Baba Dunjas letzte Liebe

Roman

(51)
»Wenn ich mich in meinem Alter noch über Menschen wundern würde, käme ich nicht mehr zum Zähneputzen.«
Alina Bronsky lässt in ihrem neuen Roman eine untergegangene Welt wieder auferstehen. Komisch, klug und herzzerreißend erzählt sie die Geschichte eines Dorfes, das es nicht mehr geben soll – und einer außergewöhnlichen Frau, die im hohen Alter ihr selbstbestimmtes Paradies findet.Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben im Niemandsland auf. Wasser gibt es aus dem Brunnen, Elektrizität an guten Tagen und Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Vögel rufen so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf – und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung. Auf kleinem Raum gelingt Alina Bronsky voller Kraft und Poesie, voller Herz und Witz eine märchenhafte und zugleich fesselnd gegenwärtige Geschichte.
Rezension
»Eine große Geschichte von Menschen und ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrer Unbeugsamkeit (...) Am Ende des Romans, nach 154 Seiten, hätte ich das Buch am liebsten umarmt.«
Portrait
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, lebt seit Anfang der Neunzigerjahre in Deutschland. Ihr Debütroman »Scherbenpark« wurde zum Bestseller, fürs Kino verfilmt und ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht. Es folgten die Romane »Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche« und »Nenn mich einfach Superheld«. »Baba Dunjas letzte Liebe« wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert. Die Rechte an Alina Bronskys Romanen wurden in 15 Länder verkauft. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 160, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783462309720
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Verkaufsrang 3.198
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Buchhändler-Empfehlungen

„starke Bilder einer untergegangenen Welt...“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Für Baba Dunja, den sterbenskranken Petrow, die Melkerin Marja, die Gawrilos und den fast hundertjährigen Sidorow scheint es egal , ob sie ein Jahr mehr oder weniger leben. Sie kehren zurück nach Tschernow in ihre leerstehenden Häuser und versuchen ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Ein beschwerliches Leben und eine zerbrechliche Gemeinschaft Für Baba Dunja, den sterbenskranken Petrow, die Melkerin Marja, die Gawrilos und den fast hundertjährigen Sidorow scheint es egal , ob sie ein Jahr mehr oder weniger leben. Sie kehren zurück nach Tschernow in ihre leerstehenden Häuser und versuchen ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Ein beschwerliches Leben und eine zerbrechliche Gemeinschaft , die voller Humor beschrieben wird und eine tiefe Nachdenklichkeit zurück lässt. Baba Dunja erzählt böse in sperrigen Bildern und doch voller Wärme - und sie hat viel zu erzählen , von Jegor ihrem nichtsnutzigen Mann, den sie geliebt hat , von ihrer Tochter Irina, die Pakete aus Deutschland schickt, die sie in einem beschwerlichen Marsch aus dem nächsten Ort abholt und von ihrer unbekannten Enkelin, der sie lange Briefe schreibt. Die Welt scheint fast in Ordnung, kaum fassbar nach dem Reaktorunglück von 1986, bis ein viel greifbares Unglück hereinbricht : Fremde erreichen das Dorf, ein Vater strandet mit seinem kleinen Mädchen , was einer Katastrophe gleich kommt und die Auflösung dieser Gemeinschaft bedeutet ! Ein beeindruckendes starkes Buch , was anrührend poetisch ist und einen lange nicht mehr loslässt !

Ulrike Buehnemann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Ein kleines Buch über die Herzlichkeit und den Zusammenhalt der Menschen eines schon aufgegebenen Dorfes. Über Mut, Liebe und den Wert der kleinen Dinge im Leben. Sehr lesenswert! Ein kleines Buch über die Herzlichkeit und den Zusammenhalt der Menschen eines schon aufgegebenen Dorfes. Über Mut, Liebe und den Wert der kleinen Dinge im Leben. Sehr lesenswert!

