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Das Büro der einsamen Toten

Der erste Fall für Pieter Posthumus. Roman

(22)
Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv – und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im »Büro der einsamen Toten« in Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die vergessenen Toten – Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst – und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit und gerät mitten in seinen ersten Fall: Eine Leiche ist in der Prinsengracht gefunden worden ...
Portrait
Britta Bolt ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Rodney Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biographien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 90er Jahren in Amsterdam. Britta Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort durch ihre strafrechtlichen Mandate berühmt und durch ihre Haltung zur Anti-Terror Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 08.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-43838-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 188/135/32 mm
Gewicht 323
Buch (Klappenbroschur)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Peter Posthumus ist im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen beschäftigt. Er kümmert sich um ein Begräbnis jener Menschen, die alleine auf der Welt sind. Dabei hat er es auch öfters mit ungeklärten Todesfällen zu tun und fängt an zu ermitteln.
Der Krimi entwickelt sich langsam und fällt durch detailliert beschriebene Ermittlungsarbeit
Peter Posthumus ist im Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen beschäftigt. Er kümmert sich um ein Begräbnis jener Menschen, die alleine auf der Welt sind. Dabei hat er es auch öfters mit ungeklärten Todesfällen zu tun und fängt an zu ermitteln.
Der Krimi entwickelt sich langsam und fällt durch detailliert beschriebene Ermittlungsarbeit auf.
Dicht erzählt und dabei ein guter Reisebegleiter. Man taucht in die alten Stadtteile Amsterdams und deren Geschichte ab.

„Amsterdam namenlos“

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Amsterdam ist der wahre STAR dieser Story, der Mittelpunkt der "Leidenschaft" - voller Flair, voll von Geschichten und einer gesellschaftlich/sozialen Entwicklung, die auch in vielen anderen Großstädten anzutreffen (aber nicht unbedingt gut zu heißen) ist. Gekonnt verwebt das Autorenduo eine aktuelle Thematik mit einem kauzigen Ermittler Amsterdam ist der wahre STAR dieser Story, der Mittelpunkt der "Leidenschaft" - voller Flair, voll von Geschichten und einer gesellschaftlich/sozialen Entwicklung, die auch in vielen anderen Großstädten anzutreffen (aber nicht unbedingt gut zu heißen) ist. Gekonnt verwebt das Autorenduo eine aktuelle Thematik mit einem kauzigen Ermittler wider Willen - und entwickeln somit eine Sog, der vergessen lässt, dass die Geschichte nur langsam in Gang kommt. Diese Story hat was ganz spezielles an sich! Und Amsterdam Kenner werden die eine oder andere Ecke wiedererkennen, in Erinnerungen schwelgen - und eventuell die nächste Reise planen wollen.

