Candide

Mit e. Nachw. v. Harald Weinrich

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»Wenn dies die beste aller möglichen Welten ist, wie sind dann bloß die anderen?«
Mit viel Witz und Ironie entlarvt der französische Philosoph Voltaire (1694 - 1778) in diesem Klassiker der Aufklärung jedes Paradies auf Erden als Illusion. Ein phantastisches Lehrstück über die Grausamkeiten der Welt und die einfachen Wege zum Glück. In Voltaires scharfsinniger Satire werden Utopien, Heilslehren und jedes Paradies auf Erden als Illusionen entlarvt. Das Buch wurde nach Erscheinen 1759 in Genf öffentlich verbrannt und vom Vatikan auf den Index gesetzt. Mit einem Nachwort von Harald Weinrich.

Portrait

Voltaire (eig. François-Marie Arouet), 1694 in Paris geboren, besuchte dort das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und fand nach Abschluß seines Studiums bald Zugang zu aristokratischen freidenkerischen Kreisen. 1717 brachte ihm eine Satire auf Ludwig XIV. ein Jahr Haft in der Bastille ein. Später mußte er seines Freidenkertums und seiner aufklärerischen Schriften wegen mehrfach Paris verlassen. In England und auf dem Schloß einer Freundin in der Champagne fand er Asyl. 1750 folgte er einer Einladung an den Hof Friedrich des Großen, wurde aber drei Jahre später in Ungnade wieder entlassen. Er starb 1778 in Paris.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.11.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-34252-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 18/11,3/1,1 cm
Gewicht 148 g
Originaltitel Candide, ou L'optimisme
Übersetzer Ilse Lehmann
Verkaufsrang 68.573
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Schöne Geschichte!
von Zitronenblau am 01.04.2008

Die Ironie und der Sarkasmus, mit denen Voltaire arbeitet, um seinen Protagonisten durch eine eigentlich doch recht entsetzliche Handlung zu führen, dienten nicht etwa nur einer Euphemisierung einer pseudo-optimistischen Welt, in der das Böse regiert, sondern vor allem folgenden genialen Zweck: Eine narrative Antwort auf Leibniz' systemphilosophisch hergeleitetes Postulat... Die Ironie und der Sarkasmus, mit denen Voltaire arbeitet, um seinen Protagonisten durch eine eigentlich doch recht entsetzliche Handlung zu führen, dienten nicht etwa nur einer Euphemisierung einer pseudo-optimistischen Welt, in der das Böse regiert, sondern vor allem folgenden genialen Zweck: Eine narrative Antwort auf Leibniz' systemphilosophisch hergeleitetes Postulat eines metaphysischen Optimismus, dass demnach vom formalen Rahmen her entgegensteht und inhaltlich alle möglichen Aussagen macht, um diese "schönste aller Welten" zu relativieren. Candide muss gelesen werden, nicht nur als philosophisch-pamphletartige Polemik gegen Leibniz' These, sondern als Satireroman, der zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen soll. Daher sehr empfehlenswert!

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