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Augustas Garten

Roman

(7)
Als die fünfjährige Augusta mit ihrer Mutter Barbara ihr Zuhause verlässt, ahnt sie nicht, dass dies ein Abschied von ihrem bisherigen Leben ist. Den Ort, an dem sie bald darauf wohnen, mag sie nicht. Genauso wenig wie Eduard, den Freund der Mutter. Doch Barbara verschweigt ihrer Tochter die Wahrheit. Auf Augustas Frage, wann sie endlich wieder nach Hause fahren, antwortet sie stets nur mit einem unbestimmten »Bald«. Dieses Wort gibt Augusta Zuversicht, doch an ihrem sechsten Geburtstag muss sie erkennen, dass sie nie mehr zu ihrem Vater zurückkehren werden. Augusta läuft davon.
Während die Polizei nach dem Kind sucht, wird die Mutter in ihrer Angst auf sich selbst zurückgeworfen. Es zeigt sich, dass ihr Leben schon immer von Flucht und der verzweifelten Suche nach Halt geprägt war. Auf fatale Weise hat Barbara die Fehler ihrer Familie wiederholt – und wird damit das Leben ihrer Tochter auf immer verändern.
›Augustas Garten‹ ist die ebenso poetische wie aufwühlende Geschichte einer Trennung und eines ersehnten Neubeginns, eine Geschichte über das Verschwinden und über die tragischen Folgen, die aus zu langem Schweigen erwachsen können. Ein Roman, der zu Herzen geht.
Rezension
"'Augustas Garten' ist ein poetischer, aufwühlender Roman einer Trennung und eines ersehnten Neubeginns sowie eine Geschichte über die tragischen Folgen, die aus zu langem Schweigen erwachsen können."
BUCH AKTUELL

"Heuser beschreibt […] so fein und psychologisch nuanciert, dass die geballte Tragik menschlicher Beziehungen […] offenbar wird."
Kerstin Meier, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Ein vielschichtiges, sehr sensibles Buch."
FREUNDIN

"'Augustas Garten' besitzt eine anrührende Zartheit, der schwer zu widerstehen ist."
Ruth Dickhoven, WDR5 SCALA

"Ein starkes Stück Literatur, dieses Debüt"
BÜCHERMARKT DEUTSCHLANDRADIO

"Ein atmosphärisch dichter Roman über Schweigen und Sprachlosigkeit, über Liebe und Verlust [...] Der Abschied von der bedingungslos vertrauenden Perspektive des Kindes."
Angelika Otto, MÜNCHNER FEUILLETON
Portrait
Andrea Heuser, geboren 1972 in Köln, lebt heute mit ihrer Familie in München. Sie studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn. Promotion 2008 mit einer Studie zur deutsch-jüdischen Literatur. Literarische Arbeiten im Bereich Lyrik, Prosa, Libretti und Musiktheater. 2008 erschien ihr Lyrik-Debüt >vor dem verschwinden<, für das sie u. a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Literarischen März Darmstadt ausgezeichnet wurde. 2012 war sie unter den Finalisten für den Lyrikpreis Meran. >Augustas Garten< ist Andrea Heusers erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Erscheinungsdatum 06.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783832188191
Verlag DUMONT Buchverlag
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mit den Augen eines Kindes betrachtet Andrea Heuser die Tragik einer gescheiterten Beziehung. Eine ganz zentrale Rolle spielt das Verschweigen und Verdrängen; die Unfähigkeit, Ängste wahrzunehmen und darüber zu sprechen. Ein vielschichtiges, generationsübergreifendes Thema - einfühlsam und poetisch erzählt! Mit den Augen eines Kindes betrachtet Andrea Heuser die Tragik einer gescheiterten Beziehung. Eine ganz zentrale Rolle spielt das Verschweigen und Verdrängen; die Unfähigkeit, Ängste wahrzunehmen und darüber zu sprechen. Ein vielschichtiges, generationsübergreifendes Thema - einfühlsam und poetisch erzählt!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Wiederholungen
von Everett am 07.01.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Die kleine Augusta verlässt mit der Mutter das bisherige Zuhause, den Vater. Allerdings erklärt die Mutter nichts weiteres, vertröstet Augusta auf ihre Nachfrage, wann es zurück geht immer mit der Aussage bald. Augusta fühlt sich nicht wohl, findet auch den Freund der Mutter nicht gut, und beschließt fort zu... Die kleine Augusta verlässt mit der Mutter das bisherige Zuhause, den Vater. Allerdings erklärt die Mutter nichts weiteres, vertröstet Augusta auf ihre Nachfrage, wann es zurück geht immer mit der Aussage bald. Augusta fühlt sich nicht wohl, findet auch den Freund der Mutter nicht gut, und beschließt fort zu gehen. Die Mutter, Barbara, denkt in der Situation zurück an ihre eigenen Erlebnisse, und es wird klar, dass sie die Fehler, die sie erlebt hat, wiederholt. Man sollte seinen Kindern nicht zu viel verschweigen, besonders, wenn es sie ganz direkt betrifft. Sicherlich versteht auch ein kleines Kind viele Dinge, auch wenn die Erwachsenen es nicht glauben, und man muss es vielleicht anders erklären. Aber etwas zu verschweigen hilft niemanden, wie man hier lesen kann. Geschildert wird es aus Augustas Sicht, wie die den Umzug erlebt und in ihrer Welt, ihrem Garten, unterwegs ist. Auch aus Barbaras Sicht wird erzählt, was sie erlebt hat. Es wirkt teilweise ziemlich bedrückend, gerade Barbaras Erinnerungen, und wie sie eher nicht gelernt hat, damit umzugehen. Kommt mir jedenfalls so vor. Sicherlich eine gute Geschichte, wie das Erleben, die Fehler, von einer Generation zur nächsten wiederholen. Leider konnte ich mich in die Geschichte, die Personen, nicht so gut rein lesen, oder rein fühlen. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, und war gespannt. Meine Erwartungen wurden nicht voll erfüllt, oder mein Lesegeschmack ist doch anders.