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Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Auch wenn das Amt für Katastrophenschutz u.Bestattungen samt seinen Angestellten eine fiktive Behörde ist,bereitet die Stadt Amsterdam ihren unbekannten Toten durchaus ein Begräbnis mit Musik und Gedichten, Blumen und Kaffee, eine noble Geste in heutigen (Sparzwang-)Zeiten.
Das in diesem ersten Roman eines Autorenduos aus den Niederlanden,
Auch wenn das Amt für Katastrophenschutz u.Bestattungen samt seinen Angestellten eine fiktive Behörde ist,bereitet die Stadt Amsterdam ihren unbekannten Toten durchaus ein Begräbnis mit Musik und Gedichten, Blumen und Kaffee, eine noble Geste in heutigen (Sparzwang-)Zeiten.
Das in diesem ersten Roman eines Autorenduos aus den Niederlanden, er von Geburt Südafrikaner, sie Deutsche (!),das Buch der Beiden auf holländisch herauskam , um dann vom Hoffmann und Campe Verlag aus dem Englischen übersetzt zu werden, ist noch so eine kleine Besonderheit.
Und da ich den Namen des "Ermittlers" in diesem Erstling von Britta(Böhler) und (Rodney)Bolt, als natürlich superpassend empfand: nämlich Pieter Posthumus, hatte dieses Buch sozusagen einen Vorschussbonus.
Es ist definitiv kein bluttriefender Thriller, sondern ein ruhig erzählter, sich langsam steigernder Roman (wohlgemerkt steht nicht Kriminalroman auf dem Einband...) über einen jungen Mann mit besonderer Mission.Denn besagter Pieter arbeitet mit zwei Kollegen in dieser besonderen Behörde, die für die unbekannten Toten der Stadt Amsterdam zuständig ist.Und Pieter hängt sich immer ganz besonders in seine "Fälle", um mit Akribie und Forscherdrang doch noch irgendwelche Verwandten seiner Toten aufzuspüren.Da er bei seinen Bemühungen aber auch dem niederländischen Geheimdienst ein bißchen in die Quere kommt, bringt er seine Nichte Merel, ihres Zeichens Reporterin ,unbeabsichtigt ein Stück weit in die Schusslinie...
Posthumus, von sehr guten Freunden PP genannt, ist eine sympathische Identifikationsfigur mit seelischem Ballast aus der Vergangenheit, die Story rund um junge Migranten und ihre Identitätsprobleme und ein Geheimdienst, der sich am Rande der Legalität bewegt : das alles war gut wegzulesen.Trotzdem hätte ich nichts dagegen, beim nächsten Fall von PP etwas mehr "Showdown" geboten zu bekommen, aber das lässt sich ja vielleicht machen bzw.ist schon passiert, denn ein zweiter Teil ist zumindestens auf englisch schon in Sicht:"Lives Lost", erscheint Mai 2015.
P.S.Die Titelbildgestaltung ist übrigens meiner Meinung nach ein echter Hingucker (um Klassen besser als die engl.Ausgabe ), obwohl Handfeuerwaffen eigentlich weniger im Spiel waren :-) .....

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Neuer Schauplatz: Amsterdam.Neuer Ermittler:Pieter Posthumus, städtischer Beauftragter in Nachlassfragen Alleinlebender. Das ist so ungewöhnlich und spannend: einfach selbst lesen! Neuer Schauplatz: Amsterdam.Neuer Ermittler:Pieter Posthumus, städtischer Beauftragter in Nachlassfragen Alleinlebender. Das ist so ungewöhnlich und spannend: einfach selbst lesen!

Thomas Canje, Thalia-Buchhandlung Langenfeld

Spannender Krimi aus Amsterdam. Mit einem außergewöhnlichen Ermittler. Sehr viel Amsterdamer Flair und Charme und dadurch sehr unterhaltsam bis zum furiosen Spannender Krimi aus Amsterdam. Mit einem außergewöhnlichen Ermittler. Sehr viel Amsterdamer Flair und Charme und dadurch sehr unterhaltsam bis zum furiosen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Gotha

Melancholischer Krimi, der auf intelligente und gefühlvolle Weise ein aktuelles Thema behandelt. Melancholischer Krimi, der auf intelligente und gefühlvolle Weise ein aktuelles Thema behandelt.

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein gelungener Auftakt, auch wenn gewisse Längen und Klischees vorhanden sind. Der Hauptcharakter ist sehr gelungen und die aktuelle und spannende Handlung machen Lust auf mehr. Ein gelungener Auftakt, auch wenn gewisse Längen und Klischees vorhanden sind. Der Hauptcharakter ist sehr gelungen und die aktuelle und spannende Handlung machen Lust auf mehr.

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Kommt sehr ruhig daher und doch ist das Thema zu brisant... Terror!
Und ein kleiner Reiseführer durch Amsterdam von einer Freiburgerin
Kommt sehr ruhig daher und doch ist das Thema zu brisant... Terror!
Und ein kleiner Reiseführer durch Amsterdam von einer Freiburgerin

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Endlich noch mal eine neue Figur: Pieter Posthumus! Verwaltungsangestellter. Eine sehr aktuelle Gechichte und nicht die üblichen Knalleffekte. Der Krimi hat mir gut gefallen! Endlich noch mal eine neue Figur: Pieter Posthumus! Verwaltungsangestellter. Eine sehr aktuelle Gechichte und nicht die üblichen Knalleffekte. Der Krimi hat mir gut gefallen!

