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Bis ans Ende der Geschichte

Roman

(24)
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?
Rezension
"Eine feinfühlige Geschichte um Schuld und Gerechtigkeit, Strafe und Gnade." Grazia
Portrait
Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, New York, lebt heute nach ihrem Studium in Princeton und Harvard mit ihrem Mann und den drei Kindern in Hannover, New Hampshire. Sie gehört zu den faszinierendsten angelsächsischen Erzählern und besitzt die seltene Gabe, die Zerbrechlichkeit und Komplexität menschlicher Beziehungen in ihren Romanen festhalten zu können. 2003 wurde sie mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Zuletzt erschienen auf deutsch mit großem Erfolg ihre Romane "Beim Leben meiner Schwester" und die "Die Wahrheit meines Vaters".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-10217-6
Verlag Bertelsmann
Maße (L/B/H) 223/146/48 mm
Gewicht 764
Originaltitel The Storyteller
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Athmosphärisch dicht und total fesselnd!“

Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Jodi Picoult hat mit ihrem neuesten Roman eine große Geschichte geschrieben, die mich unglaublich beeindruckt hat. Mehrere Erzählstränge führen den Leser in die Welt zweier Frauen, die eine Überlebende des Genozids der NS-Zeit, die andere ihre Enkelin, die mit inneren und äußeren Narben eines Autounfalls lebt. Ich habe diesen Roman Jodi Picoult hat mit ihrem neuesten Roman eine große Geschichte geschrieben, die mich unglaublich beeindruckt hat. Mehrere Erzählstränge führen den Leser in die Welt zweier Frauen, die eine Überlebende des Genozids der NS-Zeit, die andere ihre Enkelin, die mit inneren und äußeren Narben eines Autounfalls lebt. Ich habe diesen Roman genossen, er hat mich sehr berührt und erschüttert!

„Sehr intensiv “

Natalie Krone, Thalia-Buchhandlung Cloppenburg

Ein wenig fehlen mir die Worte, um genau zu beschreiben, wie ich dieses Buch finde, aber ich werde es versuchen.

Dieser Roman ist sehr intensiv. Allein schon die Thematik hat es in sich - ein ehemaliger NS-Offizier bittet eine Jüdin, deren Großmutter selbst in einem Konzentrationslager war, um aktive Sterbehilfe - aber vorher soll
Ein wenig fehlen mir die Worte, um genau zu beschreiben, wie ich dieses Buch finde, aber ich werde es versuchen.

Dieser Roman ist sehr intensiv. Allein schon die Thematik hat es in sich - ein ehemaliger NS-Offizier bittet eine Jüdin, deren Großmutter selbst in einem Konzentrationslager war, um aktive Sterbehilfe - aber vorher soll sie ihm stellvertretend für alle jüdischen Glaubensangehörigen seine Gräueltaten verzeihen. Er schildert diese detailliert - äußerst detailliert - sodass mir beim Lesen so manches Mal die Spucke weg blieb. Aber nicht nur die Geschichte dieses Mannes ist nicht ohne. Die Protagonistin - Sage - ist selbst eine verwundete Persönlichkeit, die viele Facetten hat und eine starke Entwicklung durchmacht.

Wie in jedem Roman von Jodi Picoult wird auch dieser aus mehreren Perspektiven erzählt. Das macht es - wenn möglich - noch intensiver als es ohnehin durch die Thematik schon ist. Besonders als der für mich zunächst verwirrende Erzählpart der "Fantasy-Geschichte" - wie es mir vorkam - aufgeklärt wird, hatte ich schon einen Klos im Hals...

Man sollte dieses Buch bewusst lesen. Ich musste es durchaus einige Male weg legen und durchatmen. Aber ich war gefesselt. Ein einfühlsamer, intensiver, spannender, faszinierender und gleichzeitig schockierender Roman, der mich sehr lange begleitet hat.

Alles in allem ist dieser Roman ein Meisterwerk - beinahe der beste, den ich von dieser Autorin kenne. Auf meiner J. Picoult Bestsellerliste belegt er definitiv Platz 2. Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read.

