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64

(48)
Im Januar 1989 wird in Tokio ein siebenjähriges Mädchen entführt. Fünf lange Tage versuchen die verzweifelten Eltern alles, um die Forderungen des Entführers zu erfüllen. Doch alle Bemühungen sind vergebens. Der Entführer entkommt unerkannt mit dem Lösegeld, kurz darauf wird die Leiche des Mädchens gefunden. Die Ermittlungen der Polizei laufen ins Leere. Der Fall geht unter dem Aktenzeichen 64 als ungelöstes Drama in die Kriminalgeschichte Japans ein. Vierzehn Jahre später verschwindet die Tochter von Yoshinobu Mikami, dem Pressesprecher eines kleinen Polizeireviers. Mikami, selbst Gefangener eines übermächtigen Verwaltungsapparats, stößt kurz darauf auf ein geheimes Memo zu Fall 64. Getrieben von einer dunklen Ahnung beginnt er, auf eigene Faust zu ermitteln – und öffnet eine Tür, die besser für immer verschlossen geblieben wäre.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 768 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783037921043
Verlag Atrium Verlag AG Zürich
Dateigröße 2166 KB
Übersetzer Sabine Roth, Nikolaus Stingl
Verkaufsrang 6.896
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Buchhändler-Empfehlungen

Alex Crespo, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

In einmaliger Form, rollt der Autor einen fast verjährten jedoch spannenden und geheimnisvollen Fall wieder auf. Anders als andere Thriller aber umso mitreißender! In einmaliger Form, rollt der Autor einen fast verjährten jedoch spannenden und geheimnisvollen Fall wieder auf. Anders als andere Thriller aber umso mitreißender!

Eric Rupprecht, Thalia-Buchhandlung Berlin

Spannende Geschichte, aber durchaus auch herausfordernd, da viel Arbeitsalltag und Leben des Protagonisten beschrieben werden. Spannende Geschichte, aber durchaus auch herausfordernd, da viel Arbeitsalltag und Leben des Protagonisten beschrieben werden.

Thomas Canje, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Sehr detaillierter Roman über die japanische Gesellschaft im Allgemeinen und dem Polizeiapparat im speziellen. Für einen Thriller leider viel zu langatmig. Nur für Japanliebhaber. Sehr detaillierter Roman über die japanische Gesellschaft im Allgemeinen und dem Polizeiapparat im speziellen. Für einen Thriller leider viel zu langatmig. Nur für Japanliebhaber.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein Buch mit Sogwirkung. Trotz leichter Längen eine faszinierende Erzählung. Ein Buch mit Sogwirkung. Trotz leichter Längen eine faszinierende Erzählung.

Eva Becker, Thalia-Buchhandlung Trier

Eine fesselnde Geschichte, die einen interessanten Einblick in die japanische Kultur bietet. Kein typischer Thriller, stellenweise etwas langatmig, aber trotzdem lesenswert! Eine fesselnde Geschichte, die einen interessanten Einblick in die japanische Kultur bietet. Kein typischer Thriller, stellenweise etwas langatmig, aber trotzdem lesenswert!

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Düren

Nicht nur für Krimifans ein herausragendes Stück Spannungsliteratur, der viel mehr ist als ein einfacher Krimi, sondern ein toller Einblick in die japanische Kultur. Lesenswert! Nicht nur für Krimifans ein herausragendes Stück Spannungsliteratur, der viel mehr ist als ein einfacher Krimi, sondern ein toller Einblick in die japanische Kultur. Lesenswert!

„Geheimtipp!“

Roman Dieball, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Auch wenn Thriller drauf steht, 'thrilling' ist hier nichts! Auf 760 Seiten entwirft Yokoyama ein detailgenaues Portrait Japans, eingebettet in eine Art Polizeiroman. Polizei-Pressesprecher Mikami soll den Besuch des Generalinspekteurs aus Tokio vorbereiten und gerät zwischen die Fronten von Ermittlern, Polizeiverwaltung und Presse. Und was hat das alles mit dem ungelösten Fall einer Kindesentführung, dem Fall 64 zu tun? Als auch noch seine eigene Tochter verschwindet, macht sich Mikami auf, das Beziehungsgeflecht der handelnden Personen zu durchdringen und stößt auf so manches Geheimnis, das besser im verborgenen geblieben wäre... Was spannend klingt, ist es auch, aber viel wichtiger sind die Motive der Figuren, die Beziehungen untereinander und der verzweifelte Versuch 'das Gesicht zu wahren'. Eine Geschichte, die so nur in Japan handeln kann. Ein Krimi auch und gerade für Nicht-Krimifans. Ein Meisterwerk! Auch wenn Thriller drauf steht, 'thrilling' ist hier nichts! Auf 760 Seiten entwirft Yokoyama ein detailgenaues Portrait Japans, eingebettet in eine Art Polizeiroman. Polizei-Pressesprecher Mikami soll den Besuch des Generalinspekteurs aus Tokio vorbereiten und gerät zwischen die Fronten von Ermittlern, Polizeiverwaltung und Presse. Und was hat das alles mit dem ungelösten Fall einer Kindesentführung, dem Fall 64 zu tun? Als auch noch seine eigene Tochter verschwindet, macht sich Mikami auf, das Beziehungsgeflecht der handelnden Personen zu durchdringen und stößt auf so manches Geheimnis, das besser im verborgenen geblieben wäre... Was spannend klingt, ist es auch, aber viel wichtiger sind die Motive der Figuren, die Beziehungen untereinander und der verzweifelte Versuch 'das Gesicht zu wahren'. Eine Geschichte, die so nur in Japan handeln kann. Ein Krimi auch und gerade für Nicht-Krimifans. Ein Meisterwerk!

Kevin Mele, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Der Titel ist kein Thriller im klassischen Sinne, trotzdem ist er spannend und ein Einblick in die japanische Lebensweise. Der Titel ist kein Thriller im klassischen Sinne, trotzdem ist er spannend und ein Einblick in die japanische Lebensweise.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Ein japanischer Thriller der Extra-Klasse !
Ein richtiger Pageturner den man nicht mehr aus der Hand legen mag!
Ein japanischer Thriller der Extra-Klasse !
Ein richtiger Pageturner den man nicht mehr aus der Hand legen mag!

„Ein absoluter Geheimtipp!“

Dermot Willis, Thalia-Buchhandlung Kassel

Kein typischer Krimi, sondern sehr tief, mit ein toller Blick in die Japanischer Kultur. Gleichzeitig sehr fesselnd und sehr empfhelenswert! Kein typischer Krimi, sondern sehr tief, mit ein toller Blick in die Japanischer Kultur. Gleichzeitig sehr fesselnd und sehr empfhelenswert!