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Ein etwas anderer neuer Ermittler und die tolle Kulisse von Amsterdam, dazu ein spannender Fall mit sehr aktuellem politischen Hintergrund, klasse! Ein etwas anderer neuer Ermittler und die tolle Kulisse von Amsterdam, dazu ein spannender Fall mit sehr aktuellem politischen Hintergrund, klasse!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
6
13
3
0
0

Tod in der Prinzengracht
von gaby2707 am 05.09.2016

Pieter Posthumus, 47, von seinen Freunden PP genannt, arbeitet bei der Stadtverwaltung Amsterdam in der Abteilung für Bestattungen. Zusammen mit seinen Kollegen Sulung und Maja widmet er sich speziell den „einsamen“ Toten, die keine Angehörigen haben bzw. er versucht, deren Angehörige ausfindig zu machen. Auch die Begräbnisse versucht er... Pieter Posthumus, 47, von seinen Freunden PP genannt, arbeitet bei der Stadtverwaltung Amsterdam in der Abteilung für Bestattungen. Zusammen mit seinen Kollegen Sulung und Maja widmet er sich speziell den „einsamen“ Toten, die keine Angehörigen haben bzw. er versucht, deren Angehörige ausfindig zu machen. Auch die Begräbnisse versucht er einigermaßen würdevoll z.B. mit kleinen Gedichten zu gestalten. Von Mittwoch, dem 11. Mai bis Mittwoch, den 15. Juni bin ich mit PP in Amsterdam unterwegs. In dieser Zeit lerne ich besonders ihn und sein Umfeld etwas näher kennen und bin ganz nahe dran an den Ermittlungen, von denen er mit seiner Akribie nicht die Finger lassen kann. Diesmal beißt er sich an einem jungen Ausländer fest, der eine Djellaba trägt und in einer Gracht ertrunken ist. Fremdverschulden wird zunächst ausgeschlossen, woran PP aber nicht glaubt. Und er sollte Recht haben... Die Autoren nehmen mich mit in eine Stadt, die ich schon einmal kennenlernen durfte. Daher kam es hier und da vor, dass ich eine ungenaue Vorstellung hatte, wo die Geschichte gerade spielte. Der auf den Innenseiten des Buches abgedruckte Stadtplan hat mir da sehr weitergeholfen und ich war immer direkt am Geschehen dabei. Die Stadt mit ihrem ganz eigenen Flair, mit ihren vielen Fahrradfahrern, den wunderschönen alten Häusern, den Grachten, Brücken, den Menschen, aber auch den weniger sehenswerten Teilen der Stadt bekomme ich in diesem Buch sehr gut vermittelt. Ich kann mir vorstellen, dass man da „Appetit“ bekommt, die Stadt einmal selbst zu besuchen. Pieter Posthumus ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit seiner etwas behäbigen, sich zeit lassenden Art kann ich ihn mir sehr gut vorstellen. Aber auch die anderen Protagonisten kann ich mir recht bald vor mein inneres Auge aufrufen. Die Geschichte, in der es hauptsächlich um Emigranten aus Marokko und terroristische Aspekte geht, bekomme ich aus zwei verschiedenen Gesichtswinkeln zu sehen. Einerseits bin ich mit PP unterwegs, andererseits ermittelt aber auch der Geheimschutz NASD. Hier sind es besonders Onno Veldhuizen, der Chef, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, und Lisette Lammers, die meine Sympathie auch schnell gewinnen konnte. Obwohl dieser Krimi nicht durch Rasantheit oder undurchsichtige Wendungen besticht, sondern durch sehr genaue Recherchen des Hauptprotagonisten, leise, hintergründige Töne und eine Geschichte, die heute aktueller ist denn je, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und es bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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gelungener Auftakt für einen ungewöhnlichen Ermittler
von einer Kundin/einem Kunden am 22.08.2016

