Bis wieder ein Tag erwacht

Roman

(13)
Der große Résistance-Roman der Bestseller-Autorin und eine dramatische Liebesgeschichte aus dem besetzten Frankreich von Charlotte Roth.
Ein Roman über die Kraft der Liebe, den Kampf für die Freiheit und den Mut zum Leben.
Ein verwunschenes Küstendorf in der Provence in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts: Über alle Klassenunterschiede hinweg wachsen fünf Kinder miteinander auf: Nathalie, die Bürgerstochter, Fabrice und Didier, die Brüder vom Schloss, und das Mauerblümchen Delphine sowie Nathalies algerischer Diener Salah. Doch auf dem Weg zum Erwachsenwerden zerbricht ihre kleine geborgene Welt: Nathalie ist in Didier verliebt, dieser aber bringt den Mut nicht auf, um sie zu kämpfen. Als die enttäuschte Nathalie nach Paris flieht, stürzt sie sich in einen Tanz auf dem Vulkan und begegnet dem Deutschen Alwin, der zum ersten Mal erahnt, wie die Freiheit schmeckt.
Doch das zaghafte Glück und alle Hoffnung finden ein jähes Ende, als Frankreich über Nacht im Krieg steht. Der zweite Weltkrieg beginnt, und aus Freunden werden Feinde, auf Seiten von Résistance und Besatzungsmacht stehen sich die, die sich gestern noch liebten, auf Leben und Tod gegenüber. Plötzlich müssen die jungen Leute Entscheidungen treffen - nicht mehr nur über ihr eigenes Schicksal, sondern über die Zukunft ihres Landes und sogar der halben Welt.
Portrait
Charlotte Roth, Jahrgang 1965, ist Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit zehn Jahren freiberuflich als Autorin tätig. Mit diesem Roman, der auf einem Stück ihrer eigenen Familiengeschichte basiert, hat sie sich einen langgehegten Traum erfüllt. Charlotte Roth hat Globetrotter-Blut und zieht mit Mann und Kindern durch Europa, hält an ihrem Koffer in Berlin aber unverbrüchlich fest.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 704, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.06.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783426436004
Verlag Knaur eBook
Verkaufsrang 4.052
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„Das Weltenspiel“

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Inzwischen muss ich Ihnen Charlotte Roth nun sicherlich nicht mehr vorstellen. Sie ist einfach eine faszinierende Autorin, die in regelmäßigen Abständen Bücher schreibt, die bewegen. Sie ist eine Autorin, deren Motto vielleicht das ist, was am Ende der Nachbemerkungen dieses Buches steht: „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“ Und Inzwischen muss ich Ihnen Charlotte Roth nun sicherlich nicht mehr vorstellen. Sie ist einfach eine faszinierende Autorin, die in regelmäßigen Abständen Bücher schreibt, die bewegen. Sie ist eine Autorin, deren Motto vielleicht das ist, was am Ende der Nachbemerkungen dieses Buches steht: „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“ Und deshalb sind ihre Themen immer wieder eng mit der Geschichte der Zeit in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden. Und dabei ist es egal, ob sie unter Charlotte Roth, Carmen Lobato oder neu als Lydia Conradi schreibt. Sie finden bei ihr Geschichte hervorragend recherchiert und dann in spannende Unterhaltung verpackt, so dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Wenn Sie bisher noch nichts von ihr gelesen haben, haben Sie noch ganz viel zu entdecken. Ich habe bisher alle Charlotte Roth Bücher und die beiden letzte Carmen Lobato Bücher verschlungen und keine Lesesekunde davon bereut. Stattdessen bin ich klüger aus diesen Büchern hervorgegangen und habe einige Themenzusammenhänge deutlich besser verstanden. Und im Oktober 2017 werde ich dann „Das Haus der Granatäpfel“ lesen, was sie unter dem Namen Lydia Conradi geschrieben hat, und das im Pendo Verlag erscheint. Doch nun zu ihrem ganz aktuellen Roman:

Zum Inhalt muss ich an dieser Stelle eigentlich nichts weiter sagen, als dass der Klappentext etwas banaler daherkommt, als das Buch tatsächlich ist.

