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Über uns

Roman

(6)

Ein Haus, drei Etagen und jede Menge Geheimnisse

Arnon und Ayelet haben seit der Schwangerschaft Probleme mit dem Sex. Damit die Dinge wieder ins Lot kommen zwischen ihnen, passen Ruth und Hermann, das reizende ältere Ehepaar von nebenan, gern auf ihre kleine Tochter auf. Ein Stockwerk drüber hadert Chani Doron, die »Witwe« (ihr Mann ist ständig auf Geschäftsreise), mit ihrem Leben und Dvorah Edelman, ehemalige Richterin und tatsächlich verwitwet, träumt in der obersten Etage nachts davon, ihr Über-Ich werde amputiert. Lügen und Selbsttäuschung durchdringen Alltag und Familienleben. Nevo wirft Licht in die dunklen Winkel der menschlichen Natur und ist seinen Figuren zugleich mitfühlender Freund. Einfach davonkommen aber lässt er sie nicht ...

Rezension
»Die Geschichten aus Eshkol Nevos Feder hallen noch lange nach der letzten Seite im Herzen nach.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info 15.01.2018
Portrait

Eshkol Nevo, geboren 1971 in Jerusalem, gehört heute zu den wichtigsten Schriftstellern seines Landes. Sein erster Roman ›Vier Häuser und eine Sehnsucht‹ stand 2005 auf der Shortlist des bedeutendsten Literaturpreises in Israel, dem Sapir Preis, 2008 wurde er in Frankreich mit dem Raymond Wallier Preis des Salon du Livre ausgezeichnet, 2009 war er auf der Longlist des Independent Prize. ›Wir haben noch das ganze Leben‹, sein zweiter Roman (Golden Book Prize, Israel 2007, Adei Wizo Preis, Italien 2011), war nicht nur in Israel, sondern auch in Deutschland ein Bestseller. Sein Roman ›Neuland‹ verkaufte sich in Israel über 130.000 Mal und gewann 2012 als »Book of the Year« den Steimatzky Preis. 2018 erschien, wiederum mit großer Aufmerksamkeit, sein Roman ›Über uns‹ in Deutschland.

Eshkol Nevo lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Ra’anana / Israel.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.01.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783423434256
Verlag Dtv
Dateigröße 713 KB
Übersetzer Markus Lemke
Verkaufsrang 27.043
eBook
19,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„ÜBER uns oder über UNS?“