„Wie weit reicht Vergebung?“

Jennifer Ernler, Thalia-Buchhandlung Hof

Jodi Picoult ist eine meiner Lieblings-Autoren und ich liebe jedes Buch von ihr. Dieses hat mir besonders gut gefallen und die Geschichte hat mich auch lange nach dem Lesen noch beschäftigt. Man fragt sich immer wieder, wie man selbst entschieden hätte. Denn eine Frage bleibt: Kann man das Schlimmste jemals vergeben und hat man überhaupt Jodi Picoult ist eine meiner Lieblings-Autoren und ich liebe jedes Buch von ihr. Dieses hat mir besonders gut gefallen und die Geschichte hat mich auch lange nach dem Lesen noch beschäftigt. Man fragt sich immer wieder, wie man selbst entschieden hätte. Denn eine Frage bleibt: Kann man das Schlimmste jemals vergeben und hat man überhaupt das Recht dazu? Wahnsinnig bewegend!

Anja Schmidt, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Ein Roman, der noch lange nachwirkt Ein Roman, der noch lange nachwirkt

Sigrid Heipcke, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein schwieriges Thema von Versöhnung und Verzeihen, Geschichte und Gegenwart, über dass Jodie Picoult berührend und gleichsam unterhaltend schreibt. Ein schwieriges Thema von Versöhnung und Verzeihen, Geschichte und Gegenwart, über dass Jodie Picoult berührend und gleichsam unterhaltend schreibt.

Sabrina Hermes, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Jodi Picoult landet mit jedem Roman einen Hit. Einfühlsam, vielschichtig, einfach toll. Wie immer... Jodi Picoult landet mit jedem Roman einen Hit. Einfühlsam, vielschichtig, einfach toll. Wie immer...

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Berührend und fesselnd Berührend und fesselnd

Nina Warnke, Thalia-Buchhandlung Rostock

Aus verschiedenen Perspektiven wird hier eine schwierige Thematik aufgearbeitet. Die sympathische Hauptfigur und das leichtfüßige Schreiben von Picoult sorgen für tolle Lektüre! Aus verschiedenen Perspektiven wird hier eine schwierige Thematik aufgearbeitet. Die sympathische Hauptfigur und das leichtfüßige Schreiben von Picoult sorgen für tolle Lektüre!

Franziska Gensler, Thalia-Buchhandlung Fulda

Wiedereinmal ein Buch von Jodi Picoult das den Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt. Verzeihen scheint leicht, bis man liest, was in den Ghettos geschah... Wiedereinmal ein Buch von Jodi Picoult das den Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt. Verzeihen scheint leicht, bis man liest, was in den Ghettos geschah...

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Leuna

Ein sehr intensives, fesselndes Buch über große moralische Fragen. Ein sehr intensives, fesselndes Buch über große moralische Fragen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
20
4
0
0
0

Von der Macht einer Erzählung durch die Jahrzehnte
von Jenny Vogler am 15.11.2015