„Aktenzeichen 64“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Als im Januar 1989 ein kleines Mädchen entführt und knapp eine Woche später tot aufgefunden wird, endet der Fall damit, das er zu den Akten gelegt wird - unter dem Aktenzeichen 64.
14 Jahre später verschwindet die Tochter von Yoshinobu Mikami, Pressesprecher der Polizei, die wieder vor einem Rätsel steht. Aber diesmal gibt der Vater sich nicht geschlagen und ermittelt auf eigene Faust ...
Ein überaus spannender japanischer Krimi, der sich durch eine karge Sprache, zurückgenommene Protagonisten und klare Strukturen auszeichnet.
Mal was ganz Anderes und einfach gut !!
Als im Januar 1989 ein kleines Mädchen entführt und knapp eine Woche später tot aufgefunden wird, endet der Fall damit, das er zu den Akten gelegt wird - unter dem Aktenzeichen 64.
14 Jahre später verschwindet die Tochter von Yoshinobu Mikami, Pressesprecher der Polizei, die wieder vor einem Rätsel steht. Aber diesmal gibt der Vater sich nicht geschlagen und ermittelt auf eigene Faust ...
Ein überaus spannender japanischer Krimi, der sich durch eine karge Sprache, zurückgenommene Protagonisten und klare Strukturen auszeichnet.
Mal was ganz Anderes und einfach gut !!

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Ein großartiges Buch, aber wohl eher kein Thriller, fehlt doch der klassische Spannungsaufbau. "64" ist trotzdem ein faszinierendes Buch mit zahlreichen Charakteren. Ein großartiges Buch, aber wohl eher kein Thriller, fehlt doch der klassische Spannungsaufbau. "64" ist trotzdem ein faszinierendes Buch mit zahlreichen Charakteren.

„Das Geheimnis um den Fall 64“

Jasmin Frese, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

Was ist damals wirklich passiert beim Fall 64? Was versucht die Polizei mit allen Mitteln zu verschleiern? Mikami, eigentlich Pressesprecher der Präfektur D, versucht diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Gleichzeitig muss er sich mit der Presse rumschlagen und quält sich mit den Gedanken um seine Tochter, die spurlos verschwunden ist. Das Ende dieses Kriminalromans hat mich ziemlich mitgerissen, einfach grandios! Was ist damals wirklich passiert beim Fall 64? Was versucht die Polizei mit allen Mitteln zu verschleiern? Mikami, eigentlich Pressesprecher der Präfektur D, versucht diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Gleichzeitig muss er sich mit der Presse rumschlagen und quält sich mit den Gedanken um seine Tochter, die spurlos verschwunden ist. Das Ende dieses Kriminalromans hat mich ziemlich mitgerissen, einfach grandios!

„zu langatmig“

Sonja Köln, Thalia-Buchhandlung Vechta

Als Polizeiroman sicher sehr aufwendig geschrieben. (10 J.hat der Autor an diesem Buch gearbeitet)
Meines Erachtens zu langatmig. Das Hardcover hat mich angelockt, sowie die Kurzbeschreibung; doch es hat mich nicht gepackt. Nach den ersten 100 Seiten habe ich nur noch das letzte Kapitel gelesen,um zu wissen,wie es am Ende ausgeht. War vorhersehbar. Schade, hatte mir davon mehr versprochen.
Als Polizeiroman sicher sehr aufwendig geschrieben. (10 J.hat der Autor an diesem Buch gearbeitet)
Meines Erachtens zu langatmig. Das Hardcover hat mich angelockt, sowie die Kurzbeschreibung; doch es hat mich nicht gepackt. Nach den ersten 100 Seiten habe ich nur noch das letzte Kapitel gelesen,um zu wissen,wie es am Ende ausgeht. War vorhersehbar. Schade, hatte mir davon mehr versprochen.

„Ein Plot, der seinesgleichen Sucht“

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

'64' ist wirklich ein Buch mit Alleinstellungsmerkmal.
Ein Thriller, in dem der Kriminalfall eigentlich nur Rahmenhandlung ist, aber trotzdem mit einem Kniff aufwartet, den ich so noch nicht gelesen habe!
Das Hauptaugenmerkt liegt aber, wie gesagt, nicht auf dem Verbrechen, sondern im japanischen Macht- und Hierarchiedenken. Pressedirektor Mikami muss in einem Mühlwerk von Vergangenheit und Zukunft, aber auch von Vorgesetzten, Pressestelle der Polizei (seinem Arbeitsplatz) und den Journalisten bestehen, vermitteln und ermitteln.
Auch, wenn die Handlung über weite Strecken die typische Thrillerspannung vermissen lässt, entwickelt Hideo Yokoyama einen unvergleichlichen Sog, der einen ungläubig von Seite zu Seite blättern lässt und die knapp 800 Seiten, wie im Flug an einem vorbeigleiten. Am Ende erwartet einen ein grandioses Finale, an dem viele Erzählstränge ein Ende finden, aber der Leser wird sich auch über die letzte Seite hinaus noch mit dem Buch beschäftigen!
'64' ist wirklich ein Buch mit Alleinstellungsmerkmal.
Ein Thriller, in dem der Kriminalfall eigentlich nur Rahmenhandlung ist, aber trotzdem mit einem Kniff aufwartet, den ich so noch nicht gelesen habe!
Das Hauptaugenmerkt liegt aber, wie gesagt, nicht auf dem Verbrechen, sondern im japanischen Macht- und Hierarchiedenken. Pressedirektor Mikami muss in einem Mühlwerk von Vergangenheit und Zukunft, aber auch von Vorgesetzten, Pressestelle der Polizei (seinem Arbeitsplatz) und den Journalisten bestehen, vermitteln und ermitteln.
Auch, wenn die Handlung über weite Strecken die typische Thrillerspannung vermissen lässt, entwickelt Hideo Yokoyama einen unvergleichlichen Sog, der einen ungläubig von Seite zu Seite blättern lässt und die knapp 800 Seiten, wie im Flug an einem vorbeigleiten. Am Ende erwartet einen ein grandioses Finale, an dem viele Erzählstränge ein Ende finden, aber der Leser wird sich auch über die letzte Seite hinaus noch mit dem Buch beschäftigen!

„Krimi mit Hintergrund “

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wunderbar geschrieben zieht einen 64 sofort in den Bann. Nicht nur die japanische Kultur, Verhaltensweise machen dieses Buch aus, sondern auch der gewaltige japanische Polizeiapparat, in dem Mikami nach seiner "Beförderung" zum Pressesprecher festzustecken scheint. Das Verschwinden seiner Tochter und ein ungelöster Fall von Kindesentführung bringen einen Stein ins Rollen. Wunderbar geschrieben zieht einen 64 sofort in den Bann. Nicht nur die japanische Kultur, Verhaltensweise machen dieses Buch aus, sondern auch der gewaltige japanische Polizeiapparat, in dem Mikami nach seiner "Beförderung" zum Pressesprecher festzustecken scheint. Das Verschwinden seiner Tochter und ein ungelöster Fall von Kindesentführung bringen einen Stein ins Rollen.