Sabine van Ahlen, Thalia-Buchhandlung Münster

Das Motiv ist durchaus nicht neu, bietet aber immer wieder spannende Möglichkeiten, menschliche Schicksale und gesellschaftliche Zustände gewissermaßen im Kleinformat darzustellen: ein Haus, in dem die Bewohner auf verschiedenen Etagen ihr mehr oder weniger unauffälliges und abgeschottetes Leben führen, Nachbarn, die sich grüßen, aber nicht kennen, hinter verschlossenen Türen verborgene Geheimnisse und Abgründe. Und nur die Leser haben freien Zutritt in die jeweiligen Innenräume, die der Wohnung und die der Seele. Eshkol Nevo erzählt in drei Kapiteln die Geschichten der Menschen, die auf drei Etagen eines Hauses am Rande von Tel Aviv leben.
Die des Familienvaters, der geradezu besessen ist von der Idee, der Nachbar könnte seine kleine Tochter sexuell missbraucht haben; der Frau, von allen ironisch nur „die Witwe“ genannt, weil ihr Mann ständig auf Reisen ist, die, allein gelassen mit ihren Kindern und Ängsten, fürchtet, verrückt zu werden. Und schließlich die der ehemaligen Bezirksrichterin, die ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes einen vorsichtigen Wiedereinstieg ins Leben wagt. Diese Schicksale haben, außer dem Ort, an dem sie sich vollziehen, nichts miteinander zu tun, obwohl sie sich hier und da auf durchaus überraschende Weise berühren. Alle erleben Außerordentliches, und alle berichten jemandem davon: dem – hoffentlich - diskreten Schriftsteller, der alten, sehr fernen Freundin in Amerika, dem ausgedienten Anrufbeantworter des toten Ehemannes. Sie alle öffnen sich, und dies gelingt ihnen umso leichter in dem Wissen, dass der jeweilige Empfänger ihrer Bekenntnisse sie kaum mit dem Gehörten oder Gelesenen konfrontieren wird, ja – wie im Falle der Richterin - es nicht einmal mehr kann. "Über uns" ist ein psychologisch überzeugender Roman, der ganz leichtfüßig daherkommt, aber doch eine ganz eigene Intensität besitzt. Und eine Doppeldeutigkeit, die sich schon im Titel andeutet und den Roman zum Ende noch einmal in ein ganz neues Licht taucht.....
Das Motiv ist durchaus nicht neu, bietet aber immer wieder spannende Möglichkeiten, menschliche Schicksale und gesellschaftliche Zustände gewissermaßen im Kleinformat darzustellen: ein Haus, in dem die Bewohner auf verschiedenen Etagen ihr mehr oder weniger unauffälliges und abgeschottetes Leben führen, Nachbarn, die sich grüßen, aber nicht kennen, hinter verschlossenen Türen verborgene Geheimnisse und Abgründe. Und nur die Leser haben freien Zutritt in die jeweiligen Innenräume, die der Wohnung und die der Seele. Eshkol Nevo erzählt in drei Kapiteln die Geschichten der Menschen, die auf drei Etagen eines Hauses am Rande von Tel Aviv leben.
Die des Familienvaters, der geradezu besessen ist von der Idee, der Nachbar könnte seine kleine Tochter sexuell missbraucht haben; der Frau, von allen ironisch nur „die Witwe“ genannt, weil ihr Mann ständig auf Reisen ist, die, allein gelassen mit ihren Kindern und Ängsten, fürchtet, verrückt zu werden. Und schließlich die der ehemaligen Bezirksrichterin, die ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes einen vorsichtigen Wiedereinstieg ins Leben wagt. Diese Schicksale haben, außer dem Ort, an dem sie sich vollziehen, nichts miteinander zu tun, obwohl sie sich hier und da auf durchaus überraschende Weise berühren. Alle erleben Außerordentliches, und alle berichten jemandem davon: dem – hoffentlich - diskreten Schriftsteller, der alten, sehr fernen Freundin in Amerika, dem ausgedienten Anrufbeantworter des toten Ehemannes. Sie alle öffnen sich, und dies gelingt ihnen umso leichter in dem Wissen, dass der jeweilige Empfänger ihrer Bekenntnisse sie kaum mit dem Gehörten oder Gelesenen konfrontieren wird, ja – wie im Falle der Richterin - es nicht einmal mehr kann. "Über uns" ist ein psychologisch überzeugender Roman, der ganz leichtfüßig daherkommt, aber doch eine ganz eigene Intensität besitzt. Und eine Doppeldeutigkeit, die sich schon im Titel andeutet und den Roman zum Ende noch einmal in ein ganz neues Licht taucht.....

