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Das Ende der Megamaschine

Geschichte einer scheiternden Zivilisation

(4)
Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran? Warum hungern mehr Menschen als je zuvor auf der Erde, obwohl noch nie so ungeheure Reichtümer angehäuft wurden wie heute? Warum erweisen sich die globalen Eliten als unfähig, die Richtung zu ändern, obwohl ihr Kurs in einen planetaren Crash führt?
Der Berliner Autor und Journalist Fabian Scheidler legt in seinem Buch "Das Ende der Megamaschine" die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer Spurensuche durch fünf Jahrtausende führt das Buch zu den Ursprüngen ökonomischer, militärischer und ideologischer Macht. Der Autor erzählt die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, das Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterwirft. Dabei demontiert er Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme verwüstet hat. So entsteht eine faszinierende Gegengeschichte unserer Zivilisation.
Das Buch schöpft aus einer Vielzahl von Quellen, von der Anthropologie und Geschichtswissenschaft über die Chaosforschung bis zur Populärkultur. Es verändert eingefahrene Sichtweisen, indem es Verbindungen quer durch Zeiten, Räume und Denktraditionen herstellt. Die Kenntnis der historischen Zusammenhänge bildet die Grundlage dafür, neue Möglichkeiten für eine notwendige zivilisatorische Wende zu entdecken.
Wer verstehen will, warum wir menschheitsgeschichtlich in eine Sackgasse geraten sind und wie wir aus ihr wieder herauskommen können, der kommt an Fabian Scheidlers "Das Ende der Megamaschine" nicht vorbei. Es ist ein Buch, das zum Handeln einlädt und Möglichkeiten eröffnet, gemeinsam einen Ausgang aus der gefühlten Ohnmacht zu finden.
Portrait
Fabian Scheidler, geboren 1968, studierte Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. Seit 2001 arbeitet er als freischaffender Autor für Printmedien, Fernsehen, Theater und Oper. 2009 gründete er mit David Goeßmann das unabhängige Fernsehmagazin Kontext TV, das regelmäßig Sendungen zu Fragen globaler Gerechtigkeit produziert. Zahlreiche Vorträge zu Globalisierungsthemen bei Kongressen von Attac, Deutsche Welle, Greenpeace, Evangelische Akademie u. a. Otto-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus (2009). Programmkoordinator für das Attac-Bankentribunal in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (2010). Als Dramaturg und Theaterautor arbeitete er viele Jahre für das Berliner Grips Theater. 2013 wurde seine Oper "Tod eines Bankers" (Musik: Andreas Kersting) am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz uraufgeführt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783853718261
Verlag Promedia Verlag
Dateigröße 4837 KB
eBook
15,99
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Kundenbewertungen

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Geschichte wird nicht nur von Siegern geschrieben
von einer Kundin/einem Kunden aus Wels am 09.07.2017

Fabian Scheidler beschreibt die Geschichte der westlichen Zivilisation als eine konsequente Ausweitung von Macht der Wenigen über die Vielen. Die Entwicklung verschiedener Machtinstrumente wird anhand historischer Beispiele erläutert und so die voranschreitende Vertiefung und Ausbreitung der titelgebenden "Megamaschine" dargelegt. Der Author hinterfragt gängige Vortellungen von Fortschritt und stellt die... Fabian Scheidler beschreibt die Geschichte der westlichen Zivilisation als eine konsequente Ausweitung von Macht der Wenigen über die Vielen. Die Entwicklung verschiedener Machtinstrumente wird anhand historischer Beispiele erläutert und so die voranschreitende Vertiefung und Ausbreitung der titelgebenden "Megamaschine" dargelegt. Der Author hinterfragt gängige Vortellungen von Fortschritt und stellt die moralische Überlegenheit des Westens infrage. Er zeigt, dass der gängige Konflikt zwischen "freiem" Markt und Staat eine Nebelgranate ist, die die Verflechtung dieser beiden Bereiche im Sinne des Machtausbaus verschleiert. Das letzte Kapitel deutet Möglichkeiten zur Überwindung dieses sich im Niedergang befindenden Systems an. Nicht ein weiterer zentralistischer Masterplan "von oben", sondern das gemeinschaftliche Engagement der Menschen soll die Logik der Maschine überwinden. Uneingeschränkte Leseempfehlung.

Das Ende der Megamaschine
von einer Kundin/einem Kunden aus Lilienfeld am 13.02.2017
Bewertet: Kunststoff-Einband

Das Buch ist sehr interessant und informiert über globale Zusammenhänge, welche nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.

Eine gelungene Zusammenfassung
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Neuenahr-Ahrweiler am 16.08.2015
Bewertet: Kunststoff-Einband

Ich gratuliere dem Autor zu einer gelungenen Zusammenfassung und - vor allem - Entmythologisierung (!) der ersten (ca.) 5000 Jahre der Geschichte unserer (sogenannten) Zivilisation. Die Anregungen zum Beispiel durch Immanuel Wallersteins "Weltsystemtheorie" und David Graebers "Schulden"-Geschichte sind dabei unübersehbar. Doch geht Scheidlers Text in seiner interpretatorischen Klarheit weit... Ich gratuliere dem Autor zu einer gelungenen Zusammenfassung und - vor allem - Entmythologisierung (!) der ersten (ca.) 5000 Jahre der Geschichte unserer (sogenannten) Zivilisation. Die Anregungen zum Beispiel durch Immanuel Wallersteins "Weltsystemtheorie" und David Graebers "Schulden"-Geschichte sind dabei unübersehbar. Doch geht Scheidlers Text in seiner interpretatorischen Klarheit weit über diese (und andere) hinaus. Er stellt sowohl eine Ergänzung der genannten dar als auch einen möglichen Einstieg in weiterführende (und grundlegendere) Literatur. Die Verweise darauf sind zahlreich und hilfreich. Ich gebe Scheidlers Buch die Bestnote, da ein "4,5" nicht zur Verfügung steht. Warum einen halben Punkt Abzug? Erstens, weil die Behandlung des (einst) "real existierenden Sozialismus" (als Teil jener unseren Planeten zernagenden Zivilisation) entschieden zu kurz kommt. Zweitens, weil im letzten Kapitel - ganz nebenbei - der "arabische Frühling" unkritisch als hoffnungsvoll benannt wird, als wären Scheidler dessen möglichen agitatorischen Quellen bei den "powers-that-be" (und deren Interessen) nicht bekannt. Alles in allem jedoch: ein sehr gut geschriebenes, spannend zu lesendes und augenöffnendes Buch.