Am Rand

Roman

(7)
Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun. Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvater und seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt ... Fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben.
Portrait
Hans Platzgumer, geboren 1969 in Innsbruck, lebt in Bregenz. Er studierte an der Musikhochschule in Wien, absolvierte ein Filmmusik-Studium in Los Angeles und veröffentlicht in unterschiedlichen Formationen elektronische Musik. Er schreibt Romane, Hörspiele, Opern, Theatermusik und Essays.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Erscheinungsdatum 01.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783552057890
Verlag Paul Zsolnay Verlag
Verkaufsrang 28.237
eBook
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„Ein Leben am Rand“

Eva-Maria Gierth, Thalia-Buchhandlung Bautzen

Schon durch seine Geburt lebt Gerold Ebner am Rand (am Rand der Gesellschaft ).Und auch jetzt steht er am Rand des Bocksberges um sein Leben zu erzählen und es dann zu beenden.
Seine Taten sind immer am Rand des Legalen.
Für den Leser stellt sich die Frage nach richtig oder falsch,
Sterbehilfe oder doch Mord,
Kindsrettung oder Entführung
Schon durch seine Geburt lebt Gerold Ebner am Rand (am Rand der Gesellschaft ).Und auch jetzt steht er am Rand des Bocksberges um sein Leben zu erzählen und es dann zu beenden.
Seine Taten sind immer am Rand des Legalen.
Für den Leser stellt sich die Frage nach richtig oder falsch,
Sterbehilfe oder doch Mord,
Kindsrettung oder Entführung ?

Kundenbewertungen


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Übersicht
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Am Rand
von einer Kundin/einem Kunden am 23.06.2017

Gerold, der früh aus dem Haus aufbricht, besteigt einen Berg. Oben am Gipfel, zum Sonnenaufgang beginnt er sein Leben zu schildern und beginnt zu erzählen, was ihm dazu getrieben hat, zwei Menschen umzubringen. Ist man gerade am Anfang über seine Taten noch erzürnt, versteht man am Ende doch seine... Gerold, der früh aus dem Haus aufbricht, besteigt einen Berg. Oben am Gipfel, zum Sonnenaufgang beginnt er sein Leben zu schildern und beginnt zu erzählen, was ihm dazu getrieben hat, zwei Menschen umzubringen. Ist man gerade am Anfang über seine Taten noch erzürnt, versteht man am Ende doch seine Handlung und kann sie sogar ein wenig nachvollziehen. Hans Platzgumers Debütroman – Am Rand – zeugt von seiner Kunstfertigkeit des Erzählens. Gerold, der Hauptprotagonist aus dessen Sicht diese Geschichte erzählt wird, wendet sich beim Erzählen immer wieder direkt an den Leser – man bekommt dadurch ein Gefühl, also ob man einen langen Brief lesen würde, als ob man einem Freund beim Erzählen zu hört. Gerade am Anfang weiß man nicht wohin sich diese Geschichte hinentwickelt und durch die subtile Schilderungen Gerolds merkt man schnell, dass er eine Art Groll in sich trägt. Eine Art unterdrückter Wut, die immer an die Oberfläche taucht und erst mit der Zeit offenbart sich das schreckliche Geheimnis um seine Taten. Er schreibt aber auch und kreiert in einem seiner Romane einen Protagonisten namens Hansi Platzgummer, dessen „reales“ Vorbild, zumindest im Roman - Am Rand - aber in Amerika verschollen ist. Hier schweift er ein wenig ab. Hier hat er mir zum Teil gefallen, aber das ist ja schließlich auch eine Sache des Geschmacks. Nichtsdestotrotz ist - Am Rand - ein Roman den man gelesen haben muss.

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Am Rand
von miss.mesmerized am 13.09.2016

