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Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

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Ein Insider aus dem Diplomatischen Dienst meldet sich zu Wort

17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in Afrika. Vor Ort konnte er beobachten, wie wenig zielführend die praktizierte Entwicklungshilfe ist, wie wenig Hilfe zur Selbsthilfe sie bietet. Er plädiert dafür, auf bombastische Konferenzen zu verzichten, den Geldfluss zu kontrollieren, den Machtmissbrauch der Herrschaftscliquen mit Konsequenzen zu belegen und auf die Afrikaner und Afrikanerinnen zu hören, die wissen, was für ihren an Ressourcen reichen Kontinent gut ist. Statt eine Helferindustrie mit bürokratischen, intransparenten Strukturen aufrechtzuerhalten, an der viele gut verdienen, muss der Aufbau eines kompetenten, unbestechlichen, den Interessen der Bevölkerung dienenden Staatsapparats unterstützt werden.

Rezension
»Ein fulminantes Plädoyer des früheren deutschen Botschafters in Kamerun gegen das Business der Barmherzigkeit.«
Berlin Online/Berliner Zeitung 19.07.2009
Portrait

Volker Seitz, Jahrgang 1943, war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und in mehreren Ländern Afrikas, und von 2004 bis zu seinem Ruhestand 2008 Leiter der Botschaft in Jaunde/Kamerun.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783423424035
Verlag Dtv
Dateigröße 1438 KB
Verkaufsrang 25.961
eBook
12,99
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Kundenbewertungen

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Aus der Sicht einer Frau
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 18.01.2017
Bewertet: Taschenbuch

Die Zuschüsse im Rahmen der Entwicklungshilfe werden von den Machtinhabern in den Empfängerländern als großer Erfolg gefeiert, obwohl sie langfristig nur zur Konservierung des Status quo führen und den Reformdruck schwächen. Der ehemalige deutsche Botschafter in Afrika, Volker Seitz, hat ein fantastisches Buch über diese Thematik geschrieben, das mittlerweile... Die Zuschüsse im Rahmen der Entwicklungshilfe werden von den Machtinhabern in den Empfängerländern als großer Erfolg gefeiert, obwohl sie langfristig nur zur Konservierung des Status quo führen und den Reformdruck schwächen. Der ehemalige deutsche Botschafter in Afrika, Volker Seitz, hat ein fantastisches Buch über diese Thematik geschrieben, das mittlerweile zu einem Klassiker unter den vor Ort arbeitenden Helfern geworden ist (zumindest denen, die etwas kritischer sind und die üblichen Floskeln der World Bank und Bono nicht für bare Münze nehmen) Blog "Aus der Sicht einer Frau"(Ich bin eine Frauenärztin mittleren Alters mit - man nennt es so schön - Migrationshintergrund und wohne in Süddeutschland. Seit Jahren schlägt mein Herz für Frauenrechte und Kinderschutz.)

Ein rundum lesenswertes Werk!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.12.2015
Bewertet: Taschenbuch

Wir fragen uns, warum die Menschen in Afrika zu uns kommen wollen. Das Buch zeigt die Realität in einem neuen Licht - wie wohl kein anderes zuvor. In der Entwicklungspolitik gibt es viel political correctness und Denkverbote. Damit räumt dieses Buch gründlich auf. Es ist in einer leicht... Wir fragen uns, warum die Menschen in Afrika zu uns kommen wollen. Das Buch zeigt die Realität in einem neuen Licht - wie wohl kein anderes zuvor. In der Entwicklungspolitik gibt es viel political correctness und Denkverbote. Damit räumt dieses Buch gründlich auf. Es ist in einer leicht verständlichen Sprache ohne Entwicklungshilfe-Neusprech geschrieben, dabei klar gegliedert in überschaubare und nicht zu langatmige Kapitel, die auch als Einzelstückchen wert sind, gelesen zu werden. In dem Buch werden Fragen beantwortet wie: warum ist Afrika arm und hungert?; hat die Hilfe tatsächlich zur Selbsthilfe geführt?; ist Entwicklungshilfe zum Geschäft geworden und damit zur beruflichen Grundlage für viele Menschen und damit die Bereitschaft den Afrikanern zu helfen sich aus der dauerhaften Abhängigkeit von ausländischem Beistand zu befreien, gering? Es geht um den Machterhalt der seit vielen Jahren tonangebenden Eliten, die kritische Stimmen sofort im Keim ersticken; die Vernachlässigung der Bildung und damit der Jugend; fehlende Förderung der Frauen; die Bedeutung der Diaspora; Menschenrechte; Hindernislauf im afrikanischen Geschäftsleben; Landwirtschaftspolitiken und noch bestehende Sklaverei; die Afrikapolitik Chinas und einem Volksstamm in Kamerun, die Förderung von außen ablehnt. Breiten Raum nehmen auch die positiven Beispiele wie Botswana und Ruanda sowie ausländische Hilfsorganisationen wie SOS Kinderdorf oder die Flying Doctors ein. Das Buch erlebt bereits seine 7. Auflage, die die Vorauflage aktualisiert und Ergänzungen bringt z.B. zur Flüchtlingsproblematik in die EU oder zur „Everything but arms“-Zollfreiheitsvereinbarung mit der EU. Ein rundum lesenswertes Werk!

Zu viele Wiederholungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Böhl-Iggelheim am 21.09.2015
Bewertet: Taschenbuch

Ich hatte mich aUf das Lesen des Buches gefreut.Gefreut, Informationen über Afrika, über Sitten und Gebräuche, über wirtschaftliche Einzelfälle oder Zusammenhänge zu lesen usw. Nach der gefühlten 150ten Wiederholung der Aussage " Die sind selbst schuld, deren Eliten sind Schuld" legte ich das Buch zur Seite. In der HOffnung... Ich hatte mich aUf das Lesen des Buches gefreut.Gefreut, Informationen über Afrika, über Sitten und Gebräuche, über wirtschaftliche Einzelfälle oder Zusammenhänge zu lesen usw. Nach der gefühlten 150ten Wiederholung der Aussage " Die sind selbst schuld, deren Eliten sind Schuld" legte ich das Buch zur Seite. In der HOffnung doch mehr zu erfahren als: "Die Eliten dort sind schuld" las ich es bis zum bitteren Ende. Natürlich gab es auch Informtionen, Hinweise auf China oder Japan, die Afrika ausbeuten wollen. In einem Kapitel konnte man lesen, daß die Afrikaner die zu uns kommen fleißig, kreativ, gewisenhaft und gebildet seien. Im anderen Kapitel (Frauen) konnte man lesen, daß 80 Prozent der Arbiet von Fauen erledigt wird und die Männer nur dösen. Was nun? Döen oder fleißig. Dies nur als Beispiel. Aslo, alles in allem: Wäre der Stoff auf die Hälfte der Seitenzahl reduziert worden, wäre es ein gutes Buch.