„Man muss das Leben nehmen, wie es eben ist“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Baba Dunja ist unverwüstlich, jammert nicht und kommt immer irgendwie zurecht; Hauptsache selbstbestimmt.
Mit sprödem Charme und Wortwitz entwirft Alina Bronsky einen liebenswerten, ganz eigenen kleinen Kosmos im eigentlich unbewohnbaren Tschernowo; hintergründig auf den Punkt gebrachte Zeitgeschichte um Entwurzelung und Umweltkatastrophe
Baba Dunja ist unverwüstlich, jammert nicht und kommt immer irgendwie zurecht; Hauptsache selbstbestimmt.
Mit sprödem Charme und Wortwitz entwirft Alina Bronsky einen liebenswerten, ganz eigenen kleinen Kosmos im eigentlich unbewohnbaren Tschernowo; hintergründig auf den Punkt gebrachte Zeitgeschichte um Entwurzelung und Umweltkatastrophe - eine warmherzige, tiefgründige Geschichte, die nachklingt.
Sophie Rois erweckt mit ihrer unverwechselbaren Stimme Baba Dunja und ihr Dorf wunderbar zum Leben - ein ganz grosses (preisgekröntes) Hörvergnügen!!

„Geschichte einer selbst bestimmten Frau“

Ulrike Walther, Thalia-Buchhandlung Gotha

Dieses schmale Büchlein erzählt auf intensive Art die Geschichte der Baba Dunja, die wieder in ihre alte Heimat Tschernobyl zurückkehrt. Wir erleben eine Dorfgemeinschaft der etwas spezielleren Art und eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Dieses schmale Büchlein erzählt auf intensive Art die Geschichte der Baba Dunja, die wieder in ihre alte Heimat Tschernobyl zurückkehrt. Wir erleben eine Dorfgemeinschaft der etwas spezielleren Art und eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.

Carolin Brummack, Thalia-Buchhandlung Dresden

“...aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat. Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt, verantwortlich machen.“ (aus Baba Dunjas letzte Liebe) SUPER “...aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat. Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt, verantwortlich machen.“ (aus Baba Dunjas letzte Liebe) SUPER

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein wunderbar positves Buch über sehr ernste Themen. Diese beeindruckende Geschichte ist ein Lesegenuss der besonderen Art und kann noch lange nachwirken. Ein wunderbar positves Buch über sehr ernste Themen. Diese beeindruckende Geschichte ist ein Lesegenuss der besonderen Art und kann noch lange nachwirken.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ein wunderbarer kleiner Roman um eine alte Frau, die ihr Glück findet und bewahrt. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Sonne über diesem kleinen Ort strahlen zu sehen. Ein wunderbarer kleiner Roman um eine alte Frau, die ihr Glück findet und bewahrt. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Sonne über diesem kleinen Ort strahlen zu sehen.

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Fesselnde Geschichte über eine alte Heimat Fesselnde Geschichte über eine alte Heimat

Verena Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Nuernberg

Ein kurzes Buch mit einer ganz besonderen Geschichte. Es hat eine angenehme Schreibweise, eine wirklich sympathische Protagonistin und ein sehr problematisches Thema. Einzigartig! Ein kurzes Buch mit einer ganz besonderen Geschichte. Es hat eine angenehme Schreibweise, eine wirklich sympathische Protagonistin und ein sehr problematisches Thema. Einzigartig!

„Großartig erzählt!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Über die eigenwillige alte, kleine Dunja Baba, die zurück in das verstrahlte Dorf Tschernowa zieht, um mit ein paar anderen Alten dort ihre letzten Jahre zu verbringen. Eigentlich fast paradiesisch....... Über die eigenwillige alte, kleine Dunja Baba, die zurück in das verstrahlte Dorf Tschernowa zieht, um mit ein paar anderen Alten dort ihre letzten Jahre zu verbringen. Eigentlich fast paradiesisch.......

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Ich liebe Baba Dunja für ihre herrlichen Sturkopf und ihre Bodenständigkeit. Ein feiner Roman, der mich nachhaltig berührt hat. Ich liebe Baba Dunja für ihre herrlichen Sturkopf und ihre Bodenständigkeit. Ein feiner Roman, der mich nachhaltig berührt hat.

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein tiefgründiger und feiner Roman über eine beeindruckende Frau, die mich mit ihrer Sturheit wirklich fasziniert hat. Ein tiefgründiger und feiner Roman über eine beeindruckende Frau, die mich mit ihrer Sturheit wirklich fasziniert hat.

A. Tesch, Thalia-Buchhandlung Berlin

Auch wenn das Buch dünn ist, ist die Geschichte sehr tiefgründig und unglaublich schön. Auch wenn das Buch dünn ist, ist die Geschichte sehr tiefgründig und unglaublich schön.