„Kein Entkommen“

Sabine van Ahlen, Thalia-Buchhandlung Münster

Der Kritiker der britischen Zeitung „The Guardian“ nannte diesen japanischen Kriminalroman „gewaltig“ und meinte damit ganz sicher nicht nur den für dieses Genre ungewöhnlichen und wirklich beeindruckenden Umfang von 760 Seiten. Aber „64“ ist eben auch kein typischer Vertreter seiner Art sondern in jeder Hinsicht – sprachlich und inhaltlich - herausragend. Er ist auch im landläufigen Sinne nicht eigentlich ein Krimi oder gar Thriller (selbst wenn der Verlag sich diesen Begriff nicht verkneifen mochte), sondern mit dem Begriff „Polizeiroman“ womöglich treffender beschrieben. Ganz sicher aber ist es ein hochspannender, faszinierender und in seiner zeitlichen und örtlichen Konzentration fast kammerspielartiger Gesellschaftsroman. Obwohl nämlich die Ereignisse und Nachwirkungen eines 14 Jahre zurückliegenden Entführungsfalls, der tödlich endete und ungelöst blieb, indirekt für alles, was hier geschieht, von ursprünglicher Bedeutung sind, so ist es eben gerade nicht eine atemlose oder gar blutige Jagd nach dem Täter, die im Fokus steht. Vielmehr ist es der hektische, nervenzerrende und zermürbende Alltag in einem von Konkurrenzdruck und strengem Hierarchie-und Machtdenken geprägten Polizeiapparat, der wie ein fester Kokon unentrinnbar alles zu umschließen scheint. Das Polizeipräsidium als ein genaues Abbild der uns (be) fremden(den) gesellschaftliche Struktur Japans, die gespickt ist mit generationenalten unumstößlichen Grenzzäunen und Hemmschwellen, geprägt von Herablassung und Kotaus, von klar definierter Zugehörigkeit, (Auf)Strebertum und Angepasstheit.
Mikami, Pressedirektor des Polizeipräsidiums, durch dessen Augen allein wir auf die Handlung schauen und mit ihm versuchen in die (nicht selten undurchschaubare) Psyche der Figuren einzutauchen, war früher einmal selbst Ermittler und als solcher in den traumatischen Entführungsfall „64“ involviert. Er ist ein in mancher Hinsicht Getriebener: nicht nur ist seine eigene Tochter spurlos verschwunden, nicht nur muß er eine lautstark meuternde, äußerst fordernde Presse im Zaum halten und absurde Anweisungen seiner Vorgesetzten wider besseres Wissen ausführen; er hat zudem das bestimmte Gefühl, daß sich der alte Machtkampf zwischen der Polizeiverwaltung und dem Kriminaluntersuchungsamt (sprich: den Ermittlern) gefährlich zuspitzt. Unversehens ist er in eine undurchschaubare Intrige verstrickt, deren Krakenarme weit über das eigene Polizeirevier hinausreichen und die ihren Ursprung auch im Fall „64“ zu haben scheint. Was wurde damals vertuscht?
Zwischen Empörung und tiefer Verunsicherung versucht Mikami bei seinen Ermittlungen festgefügte Hierarchien und Tabus zu unterlaufen und überschreitet in ohnmächtiger Wut Grenzen, zwischen denen er doch selbst gefangen ist, zerrt an Fesseln, die er nicht abstreifen kann, weil seine eigene Existenz an ihnen hängt und er unentrinnbar ein Teil eines lange verinnerlichten Systems ist, das ihn prägte und über das er sich nicht hinwegzusetzen vermag.
Dem Autor Hideo Yokoyama gelingt es in seinem Opus Magnum, eine Unmittelbarkeit und Intensität des Erlebens herzustellen, die atemberaubend ist und die manche gewohnte Ingredienzien von Kriminalromanen und Thrillern restlos überflüssig macht. Ich sage es gerne noch einmal: Herausragend!
Der Kritiker der britischen Zeitung „The Guardian“ nannte diesen japanischen Kriminalroman „gewaltig“ und meinte damit ganz sicher nicht nur den für dieses Genre ungewöhnlichen und wirklich beeindruckenden Umfang von 760 Seiten. Aber „64“ ist eben auch kein typischer Vertreter seiner Art sondern in jeder Hinsicht – sprachlich und inhaltlich - herausragend. Er ist auch im landläufigen Sinne nicht eigentlich ein Krimi oder gar Thriller (selbst wenn der Verlag sich diesen Begriff nicht verkneifen mochte), sondern mit dem Begriff „Polizeiroman“ womöglich treffender beschrieben. Ganz sicher aber ist es ein hochspannender, faszinierender und in seiner zeitlichen und örtlichen Konzentration fast kammerspielartiger Gesellschaftsroman. Obwohl nämlich die Ereignisse und Nachwirkungen eines 14 Jahre zurückliegenden Entführungsfalls, der tödlich endete und ungelöst blieb, indirekt für alles, was hier geschieht, von ursprünglicher Bedeutung sind, so ist es eben gerade nicht eine atemlose oder gar blutige Jagd nach dem Täter, die im Fokus steht. Vielmehr ist es der hektische, nervenzerrende und zermürbende Alltag in einem von Konkurrenzdruck und strengem Hierarchie-und Machtdenken geprägten Polizeiapparat, der wie ein fester Kokon unentrinnbar alles zu umschließen scheint. Das Polizeipräsidium als ein genaues Abbild der uns (be) fremden(den) gesellschaftliche Struktur Japans, die gespickt ist mit generationenalten unumstößlichen Grenzzäunen und Hemmschwellen, geprägt von Herablassung und Kotaus, von klar definierter Zugehörigkeit, (Auf)Strebertum und Angepasstheit.
Mikami, Pressedirektor des Polizeipräsidiums, durch dessen Augen allein wir auf die Handlung schauen und mit ihm versuchen in die (nicht selten undurchschaubare) Psyche der Figuren einzutauchen, war früher einmal selbst Ermittler und als solcher in den traumatischen Entführungsfall „64“ involviert. Er ist ein in mancher Hinsicht Getriebener: nicht nur ist seine eigene Tochter spurlos verschwunden, nicht nur muß er eine lautstark meuternde, äußerst fordernde Presse im Zaum halten und absurde Anweisungen seiner Vorgesetzten wider besseres Wissen ausführen; er hat zudem das bestimmte Gefühl, daß sich der alte Machtkampf zwischen der Polizeiverwaltung und dem Kriminaluntersuchungsamt (sprich: den Ermittlern) gefährlich zuspitzt. Unversehens ist er in eine undurchschaubare Intrige verstrickt, deren Krakenarme weit über das eigene Polizeirevier hinausreichen und die ihren Ursprung auch im Fall „64“ zu haben scheint. Was wurde damals vertuscht?
Zwischen Empörung und tiefer Verunsicherung versucht Mikami bei seinen Ermittlungen festgefügte Hierarchien und Tabus zu unterlaufen und überschreitet in ohnmächtiger Wut Grenzen, zwischen denen er doch selbst gefangen ist, zerrt an Fesseln, die er nicht abstreifen kann, weil seine eigene Existenz an ihnen hängt und er unentrinnbar ein Teil eines lange verinnerlichten Systems ist, das ihn prägte und über das er sich nicht hinwegzusetzen vermag.
Dem Autor Hideo Yokoyama gelingt es in seinem Opus Magnum, eine Unmittelbarkeit und Intensität des Erlebens herzustellen, die atemberaubend ist und die manche gewohnte Ingredienzien von Kriminalromanen und Thrillern restlos überflüssig macht. Ich sage es gerne noch einmal: Herausragend!

