Braune Erde

Klassen 8-10

(4)
Der 15-jährige Ben wohnt bei seiner Tante und seinem Onkel in einem Dorf in Mecklenburg: dreiundsechzig Einwohner, achtzehn leer stehende Häuser und ganz viel Langeweile. Dann kommt plötzlich Leben ins Dorf: Zwei Familien ziehen ins alte Gutshaus und richten es her. Sie betreiben ökologische Landwirtschaft, etablieren einen neuen Gemeinschaftssinn und nehmen Ben herzlich bei sich auf.Reinhold, der Anführer der Neuen, nimmt sich viel Zeit für Gespräche über den kritischen Zustand des Landes, die hübsche Freya erwidert Bens Interesse und die Zwillinge Konrad und Gunter darf Ben zu konspirativen Treffen und Schießübungen begleiten. Doch was anfangs nach spannenden Spielchen aussieht, entpuppt sich nach und nach als hochgradig explosiv und zielgerichtet. Zu spät erkennt Ben, dass jeder, der sich dem "nationalen" Gemeinschaftsgefühl in den Weg stellt, um sein Leben bangen muss ...
Portrait
Daniel Höra, geboren in Hannover, wuchs in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand auf. Er machte in seiner Jugend selbst Erfahrungen mit Polizei und Justiz. Nach der Schule arbeitete er am Fließband, war Möbelträger, Altenpfleger, Taxifahrer und TV-Redakteur. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. 2009 erschien sein von der Presse hoch gelobter Jugendroman „Gedisst“, 2011 der dystopische Roman „Das Ende der Welt“
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 13 - 16
Erscheinungsdatum 30.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86760-181-8
Verlag Hase und Igel Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/2,2 cm
Gewicht 278 g
Klassenstufen 7. Klasse, 8. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse
Unterrichtsfächer Deutsch
Schulbuch (Taschenbuch)
6,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Tolles Jugendbuch
von einer Kundin/einem Kunden aus Boddin am 03.07.2013
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich habe das Buch zuerst gelesen, weil wir es in Betracht gezogen haben, es an der Schule als Lektüre einzuführen, aber das Lesen hat mir so oder so sehr viel Spaß gemacht. Die Geschichte ist spannend, absolut nachvollziehbar und einfach toll geschrieben. Es ist kein Buch, das belehren will,... Ich habe das Buch zuerst gelesen, weil wir es in Betracht gezogen haben, es an der Schule als Lektüre einzuführen, aber das Lesen hat mir so oder so sehr viel Spaß gemacht. Die Geschichte ist spannend, absolut nachvollziehbar und einfach toll geschrieben. Es ist kein Buch, das belehren will, sondern das einfach zeigt, wie Neonazis Menschen beeinflussen. Damit halte ich es für ein sehr wichtiges Jugendbuch, das zum Aufklären benutzt werden sollte.

Braune Gefahr
von Bunte Lese Ratte am 18.05.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Falsche Freunde Daniel Höras Jugendroman „Braune Erde“ „Mich kotzte das Leben in Bütenow an. In diesem von der Welt vergessenen Ort lebten nur noch dreiundsechzig Menschen. Achtzehn Häuser waren bewohnt. Einundzwanzig standen leer, weil ihre Bewohner weggezogen waren.“ Seit seine Eltern verunglückten, lebt Benjamin bei seiner Tante und ihrer Familie. Das Leben... Falsche Freunde Daniel Höras Jugendroman „Braune Erde“ „Mich kotzte das Leben in Bütenow an. In diesem von der Welt vergessenen Ort lebten nur noch dreiundsechzig Menschen. Achtzehn Häuser waren bewohnt. Einundzwanzig standen leer, weil ihre Bewohner weggezogen waren.“ Seit seine Eltern verunglückten, lebt Benjamin bei seiner Tante und ihrer Familie. Das Leben in Bütenow, einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, nahe der polnischen Grenze, gefällt ihm überhaupt nicht. Von seiner Tante fühlt er sich nicht akzeptiert, mit seinem Cousin und seiner Cousine kommt er nicht klar. In diesem öden Dorf, in dem die Arbeitslosen fast ausschließlich zu Busfahrern umgeschult werden und hinterher immer noch keine Arbeit finden, kümmert sich auch niemand um das Dorfleben. Doch das ändert sich, als plötzlich sechs Neuankömmlinge nach Bütenow ziehen und das alte Gutshaus wieder herrichten. Schnell freundet sich Benjamin mit Reinhold, Uta und deren Tochter Freya an und unternimmt viel mit den siebzehnjährigen Zwillingen Konrad und Gunther. Bald fühlt sich Benjamin bei den Neuen wohler als zu Hause und wünscht sich, zu ihnen zu gehören. Daran ändert auch das ungewöhnliche Verhalten der Zwillinge nichts: Sie tragen Waffen mit sich herum, schießen auf Hasen und Straßenschilder und befürworten den Krieg. Erst als Konrad und Gunther grundlos einen Klassenkameraden verprügeln, ändert sich langsam Benjamins Einstellung zu seinen vermeintlichen neuen Freunden. Danach dauert es nicht mehr lange, bis er selbst in Gefahr gerät. In dem Jugendroman „Braune Erde“ beschreibt der Autor Daniel Höra, wie Neonazis ein Dorf unterwandern. Dabei verdeutlicht er glaubhaft, wie leicht Menschen sich unter bestimmten Bedingungen von anderen täuschen lassen. Schon nach wenigen Seiten ahnt man, dass es schwer fallen wird, das Buch zur Seite zu legen. Daniel Höra, der in Berlin lebt, gelingt es mit diesem Roman hervorragend, uns die aktuelle Gefahr, die von Neonazis ausgeht, vor Augen zu führen. So liefert das Buch auch nach dem Lesen vieles, worüber nachzudenken sich lohnt. Daniel Höra: Braune Erde Bloomsbury Taschenbuch EUR 8,99