„Kleine "heile" Welt“

Ute Gantner, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Die alleinlebende und verwitwete Baba Dunja kehrt nach Jahren in ihr Heimatdorf in der Nähe von Tschernobyl zurück. Zusammen mit Gleichgesinnten baut sie sich dort in der "Todeszone", wo der Rest der Welt radioaktive Strahlen fürchtet, ein einfaches, aber selbstbestimmtes und unabhängiges Leben auf.
Als Selbstversorger baut die dörfliche
Die alleinlebende und verwitwete Baba Dunja kehrt nach Jahren in ihr Heimatdorf in der Nähe von Tschernobyl zurück. Zusammen mit Gleichgesinnten baut sie sich dort in der "Todeszone", wo der Rest der Welt radioaktive Strahlen fürchtet, ein einfaches, aber selbstbestimmtes und unabhängiges Leben auf.
Als Selbstversorger baut die dörfliche Gemeinschaft alles Notwendige an und alle paar Wochen fährt Baba Dunja in die Kreisstadt, um dort ihr Postfach zu leeren, da kein Postbote die Todeszone betreten möchte.
Die Dorfbewohner führen eigentlich ein ganz beschauliches Leben, bis eines Tages Fremde ins Dorf kommen...
Alina Bronskys Roman besticht mit einer manchmal herzzerreißenden aber auch außergewöhnlich komischen Erzählweise und schaffte es sogar auf die Auswahlliste zum Deutschen Buchpreis.

Maren Höll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Kurzweilige Lektüre. Aber an einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, mehr zu erfahren über die Figuren außer Baba Dunja. Für mich blieben die Nebenfiguren zu eindimensional. Kurzweilige Lektüre. Aber an einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, mehr zu erfahren über die Figuren außer Baba Dunja. Für mich blieben die Nebenfiguren zu eindimensional.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
51 Bewertungen
Übersicht
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10
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Baba Dunjas letzte Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 03.09.2015

Baba Dunjas letzte Liebe ist ein berührender Roman. Sie lebt in Tschernova und ist 80 Jahre alt. Nach dem Reaktorunfall, an den ich mich noch gut erinnere, zieht Baba Dunja zurück nach Tschernova in ihr altes Haus. Ihre Tochter Irina lebt als Chirurgin in Deutschland. Einmal im Jahr trifft sie ihre Mutter in... Baba Dunjas letzte Liebe ist ein berührender Roman. Sie lebt in Tschernova und ist 80 Jahre alt. Nach dem Reaktorunfall, an den ich mich noch gut erinnere, zieht Baba Dunja zurück nach Tschernova in ihr altes Haus. Ihre Tochter Irina lebt als Chirurgin in Deutschland. Einmal im Jahr trifft sie ihre Mutter in der Stadt und sie ist immer wieder entsetzt, das Dunja zurück in ihr Dorf will, aber die meint sie sei zu alt um woanders zu leben. Ihre Enkelin bekommt sie nie zu sehen, die Gefahr ist zu groß. Irina bringt immer wieder einmal im Jahr Kinder aus Tschernobil im Sommer nach Deutschland und dann wieder zurück. In Tschernowa leben nur wenige Menschen, die sich da zurückgezogen haben. Die Einwohner leben mit der Strahlung, aber als ein gesundes Kind dort auftaucht reagieren sie schnell, das das wieder zurück kommt. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und sind meist liebenswert. Jeder lebt mehr für sich, aber wenn was ausser gewöhnliches passiert halten sie zusammen. Die Autorin schreibt ihr Leben realistisch, so kann ich mir Baba Dunja und die anderen gut vorstellen und mit ihnen fühlen. Ein guter Roman mit Poesie voller Herz und Witz, angenehm zu lesen. Alina Bronskys Romane haben für mich eine besonders gute Atmosphäre. So habe ich noch ihren Roman Scherbenpark gut in Erinnerung, obwohl ich ihn schon vor 6 Jahren gelen habe. Das ist schon etwas Besonderes, bei der Menge guter Romane die ich seit dem gelesen habe. Mit diesem wird es bestimmt genauso gehen. Der Roman ist lesenswert und sehr zu empfehlen.

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1 0
Baba Dunja - Eine Frau - lebensbejahend und anders
von anke3006 am 11.09.2015

Baba Dunja ist nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl wieder in ihr Haus zurückgekehrt. Mit einigen anderen Rückkehrern lebt sie dort ruhig und eben etwas anders. Der Garten wird bestellt, ob verstrahlt oder nicht, das macht ihr nichts aus. Wer über achtzig Jahre ist hat einen anderen Blick auf die... Baba Dunja ist nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl wieder in ihr Haus zurückgekehrt. Mit einigen anderen Rückkehrern lebt sie dort ruhig und eben etwas anders. Der Garten wird bestellt, ob verstrahlt oder nicht, das macht ihr nichts aus. Wer über achtzig Jahre ist hat einen anderen Blick auf die Welt. Plötzlich taucht ein Fremder mit einem Kind in dem Dorf auf und alles gerät durcheinander. Aliens Bronsky hat hier einen Roman der leisen Töne geschrieben. Sie erzählt die Geschichte von Baba Dunja und ihrem Dorf sanft und mit einem Augenzwinkern. Der Einblick in die Gemeinschaft und die Gedankenwelt bringt den Leser zum Nachdenken. Es klingt Etwas nach.