Martin Russer, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Bombastisch und wortgewaltig, gefangen zwischen Tradition und Moderne, mal dahinplätschernd wie ein Gebirgsbach, mal nervenaufreibend, aber typisch japanisch und einfach genial! Bombastisch und wortgewaltig, gefangen zwischen Tradition und Moderne, mal dahinplätschernd wie ein Gebirgsbach, mal nervenaufreibend, aber typisch japanisch und einfach genial!

„Langsam und bedächtig kommt man ans Ziel...“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Im Januar 1989 wird in Tokio ein siebenjähriges Mädchen entführt. 5 Tage lang versuchen Polizei und Eltern alles, um die Forderungen des Entführers zu erfüllen und das Mädchen lebend zurück zu bekommen. Doch alle Mühe ist vergebens. Der Entführer entkommt unerkannt mit dem Lösegeld und kurze Zeit später taucht die Leiche des kleinen Mädchens auf. Auch die weiteren Ermittlungen laufen ins Leere und der ungelöste Fall landet mit dem Aktenzeichen "64" bei den ungelösten Fällen. 14 Jahre später verschwindet die Tochter Yoshinobu Mikami, dem Pressesprecher eines kleinen Polizeireviers. Mikami, nur ein kleines Rädchen in einem riesigen Verwaltungsapparat stößt kurz darauf auf ein Geheimes Memo zum Fall "64" und seine Ermittlungen führen ihn in eine Richtung, die er besser nicht eingeschlagen hätte...

Für alle, die schnelle und harte Thriller lieben: Lassen sie bitte die Finger von diesem Buch, denn hier entwickelt sich alles sehr schleichend und gewissenhaft! Action gibt's woanders, aber nicht hier! Wer seine Krimis hingegen ruhig und langsam mag, sollte nun allerdings die Ohren spitzen, denn was der Autor Hideo Yokoyama mit "64" auf den Buchmarkt losgelassen hat, ist grandiose und anspruchsvolle Kost, für alle die gerne konzentriert lesen, sich von der Geschichte komplett gefangen nehmen möchten und nicht zwingend durch ein Buch durchrasen wollen!
Viele Szenen sind enorm detailreich beschrieben und nehmen auf diese Weise immer wieder das Tempo aus der Geschichte, die sich auch nur schleichend entwickelt. Ich bitte Sie an dieser Stelle aber, diesem Werk mindestens 200 Seiten als Start einzuräumen und es nicht bei Seite zu legen, denn die Belohnung ist am Ende wirklich groß! Dieser Krimi entwickelt mit zunehmender Seitenzahl eine immer stärkere Sogwirkung, der man sich ab einem gewissen Punkt nicht mehr entziehen kann. Man taucht in eine ganz andere Gesellschaft ab, lernt japanische Gepflogenheiten kennen, den riesigen Verwaltungsapparat sowie seine Angestellten und hat am Ende viel über gesellschaftliche Strukturen im modernen Japan erfahren. Die vielen unterschiedlichen japanischen Namen sind zwar eine Herausforderung (das waren sie zumindest für mich), aber ein Glossar am Anfang des Buches hilft zwischendurch dem Erinnerungsvermögen gerne auf die Sprünge.
Ganze 10 Jahre hat der Autor an diesem Riesenwerk geschrieben und meiner Meinung nach, hat sich die investierte Zeit gelohnt! Klar, rasante Thriller mit Action gehen irgendwie immer, aber es macht zwischendurch auch mal Spaß sich beim Lesen die nötige Zeit zu nehmen und genau das sollte man für "64" tun, denn es lohnt sich!
An dieser Stelle sollte die Aufmachung des Buches auch nicht unerwähnt bleiben, denn hier hat der Atrium-Verlag ebenfalls eine Glanzleistung hingelegt. Der eingefärbte Buchschnitt und die wunderschöne Aufmachung des Hardcover, das von japanischen Kirschblüten geziert wird (zwar ohne Schutzumschlag, aber ein bissel Schwund ist ja bekanntlich immer), runden diesen Krimi ab und machen ihn zu einem absoluten Schmuckstück im heimischen Regal!
Von mir gibt's eine ganz klare Leseempfehlung an alle, die ihre Krimis auch gerne mal ruhig und schleichend mögen, ohne auf die nötige Spannung zu verzichten. Und durch die detailreiche Darstellung der japanischen Gesellschaft bekommt man hier letztendlich sogar noch mehr als nur einen hervorragenden Krimi! Bitte lesen!
Im Januar 1989 wird in Tokio ein siebenjähriges Mädchen entführt. 5 Tage lang versuchen Polizei und Eltern alles, um die Forderungen des Entführers zu erfüllen und das Mädchen lebend zurück zu bekommen. Doch alle Mühe ist vergebens. Der Entführer entkommt unerkannt mit dem Lösegeld und kurze Zeit später taucht die Leiche des kleinen Mädchens auf. Auch die weiteren Ermittlungen laufen ins Leere und der ungelöste Fall landet mit dem Aktenzeichen "64" bei den ungelösten Fällen. 14 Jahre später verschwindet die Tochter Yoshinobu Mikami, dem Pressesprecher eines kleinen Polizeireviers. Mikami, nur ein kleines Rädchen in einem riesigen Verwaltungsapparat stößt kurz darauf auf ein Geheimes Memo zum Fall "64" und seine Ermittlungen führen ihn in eine Richtung, die er besser nicht eingeschlagen hätte...

