Alle, alle lieben dich

Roman

(3)
Der letzte Sommer eines Lebens

Eine junge Frau verschwindet; irgendwo zwischen dem Strand und dem Diner am Highway, wo sie arbeitet, verliert sich ihre Spur. Anfangs stehen alle zueinander. Familie, Freunde, Polizei – jeder sucht und hofft, dass Kim zurückkommt, oder einfach nur, dass endlich wieder Ruhe einkehrt in Kingsville, damit die eigenen Geheimnisse auch welche bleiben. Denn die meisten, die Kim kannten, haben etwas zu verbergen.

Stewart O’Nan beschreibt eine Familie und eine Kleinstadt im Ausnahmezustand. Ein hochliterarischer Thriller – unaufdringlich anrührend und von beklemmender Präzision.

«Ein grandioser Generationenroman.» Die Zeit
Portrait
Stewart O’Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Er arbeitete als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Heute lebt er wieder in Pittsburgh. Für seinen Erstlingsroman Engel im Schnee erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 410
Erscheinungsdatum 01.07.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25425-3
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,9/11,6/3,3 cm
Gewicht 336 g
Originaltitel Songs for the Missing
Auflage 2
Übersetzer Thomas Gunkel
Buch (Taschenbuch)
9,99
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„Was wäre wenn…“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg


Was wäre wenn jemand aus Ihrer Familie plötzlich verschwinden würde? Ohne Vorwarnung, einfach so, spurlos? Wie würden Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde damit umgehen? Genau dieses Szenario beschreibt Stewart O’Nan in seinem neuen, gerade als Taschenbuch erschienenem Roman.

Die Geschichte beginnt im Sommer 2005. Kim ist eine junge Frau, die gerade die Highschool hinter sich hat und im Herbst auf das Collage gehen will. Sie genießt ihren letzten freien Sommer bevor der Ernst des Lebens beginnt. Sie schläft aus, trifft sich tagsüber mit Freunden am See, arbeitet mit ihrer besten Freundin Nina die Spätschicht an der Tankstelle und nachts wird gefeiert. Doch eines Tages verschwindet sie einfach spurlos. Sie war noch am See, hat sich von ihrer Freundin getrennt, um sich umzuziehen. War noch zu Hause und dann? Ihr Verschwinden fällt erst am nächsten Morgen auf, weil sie nicht wieder zu Hause aufgetaucht ist. Nun erzählt der Autor in einer wunderbar ruhigen Art, wie die Familie damit umgeht, was sie unternimmt. Da ist die Mutter Fran, die in der Verwaltung des Krankenhauses arbeitet, und die gleich beginnt mit ihrer besten Freundin alles zu organisieren und Listen zu erstellen. Da ist der Vater Ed, der eher für die aktive Seite ist. Er geht auf eigene Faust los und sucht Kim. Er kann einfach nicht ruhig zu Hause rumsitzen. Die jüngere Schwester Lindsey zieht sich eher in sich selbst zurück. Und die engen Freunde Nina, Elise und J.P. haben Angst, dass vielleicht ihre eigenen Geheimnisse aufgedeckt werden könnten.

Ganz unaufdringlich beschreibt Stewart O’Nan die Situation. Er wechselt immer Mal die Perspektive, so dass wir einen guten Einblick in die einzelnen Persönlichkeiten bekommen. Er beschreibt die Hilflosigkeit und Angst. Wie lange dauert es, bis die Polizei endlich eingreift. Was kann man selber machen? Die Familie und Freunde entwickeln sich und verändern sich. Wie lange kann man die Hoffnung aufrecht erhalten, wann darf das normale Leben wieder weitergehen? Ein ganz ruhiger, sprachlich hervorragender Roman, der mich trotzdem tief hereingezogen hat. Die Handlung ist ja eigentlich ein Krimistoff, aber ein Krimi ist es beim besten Willen nicht. Es ist ein wunderbarer Gesellschaftsroman. Zum Teil hat mich dieses Buch etwas an das Buch von Alice Sebold „In meinem Himmel“ erinnert.

