie von Morden an Frauen in der Region zusammenhängt. Charlotte schaltet ihren Lebensgefährten Ferdinand Guldner, pensionierter Kriminaler, ein. Beide ermitteln ro... Sophie Dahm, Nichte von Charlotte Rapp, der Miss Marple von der Bergstraße, wird durch Telefonanrufe belästigt. Hinweise lassen vermuten, dass der Anrufer mit einer Serie von Morden an Frauen in der Region zusammenhängt. Charlotte schaltet ihren Lebensgefährten Ferdinand Guldner, pensionierter Kriminaler, ein. Beide ermitteln routiniert. Einige Fährten, die die Autorin legt, erweisen sich als falsch. Ziemlich am Ende zieht sie den Joker. Die Stärken der Krimis von Lilo Beil liegen in den sympathischen Ermittlern (wenn man die Trinker oder aus anderen Gründen vom Dienst suspendierten Kriminaler aus anderen Krimis satt hat), dem Regionalkolorit und dem Thema unter dem viele ihrer Krimis stehen. Im vorliegenden Krimi „In kindlicher Liebe” ist es Mobbing und die zu große Vertraulichkeit, die Zeitgenossen in Schwierigkeiten bringt. Hier ist es die naive Sophie, die ständig auf Männer hereinfällt, weil sie zu arglos auf jene zugeht. Die Ermittlungen durch die Amateurin Charlotte und immerhin Ex-Profi Ferdinand halten die Leser immer wach, setzen sie aber nicht auf Hochspannung. Anflüge dazu kommen auf, wenn Spohie in kindlicher Unbefangenheit (obwohl sie um die vierzig Jahre alt ist) ihren neuen Auftraggeber, den ominösen, ihr völlig fremden Architekten Gabriel Vonderheid in ihre Mobbingaffäre einweihen will. Der Leser glaubt es kaum. Zum ersten Mal hielt ich den Atem an, als ein Treffen von Sophie in der Höhle des vermeintlichen Löwen Vonderheid arrangiert wird. Eine lange Reihe prominenter Künstlerkollegen werden im Text genannt: William Shakespeare, ..., Paula Modersohn-Becker, Petrarca, ... Edgar Allan Poe, Monty Python, Martin Helmchen, Marcel Proust, ... Aber keine Angst, wenn die Liste auf Seite 46 abgearbeitet ist, bleibt es einige Seiten ruhig. Doch dann werden weitere berühmte Maler, Musiker und Schriftsteller namentlich eingestreut. Manche Szenen kamen mir nicht recht glaubwürdig vor. Akzeptierbar noch die kunstbeflissenen Protagonisten. Sie kennen also die Rolle der Platée in Philippe Rameaus (jetzt ist der auch noch untergebracht!) gleichnamiger Oper. Einverstanden. Doch dass Charlotte Rapp und der versierte Ex-Kriminaler Ferdinand Guldner völlig ahnungslos keinen Zusammenhang sehen, als Sophie, die von einem Unbekannten – möglicherweise einem verflossenen Verehrer – drangsaliert wird, bei den gesungenen Zeilen „So hat sich Amor immer gerächt. Wie grausam ist Amor, wenn er gekränkt wird” bleich wird, nehme ich nicht ab. Nett und ganz in meinem Sinne geißelt die Autorin an etlichen Stellen die „läppische Beschörungsfomrmel” „Alles gut”. Witzig nimmt sich die Autorin damit am Ende von Kapitel 16 selbst auf den Arm: „Und alles würde gut”. Im insgesamt angenehm zu lesenden Krimi aus Südhessen wird am Ende natürlich auch alles gut.


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