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Einsamkeit - die unerkannte Krankheit

schmerzhaft, ansteckend, tödlich, Lesung. Ungekürzte Ausgabe

(13)
Ein neuer verstörender Weckruf von Sachbuch-Bestseller-Autor Manfred Spitzer: Einsamkeit ist eine Krankheit mit fatalen Folgen für Körper und Seele.
Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz. Einsamkeit ist zudem ansteckend und breitet sich wie eine Epidemie aus – nicht nur Singles und Alleinstehende sind davon betroffen, sondern auch Verheiratete! Einsamkeit ist die Todesursache Nummer eins in den westlichen Ländern, so Manfred Spitzer. Diese alarmierende Botschaft wird mittlerweile weltweit von zahllosen wissenschaftlichen Studien bestätigt, die auch deutlich machen: Einsamkeit ist mehr als Alleinsein.
Manfred Spitzer beschreibt in seinem neuen Buch erstmals, warum Einsamkeit ein Krankheitsverursacher ist, wie krankmachende Einsamkeit und soziale Isolation aussehen und welch gravierenden Einfluss das auf die Gesundheit, auf Körper und Seele der Betroffenen hat. Der streitbare Psychiater will damit eine Gesellschaft aufrütteln, die Einsamkeit immer noch als erstrebenswertes Wellnessangebot für gestresste Zeitgenossen betrachtet.

„Manfred Spitzer versteht sich nicht nur als Wissenschaftler, sondern in erster Linie als Arzt, der sofort helfen will.“
aerzteblatt.de
Portrait
Prof. Dr. med. Dr. phil. Dipl.-Psych. Manfred Spitzer, geb. 1958 in Darmstadt, studierte Medizin, Psychologie und Philosophie und habilitierte 1989 in Freiburg. Nach zwei Gastprofessuren an der Harvard University wurde er 1997 an den Lehrstuhl für Psychiatrie nach Ulm gerufen. Er ist Ordinarius für Psychiatrie, Lernforscher und Bestsellerautor und Autor von über einhundert Publikationen aus dem Bereich Hirnforschung.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Josef Vossenkuhl
Erscheinungsdatum 01.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783954716050
Verlag ABOD Verlag GmbH
Auflage 1
Spieldauer 630 Minuten
Hörbuch (CD)
18,49
bisher 21,99

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Buchhändler-Empfehlungen

„Über Einsamkeit und deren Auswirkung.“

Marie-Elaine Müllener, Thalia-Buchhandlung Dallgow-Döberitz

Ich bin immer wieder erstaunt, dass Sachbücher, wie dieses, mich fesseln können.
Das Buch wirft auf jeden Fall interessante Aspekte auf, die einen über die eigene Psyche und das eigene Leben nachdenken lassen.
Man lernt sicher was, wenn man dieses Buch liest und sicher überdenkt dann die ein oder andere Entscheidung, die man vorher treffen wollte.
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Sachbücher, wie dieses, mich fesseln können.
Das Buch wirft auf jeden Fall interessante Aspekte auf, die einen über die eigene Psyche und das eigene Leben nachdenken lassen.
Man lernt sicher was, wenn man dieses Buch liest und sicher überdenkt dann die ein oder andere Entscheidung, die man vorher treffen wollte.