Für alle, die schnelle und harte Thriller lieben: Lassen sie bitte die Finger von diesem Buch, denn hier entwickelt sich alles sehr schleichend und gewissenhaft! Action gibt's woanders, aber nicht hier! Wer seine Krimis hingegen ruhig und langsam mag, sollte nun allerdings die Ohren spitzen, denn was der Autor Hideo Yokoyama mit "64" auf den Buchmarkt losgelassen hat, ist grandiose und anspruchsvolle Kost, für alle die gerne konzentriert lesen, sich von der Geschichte komplett gefangen nehmen möchten und nicht zwingend durch ein Buch durchrasen wollen!
Viele Szenen sind enorm detailreich beschrieben und nehmen auf diese Weise immer wieder das Tempo aus der Geschichte, die sich auch nur schleichend entwickelt. Ich bitte Sie an dieser Stelle aber, diesem Werk mindestens 200 Seiten als Start einzuräumen und es nicht bei Seite zu legen, denn die Belohnung ist am Ende wirklich groß! Dieser Krimi entwickelt mit zunehmender Seitenzahl eine immer stärkere Sogwirkung, der man sich ab einem gewissen Punkt nicht mehr entziehen kann. Man taucht in eine ganz andere Gesellschaft ab, lernt japanische Gepflogenheiten kennen, den riesigen Verwaltungsapparat sowie seine Angestellten und hat am Ende viel über gesellschaftliche Strukturen im modernen Japan erfahren. Die vielen unterschiedlichen japanischen Namen sind zwar eine Herausforderung (das waren sie zumindest für mich), aber ein Glossar am Anfang des Buches hilft zwischendurch dem Erinnerungsvermögen gerne auf die Sprünge.
Ganze 10 Jahre hat der Autor an diesem Riesenwerk geschrieben und meiner Meinung nach, hat sich die investierte Zeit gelohnt! Klar, rasante Thriller mit Action gehen irgendwie immer, aber es macht zwischendurch auch mal Spaß sich beim Lesen die nötige Zeit zu nehmen und genau das sollte man für "64" tun, denn es lohnt sich!
An dieser Stelle sollte die Aufmachung des Buches auch nicht unerwähnt bleiben, denn hier hat der Atrium-Verlag ebenfalls eine Glanzleistung hingelegt. Der eingefärbte Buchschnitt und die wunderschöne Aufmachung des Hardcover, das von japanischen Kirschblüten geziert wird (zwar ohne Schutzumschlag, aber ein bissel Schwund ist ja bekanntlich immer), runden diesen Krimi ab und machen ihn zu einem absoluten Schmuckstück im heimischen Regal!
Von mir gibt's eine ganz klare Leseempfehlung an alle, die ihre Krimis auch gerne mal ruhig und schleichend mögen, ohne auf die nötige Spannung zu verzichten. Und durch die detailreiche Darstellung der japanischen Gesellschaft bekommt man hier letztendlich sogar noch mehr als nur einen hervorragenden Krimi! Bitte lesen!

Viviana Westphal, Thalia-Buchhandlung Neuss

Ein großartig aufgebauter und brillant geschriebener japanischer Gesellschaftsthriller. Die Spannung wird durchgehend gesteigert, ohne dass Yokoyama dabei über die Stränge schlägt. Ein großartig aufgebauter und brillant geschriebener japanischer Gesellschaftsthriller. Die Spannung wird durchgehend gesteigert, ohne dass Yokoyama dabei über die Stränge schlägt.

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Spannender Kriminalroman mit faszinierenden Einblicken in die japanische Gesellschaft,der langsam beginnt,aber den Leser mit jeder Seite mehr in seinen Bann zieht. Unbedingt lesen! Spannender Kriminalroman mit faszinierenden Einblicken in die japanische Gesellschaft,der langsam beginnt,aber den Leser mit jeder Seite mehr in seinen Bann zieht. Unbedingt lesen!

Silke Ferber, Thalia-Buchhandlung Berlin

Nicht das Richtige Buch für mich.
Der Klappentext klang vielversprechend, aber mir ist die Beschreibung des japanischen Verwaltungsapparates zu umfangreich.
Nicht das Richtige Buch für mich.
Der Klappentext klang vielversprechend, aber mir ist die Beschreibung des japanischen Verwaltungsapparates zu umfangreich.

„Ehre, Wahrheit und Vertuschung...“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Manchmal gibt es das: Man will ein Buch lesen, man verspricht sich einiges davon - ein wenig, wie ein Goldsucher, der im Fluß steht, Sediment wäscht, auf Goldstaub hoffend, Und plötzlich einen Kilo-schweren Goldbrocken in Händen hält!
So ging es mir mit diesem Buch: Über 700 Seiten, tolle Gestaltung, und eine vielversprechende Story! Ich fing an zu lesen und war mehrere Tage, bis zum perfekten, überraschenden Schluß, völlig gefangen.
Vor 14 Jahren wird ein Mädchen entführt, die Eltern zahlen ein sehr hohes Lösegeld, aber das Kind wird kurz darauf ermordet aufgefunden, der Fall nie aufgeklärt, eine Schande für die Polizei. Jetzt steht das Verbrechen kurz vor der Verjährung, und der Generalinspekteur des Distrikts will sich, publikumswirksam, noch einmal bei den Eltern melden, Anteilnahme äußern und erneut versichern, daß auch jetzt noch alles getan wird, um den Fall aufzuklären. Die Koordination dieses hohen Beamtenbesuchs muss der Pressesprecher der örtlichen Polizei, Mikami, übernehmen, der selbst als junger Kriminalbeamter an dem Entführungsfall mitgearbeitet hat. Als der Vater des ermordeten Mädchens sich entschieden weigert (seine Frau ist vor einigen Jahren gestorben...), mit Polizei oder Politikern zu reden, versucht Mikami, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, und fängt an, in dem alten Fall zu graben. Er stößt auf die Spur eines Memos zum Fall "64", dessen Veröffentlichung eine Katastrophe für alle Beteiligten wäre - da verschwindet wieder ein Mädchen, eine Lösegeldforderung ergeht...

Ein Buch, daß soviel mehr ist als ein Thriller! Es ist eine gnadenlose Beschreibung der japanischen Welt, des Denkens dort, ein Buch über Hierarchien, über Ehre und Gesichtsverlust, über Standards, die dem Europäer völlig verschlossen bleiben. Beim Lesen musste ich immer wieder an ein Wort denken: Kafkaesk. Mikami bewegt sich in einem bürokratischen Labyrinth, das einem dreidimensionalen Bild von M.C.Escher ähnelt - er läuft und läuft und scheint sich doch nur im Kreis zu drehen, aber er ist, zum Glück, sehr beharrlich und die Spannung kann man wirklich nur als "nervenzerfetzend" bezeichnen...


"Ich würde nicht sagen, dass er den Schneid eines Flohs hat. Aber den einer Ameise? Das könnte hinkommen..."



