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Couchsurfing in Russland

Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde

(8)

Das erste Russland-Buch ohne Bären und Balalaikas!

Was ist Propaganda, was ist echt? Über keinen Teil der Erde ist die Informationslage verwirrender als über Russland. Da hilft nur: hinfahren und sich sein eigenes Bild machen. Zehn Wochen lang sucht Bestsellerautor Stephan Orth zwischen Moskau und Wladiwostok nach kleinen und großen Wahrheiten. Und entdeckt auf seiner Reise von Couch zu Couch ein Land, in dem sich hinter einer schroffen Fassade unendliche Herzlichkeit verbirgt.

»Stephan Orth versteht es hervorragend, Land und Leute für den Leser lebendig werden zu lassen.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Eine Diamantenmine in Jakutien, eine Datscha mitten in der Großstadt, das Dorf einer Weltuntergangssekte in Sibirien: Es sind Orte wie diese, an denen Stephan Orth nach dem wahren Russland sucht. Zwischen Moskau und Grosny, zwischen Sankt Petersburg und Wladiwostok lebt er zu Hause bei Einheimischen, diskutiert mit ihnen über Politik, Propaganda und Pelmeni und lässt sich von ihnen ihre Welt zeigen.

Dabei trifft er nicht nur Putin-Versteher, Wodkatrinker und Waffennarren, sondern auch herzliche Musiker, einen intellektuellen Pedanten und die schönste Frau des Landes. Er erfährt, was Pfannkuchen mit dem Gefühlsleben der Russen zu tun haben, wie grüne Männchen auf der Krim landeten – und entdeckt sogar das Geheimversteck der sagenumwobenen russischen Seele. Von Gastgeber zu Gastgeber ergibt sich ein persönliches Bild dieses riesigen Landes, das derzeit ein zweifelhaftes Comeback auf der weltpolitischen Bühne feiert. Und gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst ist.

Rezension
"Über all das schreibt der ehemalige 'Spiegel'-Redakteur Orth witzig geschliffen und dokumentiert mit Fotos die Authentizität seiner Begegnungen. Ein unterhaltsamer Einblick in ein hierzulande wenig bekanntes Land.", Berner Zeitung, 07.10.2017
Portrait
Stephan Orth, Jahrgang 1979, studierte Anglistik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Journalismus. Von 2008 bis 2016 arbeitete er als Redakteur im Reiseressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er sich als Autor selbstständig machte. Für seine Reportagen wurde Orth mehrfach mit dem Columbus-Preis ausgezeichnet. Er ist Autor des Nr.1-Bestsellers »Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt«. Bei Malik erschienen seine Bücher »Opas Eisberg« und »Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossene Türen«, das Platz 4 der SPIEGEL-Bestsellerliste erreichte und dort mehr als 70 Wochen lang vertreten war. Seit März 2017 ist der Nachfolger »Couchsurfing in Russland« erhältlich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 20.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89029-475-9
Verlag MALIK
Maße (L/B/H) 216/134/34 mm
Gewicht 438
Abbildungen mit 24 Seiten Farbbildteil und einer Karte
Verkaufsrang 1.196
Buch (Paperback)
16,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Russland ohne Stereotypen“

Maren Höll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Wer hätte gedacht, das der wiedergeboren Christus in Russland eine Gemeinde um sich versammelt hat? Ich auf jeden Fall nicht. Das und noch vieles andere erzählt Orth von seiner Reise durch die ehemaligen Sowjet-Republiken, jenseits von Stereotypen. Einzelne Geschichten, perfekt geeignet um immer Mal wieder hineinzuhören. Meine Bild Wer hätte gedacht, das der wiedergeboren Christus in Russland eine Gemeinde um sich versammelt hat? Ich auf jeden Fall nicht. Das und noch vieles andere erzählt Orth von seiner Reise durch die ehemaligen Sowjet-Republiken, jenseits von Stereotypen. Einzelne Geschichten, perfekt geeignet um immer Mal wieder hineinzuhören. Meine Bild von Rußland hat sich verändert.