Was mich an diesem Buch so fasziniert hat, sind die Personen, die Charlotte Roth geschaffen hat. Die eigentliche Hauptperson ist Nathalie. Und Nathalie ist eine sehr schwierige Frau. Schon als Kind hat sie sich in Rollen hineingeträumt. Und dies hat sie auch als Erwachsene nicht aufgegeben. Sie ist eine Frau, die das Leben liebt. Sie nimmt sich, was sie will. Und sie nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Eigentlich kommt sie sehr egoistisch rüber. Aber trotzdem muss man sie lieben. Und dann gibt es die vier Männer, die genau dies tun. Vier Männer, die ganz unterschiedlich sind:

- Didier, der zweitälteste Sohn des Comte Cadière, der ein ruhiger, besonnener junger Mann ist, und der immer das Beste für jeden Menschen möchte.
- Fabrice, sein 2 Jahre jüngerer Bruder, der das genaue Gegenteil ist. Impulsiv und ohne Nachzudenken lebt er sein Leben.
- Salah, ein Berberjunge, der seine ganz eigene Geschichte hat und als Algerier gar kein Recht auf seine Liebe hat.
- Alwin, ein junger Deutscher, der einfach ein klassisches Beispiel für seine Generation ist. Der Sohn eines preußischen Junkers, dem außer seinem Titel nichts geblieben ist

Dazu kommen noch einige weitere wichtige Personen für die Handlung, die ich hier aber nicht näher vorstellen möchte. Mit diesem Personal schafft es die Autorin die schwierige Geschichte der Franzosen und der Deutschen nach zwei verheerenden Kriegen hervorragend miteinander zu verknüpfen. Sie erzählt, wie es in Deutschland möglich war, dass die Nationalsozialisten so viel Macht bekommen haben. Und sie erzählt, wie blauäugig die Franzosen ihren alten Helden getraut haben. Sie erzählt von dem Leben im besetzten Paris. Und sie erzählt von dem Widerstand der Franzosen. Dabei vermischt sie Fiktion mit wirklich real existierenden Menschen, die in Nebenrollen vorkommen, und denen sie dadurch ein Denkmal setzt.

Ich habe mit dieser Geschichte mitgefiebert. Und ich hatte Angst um die Hauptpersonen. Wer wird es überleben? Wer nicht? Gibt es gute Nationalsozialisten? Und welche Liebe wird bestehen? Ich habe tatsächlich fast einen ganzen Tag im Bett verbracht, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ein großartiges Buch, was ganz viel Geschichte vermittelt. Und das eingepackt in eine herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen drei Menschen. Wenn ich nicht Buchhändlerin wäre, würde ich mich jetzt weiter mit den realen Helden des Buches beschäftigen und Biografien über den Abbé Franz Stock und die beiden Widerstandskämpfer Jean Moulin und Missak Manouchian lesen.

Und noch so ganz nebenbei. Ich finde, dass Charlotte Roth auch sprachlich immer besser wird. In diesem Buch hat sie die Landschaft Südfrankreichs und das Lebensgefühl in Paris in so schöne Worte und Bilder gefasst, dass ich mich wirklich dorthin versetzt gefühlt habe. Das Buch war so intensiv, dass ich teilweise kurze Verschnaufpausen brauchte. Aber dann musste ich doch unbedingt weiterlesen.

Eine große Liebeserklärung an die Stadt Paris und an die Menschen, die während der Besetzung durch die Deutschen nicht aufgegeben haben!

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Ein tolle Frauengeschichte in Zeiten des 2. Weltkrieges. Spannend und unterhaltsam erzählt und einfach zum die-Welt-um-sich-herum-vergessen! Ein tolle Frauengeschichte in Zeiten des 2. Weltkrieges. Spannend und unterhaltsam erzählt und einfach zum die-Welt-um-sich-herum-vergessen!

Xandia Kurz, Thalia-Buchhandlung Ludwigsburg

Wunderbare Recherche verpackt in ein emotionales Drama um Liebe, Hoffnung und Leid während der beiden Weltkriege. Ein Buch, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Wunderbare Recherche verpackt in ein emotionales Drama um Liebe, Hoffnung und Leid während der beiden Weltkriege. Ein Buch, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

