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Kenia Valley

(24)
Theo ist fünfzehn, als er mit seiner Familie in den 1920er Jahren aus England nach Kenia kommt. Dort lernt er den viel älteren Freddie und dessen Geliebte, die wunderschöne Sylvie kennen. Ihre exotische Welt wird auch sein Zuhause – ein Leben voller Glamour, Exzentrik, Affären und Partys, das berühmte Happy Valley Set. Theo verliebt sich in die unerreichbare Sylvie und lässt sich mitreißen von der abenteuerlichen Welt, wo scheinbar alles möglich ist.
Als Theo nach seinem Studium in England nach Kenia zurückkehrt, ist nichts wie zuvor. Das Land hat sich verändert, und er sich auch. Sein Vertrauen in die Freunde und ihre kleine Welt inmitten des kolonialen Afrika bekommt Risse – und die Lage wird zunehmend bedrohlich.
Portrait
Kat Gordon hat lange Ostafrika bereist und ein Jahr in Kenia gelebt. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und machte ihren Master in Creative Writing am Londoner Royal Holloway College. Ihr Debüt The Artificial Anatomy of Parks erschien 2015 bei Legend Press und war auf der Shortlist für „Not the Booker“. Sie lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 432 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.04.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783455002782
Verlag Atlantik
Dateigröße 1108 KB
Übersetzer Mayela Gerhardt
Verkaufsrang 25.232
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Franziska Kommert, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Eine Geschichte über Familie,Liebe,Obsession und die Schönheit eines Landes,die durch den Kolonialismus zugrunde ging.Kommen Sie mit auf eine kritischen Zeitreise in die 20er. Eine Geschichte über Familie,Liebe,Obsession und die Schönheit eines Landes,die durch den Kolonialismus zugrunde ging.Kommen Sie mit auf eine kritischen Zeitreise in die 20er.

„Bunt, exotisch - wild!“

Ruth Roßmeisl, Thalia-Buchhandlung Regensburg

Ein buntes, afrikanisches Abenteuer vor dem Hintergrund der Kolonialisierung in den 20er Jahren, spannend und tiefgründig ! Wunderbare Landschaftsbeschreibungen erwecken die Faszination Afrikas , gleichzeitig Ein buntes, afrikanisches Abenteuer vor dem Hintergrund der Kolonialisierung in den 20er Jahren, spannend und tiefgründig ! Wunderbare Landschaftsbeschreibungen erwecken die Faszination Afrikas , gleichzeitig

„Kenia und seine dekadenten Siedler der 20er und 30er Jahre“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Kat Gordon hat einen interessanten Roman über die Kolonialherren Kenias der 20er und 30er Jahre geschrieben. Angelehnt ist die Geschichte an reale Vorbilder wie Josslyn Hay, den Earl of Erroll und dessen Mord 1941.
Sie vermittelt ein sehr deutliches Bild von Dekadenz und Arroganz der britischen Siedler, fast 200 Seiten beschäftigen sich ausschließlich mit Ausschweifungen, Alkohol, Drogen und Sex. Der für mich, wesentlich interessantere, zweite Teil stellt etwas mehr politische Verwicklungen und Entwicklungen der Figuren dar. Im Gegensatz zu den meisten Rezensenten, würde ich dieses Buch nicht als Schmöker sehen, eher als Gesellschaftspanorama und Entwicklungsroman mit Längen. Gut geschrieben, aber dramaturgisch nicht ganz rund.
Kat Gordon hat einen interessanten Roman über die Kolonialherren Kenias der 20er und 30er Jahre geschrieben. Angelehnt ist die Geschichte an reale Vorbilder wie Josslyn Hay, den Earl of Erroll und dessen Mord 1941.
Sie vermittelt ein sehr deutliches Bild von Dekadenz und Arroganz der britischen Siedler, fast 200 Seiten beschäftigen sich ausschließlich mit Ausschweifungen, Alkohol, Drogen und Sex. Der für mich, wesentlich interessantere, zweite Teil stellt etwas mehr politische Verwicklungen und Entwicklungen der Figuren dar. Im Gegensatz zu den meisten Rezensenten, würde ich dieses Buch nicht als Schmöker sehen, eher als Gesellschaftspanorama und Entwicklungsroman mit Längen. Gut geschrieben, aber dramaturgisch nicht ganz rund.

