Brief an mein Leben

Erfahrungen mit einem Burnout

(6)
Das ehrliche, persönliche Protokoll einer Burnout-Krise und ihrer Überwindung

«Ich war fünfzehn Jahre um die Welt gereist, hatte gearbeitet, geredet, geschrieben, akquiriert, repräsentiert, bis der Arzt kam. Im Wortsinne. Ich habe keine Grenzen gesetzt, mir selbst nicht und auch nicht meiner Umwelt, die zuweilen viel verlangt, mich ausgesaugt hat wie ein Blutegel seinen Wirt. Und das meiste von dem, was ich gemacht habe, hat mir tatsächlich Freude gemacht … Aber ich habe in alldem nicht die aristotelische Mitte finden können zwischen dem ‹Zuviel› und dem ‹Zuwenig›. Nun war ich plötzlich stillgelegt, wiederum im Wortsinne …»
Portrait
Miriam Meckel, geboren 1967, studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft, Jura und Sinologie und promovierte über das europäische Fernsehen. Sie war Regierungssprecherin des Ministerpräsidenten von Nordrhein- Westfalen, später Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien. Seit 2005 ist sie Professorin an der Universität St. Gallen. 2007 erschien ihr Buch Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle; 2010 folgte Brief an mein Leben. Erfahrungen mit einem Burnout und wurde zum Bestseller.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 223
Erscheinungsdatum 02.05.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-62701-9
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,8/12,5/1,7 cm
Gewicht 202 g
Auflage 8
Verkaufsrang 8.767
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„Sehr persönlicher Erfahrungsbericht“

Rosemarie Röhrig, Thalia-Buchhandlung Hürth

Während eines 2- tägigen "medizinischen Stubenarrestes" soll Miriam Meckel auf ihrem Zimmer bleiben, keine Gespräche mit anderen führen, nicht lesen, nicht fernsehen, keine Musik hören.
Handy und Laptop bleiben ausgeschaltet.
Sie ist ganz mit sich allein!
Man erfährt, wie es zu ihrem Burnout kam, welche Übungen in der Klinik gemacht werden und die Schicksale anderer Patienten.
Sehr beeindruckend sind die Beschreibungen ihres beruflichen Lebens; besonders im Kapitel "Pflegeleicht", sowie die "Inseln in mir",in der sie vom Tod der Mutter und ihrer Unfähigkeit zu trauern erzählt.

Viele Situationen, wie zum Beispiel die Schilderung der heutigen Arbeitswelt, kann man auch selbst gut nachvollziehen.
Während eines 2- tägigen "medizinischen Stubenarrestes" soll Miriam Meckel auf ihrem Zimmer bleiben, keine Gespräche mit anderen führen, nicht lesen, nicht fernsehen, keine Musik hören.
Handy und Laptop bleiben ausgeschaltet.
Sie ist ganz mit sich allein!
Man erfährt, wie es zu ihrem Burnout kam, welche Übungen in der Klinik gemacht werden und die Schicksale anderer Patienten.
Sehr beeindruckend sind die Beschreibungen ihres beruflichen Lebens; besonders im Kapitel "Pflegeleicht", sowie die "Inseln in mir",in der sie vom Tod der Mutter und ihrer Unfähigkeit zu trauern erzählt.

Viele Situationen, wie zum Beispiel die Schilderung der heutigen Arbeitswelt, kann man auch selbst gut nachvollziehen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
3
2
1
0
0

Gut und schlecht
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 22.12.2015