Josef und Sage lernen sich in einer Trauergruppe kennen und treffen sich bald schon jeden Tag in Sages Bäckerei. Obwohl sie fast 70 Lebensjahre trennen, entwickelt sich zwischen beiden eine aufrichtige Freundschaft. Als der alte Josef Sage um einen Gefallen bittet und ihr in diesem Zusammenhang von seiner Vergangenheit... Josef und Sage lernen sich in einer Trauergruppe kennen und treffen sich bald schon jeden Tag in Sages Bäckerei. Obwohl sie fast 70 Lebensjahre trennen, entwickelt sich zwischen beiden eine aufrichtige Freundschaft. Als der alte Josef Sage um einen Gefallen bittet und ihr in diesem Zusammenhang von seiner Vergangenheit als SS-Offizier in Deutschland erzählt, gerät sie unwillkürlich in einen Interessenkonflikt. Denn während ihr neuer Freund nach und nach seine Gräueltaten gesteht, die er als Befehlshaber im Konzentrationslager begangen hat, erkennt Sage die Verbindung zu ihrer über alles geliebten Großmutter, die den Holocaust selbst erlebte und dem Schrecken von Auschwitz nur knapp entkam. Die junge Frau wendet sich in ihrer Verzweiflung an die öffentliche Behörde zur Verfolgung ehemaliger Kriegsverbrecher und taucht immer tiefer in die grausamen Zusammenhänge vergangener Zeiten ein. Doch eine Entscheidung muss sie selbst treffen: Kann sie verjährte Schuld vergeben und Josefs letzten Wunsch erfüllen oder wird sie selbst zur Rächerin? Erzählungen über das nationalsozialistische System verpackt in einer ansprechenden Geschichte lese ich persönlich sehr gerne, weil sie meist sehr bewegend, erschreckend und tiefgründig sind. Aber Jodi Picoults neuer Roman ist noch mehr als das, er schlägt einen großen Bogen, der nicht nur die Vergangenheit lebendig werden lässt, sondern vor allem die Verantwortlichkeiten in der Gegenwart anspricht. Bemerkenswert am Erzählungsaufbau dieses Buches sind die zahlreichen Perspektiven, die unterschiedlichen Lebensrollen der Akteure, weil gerade diese Vielfalt einen realistischen Blick auf das Geschehen zulässt. Auch die Auseinandersetzung mit schweren historischen aber auch persönlichen Problemen ist ausgezeichnet gelungen. Warum handeln Menschen ohne Gewissen? Wer trägt Schuld und wer macht sich durch Unterlassung mitschuldig? Bringt Rache wirklich Erlösung und Reue tatsächlich Vergebung? Der rote Faden, der sich durch den Roman zieht, ist eine fantastisch-grausame Erzählung über einen upiór, ein vampirähnliches Wesen mit einem eigenen Selbstverständnis von Töten und Leben lassen. Geschrieben von einer Jüdin, geliebt von verzweifelten Zuhörern, verstanden von einem Nazi – ohne jemals Antwort auf die elementare Frage nach dem Wieso geliefert zu haben. Fazit: Ich vergebe volle Punktzahl für dieses ganz besonders eindringliche Werk über ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte. Ein facettenreicher, menschlicher, objektiver Roman mit vielen kleinen, erzählenswerten Episoden. Ein Leseerlebnis mit Intensität und Nachklang, welches ich unbedingt weiterempfehlen möchte. Einfach toll!

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von Brigitte Paulczynski aus Amstetten am 06.10.2015

Sage Singer ist leidenschaftliche Bäckerin, hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Bestatter und lebt sehr zurückgezogen. Dann lernt sie den alten Josef Weber kennen, der ihr ein fürchterliches Geheimnis anvertraut und Sage um Vergebung und Sterbehilfe bittet.

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Vergebung für einen Kriegsverbrecher?
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 07.09.2015

