Auroras Anlaß

Erzählung. Ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literatur-Preis 1987

(4)
"Eines Tages sah sich Aurora Rodríguez veranlaßt, ihre Tochter zu töten." So beginnt die außergewöhnliche Geschichte der Spanierin Aurora Rodríguez, die auf der Suche nach Selbstverwirklichung an die Schranken gesellschaftlicher Konventionen stößt und ihre Träume von einer besseren Welt von einer anderen, fähigeren Person realisiert sehen möchte: einer Frau, ihrer Tochter Hildegart.
Rezension
"Stark, chilling and relentless ... a tour de force"(Le Monde)

"The very spareness of the tale leaves the peculiar power of the mystery intact."(Washington Post Book World)

Portrait
Erich Hackl wurde 1954 in Steyr (Oberösterreich) geboren. Er studierte in Salzburg und Málaga Germanistik und Hispanistik und war drei Jahre Lektor an der Universidad Complutense in Madrid. Zurück in Österreich, war er Spanischlehrer an einer Mittelschule und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Seit 1983 arbeitet Hackl als Übersetzer, Herausgeber und freier Schriftsteller. 2004 erhielt er den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels "für Toleranz im Denken und Handeln" und 2007 wurde ihm der Donauland-Sachbuchpreis verliehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 21.03.1989
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-21731-5
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,3/11,3/1,7 cm
Gewicht 175 g
Auflage 26
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B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Hackls sachlicher Ton täuscht nicht über die Tragik dieser wahren Geschichte hinweg, die sich auf relativ wenigen Seiten entfaltet. Keine einfache Lektüre, aber sehr interessant. Hackls sachlicher Ton täuscht nicht über die Tragik dieser wahren Geschichte hinweg, die sich auf relativ wenigen Seiten entfaltet. Keine einfache Lektüre, aber sehr interessant.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Rechte der Frauen in Spanien
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 08.08.2015

Das Buch beschreibt einen Kampf von einer Mutter und einer Tochter für ein gleichgestelltes Spanien Anfang des 20. Jahrhunderts. Viel Information auf wenigen Seiten, die jedoch einen guten Einblick in die Zeit geben. Auch wenn man sich nicht in der Geschichte Spaniens auskennt.

Kleines Buch mit viel Inhalt
von Xirxe aus Hannover am 11.07.2009

Aurora Rodriguez erschießt im Juni 1933 ihre 18jährige Tochter Hildegart. Aurora, erzogen von einer lieblosen Mutter, deren Hauptaugenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet ist, wird von ihrem Vater, der mehr in seinen Ideologien lebt als in der realen Welt, sensibilisiert für die Ungerechtigkeiten die den Armen, den Arbeitern, den Frauen widerfahren.... Aurora Rodriguez erschießt im Juni 1933 ihre 18jährige Tochter Hildegart. Aurora, erzogen von einer lieblosen Mutter, deren Hauptaugenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet ist, wird von ihrem Vater, der mehr in seinen Ideologien lebt als in der realen Welt, sensibilisiert für die Ungerechtigkeiten die den Armen, den Arbeitern, den Frauen widerfahren. Sie ist wissensdurstig, eignet sich selbständig Wissen an in der Bibliothek ihres Vaters und will nichts weniger als die Welt zum Bessern ändern. Doch als Frau und aufgrund ihrer zu geringen Bildung sind ihre Möglichkeiten begrenzt. Erst als ihre Eltern sterben und sie finanziell unabhängig ist, bietet sich eine neue Möglichkeit: Aurora bekommt eine Tochter, die sie ohne Mann in der Art und Weise erzieht, dass dieses Mädchen in der Lage sein wird, die Gesellschaft zum Positiven zu ändern. Und es scheint zu gelingen: Hildegart beginnt mit 14 zu studieren, schließt sich zuerst den Sozialisten, dann den Föderalisten an, schreibt Bücher und Broschüren für die Gleichberechtigung der Frau, tritt für die Geburtenregelung und die sexuelle Freiheit ein. Doch dann entwickelt Hildegart eigene Wünsche und Vorstellungen, die von denen der Mutter abweichen und sie nimmt ein Angebot an, in London zu arbeiten. Aurora kann dies nicht akzeptieren. Neben dieser Geschichte wird auch die damalige Situation in Spanien geschildert. Ich persönlich fand dies bereichernd, da es einerseits die Lage deutlicher macht, in der sich die Protagonistinnen befinden und andererseits habe ich wieder ein paar Sachen dazugelernt :-) 'Auroras Anlaß' wird in einer sachlichen und nüchternen Sprache berichtet - manchmal hat man das Gefühl, man liest die Unterlagen für das Gericht, vor dem der Prozeß stattfindet. Doch vielleicht gerade durch diese Sprache wirkt die Erzählung so eindrücklich. Dennoch bleibt das Buch durchweg spannend, auch wenn zu Beginn das Ende schon vorweg genommen ist. Schuld wird hier niemandem zugewiesen. Nicht nur Hildegart ist als Eigentum, als Objekt ihrer Mutter ein Opfer, auch Aurora ist es auf ihre Art.

Empfehlenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 24.03.2008

Ich "musste" das Buch zwar in der Schule lesen, jedoch als ich begonnen habe, musste ich es in einem Zug durchlesen, da ich es sehr mitreißend und spannend fand. Empfehlenswert!