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Der rote Planet

Science-Fiction-Roman

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Diese Ausgabe wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert.
Alexander Alexandrowitsch Bogdanow (1873-1928), von Beruf Arzt, war ein russischer Philosoph, Ökonom, Soziologe und Verfasser utopischer Romane. Der rote Planet ist eine moderne sozialistische Utopie, in der auch feministische Themen präsent sind.

Aus dem Buch:

"Ich hoffte, mich an die neue Arbeit zu gewöhnen und mich dann mit allen Arbeitern messen zu können. Aber das war nicht so. Immer mehr musste ich einsehen, dass es mir an der Fähigkeit zur Konzentration mangelte. Körperliche Leistung wurde nur wenig verlangt, an Schnelligkeit und Gewandtheit stand ich anderen nicht nach, übertraf sogar viele. Aber ich musste ununterbrochen und konzentriert auf Maschinen und Material achten, was mir sehr schwer fiel."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 168 (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 14.12.2017
Sprache Deutsch
EAN 9788027238200
Verlag Musaicum Books
Dateigröße 886 KB
eBook
0,49
inkl. gesetzl. MwSt.
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Weit mehr als nur Science Fiction - Alexander Bogdanow „Der rote Planet“
von einer Kundin/einem Kunden aus Hannover am 10.12.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Es gibt gute Bücher auf die trifft man durch Zufall! Dazu gehört für mich Alexander Bogdanows „Der rote Planet“. Der utopische Roman erschien im Jahr 1908 in deutscher Übersetzung. In ihm wird die Reise zum und der Aufenthalt des Revolutionärs und Naturwissenschaftlers Leonid auf dem Mars geschildert. Die Handlung... Es gibt gute Bücher auf die trifft man durch Zufall! Dazu gehört für mich Alexander Bogdanows „Der rote Planet“. Der utopische Roman erschien im Jahr 1908 in deutscher Übersetzung. In ihm wird die Reise zum und der Aufenthalt des Revolutionärs und Naturwissenschaftlers Leonid auf dem Mars geschildert. Die Handlung des Romans ist in vier Teile gegliedert. Im Teil I werden beginnend die Lebensumstände der Hauptfigur, in der durch blutige Auseinandersetzungen geprägten Vorrevolutionszeit Russlands, geschildert. Dann folgen die Bekannschaft mit den Marsmenschen, der Aufbruch zum , der Flug und die Ankunft auf dem Mars. Die Marsmenschen sind als Erdenmenschen getarnt, die vorgeben Revolutionäre, Kampfgefährten aus anderen Teilen Russlands zu sein. Als Individuen einer überlegenen Zivilisation sind sie in der Lage, die Voraussetzungen für die Zustimmung Leonids zum Marsflug zu legen. So erreichen sie, ohne schwere Nachwehen zu erzeugen, die Trennung von seiner Partnerin. Anschließend erläutern sie ihm die Gründe warum gerade er ausgewählt wurde und können seine Skepsis zerstreuen und seine Neugier auf eine bessere zukünftige Welt wecken. Die technischen Errungenschaften der Marszivilisation lernt er bereits auf dem Flug kennen. Die Marsianer gewinnen Energie aus radioaktiver Materie und treiben ihre Raumschiffe damit an. Auch die Beschleunigung des Raumschiffes durch fly-by beherrschen die Marsianer, und sie besitzen als weitere einzigartige Energiequelle die Minus-Materie, also das, was wir heute als Antimaterie bezeichnen. Leider hat der Mars nicht ausreichend Lagerstätten an radioaktiven Mineralen, um eine der technischen Entwicklung schritthaltende Energiegewinnung zu ermöglichen. Dieses Dilemma führt auch im späteren Verlauf der Handlung zum moralischen Konflikt mit dem Leonid konfrontiert wird. Leonid