Die Welt aus den Augen eines Kindes
von Linchen91 am 05.11.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Augustas Garten erzählt die Geschichte der nicht immer einfachen Verständigung zwischen Mutter und Tochter. Die kleine Augusta fährt mit ihrer Mutter Barbara von zuhause weg um bei Eduard zu leben, nur ist das Augusta nicht ganz klar, denn sie denkt, dass die beiden „bald“ wieder nach Hause zum Vater... Augustas Garten erzählt die Geschichte der nicht immer einfachen Verständigung zwischen Mutter und Tochter. Die kleine Augusta fährt mit ihrer Mutter Barbara von zuhause weg um bei Eduard zu leben, nur ist das Augusta nicht ganz klar, denn sie denkt, dass die beiden „bald“ wieder nach Hause zum Vater zurückkehren. An ihrem sechsten Geburtstag erfährt sie endlich die Wahrheit von ihrer Mutter, doch dadurch wird ihr Vertrauen stark erschüttert und sie läuft weg. Während ihre Mutter verzweifelt hofft, dass Augusta wieder zurück kehrt, erkennt sie, was für Fehler sie gemacht hat. Dieses Buch von Andrea Heuser ist ganz wunderbar geschrieben, mit einer einfühlsamen und berührenden Sprache bringt sie einem jede einzelne Person sehr menschlich näher. Allein durch den Schreibstil erkennt man als Leser die wechselnden Erzählperspektiven, besonders ist dabei die Sichtweise der kleinen Augusta auf die Welt. Durch Kinderaugen erscheinen manche Dinge auf einmal ganz einfach und nachvollziehbar, kleine Wörter wie "bald" haben eine große Bedeutung, und die Mama sagt immer die Wahrheit. Als Augusta feststellt, dass dies nicht stimmt, flüchtet sie sich mehr und mehr in ihre imaginäre Traumwelt, ihren Garten. Die Sprache ist außergewöhnlich, einfühlend, man kann sich gut in die Szenen hineinversetzen. Es ist nicht immer alles klar und deutlich nieder geschrieben, sondern in mehreren Schichten finden sich die Details, als Leser muss auch mal zwischen den Zeilen gelesen werden. Dieses eben nicht totale Offenlegen der Situation, sondern der Versuch, die Interpretation eines Kindes nachzuempfinden, ist toll gelungen. Jedes Kapitel hat eine Überschrift, die sorgsam ausgewählt wurde, sie haben ihre eigene Bedeutung und Verbindung zu Erinnerungen und einzelnen Teilen des Lebens von Barbara und Augusta. Ein tolles, sensibles, aufwühlendes Buch, das einen etwas traurig, vor allem aber nachdenklich und berührt zurücklässt.