Kundenbewertungen


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Von Couch zu Couch durch Russland
von Sabrina aus Amstetten am 17.08.2017

In 10 Wochen legt Stephan Orth über 21.000 km in Russland zurück. Von Moskau bis Wladiwostok surft er von einer Couch zur nächsten. Stephan Orth ist auf der Suche nach dem wahren Russland. “Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde“ macht Lust sich sofort in den Flieger... In 10 Wochen legt Stephan Orth über 21.000 km in Russland zurück. Von Moskau bis Wladiwostok surft er von einer Couch zur nächsten. Stephan Orth ist auf der Suche nach dem wahren Russland. “Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde“ macht Lust sich sofort in den Flieger zu setzen und sich ein eigenes Bild von diesem riesigen Land zu machen. Die Informationslage bezüglich Russland ist oftmals sehr verwirrend. Lediglich Bruchstücke gelangen bis zu uns nach Mitteleuropa. Doch wie das Leben in Russland wirklich ist, erschließt sich daraus nicht. Besonders gut hat mir Stephans Reise nach Grosny, der Hauptstadt von Tschetschenien, gefallen. Seit 2009 ist der Krieg in Tschetschenien bereits vorbei. Die Spuren davon sind noch allgegenwärtig. Informationen über Tschetschenien sind in Medien spärlich gesät und meist negativ behaftet. Dabei gibt es dort viel Schönes zu sehen und der Tourismus ist den meisten Menschen willkommen. Schnell stellt Stephan Orth fest, dass Russland viel mehr als wodkatrinkende Waffennarren zu bieten hat. So trifft er auf eine Weltuntergangs Sekte die gänzlich abgeschieden lebt und Verbindungen zu der “Welt“ auf ein Minimum reduziert. Er berichtet von grünen Männchen auf der Krimi und trifft die schönste Frau des Landes. “Couchsurfing in Russland“ besticht durch einen informativen und gleichzeitig unterhaltsamen Schreibstil. Der Leser erhält intensive Einblicke abseits der alltäglichen Propaganda in das größte Land der Erde. Eine Landkarte zu Beginn jedes Kapitels ist hilfreich, um den Überblick nicht zu verlieren. Neben Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und des Landes an sich, legt Stephan Orth wert darauf ein Bild seiner Gastgeber zu zeichnen. Dabei hatte er das Glück nur zu netten, wenn auch teilweise etwas skurrilen, Menschen zu kommen. Dies kann eine sehr gründliche Auswahl seiner Couchsurfing-Partner bedeuten, oder aber dass die Russen viel viel netter sind als in unserer klischeehaften Vorstellung. “Couchsurfing in Russland“ zeichnet ein Bild, das sehr authentisch wirkt. Ich hatte sofort Lust den nächsten Flieger nach Moskau, Sankt Petersburg oder Grosny zu nehmen. Denn wie Stefan Ort richtig bemerkt, können Vorurteile und Klischees am besten vor Ort überprüft und richtig gestellt werden. “Couchsurfing in Russland“ macht Lust darauf dieses riesige Land auf eigene Faust zu erkunden. Der Piper Verlag und NetGalley haben mir das ebook zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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Diese Lektüre kann man nur empfehlen
von Jennifer aus Stadtroda am 10.08.2017