„„Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“ “

Melina Nußhag, Thalia-Buchhandlung Marburg

„Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“ - so lautet die Nachbemerkung in Charlotte Roths neustem Roman "Bis wieder ein Tag erwacht".
Ein wunderbarer Roman, der großartig recherchiert ist, in dem viel Liebe zum Detail steckt - und den man nicht aus der Hand legen möchte.
Zwischen den Weltkriegen, zwischen verschiedenen gesellschaftlichen
„Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“ - so lautet die Nachbemerkung in Charlotte Roths neustem Roman "Bis wieder ein Tag erwacht".
Ein wunderbarer Roman, der großartig recherchiert ist, in dem viel Liebe zum Detail steckt - und den man nicht aus der Hand legen möchte.
Zwischen den Weltkriegen, zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten erzählt Charlotte Roth eine Geschichte über mutige Menschen, die versuchen, sich allen Widrigkeiten zu widersetzen. Die versuchen, zwischen Gewalt, Politik und Krieg zu leben - und nicht nur zu überleben.
Ein wichtiges Buch, gerade in unseren Zeiten, in denen offensichtlich vergessen wird, wie schnell aus "Ich mache doch gar nicht mit!" ein "Ich wusste von nichts!" werden kann...

„Kampf um Freiheit und Liebe“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

In ihrem neuen Roman 'Bis wieder ein Tag erwacht' erzählt Charlotte Roth vom Leben und Schicksal zur Zeit der französischen Résistance. Das Besondere an ihrem Roman ist der wunderbare Erzählstil. Scheinbar spielend gelingt es, die damalige Atmosphäre zur Zeit der Résistance lebendig werden zu lassen. Ebenso beeindruckt er aufgrund der In ihrem neuen Roman 'Bis wieder ein Tag erwacht' erzählt Charlotte Roth vom Leben und Schicksal zur Zeit der französischen Résistance. Das Besondere an ihrem Roman ist der wunderbare Erzählstil. Scheinbar spielend gelingt es, die damalige Atmosphäre zur Zeit der Résistance lebendig werden zu lassen. Ebenso beeindruckt er aufgrund der akribischen Recherche und des hohen Maßes an Sachkenntnis. Dennoch fiel mir der Zugang zu diesem Roman schwerer als zu den vorangegangenen Romanen der Autorin, was zum einen an der Vielzahl der Protagonisten gelegen haben mag (weniger wäre hier mehr gewesen) und zum anderen an gewissen Längen.
Freunde von Charlotte Roth mögen dies verzeihen; ich mag hier eventuell ein wenig zu kritisch sein. Wer jedoch noch nie einen ihrer Romane gelesen haben sollte, dem empfehle ich „Als wir unsterblich waren“ - ein wirklich beeindruckender fesselnder Roman.

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Sie verliebt sich unglücklich, er hat nicht den Mut sich zu ihr zu bekennen. Sie geht fort, begegnet einem anderen Mann.Dann beginnt der Krieg. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Sie verliebt sich unglücklich, er hat nicht den Mut sich zu ihr zu bekennen. Sie geht fort, begegnet einem anderen Mann.Dann beginnt der Krieg. Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Liebe, Krieg, Widerstand, Draaaaaamaaaaaatik ohne Ende. Sonst mein Ding, aber diesmal, bei aller Liebe, war mir alles ein bisschen zu viel. Beim nächsten Mal wieder ... Liebe, Krieg, Widerstand, Draaaaaamaaaaaatik ohne Ende. Sonst mein Ding, aber diesmal, bei aller Liebe, war mir alles ein bisschen zu viel. Beim nächsten Mal wieder ...

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
10
2
1
0
0

Bis wieder ein Tag erwacht
von einer Kundin/einem Kunden aus Wetzlar am 11.09.2017

Bis jetzt hat mir alles an dem Buch gefallen, habe es halb geslesen und kann kaum aufhören. Es ist in einem gut lesbaren Erzählstil geschrieben, ab und an schlage ich einige Begriffe des 1. und 2. Weltkrieges nach, sodaß man auch noch aus der Geschichte lernt.

