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Die Jawa-Bande

Authentische Kriminalfälle aus der DDR

Bandenkriminalität, ein Mord im Trinker-Milieu und ein Wiederholungs-Sextäter – in ihrem neuen Buch greift Eveline Schulze drei Verbrechen auf, die sich in den 60er, 80er und 90er Jahren ereigneten. Spannend und authentisch schildert die Autorin Tathergang und Ermittlungsarbeit dieser Kriminalfälle. Die "Jawa"-Bande, eine Gruppe Jugendlicher, terrorisiert Anfang der 60er Jahre Görlitz und Umgebung – die Jugendlichen prügeln sich, entführen junge Frauen und vergehen sich an ihnen. Lange trauen sich ihre Opfer nicht, Anzeige zu erstatten – aus Angst. Einen grausamen Doppelmord beschreibt der zweite Fall: eine entsetzliche Bluttat, die ihren Ausgang in einem Kinderheim in der DDR nahm und schließlich in einer JVA-Anstalt der Bundesrepublik mit lebenslanger Haft endet. Von Sex mit Minderjährigen handelt der Kriminalfall um den Lkw-Fahrer Reiner K., der immer wieder seinem unbändigen Trieb folgt und selbst vor Notzucht mit Schülerinnen nicht zurückschreckt; bis er auf Rita trifft.
Portrait
Eveline Schulze, Journalistin, wurde 1950 geboren und war in den 80er Jahren bei der Kriminalpolizei in Görlitz tätig. Sie legte mit "Mordakte Angelika M." (2008) und "Kindsmord" (2009) bereits zwei erfolgreiche Sammlungen authentischer Kriminalfälle aus der DDR vor.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.07.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783360501523
Verlag Das Neue Berlin
Dateigröße 9777 KB
Verkaufsrang 59.266
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Kundenbewertungen

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Drei authentische Kriminalfälle
von einer Kundin/einem Kunden aus Glauchau am 16.12.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

?...Für Freddi gab es da nichts zu überlegen. Natürlich wollte er die Große mit dem fetten Klang. Rot waren sie alle, eine andere Farbe kennt man beider Jawa in der CSSR nicht. Die Jawa ist seit Jahren der Renner hierzulande, fast jeder jugendliche träumt davon, eine zu besitzen...? Das Buch... ?...Für Freddi gab es da nichts zu überlegen. Natürlich wollte er die Große mit dem fetten Klang. Rot waren sie alle, eine andere Farbe kennt man beider Jawa in der CSSR nicht. Die Jawa ist seit Jahren der Renner hierzulande, fast jeder jugendliche träumt davon, eine zu besitzen...? Das Buch enthält drei authentische Kriminalfälle aus der DDR, speziell aus Görlitz. In der ersten Geschichte, dem das Eingangszitat entstammt, geht es um eine Bande Jugendliche, die von Görlitz aus mit ihrer Jawa durch die Gegend zieht. In jeder Zeile ist spürbar, dass die Autorin sich nicht nur in der Gegend auskennt,sondern auch das Leben in der DDR entweder selbst kennengelernt oder exakt recherchiert hat. Wir schreiben das Jahr 1961. Die Jugendlichen wollen sich vom Leben ihrer Eltern klar abgrenzen. Allerdings spielt dabei Ethik und Moral für sie keine Rolle. Mädchen sind Freiwild. Für die Fahrt auf der Jawa haben sie einen entsprechenden Preis zu zahlen. Der Schreibstil ist weitgehend sachlich. Deutlich wird die Emotionslosigkeit der jugendlichen Täter herausgearbeitet. Sie glauben, dass die Mädchen den Mund halten und ihnen nichts nachzuweisen ist. Dann aber kommen sie an die Falsche. ?...Außerdem ist offenbar die ?Buschzulage? nicht hoch genug, dass sich viele Kriminalisten aus dem Westen freiwillig an Polens Grenze melden. Görlitz: Das ist fast wie Sibirien. Spricht man dort überhaupt Deutsch?...? Kurz nach der Wende wird in einem Bauernhof in einer Sickergrube ein Toter gefunden. Der Fall landet bei Kriminalhauptkommissar Mende, der schon zu DDR-Zeiten Polizist war, und Kriminaloberkommissar Fastnacht, zugezogen aus dem Westen. Beide arbeiten erfreulich gut zusammen. Auch der mögliche Täter steht schnell fest. Er hat schon eine lange kriminelle Karriere hinter sich, sieht sich aber selbst als politischer Häftling der DDR. Als schwierig allerdings erweist es sich, ihm den Mord nachzuweisen. Dafür allerdings spricht sein hohes Gewaltpotential. Mir gefällt, dass thematisiert wird, wie sich nach der Wende manche Begrifflichkeiten geändert haben. Auch der wirtschaftliche Niedergang der Stadt und dessen Folgen bleiben nicht außen vor. Der kontinuierlichen Arbeit von Mende und Fastnacht ist letztendlich Erfolg beschieden. ?...Das Obst im OGS beschränkt sich in der Regel auf Äpfel aus einheimischer Produktion und einige Saisonartikel wie Pflaumen und Stachelbeeren, im Frühjahr gab es Rhabarber, im Sommer Wassermelonen aus Bulgarien und manchmal sogar Pfirsiche...? Die letzte Geschichte führt mich in die Welt des OGS, des Großhandels für Obst und Gemüse, oder genauer auf die Fahrtrouten ihrer Fernfahrer. Wir schreiben das Jahr 1967. Während Siggi an jeder Station eine kleine Freundin hat, hält sich Rainer bewusst zurück, nachdem er einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung knapp entkommen war. Doch dann soll er auf Wunsch der Mutter die 16jährige Rita mit ihrem Fahrrad nach Hause bringen. Wird er der Versuchung widerstehen? Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen, weil sie authentisch sind und sich angenehm lesen lassen.