„Eine Reise nach Kenia “

Carina Nickenig, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Der fünfzehnjährige Theo zieht in den 20er Jahren mit seiner Familie nach Kenia und lernt dort eine vollkommen neue Welt kennen. Nicht nur das Land und die Kultur sind anders als in England. Auch seine deutlich älteren Freunde führen den jungen Mann in ein schillerndes und exklusives Kenia ein. Der Erste Weltkrieg und die Zeit verändern allerdings nicht nur das Land, sondern auch einen selber und Theos Freunde... Ein richtiger Schmöcker über eine längst vergessene Zeit, spannende Charaktere und ein unterhaltsames Gesellschaftspanorama mit einer Spur Liebe. Sehr lesenswert! Der fünfzehnjährige Theo zieht in den 20er Jahren mit seiner Familie nach Kenia und lernt dort eine vollkommen neue Welt kennen. Nicht nur das Land und die Kultur sind anders als in England. Auch seine deutlich älteren Freunde führen den jungen Mann in ein schillerndes und exklusives Kenia ein. Der Erste Weltkrieg und die Zeit verändern allerdings nicht nur das Land, sondern auch einen selber und Theos Freunde... Ein richtiger Schmöcker über eine längst vergessene Zeit, spannende Charaktere und ein unterhaltsames Gesellschaftspanorama mit einer Spur Liebe. Sehr lesenswert!

„Mitreißender Roman vor toller Kulisse“

Isabell Blinne, Thalia-Buchhandlung Köln

Schon als Jugendlicher zieht Theo zusammen mit seiner Familie nach Afrika. Hier lernt er nicht nur neue Freunde, sondern auch einen neuen Lebensstil kennen.
Nach und nach gerät er in einen Wirrwarr aus Alkohol, einer unerwiderten Liebe und falschen Freundschaften.
Theos faszinierender Lebenswandel wird in diesem Roman, vor der atemberaubenden Kulisse Afrikas, lebensnah beschrieben.
Wunderschön zu lesen, man versetzt sich in Theo hinein, fiebert mit ihmund kann ihn so schnell nicht wieder vergessen.
Schon als Jugendlicher zieht Theo zusammen mit seiner Familie nach Afrika. Hier lernt er nicht nur neue Freunde, sondern auch einen neuen Lebensstil kennen.
Nach und nach gerät er in einen Wirrwarr aus Alkohol, einer unerwiderten Liebe und falschen Freundschaften.
Theos faszinierender Lebenswandel wird in diesem Roman, vor der atemberaubenden Kulisse Afrikas, lebensnah beschrieben.
Wunderschön zu lesen, man versetzt sich in Theo hinein, fiebert mit ihmund kann ihn so schnell nicht wieder vergessen.