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Baba Dunja - Eine bemerkenswerte Frau
von solveig am 26.08.2015

In Tschernowo ist die Natur merkwürdiger als andernorts: es gibt nur wenige Vögel, dafür mehr Katzen; die Spinnen sind zahlreicher und weben andere Netze, die Tomaten werden größer … Auch die wenigen alten Menschen, die dieses Dorf bewohnen, zeichnen sich durch Andersartigkeit aus; denn wer würde nach einem schrecklichen... In Tschernowo ist die Natur merkwürdiger als andernorts: es gibt nur wenige Vögel, dafür mehr Katzen; die Spinnen sind zahlreicher und weben andere Netze, die Tomaten werden größer … Auch die wenigen alten Menschen, die dieses Dorf bewohnen, zeichnen sich durch Andersartigkeit aus; denn wer würde nach einem schrecklichen Reaktorunfall freiwillig in kontaminiertes Gebiet ziehen? Dennoch ist Baba Dunja die erste, die entgegen allen Ratschlägen und Bitten in ihr geliebtes, vertrautes Heim in Tschernowo zurückkehrt. Sie ist nicht mehr jung und hat nichts zu verlieren. Ihre Kinder und die Enkelin, die sie noch nie gesehen hat, leben außerhalb der Gefahrenzone im Ausland. So verbringt Baba Dunja, die bereits die Achtzig überschritten hat, ein Leben in Selbstbestimmung und im Einklang mit sich selbst, mit ihrer kleinen, losen Dorfgemeinschaft, aber auch mit den Geistern „ihrer“ Verstorbenen, zwischen Gegenwart und den Fragmenten ihrer Erinnerungen. Als jedoch eines Tages ein Mann mit seiner kleinen Tochter auftaucht, mit der Absicht, sich in dem todgeweihten Ort niederzulassen, wird alles anders. Die Autorin rollt das Thema des tragischen Reaktorunglücks in Tschernobyl von der Seite überlebender Opfer her auf, die, vom Unfall überrascht, ihre Heimat verlassen müssen. Baba Dunja will sich nach ihrer erzwungenen Flucht aus Tschernowo nicht länger vorschreiben lassen, wo sie zu wohnen hat: „Das Gute am Altsein ist, dass man niemanden mehr um Erlaubnis zu fragen braucht …“ Sie besteht darauf, dort ihren Lebensabend zu verbringen, wo sie den größten Teil ihres Lebens zugebracht hat, selbst wenn dieser sterbende Ort von der Zivilisation fast abgeschnitten ist und die Bewohner auf viele Annehmlichkeiten verzichten müssen; selbst wenn der Preis dafür bedeutet, dass der Kontakt zu ihren Kindern auf gelegentliche Briefe beschränkt ist: an dem Ort, der ihre „letzte Liebe“ ist. Wie ihre Nachbarn im Dorf will sie nur eines: unabhängig und in Ruhe ihr restliches Leben leben, sich an den kleinen Dingen des Alltags erfreuen und ihren Gedanken nachhängen. Ihre praktische, zupackende Art und ihr lebensbejahendes, optimistisches Wesen machen Baba Dunja zu einer Institution des Dorfes, unentbehrlich. So ruhig und gleichmäßig wie Dunjas Leben in Tschernowo erzählt die Autorin ihre Geschichte. Die Sprache, die Alina Bronsky ihrer Titelheldin verleiht, klingt schlicht, manchmal gar naiv, aber stets stecken Erkenntnisse darin, die belegen, wie intensiv Baba Dunja über ihre Umwelt und sich selbst nachdenkt. Bei aller Abgeklärtheit verfügt die alte Frau zudem über eine gute Portion Humor und Ironie. Und es überzeugt den Leser zutiefst, wenn sie erklärt: „Ich habe alles gesehen und vor nichts mehr Angst. Der Tod kann kommen, aber bitte höflich.“

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