Stephan Orth ist ein Abenteurer, ja, Weltenbummler, der es liebt, als gefährlich eingestufte Länder zu bereisen. Dabei liegt sein Fokus auf den Menschen und nicht auf den großen Sehenswürdigkeiten. Denn um ein Land richtig zu kennen, sollte man sich seine Bewohner anschauen. Gesagt, getan. So reist der Reisereporter und... Stephan Orth ist ein Abenteurer, ja, Weltenbummler, der es liebt, als gefährlich eingestufte Länder zu bereisen. Dabei liegt sein Fokus auf den Menschen und nicht auf den großen Sehenswürdigkeiten. Denn um ein Land richtig zu kennen, sollte man sich seine Bewohner anschauen. Gesagt, getan. So reist der Reisereporter und Buchautor Orth im Spätsommer 2016 nach Russland. Keine einfache Mission, denkt man nur an den anhaltenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Aber Orth ist zuversichtlich und hat sich ein ganz besonders Ziel gesetzt. Er will in 10 Wochen das größte Land Asiens einmal von West nach Ost zu bereisen und dabei Stätten mit "Anti-Ästhetik" aufzusuchen, die jenseits der bekannten Touristenpfade liegen. Hierfür nächtigt der unkomplizierte Zeitgenosse bei insgesamt 24 fremden Gastgebern auf der Couch. Denn Couchsurfing ist seine Passion und der eindeutig beste Weg, um die russische Seele aufzuspüren. Ob Moskau, Wladiwostok, Grosny, Simferopol oder St. Petersburg, für Orths Entdeckergeist gibt es keine Grenzen. Dabei stört es nicht, dass er spontan vom Auto aufs Pferd oder ins Flugzeug wechseln muss. Die Menschen, die er auf seiner Entdeckungsreise kennenlernt, sind allesamt interessante, z. T. recht spleenige Typen mit spannenden Lebensläufen und Ansichten. Fakt ist - hier kann der Russlandlaie noch einiges dazulernen. Auch Präsident Wladimir Putin und dessen Macht bzw. Einfluss wird allseitig betrachtet. Das Schöne hierbei ist, dass Orth nicht in Schubladendenken verfällt, sondern den subjektiven Einschätzungen der Einheimischen Raum gibt und auch einmal die tendenziöse Berichterstattung der öffentlichen-rechtlichen Fernsehanstalten über Russland hinterfragt. Der dabei verwendete informative wie unterhaltsame Erzählstil, der sehr leichtfüßig daherkommt, macht Laune und befeuert die Lektüre. Mich haben besonders die Beschreibungen der mondänen U-Bahn-Stationen, Blumenautomaten im Moskauer Flughafen sowie der Wissarion-Jünger in Sibirien überrascht. FAZIT Ein spannender Reisebericht über Russland und seine Menschen. Hier kann der Leser einiges dazulernen und sich weiterbilden. Absolute Leseempfehlung! C??c???, Stephan Orth.

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Für jeden, der Russland besser verstehen will
von einer Kundin/einem Kunden aus Offenbach am 07.08.2017