„Richtig schöner Schmöker - Beeindruckendes Gesellschaftspanorama“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Sollten Sie auf der Suche nach einem richtig schönen Schmöker sein, der sprachlich eloquent und einen besonderen Hintergrund hat, dann tauchen Sie ein in die exotische Welt voller Gegensätze von 'Kenia Valley'. Es ist ein besonderer Gesellschaftsroman mit gesellschaftspolitischem Hintergrund - Afrika vor knapp 100 Jahren – erzählt mit einer angenehmen Leichtigkeit.
In Kenia pulsiert das schillernde Leben der Happy Valley-Bohème. Mitten drin der 14-jährige Theo, ein junger Brite, der sich magisch angezogen fühlt von dieser berühmt berüchtigten Clique. Doch der 1. Weltkrieg macht auch nicht vor den afrikanischen Kolonien Halt und verändert das Land. Theo geht nach Schottland zum Studium der Ingenieurswissenschaften und kehrt zehn Jahre später voller Hoffnung in ein Kenia zurück, das er so nicht wieder erkennt. Zu spät erkennt er, dass auch seine sogenannten Freunde sich verändert haben und so steuert der Roman mit voller Wucht auf ein dramatisches Ende hin.
Sollten Sie auf der Suche nach einem richtig schönen Schmöker sein, der sprachlich eloquent und einen besonderen Hintergrund hat, dann tauchen Sie ein in die exotische Welt voller Gegensätze von 'Kenia Valley'. Es ist ein besonderer Gesellschaftsroman mit gesellschaftspolitischem Hintergrund - Afrika vor knapp 100 Jahren – erzählt mit einer angenehmen Leichtigkeit.
In Kenia pulsiert das schillernde Leben der Happy Valley-Bohème. Mitten drin der 14-jährige Theo, ein junger Brite, der sich magisch angezogen fühlt von dieser berühmt berüchtigten Clique. Doch der 1. Weltkrieg macht auch nicht vor den afrikanischen Kolonien Halt und verändert das Land. Theo geht nach Schottland zum Studium der Ingenieurswissenschaften und kehrt zehn Jahre später voller Hoffnung in ein Kenia zurück, das er so nicht wieder erkennt. Zu spät erkennt er, dass auch seine sogenannten Freunde sich verändert haben und so steuert der Roman mit voller Wucht auf ein dramatisches Ende hin.

S. Möller, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ein intensives Buch über eine längst vergangene Zeit mit einer ungewohnten Sogwirkung. Eine rasante Zeitreise in die 20er und 30er Jahre Afrikas. Ein intensives Buch über eine längst vergangene Zeit mit einer ungewohnten Sogwirkung. Eine rasante Zeitreise in die 20er und 30er Jahre Afrikas.

Die verführerisch schillernde Boheme Kenias der 20er und 30er Jahre, überheblicher Kolonialismus und eine schwierige Liebe bilden den Rahmen für diesen Roman á la Tania Blixen. Die verführerisch schillernde Boheme Kenias der 20er und 30er Jahre, überheblicher Kolonialismus und eine schwierige Liebe bilden den Rahmen für diesen Roman á la Tania Blixen.

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Viel Dramatik vor exotischem Hintergrund. Wer, wie ich, früher gerne Sachen von Fitzgerald und Evelyn Waugh gelesen hat, wird die schwelgerische Geschichte sehr geniessen können! Viel Dramatik vor exotischem Hintergrund. Wer, wie ich, früher gerne Sachen von Fitzgerald und Evelyn Waugh gelesen hat, wird die schwelgerische Geschichte sehr geniessen können!

„Liebe, Exotik und Kolonialismus...“

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Theo, ein gerade einmal fünfzehnjähriger Junge aus einer Beamtenfamilie, ist fasziniert vom schillernden Pärchen Sylvie und Freddie, die so ganz anders sind. er verliebt sich und lässt sich mitreißen mit der Partygesellschaft am Ende der 20er Jahre im exotischen Kenia. Es ist das beginnende Ende der Kolonialzeit und erste Risse zeigen sich in der Gesellschaft.
Ein wirklich gut unterhaltender Gesellschaftsroman mit Hintergrund. Ein Hauch von "Jenseits von Afrika" ohne Verklärung, dazu Liebe und spannende Charaktere. Lesenswert!
Und auch nicht ganz ohne ist der wirklich hübsch gestaltete Einband.
Theo, ein gerade einmal fünfzehnjähriger Junge aus einer Beamtenfamilie, ist fasziniert vom schillernden Pärchen Sylvie und Freddie, die so ganz anders sind. er verliebt sich und lässt sich mitreißen mit der Partygesellschaft am Ende der 20er Jahre im exotischen Kenia. Es ist das beginnende Ende der Kolonialzeit und erste Risse zeigen sich in der Gesellschaft.
Ein wirklich gut unterhaltender Gesellschaftsroman mit Hintergrund. Ein Hauch von "Jenseits von Afrika" ohne Verklärung, dazu Liebe und spannende Charaktere. Lesenswert!
Und auch nicht ganz ohne ist der wirklich hübsch gestaltete Einband.

