Biertrinker sind verdächtig

Pfalz-Krimi

(4)
Detlev Menke, Frauenliebling und einziger Sohn eines großen Weingutes, hält nicht viel von regelmäßiger Arbeit. Er lebt vom Geld, das Mutter und Schwester erwirtschaften, ohne darüber weiter nachzudenken. Erst als ihm der Geldhahn zugedreht wird, und sich seine Freundin Michelle von ihm trennt, ist er gezwungen, etwas zu unternehmen. Am wenigsten Arbeit, dafür viel Spannung verspricht er sich vom Beruf eines privaten Ermittlers. Er wird also Detektiv, und gleich sein allererster Auftrag macht ihn zum Tatverdächtigen in einem spektakulären Mordfall. Die Frau, mit der er verabredet
war, um kompromittierende Fotos für deren Ehemann zu machen, liegt erdrosselt und splitternackt im Hotelbett, und seine Ex-Freundin Michelle wurde entführt ...
Portrait
Angelika Godau wurde zufällig, wie sie betont, in Bayern geboren, verbrachte aber die ersten zehn Lebensjahre im schönen Detmold. Schon ganz früh entdeckte sie ihr Talent, sich schriftlich auszudrücken. Bereits im zarten Alter von neun Jahren wurde ihr erster Artikel über eine Zirkusprinzessin in der Zeitung veröffentlicht. Kein Wunder, dass sie zuerst einmal Journalistin wurde und für verschiedene Tageszeitungen in Deutschland tätig war. Später studierte sie Psychologie und arbeitete als Therapeutin. Das Schreiben blieb aber ihre heimliche Liebe.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 20.07.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-946686-36-1
Verlag Swb media publishing
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,2 cm
Gewicht 289 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
12,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mord in der Pfalz
von mabuerele am 17.08.2017

„...Es war deutlich, dass seine Kollegin etwas gegen den jungen Mann hatte...Da er aber etliche Jahre verheiratet war, wusste er, wann es für einen Mann besser war zu schweigen...“ Als Detlev Menke das Hotelzimmer betritt, liegt die Frau, die dieser treffen wollte, auf dem Bett. Doch dort wartet sie nicht... „...Es war deutlich, dass seine Kollegin etwas gegen den jungen Mann hatte...Da er aber etliche Jahre verheiratet war, wusste er, wann es für einen Mann besser war zu schweigen...“ Als Detlev Menke das Hotelzimmer betritt, liegt die Frau, die dieser treffen wollte, auf dem Bett. Doch dort wartet sie nicht auf das Rendezvous, denn sie ist tot. Detlev ruft die Polizei. Oberkommissarin Tabea Kühn und Norman Sand treffen auf Detlev. Normans Gedanken gibt das obige Zitat wieder. Die Autorin hat einen humorvollen Krimi geschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Detlev war 8 Jahre, seine Schwester Wiebke 12 Jahre, als der Vater starb. Die Mutter hat das Weingut der Familie weitergeführt. Nun steht ihr Wiebke zur Seite. Detlev ist allerdings in erster Linie Sohn. Als ihm die Familie droht, dass der monatliche Scheck ausbleiben könnte, macht er ein Detektivbüro auf. Sein erster Fall sollte der Nachweis der Untreue einer Ehefrau sein. Die Frau aber ist nun tot. Der Ehemann scheint vom Tod seiner Frau nicht sehr betroffen. Er ist leidenschaftlicher Angler. Alles andere interessiert ihn nur marginal. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Selbst mit dem Pfälzer Dialekt von Peter Pawenke, dem Leiter der K11, hatte ich keine Probleme. Gekonnt kombiniert die Autorin eine spannende Handlung mit vielfältigen Informationen. Ich mag auch den Rechtsmediziner, der einerseits viel Humor hat und der mich außerdem darüber aufklärt, welche Unterschiede es zwischen einem Fernsehkrimi und der Wirklichkeit gibt. Die Besonderheiten von Bad Dürkheim, insbesondere der Wurstmarkt, spielen in der Geschichte ebenfalls eine Rolle. Gut dargestellt wird die Entwicklung von Detlev. Es ist nicht nur die Oberkommissarin, deren Ablehnung und Missachtung er ertragen muss. Auch die Standpauke, die ihm Anette auf dem Wurstmarkt hält, ist nicht von schlechten Eltern. Berührend fand ich das Gespräch zwischen Detlev und seiner Schwester. Es war eine der großartig ausgearbeiteten ernsten Szenen. Der mögliche Täter zeichnet sich relativ früh ab. Spannung wird aber dadurch aufgebaut, dass nicht klar ist, wie manch anderer in das Geschehen verstrickt ist. Die Wahrheit erfahren die Kriminalisten nur stückweise. Allerdings wird Tabea sehr schnell deutlich, wenn man versucht, ihr Märchen zu erzählen. Im Team der Kriminalisten herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Das Besondere der Schreibstils ist, dass es in bestimmten Abschnitten Ich-Erzähler gibt. So wird der beginn der Geschichte aus der Sicht von Detlev geschildert. In einem langen Monolog hat der Täter ebenfalls die Möglichkeit, mich über seine Vorgehensweise, seine Motivation und seine Vergangenheit zu informieren. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe auf weitere Fälle des Teams. Mit einem weiteren Zitat möchte ich die Rezension beenden: „...Kennst du den Unterschied zwischen einen Rhein-Hessen und einem Pfälzer? Der aus Rheinhessen geht abends aus, trinkt drei Weinschorle, nimmt sich ein Taxi und lässt sich nach Hause fahren, der Pfälzer trinkt auch drei Weinschorle und ist der Fahrer...“