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Jeder muss eine Entscheidung treffen, ganz alleine, seine eigene!
von monerl aus Langen am 20.07.2017

Buch: 5 von 5 Sternen Hörbuch: 4 von 5 Sternen Das letzte Wort ist gesagt, der letzte Ton verklungen und ich sitze da und bin überwältigt von meinen Gefühlen. Ein tolles Buch, ein wirklich sehr, sehr tolles Buch! Doch ich fange jetzt mal am Anfang an... Zu Beginn des Buches kam mir... Buch: 5 von 5 Sternen Hörbuch: 4 von 5 Sternen Das letzte Wort ist gesagt, der letzte Ton verklungen und ich sitze da und bin überwältigt von meinen Gefühlen. Ein tolles Buch, ein wirklich sehr, sehr tolles Buch! Doch ich fange jetzt mal am Anfang an... Zu Beginn des Buches kam mir die Anfangsszene zwischen Nathalie und Alwin befremdlich vor. Wer war dieser Nazi Alwin, der so schroff und abfällig mit der französischen Frau Nathalie sprach, sie hintergehen wollte und sie als Hure bezeichnete? Ich konnte beide nicht greifen, hatte sie nur schemenhaft vorm inneren Auge und war bereit für ihre Geschichte... Für die Geschichte der Kinder, die die Konsequenzen des 1. Weltkrieges erlebten und eine neue Zukunft aufbauen wollten. Für Kinder, die sich noch an die vergangene, schlimme Zeit erinnern konnten, da in jeder Familie die Lücke von fehlenden geliebten Menschen sichtbar war. Wundervoll und berührend erzählt Charlotte Roth vom Leben "der fünf Finger einer Hand" und schlägt den Rahmen von 1918 bis August 1944, als Paris seine Befreiung von den deutschen Besatzern feierte. Die fünf Finger der Hand, wie sie sich damals nannten, Nathalie und Salah, Didier und Fabrice und auch Delphine, alle sie lebten und liebten in Frankreich in einer Zeit, in der Freiheit und Entscheidungen nicht immer selbstbestimmt gefällt werden konnten oder durften. Manch eine Kreuzung und Gabelung, die auf dem Lebensweg eingeschlagen werden musste, führte zu schweren Entscheidungen und ihren Folgen. Auf der anderen Seite, in Deutschland, hat Alwin nur seine Schwester Dörte und seine Mutter. Nachdem sein Vater im 1. Weltkrieg gefallen war, musste er die Rolle des kleinen Vati übernehmen. Eine Rolle, die von diesem kleinen Jungen sehr viel abverlangte, einem kleinen Menschlein, der selbst noch liebe Worte und kindliche Streicheleinheiten gebraucht hätte. Als Leser werden wir in das Leben dieser jungen Menschen gezogen, begleiten sie durch die schrecklichen Geschehnisse, die leider Geschichte geschrieben haben und stehen parat, wenn ihre Wege sich kreuzen. Charlotte Roth schreibt episch, detailliert und sehr bildhaft. Es war ein Genuß und ich wollte immer mehr! Mehr von der Kindheit der agierenden Romanfiguren, mehr von all ihren Erlebnissen, Geheimnissen und Beziehungen. All das erweckte die Autorin zum Leben und machte das Buch unvergesslich. Besonders gelungen empfand ich den Erzählkreis, den die Autorin um die jeweilige Figur, die gerade im Fokus stand, gezogen hatte. Dadurch offenbarte sich der Charakter, und ein weiteres Puzzelteil war bereit, um das Gesamtbild entstehen zu lassen. Puzzelteil, für Puzzelteil setzte sich das Buch vor mir zusammen, bis hin zum Ende, das voller Traurigkeit immer noch überraschen und ein Lächeln aufs Gesicht zaubern konnte. Durch eine außergewöhnliche Erzählkunst und schöne Sprache wird dem Leser die Aussage des Buches immer vor Augen und Ohren geführt: "Nie wieder Faschisten! Nie wieder Faschismus! Es gibt keine netten Nazis!" Gerade in dieser heutigen, seltsamen Zeit, in der sich rechtsradikales Gedankengut versucht wieder einzuschleichen, unterzumischen und zu tarnen, müssen so Bücher wie dieses hier präsent sein, ermahnen und in Erinnerung rufen, dass das, was einmal war, nie mehr wieder geschehen darf! Liebe Charlotte Roth, DANKE dafür! Bewegt bleibe ich zurück, das Ende knüpft an den Anfang an, lässt keine Fragen offen und das Puzzle ist fertig gelegt. Und im Ohr hallt mir immer noch nach: Jeder muss eine Entscheidung treffen, ganz alleine, seine eigene! Fazit: Ein historsischer Roman, der einem das Herz öffnet und darin die Sehnsucht nach Paris pflanzt. Ein Roman, der gekonnt geschichtliche Hintergründe und bekannte Personen mit der Geschichte und den Figuren der Autorin vereint. Ein Buch tiefer Gefühle, von Liebe, Freundschaft und dem streben und sehnen nach Freiheit und Glück. Ein Buch, das nicht vergessen lässt und uns jeden auf den eigenen Prüfstand stellt. Ein absolutes Lesehighlight für dieses Jahr! Zum Hörbuch: Die Sprecherin Elisabeth Günther machte das Buch lebendig, die Charaktere greifbar und es gelang ihr, dass ich mich tief in die Geschichte fallenlassen konnte! Mit ihrer Stimme schaffte sie zu jederzeit eine angemessene Atmosphäre, die das Buch zu einem besonderen Hörgenuss machte. Dennoch habe ich einige Passagen mehrere Male hören müssen, da ich manch einen Zeitsprung während des Hörens nicht gleich erfasst hatte. Zudem hätte ich mir gerne ein paar Sätze markiert, um dann, jetzt im Nachhinein, die eine oder andere Stelle nachlesen zu können. Deshalb gibt es für dieses Buch eine klare Lese- und weniger eine Hörempfehlung.