„Ausgesprochen spannend und exotisch“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Bei diesem Buch von Kat Gordon hat es der Atlantik Verlag tatsächlich geschafft, dass ich das Buch wegen des Covers in die Hand genommen habe. Das Martiniglas unten in der Mitte, die Zebras und Flamingos und dann der rauchende Affe hatten irgendwie so etwas Faszinierendes und Britisches für mich. Es erinnerte mich an William Morris und die Arts and Craft Bewegung. Also habe ich mir den Klappentext angeguckt, obwohl ich es ja bekanntermaßen nicht so mit exotischen Kulissen habe. Letztendlich hat es dann den Ausschlag gegeben, dass Geschichte ihren Anfang in den 20er Jahren nimmt.

Kat Gordon erzählt die Geschichte von Theo. Theo ist 14 Jahre alt, als er mit seinen Eltern und seiner etwas jüngeren Schwester Maud neu in Kenia ankommt. Sein Vater ist Direktor der Eisenbahngesellschaft. Gleich am Anfang begegnen den beiden Kindern zwei junge, sehr attraktive Menschen, die so Mitte Zwanzig zu sein scheinen – Freddie und Sylvie. Theo ist fasziniert von den beiden und sucht ihre Nähe. Allerdings genießen diese beiden jungen Leute keinen guten Ruf, denn sie gehören zu der Clique des Happy Valley-Sets, einer Clique von zumeist britischen Staatsbürgern, die in Kenia das Leben ohne Rücksicht auf andere Menschen mit wilden Partys feiern, bei denen der Alkohol in Strömen fließt und eheliche Treue weit unten auf der Agenda steht. Da sich Theos Eltern nicht sehr für ihre Kinder interessieren, gerät Theo trotz seiner jungen Jahre immer tiefer in diesen Kreis hinein. Seine Schwester Maud, die für mich eine ausgesprochen interessante Nebenrolle spielt, entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Wie lange kann so ein Leben, wie es die die Happy Valley People leben, gut gehen?

Mich hat diese Geschichte fasziniert, aber auch teilweise schockiert. Warum haben sich Freddie und Sylvie so um den jungen Theo bemüht? Er war doch noch ein fast ein Kind? Und warum sind seine Eltern nicht dagegen eingeschritten? Das Leben der Happy Valley People war anscheinend sogar noch wilder als das wilde Leben der Lost Generation in Paris. Es war ein Abgesang auf alte Zeiten, wo auch im good old Europe jeder noch wusste, wohin er gesellschaftlich gehörte. Der 1. Weltkrieg hat dieses Sozialgeflecht in Europa zerstört, aber in Afrika in den Kolonien konnte man noch so leben, wie man es gewohnt war. Doch auch in Kenia ändert sich das Leben. Theo muss zum Studium der Ingenieurswissenschaften zurück nach Schottland. Als er sein Studium abgeschlossen hat, kehrt er 1933 nach Kenia zurück, um auch bei der Eisenbahngesellschaft zu arbeiten. Das Happy Valley Set gibt es noch, aber es hat sich trotzdem viel geändert. Es gibt auch in Kenia neue Bestrebungen, dass den Schwarzen deutlich mehr Bürgerrechte zugebilligt werden sollen. Und das passt so einigen auch von Theos Freunden nicht in den Plan. Das Ganze läuft auf ein großes, dramatisches Finale hinaus, mit dem ich so nicht gerechnet hatte, obwohl ich die ganze Zeit während des Lesens eine permanente Bedrohung gefühlt habe.

Die Geschichte wird aus der Sicht Theos erzählt. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich Theo mochte. Ich habe ihn einfach nicht durchschaut. Was waren seine Wünsche, seine Ziele? Er muss ein sehr attraktiver Bursche gewesen sein, denn sonst hätten weder Freddie noch Sylvie an ihm Interesse gehabt. Er ist aber auch ein Mensch, in dem dunkel etwas brodelt, was nur in seltenen Situationen zum Ausbruch kommt. Wer wie ich keine Geschichten mag, bei denen Tiere zu Schaden kommen, den kann ich insofern beruhigen, dass es keine Safari-Szenen gibt, bei denen Tiere getötet werden. Aber ganz ohne Gewalt kommt ein Buch, das in so einer Zeit und Umgebung spielt, leider nicht aus. Das war die Zeit damals.