Toller Pfalzkrimi mit viel Humor und noch mehr Spannung
von vronika22 aus Worms am 13.08.2017

Inhalt: Detlev Menke, Sohn einer Winzerfamilie ist sozusagen "von Beruf Sohn" und lebt munter in den Tag hinein - allerdings auf Kosten der Familie. Nun hat er ein Fernstudium gemacht und sich als Detektiv selbständig gemacht. Sein erster Auftrag besteht aus einer Verabredung mit der 26jährigen Britta Steinbach in einem... Inhalt: Detlev Menke, Sohn einer Winzerfamilie ist sozusagen "von Beruf Sohn" und lebt munter in den Tag hinein - allerdings auf Kosten der Familie. Nun hat er ein Fernstudium gemacht und sich als Detektiv selbständig gemacht. Sein erster Auftrag besteht aus einer Verabredung mit der 26jährigen Britta Steinbach in einem Hotelzimmer. Der Auftrag ist etwas mysteriös und es sollen kompromittierende Fotos gemacht werden. Detlev vermutet, dass ein eifersüchtiger Ehemann dahinter steckt. Doch als Detlev ins Hotelzimmer kommt findet er Britta Steinbach ermordet vor. Dadurch gerät er selbst unter Mordverdacht.....dies sollte zum Inhalt genügen....schließlich möchte ich nichts vorweg nehmen. Meine Meinung: Dieser Krimi spielt in der Pfalz. Da ich selbst eine echte Pfälzerin bin und die Umgebung von Bad Dürkheim sehr gut kenne, kann ich bestätigen, dass Angelika Godau alles sehr gut recherchiert hat. Die ganzen Ortschaften und Lokalitäten gibt es wirklich genau so! Mit Saumagen, Leberknödel, "Wingerte", und natürlich dem Dürkheimer Fass und dem Wurstmarkt usw. hat es die Autorin geschafft wirklich sehr viel Pfälzer Lokalkolorit in den Krimi einzubauen. Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Es kommt recht bald Spannung auf und dieser Spannungsbogen hält sich bis zum Ende. Und gekonnt verstand es die Autorin wirklich bis zum Ende Spannung zu erhalten, obwohl schon fast zur Buchmitte ein sehr starker Verdacht auf den Mörder aufkam, der sich dann immer mehr erhärtet und bestätigt hat. Vom Schreibstil her ist das Buch richtig gut zu lesen. Es ist in viele sehr kurze Kapitel gegliedert. Diese Kapitel sind in wechselnder Sichtweise aus Sicht der verschiedenen Hauptprotagonisten geschrieben. Dies ist sehr schön gelöst, weil man sich so in alle sehr gut hineinversetzen kann.Und es war auch immer klar, aus welcher Sicht gerade berichtet wird, obwohl die Kapitel nicht übertitelt sind. Die Geschichte ist immer mit ein wenig Humor, teilweise auch mit Sarkasmus gewürzt, so spielt ein Dackel namens Alligator oder auch Alli eine nicht unbedeutende Rolle. Auch diese Idee fand ich sehr witzig. Meine Lieblingsstelle ist auf Seite 225, also es darum geht, dass jemand mit einem Aschenbecher erschlagen wurde: "Tatwaffe ist ganz eindeutig der Aschenbecher. Ich sage ja immer, rauchen kann tödlich sein" Köstlich dieser Humor, kann ich (als Nichtraucherin) nur sagen! Da es sich um einen Pfälzer Regionalkrimi handelt, spielt die Gegend um Bad Dürkheim, sowie eine Winzerfamilie und natürlich der Wurstmarkt eine bedeutende Rolle. Gelegentlich ist auch etwas Pfälzer Dialekt eingestreut, vor allem wenn Ermittler Pawenka etwas gestresst oder aufgeregt war. Dadurch kam der Krimi bei mir sogar noch authentischer an. Die Protagonisten konnten mich sehr gut überzeugen. Angelika Godau schafft es alles sehr realistisch beim Leser ankommen zu lassen, als wäre man selbst dabei. So konnte ich mir den Stress der Winzerfamilie Menke zu Zeiten des Wurstmarktes lebhaft vorstellen. Und auch Sohn Deti wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Und auch beim Ermittlungsteam war mir einer sympathischer als der andere. Herrliche Protagonisten mit vielen Eigenarten kommen insgesamt vor und beleben den Krimi noch zusätzlich. Sehr schön fand ich es, dass auch immer wieder aus Sicht der Ermittler berichtet wurde und man sozusagen einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Polizei werfen konnte. Angelika Godau hat sich sowohl in der Rechtsmedizin als auch bei der Polizei genauestens erkundigt und gute Recherchearbeit geleistet. Sie weiß wirklich immer wovon sie schreibt. Der Krimi ist sehr autentisch geschrieben. Alles in allem wirklich ein toller Pfalzkrimi. Jeder der gerne humorvolle Regionalkrimis liest, sollte diesen unbedingt lesen. Und für Pfälzer Krimifreunde ist dieser Krimi sowieso ein Muss!