Sachlich, spannend, authentisch - gerne mehr davon
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 25.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Die Jawa-Bande" ist der erste Krimi, den ich von der Görlitzer Autorin Eveline Schulze gelesen habe. Und ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen, so gut hat es mir gefallen. Eveline Schulze war in den achtziger Jahren bei der Kriminalpolizei in Görlitz tätig und schildert authentische Fälle... "Die Jawa-Bande" ist der erste Krimi, den ich von der Görlitzer Autorin Eveline Schulze gelesen habe. Und ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen, so gut hat es mir gefallen. Eveline Schulze war in den achtziger Jahren bei der Kriminalpolizei in Görlitz tätig und schildert authentische Fälle aus der Arbeit der Volkspolizei. Die Autorin schreibt sachlich, zeichnet aber dennoch die Charaktere, sowohl der Ermittler, als auch der Täter sehr gut nach und spielt vor allem Details der damaligen Zeit mit ein. Erzählt werden drei Kriminalfälle, die so tatsächlich in Görlitz passiert sind. Besonders spannend fand ich den ersten und titelgebenden Fall: Die Jawa-Bande, eine Gruppe junger Männer auf Motorrädern, macht in den 60er Jahren die Gegend des Görlitzer Umlandes unsicher und vergewaltigt am Ende sogar eine Reihe junger Frauen. Aus Angst und Scham trauen sich die Opfer zunächst nicht zur Polizei zu gehen, bis eine der Frauen mutig genug ist und die Ermittlungen beginnen. Wirklich spannend geschrieben. Gut finde ich außerdem, dass die jeweiligen Prozesse und Strafen der Täter abschließend beschrieben werden. Ich werde mir nun auch mal die anderen Bücher der Autorin mit authentischen Fällen aus der DDR genauer anschauen.

DIE JAWA-BANDE - Drei authentische Kriminalfälle aus dem sächsischen Görlitz
von j.h. aus Berlin am 21.07.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In DIE JAWA-BANDE stellt die Görlitzer Autorin Eveline Schulze (*1950) zum achten Mal Kriminalfälle aus ihrer Heimat vor. Sie legt besonderes Gewicht auf die Beleuchtung des sozialen Umfeldes, wodurch auch interessante Fakten über die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Handlungszeit mitgeteilt werden. Der titelgebende erste Fall erzählt von einigen Halbstarken, die... In DIE JAWA-BANDE stellt die Görlitzer Autorin Eveline Schulze (*1950) zum achten Mal Kriminalfälle aus ihrer Heimat vor. Sie legt besonderes Gewicht auf die Beleuchtung des sozialen Umfeldes, wodurch auch interessante Fakten über die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Handlungszeit mitgeteilt werden. Der titelgebende erste Fall erzählt von einigen Halbstarken, die um 1960 mit ihren Motorrädern der tschechischen Kult-Marke JAWA die Gegend unsicher machten und auch vor Übergriffen auf junge Mädchen aus dem ländlichen Raum nicht zurückschreckten. Doch aus Scham verging eine lange Zeit bis durch eine polizeiliche Anzeige dem Treiben ein Ende gemacht wurde. Fall 2 behandelt zwei Morde im Görlitzer Trinkermilieu des Jahres 1996 - wobei auch die Opfer nur wenig Empathie zu erwecken vermögen. Vor allem stellt sich die Frage, weshalb die Autorin dies als Kriminalfall aus der DDR ansieht. Die Vergangenheit des Täters in Kinderheim und Jugendwerkhof ist dafür nicht eben hinreichend. Der dritte Fall thematisiert wiederum eine (versuchte) Vergewaltigung und ist als Milieustudie nicht uninteressant - für den eigentlichen eher unspektakulären Fall jedoch entschieden zu breit angelegt. Die drei Fälle in der vom Verlag DAS NEUE BERLIN herausgegebenen Sammlung sind in den sehr detailliert geschilderten Alltag eingebettet. Allerdings drängt sich dem Leser der Verdacht auf, dass Eveline Schulze die wirklich spektakulären Fälle aus der Görlitzer Region inzwischen abgearbeitet hat.