Für mich ist dieses Buch eine wilde Mischung aus F. Scott Fitzgerald trifft aus Ernest Hemingway und Tania Blixen. Es ist die verlorene Generation der zwanziger Jahre, die F. Scott Fitzgerald in seinen Romanen und Kurzgeschichten so gut beschreibt. Es ist aber auch das Afrika der Männer, was Ernest Hemingway so angezogen hat. Und natürlich hat es auch sehr viel mit dem Leben von Tania Blixen zu tun, wobei es in diesem Fall eher um das Leben ihres Mannes Bror geht, der sich ja auch gerne in solch illustren Kreisen aufgehalten hat. Ein ganz klein wenig habe ich bei der Lektüre auch an Stefanie Zweig „Nirgendwo in Afrika“ denken müssen. Und ganz tief in mir drin hatte ich noch Bilder des Films „Die letzten Tage in Kenya“ im Kopf, wobei dieser Film erst in den 40er Jahren spielt.

Ein ausgesprochen spannender Roman, der eine ganz andere, inzwischen untergegangene Welt beschreibt.
Bei diesem Buch von Kat Gordon hat es der Atlantik Verlag tatsächlich geschafft, dass ich das Buch wegen des Covers in die Hand genommen habe. Das Martiniglas unten in der Mitte, die Zebras und Flamingos und dann der rauchende Affe hatten irgendwie so etwas Faszinierendes und Britisches für mich. Es erinnerte mich an William Morris und die Arts and Craft Bewegung. Also habe ich mir den Klappentext angeguckt, obwohl ich es ja bekanntermaßen nicht so mit exotischen Kulissen habe. Letztendlich hat es dann den Ausschlag gegeben, dass Geschichte ihren Anfang in den 20er Jahren nimmt.

Kat Gordon erzählt die Geschichte von Theo. Theo ist 14 Jahre alt, als er mit seinen Eltern und seiner etwas jüngeren Schwester Maud neu in Kenia ankommt. Sein Vater ist Direktor der Eisenbahngesellschaft. Gleich am Anfang begegnen den beiden Kindern zwei junge, sehr attraktive Menschen, die so Mitte Zwanzig zu sein scheinen – Freddie und Sylvie. Theo ist fasziniert von den beiden und sucht ihre Nähe. Allerdings genießen diese beiden jungen Leute keinen guten Ruf, denn sie gehören zu der Clique des Happy Valley-Sets, einer Clique von zumeist britischen Staatsbürgern, die in Kenia das Leben ohne Rücksicht auf andere Menschen mit wilden Partys feiern, bei denen der Alkohol in Strömen fließt und eheliche Treue weit unten auf der Agenda steht. Da sich Theos Eltern nicht sehr für ihre Kinder interessieren, gerät Theo trotz seiner jungen Jahre immer tiefer in diesen Kreis hinein. Seine Schwester Maud, die für mich eine ausgesprochen interessante Nebenrolle spielt, entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Wie lange kann so ein Leben, wie es die die Happy Valley People leben, gut gehen?

Mich hat diese Geschichte fasziniert, aber auch teilweise schockiert. Warum haben sich Freddie und Sylvie so um den jungen Theo bemüht? Er war doch noch ein fast ein Kind? Und warum sind seine Eltern nicht dagegen eingeschritten? Das Leben der Happy Valley People war anscheinend sogar noch wilder als das wilde Leben der Lost Generation in Paris. Es war ein Abgesang auf alte Zeiten, wo auch im good old Europe jeder noch wusste, wohin er gesellschaftlich gehörte. Der 1. Weltkrieg hat dieses Sozialgeflecht in Europa zerstört, aber in Afrika in den Kolonien konnte man noch so leben, wie man es gewohnt war. Doch auch in Kenia ändert sich das Leben. Theo muss zum Studium der Ingenieurswissenschaften zurück nach Schottland. Als er sein Studium abgeschlossen hat, kehrt er 1933 nach Kenia zurück, um auch bei der Eisenbahngesellschaft zu arbeiten. Das Happy Valley Set gibt es noch, aber es hat sich trotzdem viel geändert. Es gibt auch in Kenia neue Bestrebungen, dass den Schwarzen deutlich mehr Bürgerrechte zugebilligt werden sollen. Und das passt so einigen auch von Theos Freunden nicht in den Plan. Das Ganze läuft auf ein großes, dramatisches Finale hinaus, mit dem ich so nicht gerechnet hatte, obwohl ich die ganze Zeit während des Lesens eine permanente Bedrohung gefühlt habe.