Detti, der Privatermittler aus der Pfalz, der hoffentlich noch viele Fälle auf den Tisch bekommt
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 10.08.2017

Nachdem mich Angelika Godau mit dem Charme, Humor und der Originalität ihrer Granny Krimis völlig begeistert hat, war ich super gespannt auf den ersten Pfalz Krimi. Und auch hier ist es der Autorin gelungen, mich mit ihrem spritzigen Sprachstil von Anfang bis Ende zu fesseln, zum Glück hatte ich... Nachdem mich Angelika Godau mit dem Charme, Humor und der Originalität ihrer Granny Krimis völlig begeistert hat, war ich super gespannt auf den ersten Pfalz Krimi. Und auch hier ist es der Autorin gelungen, mich mit ihrem spritzigen Sprachstil von Anfang bis Ende zu fesseln, zum Glück hatte ich Urlaub und konnte das Buch fast in einem Rutsch lesen. Es geht auf sofort spannend mit der Szene los, in der Detlev, die Frau, die er eigentlich für einen Seitensprung treffen will, erdrosselt im Hotelzimmer findet. Detlev, über den nicht zu Unrecht „Ich sage euch, als privater Ermittler muss der noch eine Menge lernen, sonst wird das nichts aus der Karriere.“, behauptet wird, ist doch tatsächlich bei seinem ersten Fall fett in die Falle getrappt. So hat sich das der Sprössling eines großen Weinguts nicht vorgestellt, als er sich, nachdem Mutter und Schwester ihm den Geldhahn zugedreht haben, für den relativ spannenden und eher wenig arbeitsintensiven Beruf des Privatermittlers entschieden hat. Eigentlich sollte er für einen Ehemann kompromittierende Fotos machen und jetzt liegt die Göttergattin tot vor ihm im Bett und der Mörder hat ihn „um eine Menge Spaß gebracht.“ Da sich zu der toten Britta Steinbach auch noch eine entführte Michelle, Detlevs Exfreundin gesellt, steckt er unvermittelt in Mordermittlungen, bei denen gilt, die „Situation ist ihm nicht nur an die Nieren gegangen, sondern hat auch den Verstand ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen.“. Den Eindruck muss er zumindest auf Kommissarin Tabea Kühn machen. Ermittlungen, die die Worte des Leiters des K11 „Kollege, der Fall is scheinbar komplizierder als es aussieht. Ich hab do echt noch etliche Fragezeichen im Kopp!“ gelungen beschreiben, stehen bevor. Man darf als Leser bei den Ermittlungen dabei sein. Diese werden äußerst realitätsnah dargestellt und so räumt gerade auch Gerichtsmediziner Dr Koch mit seinem Schimpfen über die Fernsehkrimis mit so manchem Klischee und Irrglauben auf, was mir äußerst gut gefallen hat. Der Fall ist spannend von Anfang an und ich konnte unheimlich viel rätseln und kombinieren. Wie weit war der Ehemann beteiligt, was hat die Freundin der Toten zu verbergen und welches Geheimnis hat auf einmal Detlevs Schwester Wiebke? Wo ist Tatjana abgeblieben und warum wurde sie für den Auftrag überhaupt gebraucht? Ich war lange am Kombinieren, immer hat eine Kleinigkeit nicht gepasst. Auch wenn man durch eine Art inneren Monolog vorab den Täter erfährt, schafft es die Autorin mit weiteren Entwicklungen bis zum Schluss ans Buch zu fesseln. Ein bisschen Privatleben gibt es auch, was mir gut gefallen hat. Ganz besonders die Einblicke ins