„Der ganz normale Wahnsinn“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Israel ist zur Zeit in aller Munde, da die Staatsgründung 1948 - vor genau 70 Jahren - ein ungeheures Medienecho auslöste. Das geht auch bei mir nicht spurlos vorüber und natürlich sind die ersten Assoziationen eher politischer Natur: Nahost-Konflikt, Gazastreifen, Siedlungspolitik, usw. Dass es aber ein bürgerliches bis spießbürgerliches Leben jenseits der Weltpolitik im gelobten Land gibt, erfahren wir in dem wunderbar unaufgeregtem Buch "Über uns" von Eshkol Nevo. Handlungsort ist ein Mehrfamilienhaus in der Nähe von Tel Aviv, allerdings könnte der Roman auch in einem Vorort von Köln oder Hamburg spielen und somit auch von "uns" handeln. Drei Wohnungen, drei Welten , drei stille Dramen, die unterm Wahrnehmumgsradar der Nachbarn liegen, da die Wahrung des Scheins und somit die Flucht in die Anonymität das höchste Gebot ist. Eine einsame Ehefrau hadert mit ihrem Mann, der zwischen seinen Geschäftsreisen nur zur Stippvisite auftaucht, um die Wäsche zu wechseln. Ein anderes Ehepaar geht eine unheilige Allianz mit einem Rentnerpärchen ein, um in den Genuss einer kostengünstigen Kinderbetreuung zu kommen. Die anrührendste und eindringlichste Erzählung handelt von der ehemaligen Richterin Dvorah, die ihrem verstorbenen Mann noch immer Nachrichten auf einem antiquierten Anrufbeantworter spricht und es im Laufe der Zeit doch schafft, die Fesseln und Geister der Vergangenheit hinter sich zu lassen. "Über uns" ist ein sehr subtiler Roman und gibt in drei Monologen Personen eine Stimme, die scheinbar Alltägliches erzählen, uns aber tatsächlich die größten Geheimnisse und Intimitäten anvertrauen. Leseempfehlung

Israel ist zur Zeit in aller Munde, da die Staatsgründung 1948 - vor genau 70 Jahren - ein ungeheures Medienecho auslöste. Das geht auch bei mir nicht spurlos vorüber und natürlich sind die ersten Assoziationen eher politischer Natur: Nahost-Konflikt, Gazastreifen, Siedlungspolitik, usw. Dass es aber ein bürgerliches bis spießbürgerliches Leben jenseits der Weltpolitik im gelobten Land gibt, erfahren wir in dem wunderbar unaufgeregtem Buch "Über uns" von Eshkol Nevo. Handlungsort ist ein Mehrfamilienhaus in der Nähe von Tel Aviv, allerdings könnte der Roman auch in einem Vorort von Köln oder Hamburg spielen und somit auch von "uns" handeln. Drei Wohnungen, drei Welten , drei stille Dramen, die unterm Wahrnehmumgsradar der Nachbarn liegen, da die Wahrung des Scheins und somit die Flucht in die Anonymität das höchste Gebot ist. Eine einsame Ehefrau hadert mit ihrem Mann, der zwischen seinen Geschäftsreisen nur zur Stippvisite auftaucht, um die Wäsche zu wechseln. Ein anderes Ehepaar geht eine unheilige Allianz mit einem Rentnerpärchen ein, um in den Genuss einer kostengünstigen Kinderbetreuung zu kommen. Die anrührendste und eindringlichste Erzählung handelt von der ehemaligen Richterin Dvorah, die ihrem verstorbenen Mann noch immer Nachrichten auf einem antiquierten Anrufbeantworter spricht und es im Laufe der Zeit doch schafft, die Fesseln und Geister der Vergangenheit hinter sich zu lassen. "Über uns" ist ein sehr subtiler Roman und gibt in drei Monologen Personen eine Stimme, die scheinbar Alltägliches erzählen, uns aber tatsächlich die größten Geheimnisse und Intimitäten anvertrauen. Leseempfehlung

„Wacht auf Bewohner von Bourgeoisistan!“

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wacht auf Bewohner von Bourgeoisistan! Der israelische Autor Nevo beschreibt sein Land mithilfe der Psychoanalyse Sigmund Freuds: Genial unterhaltsam.

Drei Personen, jeweils drei Stockwerke, eines Mehrfamilienhauses in einem Vorort von Tel Aviv. Drei Bekenntnisse, die es in sich haben:
Ein Familienvater, der durchdreht, weil er seine Tochter nicht schützen konnte,
eine Hausfrau, die sich nicht sicher ist, ob sie eine Affäre hatte oder ob der Liebhaber erfunden ist
und eine verwitwete Richterin, die Ihrem verstorbenen Mann auf dem Anrufbeantworter gesteht, dass sie jetzt viel mehr Geld ausgibt und die Musik von Strauß trotzdem liebt.