Die Geschichte wird aus der Sicht Theos erzählt. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich Theo mochte. Ich habe ihn einfach nicht durchschaut. Was waren seine Wünsche, seine Ziele? Er muss ein sehr attraktiver Bursche gewesen sein, denn sonst hätten weder Freddie noch Sylvie an ihm Interesse gehabt. Er ist aber auch ein Mensch, in dem dunkel etwas brodelt, was nur in seltenen Situationen zum Ausbruch kommt. Wer wie ich keine Geschichten mag, bei denen Tiere zu Schaden kommen, den kann ich insofern beruhigen, dass es keine Safari-Szenen gibt, bei denen Tiere getötet werden. Aber ganz ohne Gewalt kommt ein Buch, das in so einer Zeit und Umgebung spielt, leider nicht aus. Das war die Zeit damals.

Für mich ist dieses Buch eine wilde Mischung aus F. Scott Fitzgerald trifft aus Ernest Hemingway und Tania Blixen. Es ist die verlorene Generation der zwanziger Jahre, die F. Scott Fitzgerald in seinen Romanen und Kurzgeschichten so gut beschreibt. Es ist aber auch das Afrika der Männer, was Ernest Hemingway so angezogen hat. Und natürlich hat es auch sehr viel mit dem Leben von Tania Blixen zu tun, wobei es in diesem Fall eher um das Leben ihres Mannes Bror geht, der sich ja auch gerne in solch illustren Kreisen aufgehalten hat. Ein ganz klein wenig habe ich bei der Lektüre auch an Stefanie Zweig „Nirgendwo in Afrika“ denken müssen. Und ganz tief in mir drin hatte ich noch Bilder des Films „Die letzten Tage in Kenya“ im Kopf, wobei dieser Film erst in den 40er Jahren spielt.

Ein ausgesprochen spannender Roman, der eine ganz andere, inzwischen untergegangene Welt beschreibt.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Eine wirklich schillernde Story im Kenia der wilden 20er Jahre. Ein opulenter Gesellschaftsroman, wunderbar erzählt - im Geist einer Tania Blixen. Für Liebhaber des Besonderen. Eine wirklich schillernde Story im Kenia der wilden 20er Jahre. Ein opulenter Gesellschaftsroman, wunderbar erzählt - im Geist einer Tania Blixen. Für Liebhaber des Besonderen.

„Anti-Entwurf zu "Jenseits von Afrika" “

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Als 14Jæhriger kommt Theo nach Kenia und wird geblendet von der faszinierenden Art und Lebensweise von Sylvie und Freddie. Er ist blind für ihre Oberflächlichkeit und im Falle von Freddie, der in den 30er Jahren für die Absicherung seiner Interessen britische nationalsozialistische Positionen vertritt und Theo erbarmungslos ausnutzt, kommt sein Erwachen zu spät.
Abgesang auf britische Lebensweise in Kenia. Zwar etwas spät in der Handlung, aber dann doch sehr kritisch!
Als 14Jæhriger kommt Theo nach Kenia und wird geblendet von der faszinierenden Art und Lebensweise von Sylvie und Freddie. Er ist blind für ihre Oberflächlichkeit und im Falle von Freddie, der in den 30er Jahren für die Absicherung seiner Interessen britische nationalsozialistische Positionen vertritt und Theo erbarmungslos ausnutzt, kommt sein Erwachen zu spät.
Abgesang auf britische Lebensweise in Kenia. Zwar etwas spät in der Handlung, aber dann doch sehr kritisch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
13
10
1
0
0

