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Adolf H. Zwei Leben

Roman

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8. Oktober 1908: »Adolf Hitler durchgefallen.« Ein einzelner Satz steht am Anfang der Katastrophe, die ein Jahrhundert erschüttert hat. Was aber, wenn der Zwanzigjährige tatsächlich Maler geworden wäre? Ohne Scheuklappen wirft Eric-Emmanuel Schmitt die verstörende Frage nach den Bedingungen auf, die einen Menschen zu dem machen, was er ist. Parallel zu der Geschichte des Diktators Adolf Hitler erzählt er eine Lebensgeschichte im Konjunktiv: die Biographie des Kunstmalers Adolf H.
Portrait
Eric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyon, studierte Klavier in Lyon und Philosophie in Paris. Mit seinen Erzählungen wie »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« wurde er international berühmt und gehört heute zu den erfolgreichsten Gegenwartsautoren in Frankreich. Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als zehn Millionen Mal verkauft. Schmitt lebt in Brüssel.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783104013572
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 941 KB
Übersetzer Klaus Laabs
eBook
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Starke, überzeugende Sprache“

Johanna Siebert, Thalia-Buchhandlung Braunschweig, Schloss-Arkaden

Was macht einen Menschen zu dem, was er ist? Dieser Frage geht Eric-Emmanuel Schmitt ausgerechnet anhand des Beispiels Adolf H. auf den Grund, und entwirft dabei einen alternativen Lebensweg, der mit jedem Wort überzeugt. Der Leser erlebt entscheidende, tiefschürfende Situationen und Wendepunkte mit, die Adolf H. nach und nach Freundschaft, Menschlichkeit und auch Liebe lehren, während - parralell dazu erzählt - sein historisch reales Pendant sich zu dem Monstrum entwickelt, für das der Name Hitler steht. Schmitts Interpretation hat mich nicht nur sprachlich begeistert, sondern auch sehr nachdenklich gemacht. "Durfte" mir dieser Adolf H. beim Lesen überhaupt ans Herz wachsen? Natürlich, weil er seine Fehler und Schwächen überwindet und zu einem besseren Menschen wird. Dabei vergisst man beim Lesen nie, wie es wirklich war. Aber man kriegt Sehnsucht nach dem, was hätte sein können. Was macht einen Menschen zu dem, was er ist? Dieser Frage geht Eric-Emmanuel Schmitt ausgerechnet anhand des Beispiels Adolf H. auf den Grund, und entwirft dabei einen alternativen Lebensweg, der mit jedem Wort überzeugt. Der Leser erlebt entscheidende, tiefschürfende Situationen und Wendepunkte mit, die Adolf H. nach und nach Freundschaft, Menschlichkeit und auch Liebe lehren, während - parralell dazu erzählt - sein historisch reales Pendant sich zu dem Monstrum entwickelt, für das der Name Hitler steht. Schmitts Interpretation hat mich nicht nur sprachlich begeistert, sondern auch sehr nachdenklich gemacht. "Durfte" mir dieser Adolf H. beim Lesen überhaupt ans Herz wachsen? Natürlich, weil er seine Fehler und Schwächen überwindet und zu einem besseren Menschen wird. Dabei vergisst man beim Lesen nie, wie es wirklich war. Aber man kriegt Sehnsucht nach dem, was hätte sein können.

Kundenbewertungen

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E.-E. Schmitt
von einer Kundin/einem Kunden am 10.01.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Spätestens seit dem "Evangelium nach Pilatus" weiß der geneigte Leser, dass sich Schmitt nicht vor, sagen wir, unkonventionellen Ansätzen scheut. In seinem Werk "Adolf H." setzt sich Schmitt mit eine heiklen Thamtik außeinander: Adolf Hitler. Was wäre wenn besagter Herr H. es doch zum Maler gebracht hätte? Die Inkarnation des... Spätestens seit dem "Evangelium nach Pilatus" weiß der geneigte Leser, dass sich Schmitt nicht vor, sagen wir, unkonventionellen Ansätzen scheut. In seinem Werk "Adolf H." setzt sich Schmitt mit eine heiklen Thamtik außeinander: Adolf Hitler. Was wäre wenn besagter Herr H. es doch zum Maler gebracht hätte? Die Inkarnation des Bösen als friedfertiger, vielleicht gar prägender Künstler? Genau diese Frage stellt sich Schmitt und beantwortet diese in sprachlich beeindruckender, inhaltlich schonungslos offener Manier. Zwei Lebensgeschichten werden parallel abgehandelt: die des jungen Künstlers Adolf H. und die des Monstrums Adolf Hitler. Ein Roman der zum Nachdenken anregt.