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Sexualisierte Gewalt durch Geschwister

Praxishandbuch für die pädagogische und psychologisch-psychiatrische Arbeit mit sexualisiert übergriffigen Kindern/Jugendlichen

Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Innerfamiliäre sexualisierte Gewalt durch Geschwister ist bis heute ein nahezu unangetastetes Tabuthema in Deutschland. Tagtäglich arbeiten jedoch viele Fachkräfte aus Pädagogik und Therapie mit Jungen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt an Geschwistern ausgeübt haben oder mit den von sexualisierter Gewalt betroffenen Geschwistern und deren Familien. In diesem Praxishandbuch tragen ExpertInnen aus Praxis und Wissenschaft erstmalig ihre vielfältigen Erfahrungen aus der Arbeit mit den sexualisiert übergriffigen Jungen und Mädchen zusammen.
Auf der Basis aktueller internationaler Forschungsergebnisse und z.T. jahrzehntelanger Praxiserfahrungen werden u.a. folgende Themen diskutiert:
• Tabuisierung,
• Differenzierung Doktorspiel und sexualisierter Übergriff,
• kritische Auseinandersetzung mit einem Schuldeingeständnis als Voraussetzung für die Hilfegewährung,
• Häufigkeit,
• Funktionen des Leugnens und der Scham,
• Therapie im Zwangskontext,
• systemische Bedeutung innerfamiliärer sexualisierter Gewalt,
• Kooperation zwischen Opferberatungsstellen und Einrichtungen, die mit sexualisiert übergriffigen Kindern/ Jugendlichen arbeiten,
• Kooperation Pädagogik und Therapie,
• Bedürfnisse Betroffener,
• Rolle des Jugendamtes und gelingende interdisziplinäre Kooperation,
• Zugangswege ins Hilfesystem: Ausübung sexualisierter Gewalt, um selbst (endlich) Hilfe zu bekommen?
• Bedeutung Traumapädagogik/-therapie,
• Biografiearbeit,
• Deliktarbeit,
• pädagogische Handlungsansätze,
• Sexualpädagogik,
• Besonderheiten in der Arbeit mit Mädchen, die sexualisierte Gewalt an Geschwistern ausüben,
• Rückführung,
• Sicherheit und Rückfallprophylaxe,
• Elternarbeit.

Das Buch richtet sich an (werdende) Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik und Therapie sowie an Interessierte, die durch ihre Kenntnis der Problematik zu einer Enttabuisierung sexualisierter Gewalt durch Geschwister beitragen möchten.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Esther Klees, Torsten Kettritz
Seitenzahl 396
Erscheinungsdatum 01.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95853-342-4
Verlag Pabst Science
Maße (L/B/H) 24,1/17,2/2,6 cm
Gewicht 748 g
Auflage 1

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  • Artikelbild-0
  • Vorwort
    Dirk Bange

    I Einleitung

    Esther Klees & Torsten Kettritz

    II Thematische Einführung

    Innerfamiliäre sexualisierte Gewalt durch Geschwister – das besondere Tabu
    Esther Klees

    Ausgewählte nationale und internationale Forschungsbefunde zur Häufigkeit sexualisierter Gewalt durch Geschwister und weiterführende Forschungsbedarfe
    Esther Klees

    Geschwister zwischen Doktorspielen und sexualisierten Übergriffen
    Carmen Kerger-Ladleif

    Familiäre Risikofaktoren sexualisierter Gewalt für Kinder und Jugendliche
    Torsten Linke & Katja Krolzik-Matthei

    III Themenschwerpunkte

    „Dann ist es dazu gekommen, dass ich meinen Geschwistern die Hose runtergezogen habe und verbotenen Sex gemacht habe …“ (Fallskizze)
    Torsten Kettritz

    „Das große Tabu“ – einige Aspekte zur Arbeit mit Familien, in denen sexualisierte Gewalt durch Geschwister aufgetreten ist
    Thomas Röhl

    Der Einfluss von Scham und Labelingprozessen auf die stationäre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die gegenüber ihren Geschwistern sexuell übergriffig geworden sind
    Bernd Priebe

    Vertrauen als wesentliche Voraussetzung für ein Schuldeingeständnis in der Arbeit mit innerfamiliär sexualisiert übergriffigen Geschwistern
    Esther Klees & Stefanie Rosenmüller

    Zugänge zu Hilfen vor dem Hintergrund des Labeling als „Betroffene“ vs. „Täter“ infolge sexuell übergriffigen Verhaltens im innerfamiliären Kontext
    Peter Mosser

    Deliktarbeit bei inner- und außerfamiliären sexualisierten Übergriffen – ein Erfahrungsbericht
    Jan Schweinsberg

    Biografiearbeit als bedeutsamer therapeutischer Baustein in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die sexualisierte Gewalt gegen ihre Geschwister ausgeübt haben
    Simone Bebermeyer

    „So viel wie nötig – so wenig wie möglich?“
    Möglichkeiten und Grenzen einer begleiteten Kontaktanbahnung von Geschwistern nach innerfamiliärer sexualisierter Gewalt
    Kirsten Borgwart

    Die systemische Bedeutung und Funktion sexualisierter Gewalt von Kindern und Jugendlichen im Kontext der Familie. Die Integration systemischer Perspektiven für eine opfergerechte Arbeit mit dieser Klientel
    Werner Engelhardt

    Pädagogische Handlungsansätze
    Annika Kettritz & Torsten Kettritz

    Sexualpädagogik als Bestandteil der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Ziel: Sexualität als Mittel der Machtausübung diskreditieren
    Torsten Kettritz

    Muss ich erst Täter sein, um Hilfe zu bekommen? Ein Bericht aus der therapeutischen Praxis
    Thomas Hölscher

    Die Besonderheit in der Arbeit mit Mädchen, die sexualisierte Übergriffe an ihren Geschwistern ausgeübt haben
    Claudia Melcher

    Wege nach der Therapie. Eine praxisorientierte Betrachtung der Voraussetzungen für eine Rückführung in die Familie und der Alternativen zu einer Rückführung aus therapeutischer Sicht
    Johannes Eilinghoff

    Und wer arbeitet mit den Eltern? Ein Plädoyer für eine stärkere Gewichtung der Elternarbeit bei Fällen sexualisierter Gewalt durch Geschwister
    Esther Klees

    IV Best practice

    Schutz durch Hilfe – Die Arbeit im Jugendamt bei innerfamiliärer sexualisierter Gewalt durch Kinder und Jugendliche an ihren Geschwistern
    Helmut Maier

    Zusammenarbeit von Therapie und Pädagogik am Beispiel der Beratungsstelle KommAn und der Intensivgruppe Lotus
    Gianna Damian

    „Jetzt ist aber auch mal gut.“ Der Wunsch nach Heilung und Abschluss
    Monika Bormann

    „Wer sich gesehen oder zumindest gesprochen hat, geht auch leichter wieder miteinander in Kontakt.“ Herausforderungen bei der Kooperation in Fällen sexualisierter Gewalt durch Geschwister – Bedarfe aus der Sicht von Mitarbeiterinnen einer „Opferberatungsstelle“
    Uta Schneider & Ursula Mathyl

    Limes – Die ambulant-forensische Behandlung von jugendlichen Sexualstraftätern im Auftrag des Gerichtes (Österreich)
    Peter Wanke

    V Ableitungen

    Zusammenfassung der zentralen Kerngedanken
    Torsten Kettritz & Esther Klees

    Fazit
    Torsten Kettritz & Esther Klees