In Amsterdam gibt es im „Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen“ eine kleine Abteilung, die sich um unbekannte Tote kümmert. Die Mitarbeiter dort finden heraus, ob es doch noch Verwandte gibt, die entweder erben könnten oder das Begräbnis bezahlen sollen und kümmern sich in letzter Konsequenz auch darum, die Verstorbenen... In Amsterdam gibt es im „Amt für Katastrophenschutz und Bestattungen“ eine kleine Abteilung, die sich um unbekannte Tote kümmert. Die Mitarbeiter dort finden heraus, ob es doch noch Verwandte gibt, die entweder erben könnten oder das Begräbnis bezahlen sollen und kümmern sich in letzter Konsequenz auch darum, die Verstorbenen würdevoll zu bestatten. Dieser Teil der Arbeit liegt Pieter Posthumus besonders am Herzen, zudem macht er seine Arbeit nicht nur oberflächlich, sondern verbeißt sich durchaus in einen Fall, um aus den kleinsten Indizien noch auf Identität und daraus der Herkunft oder mögliche Verwandte eines Toten zu schließen. Diesmal versteckt sich ein Verbrechen hinter einer der Akten, die auf seinem Schreibtisch landen. Parallel dazu ermittelt ein Anti-Terror-Team in der Stadt und versucht einen Anschlag zu vermeiden, von dessen unmittelbarem Bevorstehen ihr karrierewütiger Chef überzeugt ist. Noch vor Beginn war ich etwas irritiert, dass das Buch aus dem Englischen übersetzt ist, die Originalausgabe erschien aber auf Niederländisch. (Sie ist wohl ebenfalls aus dem Englischen übersetzt). Das Autorenteam, das sich hinter Britta Bolt verbirgt, setzt sich aus einer Deutschen und einem Südafrikaner zusammen, die beide in Amsterdam leben. Möglicherweise aus diesem Grund legen sie besonders viel Wert darauf, die Stadt als stimmungsvollen Hintergrund aufzubauen. Eine Vielzahl von Straßennamen und Vierteln und so einige Beschreibungen der Wege, die die Figuren zurücklegen, erzeugen durchaus ein entsprechendes Lokalkolorit, manchmal war es schon zu viel, immerhin ist dankenswerterweise im Umschlag ein Stadtplan abgebildet, der hilft gewaltig. Zwar kann Bolt nicht widerstehen, malerische Klischees einzubauen, aber immerhin werden sie bewusst eingesetzt, wie zum Beispiel das Touristenpaar, das die Nachbarin in weitem Rock auf blumengeschmücktem Fahrrad fotografiert und dann von Posthumus weggeklingelt wird. Posthumus ist eine sympathische Figur, etwas behäbig und eigenwillig, er arbeitet darauf hin, ein echtes Original zu werden. Sein Alltag ist liebevoll mit Details ausgestaltet, die allerdings manchmal etwas unausgearbeitet wirken. So taucht sein Faible für gutes Essen inkl. entsprechender Kochkünste zwischendurch einmal sehr prominent auf, um den Rest des Buches nur ein Nebensatzdasein zu fristen, ähnlich ergeht es auch anderen charakteristischen Details aus seinem Leben. Die Nebenfiguren, sowohl in seinem Umfeld, wie auch die Marokkaner oder die Antiterrorbeamten sind erst recht viel zu zahlreich, wodurch zu wenig Platz bleibt, um ihnen ein echtes Profil zu verpassen. Das ist schade, denn der erste Eindruck von einigen von ihnen ist ziemlich vielversprechend. Hier kann man nur hoffen, dass zumindest ein Teil von ihnen in den Folgebänden erneut auftaucht und dann ihre Persönlichkeiten besser herausgearbeitet werden. Der Zusammenhang zwischen den Ermittlungen, also Posthumus einzelne Fälle, seine Nichte, dazu das Anti-Terror-Team ist leider dann auch ein wenig zu dicht, um glaubwürdig zu sein. Hier wären ein paar weniger Verwicklungen besser für das Buch gewesen, es muss nicht jeder mit jedem in irgendeiner Art von Verbindung stehen. Nichtsdestotrotz mochte ich das Buch, ganz besonders gefiel Posthumus würdevolles Durchwühlen der Leben unbekannter Toter, davon will ich mehr lesen. Den nächsten Band hatte ich schon in der Hand und freue mich darauf, ihn in Kürze zu lesen. Und dann warte ich auf die Übersetzung von Teil 3...