Das Buch von Miriam Meckel war mein erstes Buch seitdem mein Burnout diagnostiziert wurde. Ein Bekannter hatte es mir empfohlen. Somit ging ich ohne Erwartung ans Lesen. Dass Burnout keine medizinische Diagnose, sondern eine umgangssprachliche Beschreibung einer Depression ist, die mit dem Job zu tun hat, sollte man hier wissen. Miriam... Das Buch von Miriam Meckel war mein erstes Buch seitdem mein Burnout diagnostiziert wurde. Ein Bekannter hatte es mir empfohlen. Somit ging ich ohne Erwartung ans Lesen. Dass Burnout keine medizinische Diagnose, sondern eine umgangssprachliche Beschreibung einer Depression ist, die mit dem Job zu tun hat, sollte man hier wissen. Miriam Meckel zeigt stellenweise sehr anschaulich auf, was zu ihrer Depression gehörte. Sie hat des öfteren meine Erfahrungen geteilt. ZB. dass viele Menschen sehr seltsam reagieren, wenn sie von der Diagnose des anderen hören. ZB. dass man beim Spazierengehen nichts mehr will als alleine, abgetrennt von den Menschen, in der Natur zu sein. Solche Dinge zeigen mir, dass ich nicht allein bin mit dieser Krankheit. Frau Meckel beschreibt ihr vorheriges Leben und den Aufenthalt in der Klinik. Oftmals haben die Schilderung von Mitpatienten keinen Bezug zu ihrer Krankheit und sind deshalb wohl eher der Auflage geschuldet. Es gibt aber auch tief beeindruckende Stellen: Als sie vom Tod ihrer Mutter schreibt und somit auf eine der Ursachen ihrer Depression kommt. Dies bleibt haften, sie beschreibt diese Tage nicht in ihrer sonst so toughen Art, sondern weich und verletzlich. Solche Stellen machen das Buch wertvoll. Am Ende scheint jedoch die Zeit ausgegangen zu sein. Der Burnout ist offensichtlich mit dem Verlassen der Klinik beendet. Jeder der so etwas kennt, schüttelt hier nur den Kopf. Und hiermit bleibt ein fader letzter Eindruck zurück.

Sehr gut!
von einer Kundin/einem Kunden aus friedburg am 13.12.2015

Als ich eine Doku mit Frau Meckel sah, worin sie über ihre burnout Erfahrung sprach, kaufte ich mir das Buch. Das Buch ist gut und verständlich geschrieben. Ein Thema, das uns alle angeht.

Interessant zu lesen
von CW aus Grimma am 07.09.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Miriam Meckel ist eine studierte Kommunikationsexpertin und Professorin an der Universität St. Gallen. Nach einem Burnout beschreibt sie in diesem Buch ihren Aufenthalt in einer Klinik im Allgäu bzw. eigentlich "nur" einen 48Stunden währenden "medizinischen Stubenarrest", bei dem Sie die genannte Zeit auf ihrem Zimmer bleiben soll, ohne Fernsehen,... Miriam Meckel ist eine studierte Kommunikationsexpertin und Professorin an der Universität St. Gallen. Nach einem Burnout beschreibt sie in diesem Buch ihren Aufenthalt in einer Klinik im Allgäu bzw. eigentlich "nur" einen 48Stunden währenden "medizinischen Stubenarrest", bei dem Sie die genannte Zeit auf ihrem Zimmer bleiben soll, ohne Fernsehen, PC, Bücher, Telefon etc. auch mit Mitpatienten soll sie nicht sprechen. Was sie allerdings darf ist Schréiben, und so schreibt sie sich ihre Gedanken von der Seele: Das ist durchaus aufrührend und erschütternd. Sie erzählt von ihrem sehr auf den Beruf zugeschnittenen Frauenleben, dem Tod ihrer Mutter sowie den von zwei Freunden, die Selbstmord begangen haben, den Mitpatienten, Ihrer Wohnung, ihren Hobbies, Gedanken und Gefühlen... Sehr offen und mit dem rhetorischen Geschick einer Profi-Kommunikatorin hat Frau Meckel ein interessantes und lesenswertes Buch geschrieben, das überhaupt keine Längen hat und das ich an einem verregneten Sonntag komplett durchgelesen habe. Im Gegensatz zu dem Versprechen auf dem Cover geht es natürlich nicht um ein Wundermittel gegen Burnout, das jetzt jedem anderen Betroffenen helfen kann und wird, sondern um eine offene Aussprache über das Leben einer 42 Jahre alten sehr erfolgreichen, aber auch sehr berufsorientierten (von Mann und Kindern ist nirgends die Rede) Frau, die dem Leser sehr sympathisch wird. Ich habe das Buch gern gelesen.