Manchmal gibt es das: Man will ein Buch lesen, man verspricht sich einiges davon - ein wenig, wie ein Goldsucher, der im Fluß steht, Sediment wäscht, auf Goldstaub hoffend, Und plötzlich einen Kilo-schweren Goldbrocken in Händen hält!
So ging es mir mit diesem Buch: Über 700 Seiten, tolle Gestaltung, und eine vielversprechende Story! Ich fing an zu lesen und war mehrere Tage, bis zum perfekten, überraschenden Schluß, völlig gefangen.
Vor 14 Jahren wird ein Mädchen entführt, die Eltern zahlen ein sehr hohes Lösegeld, aber das Kind wird kurz darauf ermordet aufgefunden, der Fall nie aufgeklärt, eine Schande für die Polizei. Jetzt steht das Verbrechen kurz vor der Verjährung, und der Generalinspekteur des Distrikts will sich, publikumswirksam, noch einmal bei den Eltern melden, Anteilnahme äußern und erneut versichern, daß auch jetzt noch alles getan wird, um den Fall aufzuklären. Die Koordination dieses hohen Beamtenbesuchs muss der Pressesprecher der örtlichen Polizei, Mikami, übernehmen, der selbst als junger Kriminalbeamter an dem Entführungsfall mitgearbeitet hat. Als der Vater des ermordeten Mädchens sich entschieden weigert (seine Frau ist vor einigen Jahren gestorben...), mit Polizei oder Politikern zu reden, versucht Mikami, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, und fängt an, in dem alten Fall zu graben. Er stößt auf die Spur eines Memos zum Fall "64", dessen Veröffentlichung eine Katastrophe für alle Beteiligten wäre - da verschwindet wieder ein Mädchen, eine Lösegeldforderung ergeht...

Ein Buch, daß soviel mehr ist als ein Thriller! Es ist eine gnadenlose Beschreibung der japanischen Welt, des Denkens dort, ein Buch über Hierarchien, über Ehre und Gesichtsverlust, über Standards, die dem Europäer völlig verschlossen bleiben. Beim Lesen musste ich immer wieder an ein Wort denken: Kafkaesk. Mikami bewegt sich in einem bürokratischen Labyrinth, das einem dreidimensionalen Bild von M.C.Escher ähnelt - er läuft und läuft und scheint sich doch nur im Kreis zu drehen, aber er ist, zum Glück, sehr beharrlich und die Spannung kann man wirklich nur als "nervenzerfetzend" bezeichnen...


"Ich würde nicht sagen, dass er den Schneid eines Flohs hat. Aber den einer Ameise? Das könnte hinkommen..."



„Ein ganz großer Wurf“

Thomas Coenen, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

ist "64" von Yokoyama. Pressechef Mikami kämpft im Sumpf der Korruption um seine Integrität als Polizeibeamter. Dabei stößt er auf eine Vertuschung die mit einem 14 Jahre alten Fall zusammenhängt. Sprachlich genialer Thriller der nicht als solcher auftritt sondern eher als Gesellschaftsbild dienen kann. ist "64" von Yokoyama. Pressechef Mikami kämpft im Sumpf der Korruption um seine Integrität als Polizeibeamter. Dabei stößt er auf eine Vertuschung die mit einem 14 Jahre alten Fall zusammenhängt. Sprachlich genialer Thriller der nicht als solcher auftritt sondern eher als Gesellschaftsbild dienen kann.

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Zwei entführte Mädchen. Ein alter, ungelöster Fall, der wieder aufgerollt wird. Ein Ermittler, gefangen in einem unkontrollierbaren Polizeiapparat. Spannend, unerwartet, großartig! Zwei entführte Mädchen. Ein alter, ungelöster Fall, der wieder aufgerollt wird. Ein Ermittler, gefangen in einem unkontrollierbaren Polizeiapparat. Spannend, unerwartet, großartig!

Laura Jung, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Ein gewaltiges Buch über einen Pressesprecher, der als kleines Rädchen im riesigen Apparat der Polizei feststeckt, und eine 14 Jahre alte Ermittlung, die nie aufgeklärt wurde. Wow! Ein gewaltiges Buch über einen Pressesprecher, der als kleines Rädchen im riesigen Apparat der Polizei feststeckt, und eine 14 Jahre alte Ermittlung, die nie aufgeklärt wurde. Wow!

„Japans Gesellschaft im Spiegel“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

64 ist ein äußerst komplexer Kriminal- und Gesellschaftsroman, für den man sehr viel Geduld mitbringen muss. Die Bezeichnung „Thriller“ auf dem Einband entbehrt bei mir jeglicher Logik, da man als Leser unweigerlich Spannung erwartet, die 64 einfach nicht bringt. Ein schönes Beispiel, dass man Bücher nicht immer in eine Schublade stecken kann bzw. mit einem Etikett versehen sollte. Eher zeigt 64 tiefe, kühle Einblicke in die japanische Gesellschaft und den dortigen Polizeiapparat. Hierarchien, Gesichtsverlust, die Rolle der Frau, Trauer, Korruption und Vertuschung sind nur ein paar der Themen, die Hideo Yokoyama in seinem Meisterwerk anspricht.
Mich hat dieses Buch angestrengt, aber loslassen konnte ich es dennoch nicht, es krallt sich fest in den Gedanken und hallt lange nach. Noch einmal lesen würde ich es allerdings nicht.
64 ist ein äußerst komplexer Kriminal- und Gesellschaftsroman, für den man sehr viel Geduld mitbringen muss. Die Bezeichnung „Thriller“ auf dem Einband entbehrt bei mir jeglicher Logik, da man als Leser unweigerlich Spannung erwartet, die 64 einfach nicht bringt. Ein schönes Beispiel, dass man Bücher nicht immer in eine Schublade stecken kann bzw. mit einem Etikett versehen sollte. Eher zeigt 64 tiefe, kühle Einblicke in die japanische Gesellschaft und den dortigen Polizeiapparat. Hierarchien, Gesichtsverlust, die Rolle der Frau, Trauer, Korruption und Vertuschung sind nur ein paar der Themen, die Hideo Yokoyama in seinem Meisterwerk anspricht.
Mich hat dieses Buch angestrengt, aber loslassen konnte ich es dennoch nicht, es krallt sich fest in den Gedanken und hallt lange nach. Noch einmal lesen würde ich es allerdings nicht.

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Hochspannung aus Japan! Besonders gut die Einblicke in die japanische Mentalität und und die moralischen Abgründe einer Polizeibehörde. Sehr empfehlenswert! Hochspannung aus Japan! Besonders gut die Einblicke in die japanische Mentalität und und die moralischen Abgründe einer Polizeibehörde. Sehr empfehlenswert!

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ungewöhnlicher und besonderer japanischer Krimi. Für Leser mit Lust auf Entdeckung des Besonderen. Ungewöhnlicher und besonderer japanischer Krimi. Für Leser mit Lust auf Entdeckung des Besonderen.

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein Klotz von Buch über den Kampf eines Polizei-Pressesprechers/Beamten gegen die eigene,übermächtige Bürokratie.
Sehr japanisch :-), interessant für Leser mit einem langen Atem...
Ein Klotz von Buch über den Kampf eines Polizei-Pressesprechers/Beamten gegen die eigene,übermächtige Bürokratie.
Sehr japanisch :-), interessant für Leser mit einem langen Atem...