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Eher interessant als spannend
von Anne2801 aus Kassel am 24.04.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Klappentext "Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges... Klappentext "Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten. Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen ..." Inhalt Pieter Posthumus (der Name ist Programm) wurde aufgrund seiner zu ausufernden Involviertheit in die jeweiligen Fälle strafversetzt und zwar in die Abteilung, die sich um unbekannte Tote in Amsterdam und deren Bestattung kümmert. Doch auch hier genügt es Posthumus nicht, die einfachen Formalien abzuarbeiten und er stürzt sich kopfüber in die "Ermittlung" zweier akuteller Fälle, die seiner Ansicht nach mehr zu bieten haben, als es auf den ersten Blick scheint. So erfährt man viel über religiöse Gruppen in Amsterdam und die Arbeit dieser Behörde der "einsamen Toten" (die es - zumindest so ähnlich - tatsächlich in Holland gibt). Pieter Posthumus, der sympathische Althippie, forscht auf eigene Faust nach den jeweiligen Todesursachen und Verbindungen zwischen zwei Toten, die in Amsterdam gefunden wurden und kommt auf diese Weise mit nicht ganz ungefährlichen Menschen in Kontakt und seine Ermittlungen, die auch die Menschen in seinem Umfeld einbeziehen, laufen Gefahr, außer Kontrolle zu geraten. Leseeindruck/Eigene Meinung Das Buch ist sehr schön geschrieben und vor allem denjenigen, die sich gut in Amsterdam auskennen, wird sich die Stadt aufgrund der guten Lagebeschreibungen vor dem inneren Auge ausbreiten. Pieter Posthumus' Charakter ist sehr gut konstruiert und mir als Leser absolut sympathisch, auch die meisten Personen in seinem näheren Umfeld gefallen mir sehr gut. Es ist durchaus interessant über die Arbeit der Behörde, in der Pieter angestellt ist, zu erfahren und zu sehen, wie ein Fakt mit dem nächsten verwoben ist. Innerhalb des Buches lernt man schnell viele Personen unterschiedlichster Herkunft und Berufsgruppen kennen. Diese Namensflut (die für mich als Nicht-Amsterdam-Kundige noch durch die verschiedenen Straßen- und Viertelnamen ergänzt wurde), war nicht immer einfach zu bewältigen und es wäre schön, wenn sich zu Beginn des Buches eine Art Namensregister befinden würde, der die einzelnen Behörden und Gruppierungen geordnet zusammenfasst. Positiv anzumerken ist der Stadtplan Amsterdams, der sowohl vorn, als auch hinten im Buch zu finden ist. Spannungstechnisch bin ich ehlich gesagt etwas enttäuscht von dem Buch. Da hatte ich wirklich mehr erwartet. So interessant das Leben, Arbeiten und der Charakter von Posthumus auch sind, so langsam nimmt die kriminelle Geschichte Fahrt auf - ich habe eigentlich vergebens darauf gewartet, dass mich die Spannung vollkommen erreicht. Vielmehr plätschert dieser Handlungsstrang nur langsam und seicht vor sich hin. Dennoch gefällt mir die Geschichte an sich gut und deshalb vergebe ich drei Sterne. Fazit Eine Leseempfehlung geht raus an alle Amsterdam-Fans, die sich literarisch etwas in dieser Stadt bewegen möchten. Außerdem an all diejenigen, die gern ermittlerzentrierte Geschichten lesen und nicht allzu großen Wert auf packende Spannungsmomente legen.

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