Inhalt: "Über kein Land der Erde ist die Informationslage derzeit verwirrender. Für mich heißt das: Es gibt kein Reiseziel, dessen Besuch gerade jetzt dringlicher erscheint." Er macht sich auf, von Moskau runter nach Tschetschenien im Kaukasus, weiter nach Wolograd, dem früherem Stalingrad. Er fliegt auf die Krim, nach St. Petersburg und... Inhalt: "Über kein Land der Erde ist die Informationslage derzeit verwirrender. Für mich heißt das: Es gibt kein Reiseziel, dessen Besuch gerade jetzt dringlicher erscheint." Er macht sich auf, von Moskau runter nach Tschetschenien im Kaukasus, weiter nach Wolograd, dem früherem Stalingrad. Er fliegt auf die Krim, nach St. Petersburg und von da weiter nach Jekaterinburg im Ural. Die Stadt Jelzins liegt mehr als 1400 km östlich von Moskau. Geographisch gesehen endet Europa 40 km vor Jekaterinburg. Es geht mit Auto und Bahn weiter Richtung Osten. In Scharowsk lebt der wiedergeborene Jesus. Das behauptet jedenfalls der Sektenführer der Sonnenstadt. "In Tibet umrunden Pilger 108-mal den Kailash, in Japan läuft man auf der Insel Shikoku zu 88 Tempeln, In Europa stapft man mit der Jakobsmuschel am Rucksack nach Santiago de Comostela. In Sibirien nehme ich den Zug 097C bis Krasnojarsk (neun Stunden, 42 Minuten), anschließend Bus 210 nach Tscheremschanka (zwei Stunden). Von dort sind es noch zwanzig Kilometer mit dem Auto nach Scharowsk, wo mein nächster Gastgeber wohnt. Von ihm aus will ich die fehlenden neunzehn Kilometer zur "Sonnenstadt" zu Fuß zurücklegen. Hat ja niemand behauptet, der Weg der Erleuchtung sei einfach." Vorbei am Balkansee, hoch nach Jakutsk, wo Putin jedem 1 Hektar Land schenkt, wenn er es nachweißlich bewirtschaftet. In Mirny, wo Diamanten gefördert werden, gibt es einen gigantischen Krater, den die Einheimischen selbst den Spitznamen "Das Arschloch der Welt" gegeben haben. Seine Reise endet in Wladiwostok, Nahe China und Nordkorea. Meine Meinung: Wie auch schon mit seinem ersten Buch "Couchsurfing im Iran" erzählt Stephan Orth kurzweilig von Land und Leuten. Er nimmt uns mit in ein Land, das wir nicht verstehen und wo wir auch unsere eigenen Presse nicht mehr trauen können, dass sie auch objektiv schreibt. Er fragt nach, warum 56 % der Russen den Untergang der UdSSR bedauern und warum Putin so beliebt ist. Er lässt sich erzählen, warum die Krimtataren im Referendum für Russland gestimmt haben und will wissen, was für Vor- und Nachteile es nun hat. "Viele Russen verstehen nicht, warum die Krim-Übernahme international für so viel Aufregung sorgte. Schließlich habe es doch ein Referendum gegeben, bei dem die Mehrheit für einen Anschluss an Russland war. Tatsächlich kamen in deutschen Medienberichten manche Details zu kurz, zum Beispiel die Ängste, die nach der Absetzung des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch im Februar 2014 aufkamen. Als die Majadan-Protestierenden ihren Erfolg feierten, befürchteten viele, dass dies der Anfang einer extrem antirussischen Politik sei." Ein Russe ist nicht gleich ein Russe, erfahre ich. Da gibt es die slawisch-aussehenden Russen, die Tschechenen, die unter Moskau echt gelitten haben und jene, die weit im Osten leben. Da hat man es mancherorts nicht so gerne, wenn eine russische Frau zu sehr asiatisch aussieht. Natürlich ist nichts schwarz oder weiß, schon gar nicht in dem riesigen Russland. Vorurteile gibt es hier wie dort. Aber Stephan Orth schafft es, mich über meinen Tellerrand hinaus blicken zu lassen und so manches verstehe ich nun besser. Auch werde ich wieder erinnert, dass man die Geschichte eines Landes nicht vergessen darf, um das Land verstehen zu können. Ein Zitat noch, was ich ganz witzig fand und welches deutlich macht, wie unterschiedlich die Denkweisen sind. Ein Gastgeber erzählt: "Aber eine Sache war lustig: Die Eltern der Deutschen hatten panische Angst, als sie ihnen mitteilte, dass sie nach Russland reisen will. Die Leute haben echt komische Vorstellungen, weil sie Russland nur aus dem Fernsehen kennen." "Manche Russen haben auch komische Vorstellungen von Europa, weil sie es nur aus dem Fernsehen kennen", sage ich. "Mal ehrlich, wenn du die Wahl hättest, von wem sollte Europa lieber erobert werden, von Russland oder von den radikalen Muslimen?" "Ich würde es vorziehen, überhaupt nicht erobert zu werden." "In Russland leben ganz verschiedene Menschen und Kulturen zusammen, man respektiert sich. Es gibt keinen Grund, vor solch einem Land Angst zu haben." "Wie weit sind denn die Europ-Eroberungspläne?" "Ach Quatsch, war doch nur so ein Gedanke." Ein sehr interessantes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der Russland besser verstehen will.

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