hat während der langen Reise ausreichend Zeit die Sprache der Marsianer zu lernen und zumindest ansatzweise in die technischen Errrungenschaften und die sozialen Strukturen dieser Zivilisation einzutauchen, sich einzulesen. Die Teile II und III spielen auf dem Mars. Leonid lernt die Produktionsstätten kennen, in denen autonome Maschinen agieren. Die Last der Erwerbsarbeit ist den Menschen genommen. Sie sind auf freiwilliger Basis tätig. „Die Arbeit ist das natürliche Bedürfnis eines entwickelten, sozial denkenden Menschen, und jede Art maskierten oder offenen Zwangs ist völlig überflüssig.“* Ich möchte hier nicht all die futuristischen Elemente des Romans anreißen, schließlich kann man diese beim Lesen kennenlernen. Mir gefällt innerhalb der Schilderungen, dass immer wieder aufgezeigt wird: Nicht alles verläuft konfliktfrei, auch nicht in so einer fortgeschrittenen kommunistischen Gesellschaft. Und was mir besonders wichtig erscheint, der Mensch – hier ist der Erdenmensch in Vertretung durch Leonid gemeint – ist überfordert. Er zweifelt, ob auch nur annäherungweise mit der Ausprägung in unserer Rasse eine bessere Gesellschaft überhaupt möglich ist. Die charakterliche Vollkommenheit seiner geliebten Marsfrau Netti gibt ihm Kraft. Er kämpft gegen seine Zweifel, und dann geschieht etwas Unerwartetes. Er findet die Aufzeichnungen einer Konferenz, die sich mit der Resourcenverknappung und den möglichen Lösungsansätzen für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Marszivilisation befasst. Eine Lösung besteht in der vollkommenen Auslöschung der Erdenmenschen, um die Erde zu besiedeln. Das zerreißt Leonid, gerade durch seine starke Liebe zu Netti. Einerseits erkennt er die Überlegenheit der Marszivilisation an, anderseits hängt er mit schmerzhafter Liebe an der Menschheit, an jedem Individium: vom zukunftsweisenden Proletarier und Revolutionär, bis zum rückwärtsgewandten Kapitalisten und Kleinbürger. In der Darlegung des Ausrottungsplans behandelt der vortragende Marsianer eine Eigenschaft kulturell homogener Gruppen auf der Erde, die im Falle der Auseinandersetzung mit anderen zum Tragen kommt. Das ist der Patriotismus! Aufgrund dessen gibt es aus seiner Sicht keine Alternative zur vollkommenen Ausrottung der Erdenmenschen, im Falle der Ausführung des Planes der Erdkolonisation. Der Vorschlag wird jedoch auf der Konferenz der Marsianer wegen Inhumanität abgelehnt und in Perspektive die aufwändige und sehr gefährliche Ausbeutung der Venus angestrebt. Leonid tötet letztendlich den Verfechter der Kolonisierung der Erde. Dieser Marsgelehrte war auch einmal der Mann seiner geliebten Marsfrau Netti und ist damit sein direkter Kontrahent. Nach dem Mord fällt Leonid in geistige Verwirrtheit. Der IV. Teil spielt wieder auf der Erde, und dort im Irrenhaus. Der Ort der weiteren Handlung, das Irrenhaus, suggeriert unweigerlich, dass andere Umstände zum Erleben des Helden Leonid beigetragen haben könnten. Für Leonid gibt es daran natürlich keinen Zweifel. Bogdanow lässt im IV. Teil bewußt offen: ob oder ob nicht, war Leonid auf dem Mars oder nicht? Einerseits werden Gründe beschrieben, die zur Einlieferung in die Irrenanstalt führten, anderseits erscheint eine ominöse Frau bedeckt mit einem Schleier, die Leonid mit sich nimmt. In diesem Buch wird gerungen, mit Zweifeln; es wird gekämpft, gegen Zweifel, und selbstlose Liebe scheint möglich! Aus diesen Gründen würde ich einen Stern mehr auf die zum Vergeben verfügbaren setzen. * Zitat aus Teil II, aus dem Kapitel „In der Fabrik“ Michael Fuchs