Eine faszinierende Geschichte aus einer vergangenen Zeit
von Monika Schulte aus Hagen am 19.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Cover des Romans hat mich magisch angezogen. Bunt, exotisch, wild kommt es daher. Ohne zu wissen, welches Thema das Buch überhaupt hat, wusste ich, diesen Buch muss ich lesen. Die Hauptperson der Geschichte ist Theo, der mit knapp 15 Jahren mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in... Das Cover des Romans hat mich magisch angezogen. Bunt, exotisch, wild kommt es daher. Ohne zu wissen, welches Thema das Buch überhaupt hat, wusste ich, diesen Buch muss ich lesen. Die Hauptperson der Geschichte ist Theo, der mit knapp 15 Jahren mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in den Zwanziger Jahren nach Kenia kommt. Obwohl sie viel älter als er sind, schließt sich Theo dem glamourösen Paar Freddie und Sylvie an. Zu jeder Tages- und Nachtzeit wird gefeiert. Champagner und Cocktails fließen in Strömen. Man liebt das Leben. Man feiert bis zum Umfallen. Löwen und Affen hält man sich als Haustiere. Die Einheimischen werden für minderwertig und dumm gehalten. Theo tut praktisch alles, um dazu zu gehören, doch ist das wirklich seine Welt? Zum Studium wird Theo später in die Heimat nach Schottland geschickt. Als er zurück in Kenia ist, hat sich nicht nur die Welt verändert, sondern auch seine Freunde. Der Zweite Weltkrieg steht kurz vor dem Ausbruch. Der permanente Rassismus ist spürbar wie nie, doch lassen sich die Einheimischen das alles weiterhin gefallen? Die heile Welt der Kolonialisten bekommt starke Risse. Das Leben wird bedrohlich. Wie wird Theos sich entscheiden? Wird er bleiben oder wird er Kenia rechtzeitig verlassen, um sich woanders ein neues Leben aufzubauen? "Kenia Valley" - eine faszinierende Geschichte aus einer vergangenen Zeit. Kat Gordon schafft es mit einer gewissen Leichtigkeit, dass der Leser das Gefühl hat, die Szenerie heimlich zu beobachten. Es ist eine mitreißende Geschichte, die hier und da aber auch kleine vermeidbare Längen hat. Mit Staunen liest man, wie dekadent und unmöglich sich die Kolonialherren in Afrika aufgeführt haben, wie sie die Einheimischen gescheucht haben und sie für minderwertige Menschen gehalten haben. Man staunt, ist entsetzt und doch fasziniert. Absolut guter Lesestoff mit einem überraschenden Ende!

Ein wilder Ritt...
von einer Kundin/einem Kunden aus Wels am 29.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Theo ist fast 15 Jahre alt, als er mit seiner Familie England verlässt um in Kenia zu leben. Sein Vater ist Chef der dortigen Eisenbahngesellschaft und die Familie versucht in der Haute volée Fuß zu fassen. Doch Theo findet ganz andere Freunde. Die entzückende Sylvie hat sein Herz im... Theo ist fast 15 Jahre alt, als er mit seiner Familie England verlässt um in Kenia zu leben. Sein Vater ist Chef der dortigen Eisenbahngesellschaft und die Familie versucht in der Haute volée Fuß zu fassen. Doch Theo findet ganz andere Freunde. Die entzückende Sylvie hat sein Herz im Sturm erobert und ihr Freund Freddie beeindruckt mit seiner Lebensweise. Sie sind das Herz des Kenia Valley Set. Ihre Partys sind legendär - die Dekadenz kennt keine Grenzen. Der junge Theo ist leicht zu beeindrucken. Er will gefallen und in seinem Versuch, Sylvie und Freddie stets zu Diensten zu sein, übersieht er, wie ihre Beziehung tatsächlich aussieht. Maud, Theos jüngere Schwester, ist die konstante Sympathieträgerin in diesem Buch. Sie liebt das Land und auch die Menschen Kenias. Und sie kämpft auch für das Land, als sich die Lage politisch zuspitzt. Theo ist ein Opportunist, über den ich mich streckenweise entsetzlich ärgern musste. Aber wie alle guten Romanfiguren, hat er auch liebenswürdige Seiten. Keiner ist hier nur böse, obwohl manche Figuren in diese Richtung tendieren. Kat Gordon hat die Stimmung in der Kolonie gut eingefangen. Sie erzählt detailverliebt. Man kann gedanklich in der Zeit reisen und sich tatsächlich als Mitglied der Kolonialherren fühlen. Anfangs hat mir das etwas zu schaffen gemacht. Als Kind meiner Zeit, kann ich die Kolonialisierung nicht gutheißen. Doch die Autorin lässt auch kritische Stimmen zu Wort kommen und die allgemeinen Ansichten waren damals eben fatal. Interessant sind auch die familiären Strukturen. Manche Bande müssen gekappt werden, damit man sich entwickeln kann. Andere halten unendlich viel aus und man kann mit ihnen wachsen. Und abschließend muss noch gesagt werden, dass die landschaftlichen Beschreibungen großartig sind. Ich hatte Kenia tatsächlich vor Augen. Einen Sten Abzug gibt es dennoch für den Inhalt. Manch Handlungsweise kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Manche Beweggründe sind mir etwas zu sinnentleert. Aber das ist natürlich reine Geschmacksache. Trotzdem gibt es eine klare Leseempfehlung