„Ein außergewöhnlich wortgewaltiger Kriminalroman vor der Kulisse der wunderschönen Stadt Tokios. “

Carina Hansen, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Mikami ist nun schon seit einiger Zeit Pressesprecher bei der Polizei. Zu seinem Leidwesen, denn er fühlt sich dort mehr als nur unwohl und "abgestellt". Insgeheim hat er außerdem das Gefühl durch die Zwangsversetzung seinen guten Ruf bei den Kollegen verloren zu haben. Noch dazu ist er gedanklich die meiste Zeit bei seiner Tochter die von zu Hause weggelaufen ist und seit einiger Zeit nichts mehr von sich hat hören lassen. Er hofft, sie durch seine Beziehungen und die gute Vernetzung der japanischen Polizeibehörden finden zu können, lebt aber auch in ständiger Angst ihr könnte etwas schlimmes zugestoßen sein.

Nach der Einführung in die Handlung werden wir dann mit dem Fall 64 vertraut gemacht, der der Polizei noch immer Rätsel gibt und der trotz jahrelanger Arbeit noch immer nicht gelöst wurde und an dem Ansehen der Polizei nagt. Damals wurde ein kleines Mädchen entführt und umgebracht, der Täter wurde nie gefunden. Nun zum 14. Jahrestag des Verbrechens kündigt der Polizeidirektor sein kommen an. Er möchte die Eltern des Mädchens besuchen und ihnen wiederholt sein Beileid ausdrücken und den Fall so wieder an die Oberfläche heben. Doch mit diesem Fall rücken viele andere Dinge immer weiter ans Licht die seit Jahren von den Behörden vergraben wurden.

Ein Roman der langsam und ruhig anfängt, immer mehr Charaktere einführt und nur Stück für Stück die Geheimnisse ans Tageslicht befördert um dann mit einem fulminanten Knall zu enden. Lassen Sie sich immer weiter in die Handlung einsaugen und von dem Netz der Intrigen und gesellschaftlichen Abhängigkeiten gefangen nehmen. Ein großer Kriminal- und Gesellschaftsroman, der mit jeder Seite einen noch stärkeren Sog entwickelt.

Für Leser von anspruchsvoller und durchdachter Kriminalliteratur definitiv ein Muss!
Mikami ist nun schon seit einiger Zeit Pressesprecher bei der Polizei. Zu seinem Leidwesen, denn er fühlt sich dort mehr als nur unwohl und "abgestellt". Insgeheim hat er außerdem das Gefühl durch die Zwangsversetzung seinen guten Ruf bei den Kollegen verloren zu haben. Noch dazu ist er gedanklich die meiste Zeit bei seiner Tochter die von zu Hause weggelaufen ist und seit einiger Zeit nichts mehr von sich hat hören lassen. Er hofft, sie durch seine Beziehungen und die gute Vernetzung der japanischen Polizeibehörden finden zu können, lebt aber auch in ständiger Angst ihr könnte etwas schlimmes zugestoßen sein.

Nach der Einführung in die Handlung werden wir dann mit dem Fall 64 vertraut gemacht, der der Polizei noch immer Rätsel gibt und der trotz jahrelanger Arbeit noch immer nicht gelöst wurde und an dem Ansehen der Polizei nagt. Damals wurde ein kleines Mädchen entführt und umgebracht, der Täter wurde nie gefunden. Nun zum 14. Jahrestag des Verbrechens kündigt der Polizeidirektor sein kommen an. Er möchte die Eltern des Mädchens besuchen und ihnen wiederholt sein Beileid ausdrücken und den Fall so wieder an die Oberfläche heben. Doch mit diesem Fall rücken viele andere Dinge immer weiter ans Licht die seit Jahren von den Behörden vergraben wurden.

Ein Roman der langsam und ruhig anfängt, immer mehr Charaktere einführt und nur Stück für Stück die Geheimnisse ans Tageslicht befördert um dann mit einem fulminanten Knall zu enden. Lassen Sie sich immer weiter in die Handlung einsaugen und von dem Netz der Intrigen und gesellschaftlichen Abhängigkeiten gefangen nehmen. Ein großer Kriminal- und Gesellschaftsroman, der mit jeder Seite einen noch stärkeren Sog entwickelt.

Für Leser von anspruchsvoller und durchdachter Kriminalliteratur definitiv ein Muss!

Fenja Völz, Thalia-Buchhandlung Hilden

Komplexer, für viele Leser sicher fremdartiger Kriminalroman mit starker gesellschaftlicher Komponente. Wer sich der Herausforderung stellt, gerät schnell in den Sog von Fall 64. Komplexer, für viele Leser sicher fremdartiger Kriminalroman mit starker gesellschaftlicher Komponente. Wer sich der Herausforderung stellt, gerät schnell in den Sog von Fall 64.

„64“

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Neben einem spannenden Kriminalfall zeichnet Hideo Yokoyama ein vielschichtiges und faszinierendes Porträt der uns immer noch so fremden japanischen Gesellschaft der Gegenwart. Schilderungen über Etikette, Moralvorstellungen, Rituale und die Tradtion, vor allem aber die strenge Hirarchie innerhalb der Polizei, lesen sich genauso spannend wie der ungelöste Fall, den Inspektor Mikami gegen allen Widerstand wieder aufrollt. Neben einem spannenden Kriminalfall zeichnet Hideo Yokoyama ein vielschichtiges und faszinierendes Porträt der uns immer noch so fremden japanischen Gesellschaft der Gegenwart. Schilderungen über Etikette, Moralvorstellungen, Rituale und die Tradtion, vor allem aber die strenge Hirarchie innerhalb der Polizei, lesen sich genauso spannend wie der ungelöste Fall, den Inspektor Mikami gegen allen Widerstand wieder aufrollt.

Kristiane Müller, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Lang, langsam aber ganz und gar nicht langweilig. Ein leicht verstörender Einblick in die japanische Gesellschaft und die Abgründe des Polizeiapparates. Sich darauf einlassen lohnt Lang, langsam aber ganz und gar nicht langweilig. Ein leicht verstörender Einblick in die japanische Gesellschaft und die Abgründe des Polizeiapparates. Sich darauf einlassen lohnt

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein süchtig machender Krimi, welcher uns den Geheimnissen des japanischen Alltags etwas näher bringt. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus... Ein süchtig machender Krimi, welcher uns den Geheimnissen des japanischen Alltags etwas näher bringt. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus...

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Der Kriminalfall ist spannend, die restliche Handlung habe ich leider nur als sehr langatmig wahrgenommen. Ich verstehe die Absicht dahinter, aber gefesselt hat sie mich nicht. Der Kriminalfall ist spannend, die restliche Handlung habe ich leider nur als sehr langatmig wahrgenommen. Ich verstehe die Absicht dahinter, aber gefesselt hat sie mich nicht.

