Darina, die Süße

Roman. Mit einem Nachwort von Andrej Kurkow

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"Im Schicksal Darinas und ihrer Familie spiegelt sich das Schicksal des ganzen Landes." (Die Presse, Gerhard Zeillinger) - aktueller denn je ist Maria Matios' Roman rund um ein berührendes Frauenschicksal. Sie erzählt darin vom Leben der Außenseiterin Darina in einem kleinen Dorf in der ukrainischen Bukowina; ein Leben, das untrennbar mit der bewegten Geschichte des Landes im 20. Jahrhundert verbunden ist.
Mit unverfälschter Hingabe zeichnet Matios die Identitätssuche der Ukraine nach, macht die sprachlichen Trennlinien innerhalb des Landes sichtbar und nicht zuletzt die Sehnsucht der Menschen nach einem friedlichen Leben inmitten der historischen Umwälzungen.

Rezension
"Ein Roman mit großer emotionaler Kraft, in dem die Geschichte einer Familie die bewegte Geschichte der Bukowina im 20. Jahrhundert in sich trägt. So viel Liebe und Talent hat Maria Matios investiert, dass ihre Darina den Leser weit über die Lektüre hinaus begleitet." Andrej Kurkow "Im Schicksal Darinas und ihrer Familie spiegelt sich das Schicksal des ganzen Landes." Die Presse, Gerhard Zeillinger "ein realistisches Bild eines unbekannten Landes" Die Furche, Erich Klein "Eine herzzerreißende Geschichte, die ich mit angehaltenem Atem gelesen habe." hr2 Kultur, Hanne Kulessa "Maria Matios findet in ihrem unbedingt empfehlenswerten Roman jene Worte und Sprachbilder, die Glück und Traurigkeit tief nachempfinden lassen." Tiroler Tageszeitung, Bernadette Lietzow "Ein fantasievolles, anrührendes Buch aus einer Region im rumänisch-ukrainischen Grenzland." ekz-Informationsdienst, Dorothea Trottenberg "Es ist eine traurige Geschichte, ein bewegendes Buch, eine empfehlenswerte Lektüre." literaturkritik.de, Natalia Shchyhlevska "Ein großartiger, wenn auch tieftrauriger Roman, von Maria Matios mit viel innerer Anteilnahme und mit stilistischem Feingefühl geschrieben. Unbedingt lesen!" Neues Volksblatt, Ursula Kammesberger "Poetisch grausam und berührend." Tiroler Gegenwartsliteratur, Helmuth Schönauer
Portrait
Maria Matios, geboren 1959 in Rostoky in der Bukowina, lebt und arbeitet in Kiew. Sie zählt zu den bedeutendsten Gegenwartsautorinnen der Ukraine. Ihre Werke wurden in viele slawische Sprachen, aber auch ins Japanische und Chinesische übersetzt. Der Roman Darina, die Süße wurde mit dem wichtigsten ukrainischen Literaturpreis, dem Schewtschenko-Preis, sowie als Buch des Jahres 2007 in der Ukraine ausgezeichnet. Bei den Parlamentswahlen 2012 kandidierte Maria Matios für die Partei UDAR (Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen) von Vitalij Klitschko. Im Rahmen ihrer politischen Tätigkeit macht sie auf fehlende demokratische Strukturen und Rechtsunsicherheit aufmerksam. Wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Meinungsfreiheit sieht sich Maria Matios immer wieder staatlicher Willkür ausgesetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 200
Erscheinungsdatum 23.07.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85218-914-7
Verlag Haymon Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/11,4/2 cm
Gewicht 187 g
Auflage 1. Aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe
Übersetzer Claudia Dathe
Buch (Taschenbuch)
9,95
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Misson Aufklärung
von einer Kundin/einem Kunden aus dem Saarland am 23.03.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

Rezension: Der innere Klappentext von Maria Matios’ “Darina, die Süße” erinnerte mich zurerst an den Film “Nell”, in dem die authistische Protagonistin nie mit der Außenwelt in Kontakt kam – das ist Darina, wie ich herausfand, nicht ganz. Die Geschichten gleichen sich insofern, dass Maria Matios’ Darina auch aus psychischen... Rezension: Der innere Klappentext von Maria Matios’ “Darina, die Süße” erinnerte mich zurerst an den Film “Nell”, in dem die authistische Protagonistin nie mit der Außenwelt in Kontakt kam – das ist Darina, wie ich herausfand, nicht ganz. Die Geschichten gleichen sich insofern, dass Maria Matios’ Darina auch aus psychischen Gründen nicht spricht, und diese findet der Leser im Laufe der Geschichte heraus. Ich denke über Maria Matios Schreibstil kann man nicht besonders viel sagen, da die Übersetzung vom Ukrainischen ins Deutsche den persönlichen Stil wahrscheinlich ziemlich verzerrt. Der Schreibstil, den der deutsche Leser vorgesetzt bekommt, ist kein überragendes Meisterwerk – aber er lässt sich ganz gut lesen. Beeindruckend fand ich vor allem die Darstellung des Dorfes, in dem die Protagonistin in der Bukowina lebt. Obwohl sich die Geschichte, wie man den versteckten Hinweisen nach und nach entnehmen kann, mindestens nach den späten 80ern spielt, dachte ich zu Anfang sogar, dass es sich ums Mittelalter handeln könnte. Immer wieder ist im Buch das Getratsche der Dorffrauen in kursiver Schrift eingefügt und da dort teils sogar darüber geredet wird, ob eine Bewohnerin eine Hexe ist, kann man sich ausmalen, wie fortschrittlich es in Dörfern dieser Region zugeht. Deshalb ist Darina, die nicht spricht und oft seltsame Dinge tut, auch als schwachsinnig verrufen. Es kommt im Buch ein Punkt, an dem die Geschichte zu einem jungen Paar umschwenkt, bei dem es sich um Darinas Eltern handelt. Hierbei handelt es sich um die Zeit des 2. Weltkriegs und es wird sich herausstellen, was Darina widerfahren ist und sie ihre Sprache verlieren ließ. Mehr möchte an dieser Stelle nicht verraten. Bei “Darina, die Süße” geht es in erster Linie nicht darum den Leser zu unterhalten, sondern um eine Aufklärung. Wer sich für Geschichte interessiert und dafür wie diese von eher weniger beachteten Bevölkerungsteilen – in diesem Fall das Grenzland Ukraine/Rumänien – erlebt wurde, ist an diesem Buch gut bedient. Es lohnt sich im Übrigen auch, sich im Nachfeld über die Autorin zu informieren – in meinen Augen eine beeindruckende Person. Fazit: Eine Geschichte über die Auswirkungen des 2. Weltkriegs in Osteuropa anhand vom Beispiel der stummen Darina. Soll mehr aufklären als unterhalten, ist aber trotzdem gut.