Ein Sittengemälde Kenias während der Roaring Twenties - brutal, ehrlich und schockierend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 25.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mit dem vorliegenden Roman über das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts ist Kat Gordon ein echter Pageturner gelungen. Meine Befürchtung, die Geschichte könnte wie das Cover ein wenig zu kitschig und schrill daher kommen, wurde überhaupt nicht bestätigt. Wohl findet sich Schrilles zwischen den Buchdeckeln, aber... Mit dem vorliegenden Roman über das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts ist Kat Gordon ein echter Pageturner gelungen. Meine Befürchtung, die Geschichte könnte wie das Cover ein wenig zu kitschig und schrill daher kommen, wurde überhaupt nicht bestätigt. Wohl findet sich Schrilles zwischen den Buchdeckeln, aber das rührt von den exaltierten weißen Kolonisten her. Die junge Generation weißer Auswanderer tobt sich in Kenia aus, es gibt zügellosen Sex, der sämtliche Anstandsregeln des britischen Mutterlandes außer Kraft setzt, so mancher Dandy wechselt seine Geliebten fast so schnell wie die gestärkten Hemden. Alkohol fließt zu jeder Tages- und Nachtzeit in Strömen, und auch andere Drogen sind verfügbar. Ebenso verfügbar wie die afrikanischen Bewohner, die die weiße Elite als Bedienstete und Arbeiter schamlos ausbeutet, die Menschen werden sich ebenso angeeignet wie das Land. Protagonist Theo, knapp 15jähriger Sohn einer gut situierten Einwandererfamilie, wird geradezu magisch von der schillernden Partywelt einiger junger Briten angezogen. Er verfängt sich in dem glamourösen Netz der (scheinbaren) Spaßgesellschaft und bemerkt nicht, dass einige der "Freunde", die er dort findet, diesen Namen nicht wirklich verdienen. Die Autorin lässt in wunderbaren Landschaftsbeschreibungen die Faszination Afrikas zu Tage treten. Eine besondere Stärke des Romans sind die Charakterstudien. Die Figuren machen über die Jahre große Entwicklungen durch, nicht immer ist alles wie es zunächst scheint. Auch erhält man als Leser einen - oft schockierenden - Einblick, wie sich die Kolonialmacht Großbritannien in Afrika verhielt. Rassismus in erschreckendem Ausmaß war an der Tagesordnung, man meinte, die "Wilden" mit drakonischen Strafen zivilisieren zu müssen. Der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Rasse brachte unendliches Leid über viele abhängig gemachte Völker - leider ist dieses Thema nach wie vor aktuell. Kat Gordon hat einen spannenden, tiefgründigen Roman geschaffen, der gleichermaßen vielschichtig wie unterhaltsam ist - klare Leseempfehlung von mir!