Die 25-jährige Sage Singer führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Ihr Beruf als Bäckerin in der Bäckerei Our Daily Bread von Mary DeAngelis, einer ehemaligen Nonne, kommt diesem Lebensstil nur zu Gute. Soziale Kontakte hat sie kaum, auch kaum noch welche zu ihrer Familie, aber seit drei Jahren besucht sie... Die 25-jährige Sage Singer führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Ihr Beruf als Bäckerin in der Bäckerei Our Daily Bread von Mary DeAngelis, einer ehemaligen Nonne, kommt diesem Lebensstil nur zu Gute. Soziale Kontakte hat sie kaum, auch kaum noch welche zu ihrer Familie, aber seit drei Jahren besucht sie regelmäßig die Trauergruppe Helping Hands, denn vor drei Jahren hatte Sage einen Autounfall, den sie selbst aus Unachtsamkeit verschuldet hat. Sie wurde verletzt und ist seitdem "gezeichnet", ihre Mutter starb an ihren Verletzungen später im Krankenhaus. Ihr Vater starb an einem Herzanfall, als sie neunzehn war und mit dem Tod der Mutter zerbrach die Familie endgültig. Sage ist der Meinung, dass ihre beiden Schwestern ihr den Tod ihrer Mutter vorhalten, wie sie es selbst tut, sodass sie jedweden Kontakt zu ihnen abgebrochen hat. Die Helping Hands sind für Sage auch nicht wirklich eine Selbsthilfegruppe - sie betrachtet sie als Strafe, als Strafe für das, was sie getan hat. Als wäre diese Selbstgeißelung nicht schon genug, hat sie auch noch eine Affäre mit Adam begonnen, dem Bestatter ihrer Mutter, der zu allem Überfluss auch noch verheiratet ist. Sicherlich wünscht sie sich, dass sie einen Mann hätte, der voll und ganz zu ihr steht und sie, trotz ihrer Narben, annimmt, wie sie ist, doch hat sie das wirklich verdient, nach allem, was sie getan hat? In der Trauergruppe lernt Sage den 95-jährigen Josef Weber kennen. Dieser ist ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft, der lange Jahre, auch nach seiner Pensionierung als Deutschlehrer, noch ehrenamtlich tätig war. Josef sucht nach dem Tod seiner Frau die Trauergruppe auf, doch eigentlich sucht er Absolution. Denn im Gegensatz zu dem was Sage glaubt, hat Josef mit Absicht ihre Bekanntschaft gemacht. Schon nach kurzer Bekanntschaft offenbart sich Josef. Er will, dass Sage, Tochter jüdischer Eltern (jedoch hat sie ihre Bat-Mizwa abgelehnt), ihm beim Sterben hilft, denn Josef Weber ist nicht wirklich Josef Weber, sondern lebt seit dem Ende des 2. Weltkrieges unter falschen Namen. Sage lehnt dies rundweg ab, doch dann zeigt Josef etwas, was Sages Meinung ändern könnte - ein Foto von ihm, in jungen Jahren, in einer SS-Uniform. Josef erzählt ihr offen, dass er Mitglied bei den SS-Totenkopfverbänden war. Sage ist entsetzt, gerade in Hinblick auf Josefs Wunsch, ihm beim Sterben zu helfen, aber sie willigt ein, über seinen Wunsch nachzudenken, wenn er ihr alles, aber auch wirklich alles erzählt, denn nur wenn sie alles weiß, besteht auch nur im Ansatz die Möglichkeit, ihm Absolution, wenn überhaupt, zu erteilen. Sage, die entsetzt ist, über das, was sie erfährt, wendet sich hinter Josefs Rücken an die HRSP und deren Ermittler Leo Stein, um vielleicht doch noch Gerechtigkeit walten zu lassen - allerdings nicht so, wie Josef sich das vorstellt, sondern Sage will den Kriegsverbrecher vor Gericht sehen. Aber dafür muss sie sich seine Geschichte anhören ... Vergebung für einen Kriegsverbrecher? Der Plot wurde sehr spannend, emotional und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich die Grundidee, dass ein Mensch, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt hat, Absolution von einem Nachfahren seiner Opfer haben möchte, um in Frieden sterben zu können, doch ehrlich, hat ein solcher Mensch eine Absolution seiner Verbrechen verdient? Ferner weist der Plot die Besonderheit auf, dass dieser nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern gleich drei, welche jedoch direkt miteinander verknüpft sind. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Anfangs empfand ich die Figur der Sage etwas befremdlich, doch tatsächlich hat sie innerhalb des Buches eine erstaunliche Wandlung durchgemacht, die sie hat reifen lassen und zu der Person gemacht hat, die sie schon immer sein sollte. Jedoch, ich muss es gestehen, empfand ich auch die Figur des Josef ausgesprochen faszinierend, denn was treibt einen Menschen, der abscheuliche Verbrechen verübt hat an, zum Ende seines Lebens noch Verzeihung erfahren zu wollen? Den Schreibstil empfand ich als sehr einfühlsam und auch spannend erarbeitet, sodass ich mich kaum von dem Buch lösen konnte.

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