Gerold Ebner macht sich früh am Morgen auf in Richtung Gipfel des Bocksbergs. Er hat etwas zu erledigen, das will er alleine und in Ruhe tun. In Etappen geht es bergauf und in Etappen lässt er sein Leben Revue passieren. Zunächst seine Herkunft, die Mutter, die als Prostituierte arbeitet... Gerold Ebner macht sich früh am Morgen auf in Richtung Gipfel des Bocksbergs. Er hat etwas zu erledigen, das will er alleine und in Ruhe tun. In Etappen geht es bergauf und in Etappen lässt er sein Leben Revue passieren. Zunächst seine Herkunft, die Mutter, die als Prostituierte arbeitet und nicht weiß, wer sein Vater ist. Sein Großvater, herrisch und bestimmend und dessen Tod eine Erleichterung für die gebeutelte Mutter ist. Seine Liebe zu Elena, die nie in einer Ehe oder richtigen Familie mündete. Und seine Freundschaften, die von der Kindheit bis in den Tod halten. Der Tod ist es auch, der den Takt und die Einschnitte bestimmt und der am Ende als letzter auf den Protagonisten noch wartet. „Am Rand“ – für mich eher am Abgrund, ein Leben immer an der Grenze, kurz vor dem Absturz, nie wirklich in den ruhigen Fahrwassern in der Mitte. In gelassenem Ton lässt Platzgumer seinen Protagonisten erzählen, die äußere Chronologie ebenso wie die seines Daseins gliedern die Erzählung und so passt ein ganzes Leben in einen einzigen Tag. Auch der Gegenspieler des selbigen schlägt seine Pflöcke ein und sucht schon früh die Bekanntschaft mit dem Protagonisten, der sich die Frage stellen muss, ob es gerechtfertigte Tode gibt und ob man Mitschuld immer als etwas Negatives sehen muss – kann dies nicht auch Befreiung sein? Die Mutter befreit er von dem übermächtigen Großvater, den Freund vom aussichtslosen Leiden, die Geliebte von der unerfüllten Mutterschaft und sich selbst? Es ist absehbar, worauf die Handlung von der ersten Seite an hinsteuert, es bleibt die Frage nach dem Warum, die gleich mehrfach beantwortet wird und sich am Ende umformuliert in die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens und der Menge an Kraft, die es lohnt aufzubringen – oder eben nicht. Hans Platzgumer wurde für seinen Roman mit der Nominierung auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016 honoriert. Thematisch reißt er die ureigenen Fragen nach dem Dasein des Menschen und dem Sinn des Lebens auf – allemal eine Nominierung wert. Interessant ist die Deutung der Frage nach der Schuld; der Autor wagt es die üblichen Wege in schwarz-weiß zu verlassen und stimmt der Leser mit seinem Protagonisten ein, macht er sich womöglich mitschuldig. Gibt es einen gerechtfertigten Mord? Dürften oder sollten wir ihn dann überhaupt Mord nennen? Trotz der Schwere und Bedeutung der Thematik liest sich der Roman jedoch recht eingängig und nur leicht melancholisch, wir dürfen uns den angerissenen Fragen stellen, werden aber nicht von diesen erschlagen, was ein wahrhaftiges Kunststück ist.

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"...irgendwo am Rand der Menschheit..."
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 15.09.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Beim Lesen des Klappentextes hatte ich eigentlich einen krimiähnlichen Roman erwartet, wurde stattdessen aber mit einer fesselnden Lebensbeichte der besonderen Art überrascht. Der 42jährige Südtiroler Gerold Ebner steigt frühmorgens auf den Bocksberg, um niederzuschreiben, was ihn dorthin geführt hat: Er erlöste seine Mutter von ihrem terrorisierenden Vater, seinen besten Freund... Beim Lesen des Klappentextes hatte ich eigentlich einen krimiähnlichen Roman erwartet, wurde stattdessen aber mit einer fesselnden Lebensbeichte der besonderen Art überrascht. Der 42jährige Südtiroler Gerold Ebner steigt frühmorgens auf den Bocksberg, um niederzuschreiben, was ihn dorthin geführt hat: Er erlöste seine Mutter von ihrem terrorisierenden Vater, seinen besten Freund von dessen Leiden und außerdem wurde ihm sein großes Glück vom Tod genommen. Fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse, die ihn seit seiner Kindheit an den Rand der Gesellschaft und schließlich zum Rand des Felsens geführt haben. Gleich zu Beginn wird man als Leser von dem oft lethargisch und dem Schicksal einfach nur ergeben wirkenden Ich-Erzähler persönlich angesprochen und ins Vertrauen gezogen. Ein Privileg, das man erst zu würdigen weiß, wenn man nach und nach den Protagonisten kennen und verstehen lernt – warum er sich von der Gesellschaft abgrenzt, kaum menschliche Nähe zulassen kann, mehr oder weniger funktioniert ohne Besonderes zu leisten oder dies anstreben zu wollen. Fast könnte man ihm verzeihen, dass er auch komplett aus der Rolle fallen und menschlichem Leben gewaltsam ein Ende setzen kann. Und doch fragt man sich, ob es sich hierbei tatsächlich um Mord oder doch eher einen Gefallen handelt. Aber es gibt in diesem Roman generell kein schwarz oder weiß, sondern viel Stoff zum Überlegen. So konnte Gerold Ebner rückblickend schließlich zwar auch Nähe zulassen, was in diesem von nachdenklicher grauer Stimmung geprägten Roman zwar ein Lichtblick ist, der aber wiederum nicht ohne Schatten daher kommt. Trotz ernster Thematik lässt sich das Buch leicht lesen und entwickelt dabei trotz der ruhigen Erzählweise einen Sog, der mich nicht mehr losgelassen hat. Mit „Am Rand“ hat es Hans Platzgumer auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 geschafft. Für alles weitere drücke ich beide Daumen!

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