authentisch und dramatisch, regt zum Nachdenken an!
von Manja Teichner aus Krefeld am 14.12.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung: Ben wohnt in einem abgelegenen Dorf irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten Dorfbewohner leben nur noch vor sich hin, es gibt kaum Perspektiven und mach einer zieht sogar weg. Dann taucht plötzlich Reinhold mit seiner Familie im Dorf auf und durch den Kontakt, den die Familie sucht erwacht das Dorf... Meine Meinung: Ben wohnt in einem abgelegenen Dorf irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten Dorfbewohner leben nur noch vor sich hin, es gibt kaum Perspektiven und mach einer zieht sogar weg. Dann taucht plötzlich Reinhold mit seiner Familie im Dorf auf und durch den Kontakt, den die Familie sucht erwacht das Dorf wieder zum Leben. Ben freundet sich ziemlich schnell mit den Kindern er Familie an. Mit der Zeit aber bemerkt Benn die altmodischen Ansichten der Familie und ist irritiert. Den Dorfbewohnern ist das egal, sie akzeptieren die Familie so wie sie ist. Ben aber begreift letztlich, dass es eine Nazi-Familie ist, die für ihre rechtsradikalen Ansichten auch vor Gewalt nicht zurückschreckt … „Braune Erde“ ist der neueste Jugendroman des Autors Daniel Höra. Weitere Werke des Autors sind beispielsweise „Gedisst“ und „Das Ende der Welt“. Ich kannte vor diesem Buch kein Buch von ihm. Ben ist 15 Jahre alt und sowas wie der tragische Held der Geschichte. Er hat seine Eltern bei einem Autounfall verloren und wohnt nun bei seiner Tante und seinem Onkel. Zu beiden hat er aber kein gutes Verhältnis. Ben ist intelligent und liest viel und gerne. Er wird so auch als Sonderling bezeichnet. Reinhold und seine Familie sind für Ben quasi seine Ersatzfamilie. Uta und Reinhold sind für Ben da und hören ihm zu. Freya, die Tochter, verliebt sich in Ben und ei Zwillinge Gunter und Konrad werden Bens „Kameraden“. Reinhold versucht Ben mittels rechtsextremen Gedankenguts zu begeistern und da Ben in ihm einen Vaterersatz sieht und gerne liest, klappt dies sogar. Aber auch die Zwillinge machen keinen Hehl aus ihre rechten Gesinnung, sie werfen mit rechtsextremen Parolen nur so um sich. Und sie fahren mit Ben sogar auf eine Demonstration von Rechtsradikalen. Der Gegner der Familie ist der Künstler Georg, mit dem Ben auch befreundet ist. Nach der Wintersonnenwendfeier bei der rechte Jugendliche Bücher verbrennen verbreitet Georg in der örtlichen Presse Kommentare über die Gleichgültigkeit der Dorfbewohner gegenüber der Familie. Doch diese lässt das nicht auf sich sitzen und holt zum Gegenschlag aus. Daniel Höra greift in seinem Roman eine aktuelle Thematik auf. Klar nachvollziehbar und glaubwürdig schildert er wie Menschen manipuliert werden können. Dies geschieht ganz gezielt und baut sich langsam auf. Doch je weiter man im Roman vorankommt, desto drastischer werden die Mittel der Familie. Es ist wirklich erschreckend zu lesen wie Menschen beeinflusst werden können. Der Leser wird durch die dramatische Handlung gefesselt und ins Geschehen gezogen. Das Ende baut sich langsam auf und ist dann umso packender erzählt. Die nicht ernst genommene Gefahr gerät vollkommen außer Kontrolle. Fazit: „Braune Erde“ von Daniel Höra ist ein Jugendroman der erschüttert und bedrückt. Authentisch und dramatisch schildert der Autor von einer Gefahr die aktueller ist als zuvor und die unterschätzt wird. Ein Buch das zum Nachdenken anregt.


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