Alle drei Geschichten haben spannende Wendungen, mit denen man nicht rechnet, in jeder Geschichte will man irgendwann die Hände vorm Kopf zusammenschlagen und rufen: "Tu es nicht" oder "Tu es". Wenn man die drei Ichs von Freud dazunimmt, kommt eine höchst spannende Analyse der israelischen Gesellschaft zustande, die selten so herrlich ironisch und unterhaltsam geschrieben wurde.
Wacht auf Bewohner von Bourgeoisistan! Der israelische Autor Nevo beschreibt sein Land mithilfe der Psychoanalyse Sigmund Freuds: Genial unterhaltsam.

Drei Personen, jeweils drei Stockwerke, eines Mehrfamilienhauses in einem Vorort von Tel Aviv. Drei Bekenntnisse, die es in sich haben:
Ein Familienvater, der durchdreht, weil er seine Tochter nicht schützen konnte,
eine Hausfrau, die sich nicht sicher ist, ob sie eine Affäre hatte oder ob der Liebhaber erfunden ist
und eine verwitwete Richterin, die Ihrem verstorbenen Mann auf dem Anrufbeantworter gesteht, dass sie jetzt viel mehr Geld ausgibt und die Musik von Strauß trotzdem liebt.

Alle drei Geschichten haben spannende Wendungen, mit denen man nicht rechnet, in jeder Geschichte will man irgendwann die Hände vorm Kopf zusammenschlagen und rufen: "Tu es nicht" oder "Tu es". Wenn man die drei Ichs von Freud dazunimmt, kommt eine höchst spannende Analyse der israelischen Gesellschaft zustande, die selten so herrlich ironisch und unterhaltsam geschrieben wurde.

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Ein Haus, 3 Etagen, 3 Familien, 3 Leben, 3 verschiedene Monologe! Gefühlvoll, lebensecht, einfach wunderbar geschrieben! Ein Haus, 3 Etagen, 3 Familien, 3 Leben, 3 verschiedene Monologe! Gefühlvoll, lebensecht, einfach wunderbar geschrieben!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Nachbarn Ruth und Hermann sind für Arnon und Ayelet ein wahrer Glücksfall. Wann immer es notwendig ist, stellt sich das pensionierte Ehepaar als Babysitter zur Verfügung. Die Notwendigkeiten häufen sich. Bei der Bezahlung sind Arnon und Ayelet allerdings schon ziemlich nachlässig. Als sich bei Hermann gesundheitliche Auffälligkeiten mehren,... Die Nachbarn Ruth und Hermann sind für Arnon und Ayelet ein wahrer Glücksfall. Wann immer es notwendig ist, stellt sich das pensionierte Ehepaar als Babysitter zur Verfügung. Die Notwendigkeiten häufen sich. Bei der Bezahlung sind Arnon und Ayelet allerdings schon ziemlich nachlässig. Als sich bei Hermann gesundheitliche Auffälligkeiten mehren, setzt sich in Arnon ein verheerender Verdacht fest. Im Stockwerk darüber wohnt die Familie Chani und Assaf Doron. Assaf ist geschäftlich ununterbrochen unterwegs. Am Familienleben nimmt er nur am Rande teil. Eines Tages taucht Assafs Bruder auf. Er ersucht Chani, ein paar Tage bei ihnen untertauchen zu können. Im dritten Stockwerk wohnt Dvorah Edelmann. Sie ist Witwe. Zu ihrem Sohn hat sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr. Aus Einsamkeit beginnt sie auf den Anrufbeantworter ihres Mannes zu sprechen. Über Träume, Entscheidungen, Versäumnisse, über die Liebe und über die Einsamkeit. Großes Lesevergnügen