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Romane von Charlotte Roth, die muss man einfach lesen! Die Autorin entführt den Leser diesmal in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Fünf Freunde wachsen in der Provence auf. Fünf Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Nathalie, das Mädchen, das aus eher einfachen Verhältnissen kommt, lebenshungrig und gierig... Romane von Charlotte Roth, die muss man einfach lesen! Die Autorin entführt den Leser diesmal in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Fünf Freunde wachsen in der Provence auf. Fünf Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Nathalie, das Mädchen, das aus eher einfachen Verhältnissen kommt, lebenshungrig und gierig nach Geschichten, die sie sich selbst ausdenkt. Die Brüder Fabrice und Didier, die im Schloss wohnen. Delphine, die im Sommer immer zu Besuch kommt und schließlich Salah, der Junge aus Algerien, der wie ein Schatten über Nathalie wacht und stets an ihrer Seite ist. Nathalie liebt Didier, doch der kann sie nicht heiraten. Aus Enttäuschung über ihre verlorene Liebe fängt Nathalie in Paris ein neues Leben an. Es ist kein einfaches Leben, doch ein Leben voller Abenteuer. Hier lernt die junge Frau den Deutschen Alwin kennen. Alwin, der wie sein Vater zum Militär gegangen ist. Nach dem Tod des Vaters muss er sich um seine Mutter und seine Schwester Dörte kümmern. Dabei haben sie einst gut behütet auf einem Gut gelebt. Nathalie stürzt sich mit Alwin in das nächste Abenteuer, doch dann bricht der Zweite Weltkrieg aus. Aus Freunden werden Feinde. "Bis wieder ein Tag erwacht" - ich muss zugeben, am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu finden. Das liegt aber mehr an den ganzen französischen Namen und Bezeichnungen, als an der Geschichte selbst. Doch dann, dann kam der Zeitpunkt, da hatte die Geschichte auch mich gepackt. Nathalie - so manches Mal hätte ich sie am liebsten geschüttelt und ihr zugerufen, dass sie sich gefälligst um ihren Sohn kümmern soll anstatt ihren Vergnügungen nachzugehen. Trotzdem habe ich sie verstanden. Nathalie ist eine junge Frau, die das Leben in vollen Zügen genießt. Sie braucht diese gewisse Freiheit, um ihren Lebenshunger zu stillen. Ganz doll ins Herz geschlossen habe ich Alwins Schwester Dörte. Sie hätte ich am liebsten umarmt, sie versteckt, ihr geholfen. Gemocht habe ich alle Personen, jede auf ihre eigene Art und Weise. Es sind Personen, Menschen, so unterschiedlich wie das Leben selbst. Charlotte Roth beschreibt die Lebenslust, aber auch die Angst. Die Angst vor dem Krieg. Wo ist man sicher? Wem darf man noch trauen? Im Hintergrund die ersten, die sich dem Widerstand anschließen. Eine Geschichte, die wie ein Film vor dem eigenen Auge abläuft. Man spürt die Angst. Man hofft mit diesen Menschen im Buch. Was wird aus ihnen werden? Werden sie zum Schluss wieder zueinander finden? Welche Schicksale warten auf sie? "Bis wieder ein Tag erwacht" - 700 Seiten voller Leben, voller Lieber, voller Angst. Unbedingt lesen!

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