Berührend , Großarig und Behutsam Erzählt
von Arietta am 28.10.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Rezension vom 16.10.2014 (24) Mit 5 Jahren verlässt Augusta mit ihrer Mutter Barbara ihren Vater. Als sie aus dem Autofenster zurückblickt und dem immer kleiner werdenden Vater sieht ahnt sie noch nicht das es ein Abschied für immer sein soll. Sie denkt es ist sei eine Reise. Augusta ist... Rezension vom 16.10.2014 (24) Mit 5 Jahren verlässt Augusta mit ihrer Mutter Barbara ihren Vater. Als sie aus dem Autofenster zurückblickt und dem immer kleiner werdenden Vater sieht ahnt sie noch nicht das es ein Abschied für immer sein soll. Sie denkt es ist sei eine Reise. Augusta ist in ihrem neuen zu Hause bei Eduard gar nicht glücklich , sie möchte in ihr altes zuhause zurück und zu Andreas ihrem Vater. Sie hasst Eduard , sein Haus , ihr neues Zimmer und das Schwarzbrot. Der einzige Trost ist ihr Garten den sie mit Mama ans Fenster ihres Zimmers gemalt haben und dem Männchen ihrem imaginären Freund ,das Mama noch hinein gemalt hat. In ihrer Kindlichen Fantasie träumt sie sich in ihren Garten, hier ist die Welt noch Heil und bunt . Ihr Freund versteht sie und hört ihr zu , ihm kann sie erzählen wie sehr sie sich nach ihrem Papa sehnt. Er lügt und verspricht nichts . Er sagt auch nicht "Bald" , wie wenn sie ihre Mutter fragt wann sie wieder nach Hause zurückkehren... Am Vorabend ihres 6. Geburtstags gesteht ihr ihre Mutter endlich die Wahrheit. Das dies nun ihr neues zuhause ist und sie für immer bleiben. Augusta ist sehr verzweifelt und stellt fest das man sie belogen hat und beschließt ihren Papa zu besuchen. Am Morgen des 6. Geburtstages , macht sie es wahr und geht alleine fort , diesmal lügt sie auch in dem sie behauptet auf den Spielplatz zugehen... Eine verzweifelte Mutter wartet auf die Rückkehr ihres Kindes, ihre Fehler der Vergangenheit haben sie eingeholt... Augustas Flucht endet in einem dramatischen geschehen nur weil Erwachsene sie belogen haben...... Haben alle Beteiligten durch dieses Drama gelernt und vielleicht die Chance auf einen Neubeginn........... Der Autorin Andrea Heuser ist mit ihrem ersten Roman ein großartiges , berührendes und überwältigendes Debüt gelungen. Man spürt wie viel Herzblut in ihre Wörter ,Zeilen, und in die Geschichte geflossen sind .Ihr Erzählstil ist mehr als brillant , Ihr Stilgefühl ist Klar und Kraftvoll. Sie erzählt aus der Kindlichen Sicht aus , schließlich geht es ja auch um die 5 Jährige Augusta. Man spürt hier die Sehnsucht nach ihrem Vater , dem alten zuhause , das es schon weh tut . Eine verletzte und unverstandene Kinderseele kommt zum Vorschein , die man belügt und vertröstet mit "BALD" . Dem Verschweigen der Wahrheit mit tragischen Folgen. Sie öffnet das Fenster zu Vergangenheit der Erwachsenen , zeigt Risse in deren Kindheit auf . Sie hat deren dunkle Vergangenheit und der jetzigen Gegenwart geschickt mit einander verbunden. Sie lässt einem tief abtauchen in die Geschichte , lässt Augustas Garten für einem Bildhaft erscheinen. Ihre Protagonisten , ihre Charaktere , Gefühle und Ängste kommen sehr lebendig herüber. Man hat das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein. Selten hat mich ein Buch so gefesselt ! " Ein bewegender und Kluger Roman , der von dem Verlust und Hoffnung auf einen Neubeginn erzählt " Ich Glaube wir werden noch Oft von der Autorin hören !