Was wäre wenn jemand aus Ihrer Familie plötzlich verschwinden würde? Ohne Vorwarnung, einfach so, spurlos? Wie würden Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde damit umgehen? Genau dieses Szenario beschreibt Stewart O’Nan in seinem neuen, gerade als Taschenbuch erschienenem Roman.

Die Geschichte beginnt im Sommer 2005. Kim ist eine junge Frau, die gerade die Highschool hinter sich hat und im Herbst auf das Collage gehen will. Sie genießt ihren letzten freien Sommer bevor der Ernst des Lebens beginnt. Sie schläft aus, trifft sich tagsüber mit Freunden am See, arbeitet mit ihrer besten Freundin Nina die Spätschicht an der Tankstelle und nachts wird gefeiert. Doch eines Tages verschwindet sie einfach spurlos. Sie war noch am See, hat sich von ihrer Freundin getrennt, um sich umzuziehen. War noch zu Hause und dann? Ihr Verschwinden fällt erst am nächsten Morgen auf, weil sie nicht wieder zu Hause aufgetaucht ist. Nun erzählt der Autor in einer wunderbar ruhigen Art, wie die Familie damit umgeht, was sie unternimmt. Da ist die Mutter Fran, die in der Verwaltung des Krankenhauses arbeitet, und die gleich beginnt mit ihrer besten Freundin alles zu organisieren und Listen zu erstellen. Da ist der Vater Ed, der eher für die aktive Seite ist. Er geht auf eigene Faust los und sucht Kim. Er kann einfach nicht ruhig zu Hause rumsitzen. Die jüngere Schwester Lindsey zieht sich eher in sich selbst zurück. Und die engen Freunde Nina, Elise und J.P. haben Angst, dass vielleicht ihre eigenen Geheimnisse aufgedeckt werden könnten.

Ganz unaufdringlich beschreibt Stewart O’Nan die Situation. Er wechselt immer Mal die Perspektive, so dass wir einen guten Einblick in die einzelnen Persönlichkeiten bekommen. Er beschreibt die Hilflosigkeit und Angst. Wie lange dauert es, bis die Polizei endlich eingreift. Was kann man selber machen? Die Familie und Freunde entwickeln sich und verändern sich. Wie lange kann man die Hoffnung aufrecht erhalten, wann darf das normale Leben wieder weitergehen? Ein ganz ruhiger, sprachlich hervorragender Roman, der mich trotzdem tief hereingezogen hat. Die Handlung ist ja eigentlich ein Krimistoff, aber ein Krimi ist es beim besten Willen nicht. Es ist ein wunderbarer Gesellschaftsroman. Zum Teil hat mich dieses Buch etwas an das Buch von Alice Sebold „In meinem Himmel“ erinnert.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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1
0
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Das Schlimmste ist eingetroffen?
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2010

Ein strahlend schöner Sommertag in einer Kleinstadt in Amerika. Eine junge Frau, Kim, trifft sich mit ihren Freunden, sie gehen schwimmen, alles ist wie immer, ganz normal. Doch als sie kurze Zeit später ihren Dienst in einem Diner antreten soll, erscheint sie nicht. Einer der schlimmsten Vorfälle ist eingetreten,... Ein strahlend schöner Sommertag in einer Kleinstadt in Amerika. Eine junge Frau, Kim, trifft sich mit ihren Freunden, sie gehen schwimmen, alles ist wie immer, ganz normal. Doch als sie kurze Zeit später ihren Dienst in einem Diner antreten soll, erscheint sie nicht. Einer der schlimmsten Vorfälle ist eingetreten, ein Mensch den man liebt verschwindet einfach. Stewart O'Nan beschreibt sehr eindrucksvoll, wie die Eltern von Kim, ihre jüngere Schwester sowie ihre Freunde in dieser Situation agieren, was mit ihnen passiert. Stewart O'Nan ist einer der besten amerikanischen Autoren.

Beklemmend
von K. Wittig aus Ludwigsburg am 21.07.2010

Ein stiller und präzise erzählter Roman vom Verschwinden einer jungen Frau aus einer amerikanischen Kleinstadt und dem Versuch von Familie und Freunden, mit diesem Verschwinden zu leben. Sehr bewegend, unaufdringlich und authentisch.