Das dunkle Haus

Gekürzte Lesung

(12)

Nach zwei Jahren Auszeit kehrt Kommissar Erik Winter nach Göteborg zurück. Er kommt genau zur rechten Zeit. Die Stadt wird von dem blutigen Mord an einer jungen Frau und ihren beiden kleinen Kindern erschüttert. Bald hält man ihren Mann für den Mörder, doch Winters Instinkt sagt ihm etwas anderes. Gegen alle Widerstände beginnt er zu ermitteln. Kann er eine Treibjagd verhindern?

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 31.03.14
Kommissar Erik Winter ist zurück. Ein Glücksfall für die Kriminalliteratur. "Das dunkle Haus" ist ein düsterer Kriminalroman, ganz im Stile der Erik-Winter-Reihe. Leider muss man sagen, es ist nicht einer der Besten der langjährigen Krimi-Reihe. "Das dunkle Haus" hat viele starke Passagen, aber auch immer wieder Längen, die Edwardson auch noch richtig auslebt. Für die Story wären sie aber nicht nötig gewesen. Da hat sich Bestseller-Autor Ake Edwardson etwas verheddert. Aber man wird von den Figuren immer wieder abgeholt, die Edwardson gekonnt gut gezeichnet hat. Trotzdem: Es ist einfach schön, dass er wieder da ist, der Kommissar Erik Winter. Boris Aljinuvic, der schon viele Erik-Winter-Krimis prägend gelesen hat, ist auch bei Winters Rückkehr wieder der Vorleser. Der "Tatort"-Kommissar hat eine weiche und klangvolle Stimme. Aljinuvic und Edwardson sind ein Team.
Portrait
Åke Edwardson, Jg. 1953, lebt mit seiner Frau in Göteborg. Bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete er als Journalist u.a. im Auftrag der UNO im Nahen Osten, schrieb Sachbücher und unterrichtete an der Universität Creative Writing.
Angelika Kutsch, geb. 1941 in Bremerhaven, ist Autorin mehrerer Kinder- und Jugendbücher und Übersetzerin aus dem Schwedischen. Für beides wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Angelika Kutsch lebt in Hamburg und Schweden.
Boris Aljinovic, geb. 1967, studierte zunächst Englisch und Französisch an der FU Berlin. Anschließend absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Er spielte in Weimar, Schwerin sowie in Berlin am Renaissance-Theater. 1993 gab Aljinovic sein Leinwanddebüt in dem Episodenfilm 'Flirt', von 1999-2001 gehörte Boris Aljinovic zum Ensemble der Krankenhaus-Soap 'Klinikum Berlin Mitte - Leben in Bereitschaft'. Seit 2001 spielt er im Berliner 'Tatort'. Auf der Kinoleinwand erschien er zuletzt in '7 Zwerge - Männer allein im Wald' (2004). 2007 wurde er mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Bester Interpret ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Boris Aljinovic
Anzahl 5
Altersempfehlung 12 - 99
Erscheinungsdatum 14.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783899038910
Reihe Kommissar Erik Winter
Verlag Hörbuch Hamburg
Auflage 2
Spieldauer 372 Minuten
Übersetzer Angelika Kutsch
Hörbuch (CD)
19,99
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Dunkler Lesestoff
von Frieda-Anna aus Eppendorf am 05.02.2016
Bewertet: Taschenbuch

Mit Ake Edwardsons dunklem Haus hatte ich so meine Schwierigkeiten. Ich kam in die Handlung dieses atmosphärisch typischen Skandinavienkrimis nicht hinein und hatte stets das Gefühl etwas Wichtiges verpasst oder überlesen zu haben. Außer Kommissar Winter konnte ich die Protagonisten, von denen in Form von Familie, Tatverdächtigen und Kollegen,... Mit Ake Edwardsons dunklem Haus hatte ich so meine Schwierigkeiten. Ich kam in die Handlung dieses atmosphärisch typischen Skandinavienkrimis nicht hinein und hatte stets das Gefühl etwas Wichtiges verpasst oder überlesen zu haben. Außer Kommissar Winter konnte ich die Protagonisten, von denen in Form von Familie, Tatverdächtigen und Kollegen, reichlich vorhanden waren, keinen so recht vom anderen auf Anhieb voneinander unterscheiden. Winters Gedankenflüsse ohne Punkt und Komma sowie die Handlungs- und Personensprünge waren zu abrupt und erschwerten es massiv, den roten Faden in diesem komplexen Mordfall an einer Mutter und zwei Kindern, zu behalten. Nach etlichen Kapiteln dachte ich, mich endlich eingelesen zu haben, aber genau durch diese Brüche, wurde mein Lesefluss erheblich gestört, was mir den Spaß an der Krimiidee mehrmals gehörig vermasselte. Ake Edwardson führt uns gründlich aufs Glatteis und wenn man meint, den Täter ermittelt zu haben, ändert sich die Perspektive plötzlich. Gut gemacht, aber aufgrund des eigenwillig verwirrenden Schreibstils nicht gut überbracht. Die Verhörmethoden kennzeichnen sich durch 2-3 Wortsätze und führen eher zu Provokationen des Verdächtigen und Lesers, als zur Aufklärung und Unterhaltung. Halt auch eigenwillig und nur etwas für eingefleischte, unerschütterliche Winterfans. Das dunkle Haus ist mein zweiter Edwardson, der meinen Geschmack leider nicht so wie erhofft getroffen hat. Ein eher anstrengendes Lesevergnügen mit wenig Belohnung.