„Kriminalepos“

Evelyn Röwekamp, Thalia-Buchhandlung Rostock

Das ist ein außergewöhnlicher und besonderer Kriminalroman, mit Ausmaßen wie " Krieg und Frieden ".Der Autor schickt den Leser immer wieder auf Ermittlungsfährten die keine sind. Ein alter Fall wird durch verschiedene Personen wieder interessant. Die Hauptfigur ist der ehemalige Kriminalist Mikami, der jetzt für die Polizeiverwaltung als Pressedirektor arbeitet. Ein Mann der nicht lockerlässt und obwohl er selbst dramatische Probleme in seiner Familie hat, nie aufgibt. Die Geschichte entwickeltet einen ungeheuren Sog und ist
eine Herausforderung für Leser.
Das ist ein außergewöhnlicher und besonderer Kriminalroman, mit Ausmaßen wie " Krieg und Frieden ".Der Autor schickt den Leser immer wieder auf Ermittlungsfährten die keine sind. Ein alter Fall wird durch verschiedene Personen wieder interessant. Die Hauptfigur ist der ehemalige Kriminalist Mikami, der jetzt für die Polizeiverwaltung als Pressedirektor arbeitet. Ein Mann der nicht lockerlässt und obwohl er selbst dramatische Probleme in seiner Familie hat, nie aufgibt. Die Geschichte entwickeltet einen ungeheuren Sog und ist
eine Herausforderung für Leser.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
32
11
1
4
0

Kein Thriller, aber?
von einer Kundin/einem Kunden am 27.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

?ein richtig spannender Roman, der sich in der Erzählart viel Zeit lässt. Das muss er auch, schliesslich tischt uns hier Hideo Yokoyama nicht einfach einen Kriminalroman im üblichen Sinne auf, sondern verknüpft geschickt und intelligent Intrigen und Machtspiele im Polizeiappart Japans mit einem Mordfall, der schon vierzehn Jahre zurück... ?ein richtig spannender Roman, der sich in der Erzählart viel Zeit lässt. Das muss er auch, schliesslich tischt uns hier Hideo Yokoyama nicht einfach einen Kriminalroman im üblichen Sinne auf, sondern verknüpft geschickt und intelligent Intrigen und Machtspiele im Polizeiappart Japans mit einem Mordfall, der schon vierzehn Jahre zurück liegt. Fragen nach Moral und Schuld werden nicht platt angegangen sondern klug beleuchtet. Das Buch besticht durch Tiefe und Sinn. Ein toller Roman, der zugleich einen Blick in die japanische Gesellschaft wirft. Wer also einen guten Plot mag, dicke Bücher als Kollegen schätzt, gerne beim Lesen denkt und sich auf ein bisschen Japan einlassen möchte, dem sei dieses Buch von Hideo Yokoyama wärmstens empfohlen.

Anspruchsvolles Thrillervergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 27.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Yoshinobu Mikami drückte die Tür auf.....Seine Augen und seine Nase registrierten Lysol. Durch den Stoff seines Mantels gruben sich Minakos Fingerspitzen in den Ellbogen......"Seit ihre Tochter abgängig ist, haben Yoshinobu und Minako die Möglichkeit verdrängt, ihre Tochter unter einem weißen Laken wiederzufinden. Ein Mädchen wurde tot aufgefunden. Von Kollegen... "Yoshinobu Mikami drückte die Tür auf.....Seine Augen und seine Nase registrierten Lysol. Durch den Stoff seines Mantels gruben sich Minakos Fingerspitzen in den Ellbogen......"Seit ihre Tochter abgängig ist, haben Yoshinobu und Minako die Möglichkeit verdrängt, ihre Tochter unter einem weißen Laken wiederzufinden. Ein Mädchen wurde tot aufgefunden. Von Kollegen verständigt, macht sich das Ehepaar auf den Weg zur Identifizierung. Sie ist es nicht. Die Angst lässt sie aber nicht mehr los. Zur gleichen Zeit wird ein ungeklärter Entführungsfall neu aufgerollt. Im Jänner 1989 wurde ein siebenjähriges Mädchen entführt. Obwohl die Eltern die Lösegeldforderung erfüllt haben, kann der Entführer mit dem Geld entkommen. Das Mädchen wird kurze Zeit später tot aufgefunden.

64
von einer Kundin/einem Kunden am 30.04.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Pressedirektor Mikami, ausgebildeter Kriminalbeamter im KUA und unfreiwillig versetzt in den Verwaltungsapparat, weiß nicht wie ihm geschieht: Seine junge Tochter ist plötzlich verschwunden, von zuhause weggerannt. Sein neuer Posten in der Pressestelle verlangt sensibles Gespür für die Pressevertreter und eine offene und kooperative Kommunikation, an der es bisher sehr... Pressedirektor Mikami, ausgebildeter Kriminalbeamter im KUA und unfreiwillig versetzt in den Verwaltungsapparat, weiß nicht wie ihm geschieht: Seine junge Tochter ist plötzlich verschwunden, von zuhause weggerannt. Sein neuer Posten in der Pressestelle verlangt sensibles Gespür für die Pressevertreter und eine offene und kooperative Kommunikation, an der es bisher sehr gemangelt hat. Und zuletzt schwehlt im Hintergrund auch immernoch der 64-Fall vor 14 Jahren, der plötzlich ein unvorstellbares Ausmass annimmt. Seine Position innerhalb der Hierarchie und sein persönlicher Zwiespalt zwischen KUA und Verwaltung setzten ihm etliche Steine in den Weg, machen es ihm schier unmöglich, an irgendwelche Informationen zu gelangen. Und doch setzt er mit viel Geduld und Durchhaltevermögen ein Puzzleteil nach dem anderen an die richtige Stelle. Das ist die doch recht grosse Zusammenfassung des fast 800 Seiten starken Kriminalromans, der mich völlig vereinnahmt hat. Und von dem ich wirklich sehr begeistert bin. Ich verstehe aber auch die schlechten Bewertungen im Internet. Zuerst etwas träge und weitschweifig, etwas mühsam in die Story reinzukommen. Fast so wie damals bei "Der Name der Rose" ;) Warum? Vielleicht aufgrund des völlig anderen Kulturhintergrunds? Der mir ungewöhnlichen Namen? Des stark in den Vordergrund gerückten gesellschaftlichen und hierarchischen Bezugs? Der "Langsamkeit" der Erzählung, die ich fast nicht mehr gewohnt bin? Nach etwa 250 Seiten dann aber plötzlich: ich bin voll drin. Und kann nicht mehr aufhören. Finde es toll wie Mikami immer nur ein winziges Stück mehr erfährt, wie sich ganz langsam ein Faden mit dem anderen und eine Story mit der anderen verbindet. Fazit: Gigantisch toll. Die Arbeit von 10 Jahren eben. Aber: Unbedingt überlegen ob einem diese (Erzähl)Art liegt und man sich auf einen ungewohnten und fremden Stil einlassen kann. Sonst ist das Buch nacher nach 100 Seiten weggelegt. Es ist kein für uns "typischer" westlicher Krimi, schon gar kein Thriller - wie es leider auf den Buch steht. Und wer rasante und actionreiche Dramatik und Spannung will, sollte die Finger davon lassen. Für mich persönlich aber ein absolutes Highlight 2018!