„Einsamkeit“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Manfred Spitzer beschreibt in seinem neuen Buch erstmals warum Einsamkeit und soziale Isolation einen krankmachenden Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen kann. Gemeint ist nicht das heilende Alleinsein eines Menschen, sondern das subjektive Erleben sozialer Isolation. In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen hat der bedeutende deutsche Gehirnforscher dargelegt, welche Gefahren in der Individualisierung unserer Gesellschaft liegen. Man braucht zur Stärkung der Seele keine therapeutische Hilfe, wenn Gemeinschaft von Freunden und Familie gepflegt wird. Der Neurologe Dr. Manfred Spitzer stellt damit heraus, dass Gemeinschaft nicht durch den Konsum vorgegebener Angebote entsteht, sondern vom Einbringen und der Kraft jedes Einzelnen. Mit seinen Ausführungen trifft er den Nerv der Zeit und sendet damit einen Weckruf an die Gesellschaft. Manfred Spitzer beschreibt in seinem neuen Buch erstmals warum Einsamkeit und soziale Isolation einen krankmachenden Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen kann. Gemeint ist nicht das heilende Alleinsein eines Menschen, sondern das subjektive Erleben sozialer Isolation. In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen hat der bedeutende deutsche Gehirnforscher dargelegt, welche Gefahren in der Individualisierung unserer Gesellschaft liegen. Man braucht zur Stärkung der Seele keine therapeutische Hilfe, wenn Gemeinschaft von Freunden und Familie gepflegt wird. Der Neurologe Dr. Manfred Spitzer stellt damit heraus, dass Gemeinschaft nicht durch den Konsum vorgegebener Angebote entsteht, sondern vom Einbringen und der Kraft jedes Einzelnen. Mit seinen Ausführungen trifft er den Nerv der Zeit und sendet damit einen Weckruf an die Gesellschaft.

„Das könnte uns alle betreffen!“

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ich habe Menschen getroffen, die auf dem Land leben und in der Stadt, und seit längerer Zeit schlich sich mir die Vermutung ein - wann wird ein Buch wie dieses kommen? Manfred Spitzer hält uns mit „Einsamkeit“ wahrlich den Spiegel vor, einer Gesellschaft, die in weiten Teilen vereinsamt und das aus den verschiedensten Gründen. Wenn auch man nicht umhin kann zu sagen, dass das Internet viel damit zu tun hat. Die faktenreichen Thesen und Belege, an denen der Autor seine - völlig einleuchtenden - Äußerungen festmacht, sind beruhigend in einem Zeitalter, in dem viel behauptet und wenig bewiesen wird. Das Thema „Einsamkeit“ kann sehr unbequem sein, denn ein Jeder von uns erlebt diese in seinem Leben mindestens einmal. Aber glaubt mir, es ist notwendig, sich mit dem Thema zu befassen. Welch großen Einfluss auch die sozialen Medien auf unsere Vereinsamung haben - wo sie doch eigentlich „sozial“ sind und uns „miteinander vernetzen“ sollen, ist sehr lesenswert und bewegt vielleicht den Ein oder Anderen zum Umdenken, was er in Zukunft mit seiner Zeit anstellen wird, denn Fakt ist: wir Menschen sind gesellige Wesen und wir brauchen das Miteinander. Das echte Miteinander. Ich habe Menschen getroffen, die auf dem Land leben und in der Stadt, und seit längerer Zeit schlich sich mir die Vermutung ein - wann wird ein Buch wie dieses kommen? Manfred Spitzer hält uns mit „Einsamkeit“ wahrlich den Spiegel vor, einer Gesellschaft, die in weiten Teilen vereinsamt und das aus den verschiedensten Gründen. Wenn auch man nicht umhin kann zu sagen, dass das Internet viel damit zu tun hat. Die faktenreichen Thesen und Belege, an denen der Autor seine - völlig einleuchtenden - Äußerungen festmacht, sind beruhigend in einem Zeitalter, in dem viel behauptet und wenig bewiesen wird. Das Thema „Einsamkeit“ kann sehr unbequem sein, denn ein Jeder von uns erlebt diese in seinem Leben mindestens einmal. Aber glaubt mir, es ist notwendig, sich mit dem Thema zu befassen. Welch großen Einfluss auch die sozialen Medien auf unsere Vereinsamung haben - wo sie doch eigentlich „sozial“ sind und uns „miteinander vernetzen“ sollen, ist sehr lesenswert und bewegt vielleicht den Ein oder Anderen zum Umdenken, was er in Zukunft mit seiner Zeit anstellen wird, denn Fakt ist: wir Menschen sind gesellige Wesen und wir brauchen das Miteinander. Das echte Miteinander.