kein Pageturner
von einer Kundin/einem Kunden aus Weßling am 17.11.2015
Bewertet: Taschenbuch

Mich konnte dieser neue Roman von Ake Edwardson überhaupt nicht überzeugen. Das ist schade, denn ich hatte mir nach der Leseprobe doch einiges davon versprochen. Das Buch hat ein ansprechendes Cover und noch wichtiger, hat mir auch der Schreibstil des Autors durchaus gefallen. Er erzählt aus verschiedenen Sichten, eine... Mich konnte dieser neue Roman von Ake Edwardson überhaupt nicht überzeugen. Das ist schade, denn ich hatte mir nach der Leseprobe doch einiges davon versprochen. Das Buch hat ein ansprechendes Cover und noch wichtiger, hat mir auch der Schreibstil des Autors durchaus gefallen. Er erzählt aus verschiedenen Sichten, eine davon könnte die des Mörders sein, man wird darüber allerdings lange im Ungewissen gehalten, was ich zwecks der Spannung ganz okay fand. Edwardson legt viel Wert auf Gespräche in seinen Romanen, ein Umstand der mir eigentlich auch ganz gut gefällt. Und der Plot hatte auch durchaus Potential, war doch der mysteriöse Einstieg um den Mehrfachmord, bei dem ein Baby überlebt hatte, eine interessante Frage, nach dem Warum und Wie. Dennoch habe ich mir ziemlich bald schwer getan mit dem Krimi. Es fehlte ihm für meinen Geschmack etwas an Spannung und Bewegung. Trotz weiterer Toter gehen die Ermittlungen irgendwie nicht voran. Die Kommissare verharren jedes Mal sehr lange bei einem falschen Verdacht, der aus jeder Sicht erst mal beleuchtet wird, bevor Erik Winter ihn verwirft. Die Dialoge plätschern oft nur dahin, wirken etwas aufgesetzt und bringen den Leser und die Ermittler durcheinander. Seltsam unglaubwürdig war mir auch Eriks Privatleben. Warum geht er ohne Frau und Kinder zurück in den kalten Norden, wo ihn nur Mord und Totschlag erwartet. Fühlt er eine Berufung? Drängen ihn seine Träume dazu? Wie stellt er sich seine Zukunft und die seiner Familie da, so auseinandergerissen? Er erscheint mir irgendwie etwas gefühlskalt, was persönliche Bindungen betrifft. Hat auch keine richtigen Freunde - Feinde aber auch nicht. Irgendwie war das Buch für mich nicht süß und nicht sauer. Es hat mich nicht gepackt und die Auflösung war zwar am Ende einleuchtend und ohne ärgerliche Unklarheiten aber selbst der Showdown mit Eriks Kollegin und den Täter mutete sehr kurz, abgehackt und "langweilig" an. Leider nur bedingte Leseempfehlung für Fans der Reihe.

A love supreme
von Kasin am 26.10.2015
Bewertet: Taschenbuch

Kommissar Winter ist in die Jahre gekommen und lebt bereits seit 2 Jahren mit Frau und Kinden in Spanien, nebst Mutter Siv. Als hätte eine Ahnung ihn getrieben fliegt er zurück in die alte Heimat Göteburgs und kommt genau richtig. Eine junge Mutter und zwei ihrer Kinder wurden grausam ermordet,... Kommissar Winter ist in die Jahre gekommen und lebt bereits seit 2 Jahren mit Frau und Kinden in Spanien, nebst Mutter Siv. Als hätte eine Ahnung ihn getrieben fliegt er zurück in die alte Heimat Göteburgs und kommt genau richtig. Eine junge Mutter und zwei ihrer Kinder wurden grausam ermordet, das dritte Kind, ein Baby wird rechtzeitig gefunden und kommt unversehrt davon. Winter und seine ehemaligen und nun wieder neuen Kollegen sind geschockt, angesichts dieser unfassbaren Tat und fangen an zu ermitteln. Während anfängliche heiße Spuren wieder kalt und der Kreis der Verdächtigen immer kleiner werden, zieht es Winter immer wieder zum Haus des Verbrechens. Kommissar Winter, der Denker und Coltrane-Fan, der von einem Tinnitus geplagte, einem Whisky nicht abgeneigte Einzelgänger und Grübler wird zudem noch von einem persönlichen Schicksalschlag getroffen, seine Mutter ist schwer erkrankt. Die Geschichte ist großartig geschrieben. Man "erlebt" die einzelnen Protagonisten durch den manchmal seltsamen aber doch sehr lesenswerten Schreibstil. Immer tiefer wird man hineingezogen und die letztendlich wichtigste Frage "wer war der Mörder?" und die damit verbundene Spannung wird gekonnt bis zu deren Auflösung am Schluß bewahrt. Nehmen Sie sich Zeit für dieses Buch, es lohnt sich.