Claraboia oder Wo das Licht einfällt

Roman

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Ein früher Morgen im Lissabon der 1950er Jahre. In einem Mietshaus nahe am Fluss erwacht das Leben. Der Schuster Silvestre öffnet seine Werkstatt, Isaura, die ihre Wohnung mit drei anderen Frauen teilt, setzt sich an die Nähmaschine. Justina plagt sich mit ihrem nörgelnden Mann herum. Dona Lídia, die als Geliebte eines reichen Fabrikanten als Einzige keine finanziellen Sorgen hat, raucht ihre erste Zigarette … Die Atmosphäre ist geprägt von Armut, Melancholie und Stillstand. Erst als Silvestre einen Untermieter aufnimmt, kommt frischer Wind in die Hausgemeinschaft – mit ungeahnten Folgen.

Portrait
José Saramago, geboren am 16. November 1922 in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo, entstammt einer Landarbeiterfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitete er als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist bei verschiedenen Lissabonner Tageszeitungen. Ab 1966 widmete er sich verstärkt der Schriftstellerei. Während der Salazar- Diktatur gehörte er zur Opposition. Der Romancier, Erzähler, Lyriker, Dramatiker und Essayist erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 18. Juni 2010 auf Lanzarote.
Karin von Schweder-Schreiner, geb. 1943 in Posen, hat in Mainz und in Lissabon studiert und mehrere Jahre in Brasilien gelebt. Sie erhielt zahlreiche Übersetzerpreise und übersetzte u.a. Jorge Amado, Chico Buarque, Rubem Fonseca, Luiz Alfredo Garcia-Roza, Lídia Jorge.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 08.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74654-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,6/3 cm
Gewicht 326 g
Originaltitel Claraboia
Übersetzer Karin Schweder-Schreiner
Verkaufsrang 39.194
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„Traurig und dennoch wunderschön“

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Da mich mit Lissabon eine ganz große Liebe verbindet gehört Saramago praktisch für mich zur Pflichtlektüre. Eine wunderbare kleine Welt hat er hier in einem seiner frühen Werke geschaffen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Wie eine allzu neugierige Hausmeisterin bin ich in die Schicksale der Hausbewohner eingetaucht. Es sind die kleinen präzisen Beschreibungen jeder einzelnen Figur und ihrer Gefühle die dieses Buch so großartig machen. Ein nicht immer leichtes aber ganz besonderes Lesevergnügen für alle die Spaß an gehobener Literatur und Sprache haben .

Da mich mit Lissabon eine ganz große Liebe verbindet gehört Saramago praktisch für mich zur Pflichtlektüre. Eine wunderbare kleine Welt hat er hier in einem seiner frühen Werke geschaffen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Wie eine allzu neugierige Hausmeisterin bin ich in die Schicksale der Hausbewohner eingetaucht. Es sind die kleinen präzisen Beschreibungen jeder einzelnen Figur und ihrer Gefühle die dieses Buch so großartig machen. Ein nicht immer leichtes aber ganz besonderes Lesevergnügen für alle die Spaß an gehobener Literatur und Sprache haben .

Kundenbewertungen

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Alltagstristesse als Lebensprinzip
von Uli Geißler aus Fürth am 18.05.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Voreingenommen durch die Meisterwerke des Autors las ich das verschollen geglaubte und nun veröffentlichte Frühwerk mit Interesse und gefestigter Position gegenüber dem Autor, immerhin Literaturnobelpreisträger. Schnell wird man Nachbar und Beobachtender des Lissabonner Lebensalltags zur Zeit der bis 1974 andauernden Diktatur des Antonio de Oliveira Salazar und kämpft gedanklich... Voreingenommen durch die Meisterwerke des Autors las ich das verschollen geglaubte und nun veröffentlichte Frühwerk mit Interesse und gefestigter Position gegenüber dem Autor, immerhin Literaturnobelpreisträger. Schnell wird man Nachbar und Beobachtender des Lissabonner Lebensalltags zur Zeit der bis 1974 andauernden Diktatur des Antonio de Oliveira Salazar und kämpft gedanklich mit ums schöne Überleben der Protagonistinnen und Protagonisten. Der Fado des Lebens ist allgegenwärtig und die Frage nach dem je individuellen Glück der so Lebensnah beschriebenen Charaktere und Personen im als Handlungsort gewählten Mietshaus bestimmen jede Zeile des Romans. Durchsetzt von den Sehnsüchten nach Liebe, Frieden, Lebensqualität erzählt der junge Saramago von den Hoffnungen des Schusters mit seinem kleinen Laden, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit Näharbeiten ihren kargen Lebensunterhalt verdienenden Frauen-Zweck-Wohngemeinschaft, den Liebeschancen der ungewollt korrumpierten Dona Lídia oder der Not einer vom Leben und von der Liebe enttäuschten Justina. Melancholie und Neid bestimmen das Geschriebene. Claraboia ist ein starkes Buch, welches das eigene – offensichtlich - bessere Leben als Gegenüber aufkeimen und dieses Gefühl der Stärke die Not der gewesenen Existenzen leichter ertragen lässt. Im Kontext der schon bekannten Saramago-Texte ist das Buch ein posthumer Nachweis entstehender literarischer Qualität. Als zuerst erschienenes Werk wären die Erwartungen an folgende Romane extrem hoch gewesen und es bleibt freilich unbeantwortet, ob der Autor diesem frühen Druck dann Stand gehalten hätte. Heute ist klar: er hat! (c) 5/2013, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.