„Ein Weckruf!“

Michael Rademacher, Thalia-Buchhandlung Eisenach

Immer mehr Menschen leben allein, sozial zurückgezogen. Die sozialen Medien gaukeln eine neue Verbundenheit mit Fremden vor. Ältere Menschen werden durch die gesellschaftliche Entwicklung zunehmend abgehängt.
Doch diese neue Einsamkeit kann Ursache für etliche Krankheiten sein.
Und die Entwicklung zieht sich durch die breite Gesellschaft und jede Altersgruppe. Jeder kann betroffen sein.
Immer mehr Menschen leben allein, sozial zurückgezogen. Die sozialen Medien gaukeln eine neue Verbundenheit mit Fremden vor. Ältere Menschen werden durch die gesellschaftliche Entwicklung zunehmend abgehängt.
Doch diese neue Einsamkeit kann Ursache für etliche Krankheiten sein.
Und die Entwicklung zieht sich durch die breite Gesellschaft und jede Altersgruppe. Jeder kann betroffen sein.

Katharina Teister, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Einsamkeit heißt nicht nur allein zu sein.
Einsamkeit kann auch krank machen.
Die neusten Erkenntnisse sind hier äußerst verständlich und gradlinig aufgeführt.
Einsamkeit heißt nicht nur allein zu sein.
Einsamkeit kann auch krank machen.
Die neusten Erkenntnisse sind hier äußerst verständlich und gradlinig aufgeführt.