Weingut, und was das eigentlich an Arbeit bedeutet waren toll. Gut gefallen haben mir auch die Keifereien zwischen Detlev und seiner Schwester Wiebke, da konnte ich mehr als einmal herzhaft schmunzeln. Die Autorin berichtet aus verschiedenen Perspektiven, was ich für äußert gelungen halte. So darf Detlev in der Ich-Perspektive selbst berichten. Man ist so direkt an seinen Gedanken dran, was ihn sowohl sympathisch macht, weil man erfährt, dass er eigentlich kein arroganter Kerl ist, als auch amüsant ist, gerade wenn er sich nach einem Gespräch mit der Kommissarin Tabea Kühn stets wie ein „Vollhorst“ fühlt. Bei den Ermittlungen und anderen Entwicklungen gibt es einen Erzähler. Der Wechsel der Erzählperspektive und die Szenenwechsel, die immer schneller vonstattengehen, verleihen der ohnehin schon spannenden Krimihandlung zusätzlich Fahrt. Eingefangen hat mich die Autorin auch wieder mit ihrer Art von Humor, die ich einfach so mag. Da stottert ein Detlev, wenn er der Kommissarin gegenüber tritt oder es kann sein, dass Alli aussieht „wie ein Saumagen auf Beinen“. Aber keine Angst Detlev stoppt seinen geliebten Dackel, der sich sogar unter seine Bettdecke geschlichen hat, bevor der „verfressene Hund platzt.“ Ich mag eigentlich Männer nicht, die wie die Made im Speck vom Erbe leben, noch nie die Erfahrung gemacht haben, was Arbeit heißt, und auch keine, die täglich ihre Betthäschen wechseln. Aber Detlev war mir trotz allem von Anfang an sympathisch. Vielleicht aufgrund seiner etwas unbeholfenen, tollpatschigen Art und weil er auch ein Herz am rechten Fleck hat. Mit seiner Hundeliebe hat er mich sicher auch um den Finger gewickelt. Dackel Alligator vom Trifels, kurz Alli, hat mich sowieso mit seinen Einlagen ganz köstlich unterhalten. Richtig gut hat mir auch Kommissarin Tabea Kühn gefallen, die richtig emotional bei den Ermittlungen dabei ist und mir mit ihren Reaktionen nicht nur einmal mit ihrer direkten, teils spitzen Art aus der Seele gesprochen hat. Das Team der Ermittler arbeitet harmonisch und Hand in Hand zusammen, endlich auch mal wieder! Auch die Nebendarsteller und Verdächtigen sind gelungen gezeichnet, beim aalglatten Ehemann der Toten angefangen, über Detlevs Mama, der man kein X für ein U vormachen kann, bis hin zur ehemaligen Weinkönigin Anette, die Detlev gehörig die Meinung geigt. Wirklich gelungen ist auch das Lokalkolorit. Bei den Ermittlungen fährt man durch die Pfalz, „Weinberge auf Pfälzisch Wingerte, so weit das Auge reicht und dann Örtchen mit sehr engen Straßen.“ In den Straußwirtschaften findet man typische Speisen, wie Handkees, Leberknödel oder auch die Pfälzer Version Flammkuchen mit „Blut-und Lewwerworscht“. Wer den Saumagen nicht will, findet in Dackel Alli einen dankbaren Abnehmer. Und der seit 1417 traditionelle Wurstmarkt, der stattfindet ist sicher auch einen Ausflug wert. Immer wieder darf auch einer in Dialekt zu Wort kommen, was meiner Meinung auch zu einem gelungen Regionalkrimi gehört. Alles in allem völlige Begeisterung und fünf Sterne, ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Fall.


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