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Ein Fiebelkorn

Liebesgeschichte

(2)
Als Johanna Lettmann „Ja“ zu Wilfried Fiebelkorn sagt, fällt ihr das leicht und was „ewig“ heißt, das weiß sie da noch nicht.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später steht dieses „ewig“ für eine große Liebe, die viele Hindernisse überwunden hat. Gemeinsam haben die beiden die Wirren von Flucht, Kriegsgefangenschaft, einem sozialistischen Regime und dem Mauerfall überstanden und auch den Tod einer gemeinsamen Tochter ausgehalten. Leise und unaufgeregt erzählen Johanna und Wilfried von dem Gewöhnlichen und Außergewöhnlichen ihres gemeinsamen Lebens, von ihrer Zärtlichkeit und Vertrautheit und von dem kleinen Glück ihrer übrigen Tage in Zweisamkeit.
Portrait
Matthias Lanin, geboren 1977 in Pasewalk, studierte Philosophie, Germanistik und Politik in Greifswald und Berlin, war Redakteur beim Nordkurier und arbeitete als Journalist und Fotograf in Mecklenburg-Vorpommern. Nun erfüllt ihn sein Beruf als Lehrer an einer Berufsschule. Bislang erschienen Erzählungen und Gedichte in verschiedenen Anthologien. Er ist aktives Mitglied der 42er Autorentextgruppe.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 15.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86327-044-5
Verlag Divan Verlag
Maße (L/B/H) 20,5/12,6/3 cm
Gewicht 304 g
Buch (Klappenbroschur)
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Eine "alte" Liebe
von elafisch aus Rimbach am 14.10.2018

Meinung: Als leise und unaufgeregt wird dieses Buch im Klappentext bezeichnet und genauso habe ich es beim Lesen auch empfunden. Action oder viel Handlung gibt es in diesem Buch nicht, dafür viel Rückblick auf die Höhen, aber vor allem auch die vielen Tiefen, des gemeinsamen Lebens. Bei dem Buch handelt es... Meinung: Als leise und unaufgeregt wird dieses Buch im Klappentext bezeichnet und genauso habe ich es beim Lesen auch empfunden. Action oder viel Handlung gibt es in diesem Buch nicht, dafür viel Rückblick auf die Höhen, aber vor allem auch die vielen Tiefen, des gemeinsamen Lebens. Bei dem Buch handelt es sich laut Cover um einen Liebesroman. Diese Liebe versteckt sich hier eher zwischenden Zeilen und ist in kleinen unscheinbaren Gesten zu finden. Das kann man sicher mögen, mir war es tatsächlich etwas zu wenig, ich hätte die über viele gemeinsame Jahre und Erlebnisse gereifte Liebe der beiden gerne etwas deutlicher gespürt. Den Schreibstil des Autor empfand ich stellenweise als sehr sprunghaft. Manchmal hatter ich Probleme zu folgen, wessen Sicht ich gerade lese und in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Am meisten Probleme haben mir aber die, für mich, etwas unklaren zeitlichen Abläufe bereitet. Ich konnte viele der angesprochenen Ereignisse, in Johannas und Willis Leben, erst spät oder gar nicht richtig zeitlich einordnen. Und aus meiner Sicht gibt es auch eine gewisse Inkonsistenz, denn Willi und Johanna sind im Jahr 2013 83 bzw. 82 Jahre alt. Im Buch wird aber erwähnt, dass Johanna am Ende der Krieges 17 Jahre alt war, das funktioniert nicht. Und auch vom Alter der Töchter her, hätten die beiden nach meinem Gefühl älter sein müssen. Das Buch endet für mich einerseits sehr versöhnlich, aber andererseits auch traurig. Ich hätte mir ein lebensbejahenderes Ende gewünscht. Fazit: Herrlich ruhiges und unaufgeregtes Buch. Leider hat mir der Schreibstil etwas Probleme bereitet und es gibt Inkonsistenzen im zeitlichen Ablauf. Von mir gibt es diesmal eine eingeschränkte Leseempfehlung.

Authentisch und lebensnah!
von einer Kundin/einem Kunden aus Zschepplin am 07.10.2018

?Leise und unaufgeregt? heißt es im Klappentext. Und dem kann ich mich nur anschließen. Die Geschichte von Johanna und Wilfried wird mit einer Ruhe erzählt, die dem Leser die Lebensjahre vor Augen führt, die die beiden bereits hinter sich gebracht haben. Abwechseln erzählen uns Johanna und Wilfried aus ihrem... ?Leise und unaufgeregt? heißt es im Klappentext. Und dem kann ich mich nur anschließen. Die Geschichte von Johanna und Wilfried wird mit einer Ruhe erzählt, die dem Leser die Lebensjahre vor Augen führt, die die beiden bereits hinter sich gebracht haben. Abwechseln erzählen uns Johanna und Wilfried aus ihrem Alltag. Vom Alltäglichen. Und vom Älter werden. Und durch kleine Ausschnitte aus der Vergangenheit erfahren wir auch, was sie erlebt haben. Und natürlich geprägt. Krieg. Flucht. Trennung. Verlust. Aber ihre Geschichte erzählt auch von einer große Liebe und Familie. Es werden nicht nur die schönen und besonderen Ausschnitte aus ihrem Leben beleuchtet, sondern auch das, was nicht besonders toll war, ja sogar schmerzhaft. Was dazu geführt hat, dass sie nun die Menschen sind, die sie sind.  In all den Jahren, die sie nun schon zusammen sind, haben Johanna und Wilfried gelernt sich zu ergänzen. Wenn sie mürrisch ist, ist er ihr Ruhepol. Wenn er Auto fährt, unterstützt sie ihn mit ihren Augen und Ohren. Ein halbes Jahrhundert mit ein und der selben Person zu verbringe ist nicht immer einfach. Aber es ist machbar, auch das zeigen sie uns. Besonders wenn das Alter als erschwerender Faktor langsam die Knochen schwer werden lässt und Gelenke nicht mehr ganz so geschmeidig sind, wie noch vor 40 Jahren. Womit ich ein Problem hatte, war der Schreibstil, der mir vor allem am Anfang Kopfzerbrechen bereitet hat. Es hat lange gedauert, bis ist mich daran gewöhnt hatte, was meinen Lesefluss vor allem zu Beginn gehemmt hat.  Hat man sich aber einmal daran gewöhnt passt auch der sehr gut ins Geschehen. Johannas und Wilfried Gedanken sind, wie Gedanken nun einmal sind. Durcheinander; manchmal ist es schwer ihnen zu folgen, manchmal ganz einfach. Es finden Gedankensprünge statt, wie es auch im richtigen Leben der Fall ist. Dadurch wirkt das ganze natürlich äußerst authentisch. Und rein vom Äußerlichen her finde ich das Buch auch sehr passend gestaltet. Die Schlichtheit des Covers passt perfekt zum Inhalt des Buches. Man sieht ihm bereits von außen die Jahre an, die Johanna und Wilfried gelebt haben. Und das so ein Leben auch den ein oder anderen Stolperstein aufweisen kann. Insgesamt ein sehr schöner Einblick in das Leben eines Paares, das bereits einiges erlebt hat. Authentisch und lebensnah erzählt Matthias Lanin von den großen und kleinen Erlebnissen. Von Freude und Leid. ?Leise und unaufgeregt? Ja, das trifft definitiv zu.