„Ein ungleich wichtiges Thema“

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Zugegeben: Ein großer Freund von Spitzers Veröffentlichungen bin ich gewiss nicht. Häufig ist er mir in seinen Ansichten zu extrem, bielleicht auch zu pessimistisch.
Mit diesem Buch überzeugt er aber auf ganzer Linie: Gut strukturiert, faktenbasiert und doch auch irgendwie emotional. Denn ohne diese emotionale Ebene wird die wichtige Botschaft kaum die Gesellschaft erreichen.
Zugegeben: Ein großer Freund von Spitzers Veröffentlichungen bin ich gewiss nicht. Häufig ist er mir in seinen Ansichten zu extrem, bielleicht auch zu pessimistisch.
Mit diesem Buch überzeugt er aber auf ganzer Linie: Gut strukturiert, faktenbasiert und doch auch irgendwie emotional. Denn ohne diese emotionale Ebene wird die wichtige Botschaft kaum die Gesellschaft erreichen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Einsamkeit ist keine Krankheit: ein hilfloser "Weckruf"
von Dr. M. am 11.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Um es vorweg zu nehmen: Es gibt Bücher, die scheinen interessant zu sein, erweisen sich dann aber beim Lesen als eine intellektuelle Qual. Das ist hier ein recht verschreckendes Beispiel. Man findet in diesem Text tatsächlich wenig Neues, vorausgesetzt man hat schon einmal über dieses Thema nachgedacht oder sich... Um es vorweg zu nehmen: Es gibt Bücher, die scheinen interessant zu sein, erweisen sich dann aber beim Lesen als eine intellektuelle Qual. Das ist hier ein recht verschreckendes Beispiel. Man findet in diesem Text tatsächlich wenig Neues, vorausgesetzt man hat schon einmal über dieses Thema nachgedacht oder sich etwas belesen. Oder man kennt Einzelfälle aus eigenem Erleben und weiß daher, was Einsamkeit mit Menschen anrichten kann. Einsamkeit schwächt den Organismus, nimmt Lebenssinn und führt auch oft zur Verbitterung, etwa wenn alte Menschen sich daran erinnern, was sie einst ihren Kindern oder Enkeln gegeben haben und nun sehen, dass davon nichts geblieben ist. Beim Titel dieses Buches mögen sich leichtgläubige Menschen vielleicht erschrecken, weil wichtige Forscher plötzlich auf die bahnbrechende Idee gekommen sind, dass Einsamkeit eine "unerkannte" Krankheit sein soll. Tatsächlich jedoch ist eine solche Behauptung haarsträubender Blödsinn oder Ausdruck eines offenbar gut funktionierenden Geschäftsmodells von Psychologen. Für sie ist das halbe Leben eine einzige unerkannte Krankheit. Und dass Einsamkeit auch noch ansteckend sein soll, ist schon irgendwie paradox. Wie sollen einsame Menschen denn diese angebliche Krankheit übertragen? Im Buch wird dazu eine Studie angeführt, die ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht kapiert habe. Rauchen oder Fettsucht sind übrigens nach dieser Untersuchung auch ansteckend. Das ist insofern tröstlich, als vermutlich alles andere auch irgendwie ganz fürchterlich ansteckend sein muss. Womit wir bei "alles und nichts" sind, was immer stimmt. Auf Seite 23 erklärt der Autor, dass "mit Einsamkeit ein subjektives Erleben bezeichnet" wird. Einsamkeit ist also (wie jeder weiß) ein Gefühl. Ein Gefühl ist also eine ansteckende Krankheit. Und Einsamkeit ist auch noch ein Megatrend (S. 13 ff). Noch so ein Blödsinn: Komm lass uns ein wenig einsam sein. Das liegt gerade im Trend. Wer gedacht hat, er würde in diesem Buch ein wenig Lebenshilfe finden, sollte es besser nicht lesen, es sei denn, er reagiert verschreckt auf die vielen Bedrohungen, die mit sozialer Isolation und/oder Einsamkeit verbunden sind und beschließt dann, aktiv aus dieser Falle zu entrinnen. Der Autor konnte sich offenbar nicht entscheiden, ob er ein Fachbuch oder ein Buch für Betroffene schreiben soll. Entstanden ist ein Zwitter, der mehr zum Fachbuch tendiert, alle Risiken aufzählt und langatmig beschreibt. Diese Risiken liegen auf der Hand: Einsamkeit tut weh. Einsamkeit löst Stress aus. Und Einsamkeit ist deshalb auch ein beträchtliches Krankheitsrisiko. So lauten einige der Kapitelüberschriften. Man glaubt das gerne und ist nicht besonders überrascht, dass man das auch mit statistischen Untersuchungen belegen kann. Beziehungen können helfen, aber auch schaden. Auch das haut einen lebenserfahrenen Menschen nicht vom Hocker. Dass der Autor zu den Risiken, die zur Einsamkeit führen, die modernen Medien anführt, konnte man erwarten. Da hat er ebenso Recht. Aber ändern wird dieses Buch daran nichts. Und damit ist man beim Problem dieser ganzen Geschichte. Nachdem der Autor nun seinen langatmigen "Weckruf" hinter sich gebracht hat und wir alle verschreckt sind, bleibt die Frage: Was sollen wir tun, was soll die Gesellschaft tun? Spitzers Antworten sind ebenso hilflos wie das ganze Buch. Anderswo hat man sogar ein Ministerium für Einsamkeit gegründet. Was soll das denn tun? Die Einsamkeit mit ein paar gut bezahlten Planstellen verwalten? Klingelt es da nicht? Wenn nämlich Einsamkeit ein angeblicher Megatrend ist, dann springen da erwartungsfroh sofort Leute auf, die glauben, dass man davon irgendwie profitieren kann. "Weckrufe" und Aktionismus sind immer ein klares Zeichen für solche Trendfolger. Und was schlägt der Autor vor? Therapie. Sich einbringen in die Gemeinschaft, Spazieren im Gleichschritt mit anderen, Singen und Tanzen. Sicher kann vieles davon sehr hilfreich sein. Doch das Zitieren von wissenschaftlichen Studien wird Betroffenen nicht helfen. Sie bräuchten eine ganz andere Ansprache, die der Autor nicht leistet oder nicht leisten kann. Einsame oder sozial isolierte Menschen können sich nur selten aus diesem Zustand befreien, weil er die teuflische Eigenschaft der Selbstbestätigung besitzt und deshalb sehr oft zu Lethargie und depressivem Verhalten führt. Natürlich könnte eine mutige Gesellschaft dagegen ansteuern. Doch die westlichen Gesellschaften tun genau das Gegenteil. Aber das ist eine andere Geschichte, die in diesem Buch nicht vorkommt und deshalb hier auch nicht thematisiert werden soll. Dieses Buch ist eine Enttäuschung. Es vermittelt Erkenntnisse, die man sich leicht selbst überlegen kann, stellt fragwürdige Behauptungen auf und nimmt Betroffene nicht wirklich mit. Obendrein liest es sich nicht wirklich gut. Ein Trendbuch eben, das allerdings auch die ganze Hilflosigkeit offenbart, mit der man diesem "Trend" gegenübersteht.

