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Mandelas Traum (DuMont Reiseabenteuer)

Meine Reise durch Südafrika

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Was hält Südafrika im Innersten zusammen, trotz aller Konflikte  und Kontraste? Leonie March hat sich auf eine 3000 Kilometer lange Reise begeben, um das Land zu verstehen, das seit 2009 ihre Heimat ist. Sie wandert mit Nachfahren der Ureinwohner durch die Drakensberge und weiter die Küste entlang durch die Transkei. Sie trifft auf moderne Freiheitskämpfer und engagierte Bürger, die im Kleinen die großen Ideale leben, auf denen Südafrikas Demokratie aufbaut. Einsame Straßen und endlose Sandpisten führen sie in den Norden bis nach Johannesburg. Sie schaut in die Abgründe des Goldrausches, ohne den es die Wirtschaftsmetropole nie gegeben hätte, entdeckt zu Fuß die kreativen Seiten dieser missverstandenen Stadt und geht abends in Soweto tanzen. Und ganz am Ende ihrer Reise zeichnen sich tatsächlich Antworten auf ihre Fragen ab.

Portrait

Leonie March, Jahrgang 1974, berichtet als freie Journalistin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und deutschsprachige Printmedien aus dem südlichen Afrika. Sie ist Mitglied des Korrespondenten-Netzwerks weltreporter.net. 2009 beschloss sie, in die südafrikanische Hafenmetropole Durban umzusiedeln. Eine Entscheidung, die sie nie bereut hat.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 04.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7701-8289-3
Reihe DuMont Reiseabenteuer
Verlag Dumont Reise Verlag
Maße (L/B/H) 19,7/13,1/2,4 cm
Gewicht 365 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 49.227
Buch (Taschenbuch)
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MANDELAS TRAUM - Das Südafrika der Gegenwart abseits der touristischen Pfade
von j.h. aus Berlin am 01.07.2018

Seit 2009 lebt Leonie March (*1974) in der südafrikanischen Hafenmetropole Durban. Das Land hatte sie bereits bei ihrem ersten Aufenthalt als Austauschschülerin im Jahr 1991 fasziniert. Damals schien der Weg in eine von gegenseitiger Akzeptanz geprägte Zukunft für die von Übervater Nelson Mandela zur Zeit seiner Präsidentschaft beschworene "Regenbogennation"... Seit 2009 lebt Leonie March (*1974) in der südafrikanischen Hafenmetropole Durban. Das Land hatte sie bereits bei ihrem ersten Aufenthalt als Austauschschülerin im Jahr 1991 fasziniert. Damals schien der Weg in eine von gegenseitiger Akzeptanz geprägte Zukunft für die von Übervater Nelson Mandela zur Zeit seiner Präsidentschaft beschworene "Regenbogennation" vorgezeichnet zu sein. Die Apartheid war Geschichte und ihre Aufarbeitung hatte begonnen. Im Jahr 2017 begab sich Leonie March nun auf eine Reise quer durch ihre neue Heimat, die gewissermaßen eine Bilanz über die Realisierung von "Mandelas Traum" darstellt. Und diese fällt eher ernüchternd aus. Die einst als Helden gefeierten Funktionäre des ANC haben seit ihrer Machtübernahme kaum etwas von dem erreicht, was sie einst versprachen. Dass Macht als solche korrumpierend wirkt, ist nicht neu und auch am Beispiel Südafrikas hervorragend zu beleuchten. Ein besonders schillernder Vertreter jener Korruption war der im Februar 2018 entmachtete Jacob Zuma, dessen Präsidentschaft seit 2009 das Land in seiner Entwicklung um Jahre zurück warf. Die sozialen Spannungen haben sich in den vergangenen Jahren eher wieder verschärft und auch die wirtschaftlichen Probleme wurden prekärer. 3000 Kilometer lang war die Reise der Autorin, die von Durban durch Eastern Cape, Western Cape und Northern Cape nach Johannesburg führte und in Limpopo endete. Dabei wanderte sie mit Nachfahren der Ureinwohner durch die Drakensberge und die Küste entlang durch die Transkei, begegnet normalen Menschen aller Hautfarben und trifft auf Glücksritter, die Gold- und Diamantenfunde in stillgelegten Minen erhoffen. "Der lange Weg zur Freiheit ist noch länger und steiniger, als viele Südafrikaner erwartet hatten. Viele Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Aber, und das ist die gute Nachricht, die große Mehrheit ist wohl bereit, diesen Weg trotzdem weiter zu gehen. Davon zeugen die fast alltäglichen Proteste im Land, an denen sich vor allem die Generation beteiligt, die nach dem Ende der Apartheid geboren wurde. 'Born Free' werden sie genannt, aber wirklich frei fühlen sich die wenigsten. Die Debatte, was Freiheit eigentlich bedeutet, wird so kontrovers und leidenschaftlich geführt wie lange nicht mehr." (S. 78) Leonie March berichtet in einem sehr gut lesbaren Stil über ihre Reiseerlebnisse und Begegnungen. In Gesprächen lässt sie sich vorurteilsfrei auf ihre Gesprächspartner ein. Dennoch wirken einige Passagen (insbesondere im letzten Drittel) mit einem Zuviel an historischen Ausschmückungen und Exkursen auf den Leser nahezu narkotisierend. Hier wäre etwas weniger deutlich mehr gewesen. Insgesamt bietet "Mandelas Traum" einen interessanten Einblick in das heutige Südafrika abseits der touristischen Pfade und einen aufschlussreichen Blick auf die vielgestaltigen Probleme des Landes.