Einsamkeit ? ein Symptom oder eine Krankheit?
von Sikal am 18.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

?Einsamkeit ist nicht das Gleiche wie soziale Isolation, sondern deren psychologischer Aspekt. Mit Einsamkeit wird ein subjektives Erleben bezeichnet ? man FÜHLT sich einsam ? wohingegen soziale Isolation gemessen werden kann (wie einsam IST man)? Der Trend zum Singledasein, auf keinen Menschen Rücksicht nehmen, keinerlei Verantwortung übernehmen - außer für... ?Einsamkeit ist nicht das Gleiche wie soziale Isolation, sondern deren psychologischer Aspekt. Mit Einsamkeit wird ein subjektives Erleben bezeichnet ? man FÜHLT sich einsam ? wohingegen soziale Isolation gemessen werden kann (wie einsam IST man)? Der Trend zum Singledasein, auf keinen Menschen Rücksicht nehmen, keinerlei Verantwortung übernehmen - außer für sich selbst. All dies rächt sich irgendwann mal. Nicht umsonst gibt es die alte Weisheit ?Beziehungen gehören gepflegt? - und das gilt nicht nur für die Partnerschaft, auch Freundschaften oder Nachbarschaften sowie die Familie ? Soziale Interaktion ist wichtig und ? wenn man Dr. Spitzer glauben darf ? ein ?Krankheits-Reduzierer?. ?Nichts ist gesünder im Sinne der Verlängerung des eigenen Lebens als die aktive Teilnahme an der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Einsamkeit erlebt jeder von uns ? der eine mehr und der andere weniger -, und man solle sie nicht leichtfertig als Nebensache abtun. Sie kann jeden befallen, Jung und Alt, Mann und Frau, Arm und Reich. Und langfristig bringt sie uns um!? Das Buch ist gut strukturiert, in zehn Kapiteln werden verschiedene Themen behandelt, wie z.B. soziale Ansteckung, Online (gem)einsam, Einsamkeit als Krankheitsrisiko, ?Du machst mich krank?, usw. In den jeweiligen Kapiteln werden nicht nur diverse Thesen aufgestellt und mit Studien belegt, interessante Fakten finden sich hier immer wieder, wie den Zusammenhang Schmerzen ? Einsamkeit. Spitzer deutet darauf hin, dass diese zwei unterschiedlichen Zustände den gleichen Bereich in unserem Gehirn aktivieren. Interessant ist aber auch: ?Im Hinblick auf das Geschlecht gibt es Wechselwirkungen mit dem Familienstand: Am einsamsten sind unverheiratete Männer, gefolgt von unverheirateten Frauen und, mit einem gewissen Abstand, verheirateten Frauen. Am wenigsten einsam fühlen sich verheiratete Männer.? Spitzer plädiert dafür, dass es ein Umdenken in der Gesellschaft geben muss. Einsamkeit muss den Status einer Krankheit erreichen, um dagegen etwas tun zu können. Prävention wird hier noch nicht groß geschrieben. Es gibt Interventionen gegen Rauchen, für gesundes Essen, Bewegungstherapien und vieles andere mehr ? doch es gibt keine ?Verordnung?, um das Risiko in die Einsamkeit zu rutschen, abzufangen. Hier darf man nur auf die Zukunft hoffen, dass diese Gefahr minimiert werden kann. Was mir letztendlich ein wenig fehlt, sind praktikable Lösungsvorschläge ? hier wird eindeutig nur auf eine Therapie gezielt. Auch der Vorschlag, dass aktives Vereinsleben, gemeinsame Unternehmungen oder Musik zum Entgegensteuern herangezogen werden sollen, klingt wenig brauchbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen sich aus dem Sumpf ?Einsamkeit? herausziehen lassen (oder dies selbst tun), wenn diese nicht von selber wollen. Ob man als ?Nicht-Psychologe? die Kompetenz hat, einen Zugang zu einem einsamen Menschen zu finden, wage ich zu bezweifeln.

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 23.04.2018
Bewertet: anderes Format

Sehr erschreckend, wie dramatisch Einsamkeit sein kann. Und wie nah es jedem von uns ist.