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Das Feuerzeichen Bd. 1

Roman

Das Feuerzeichen

(20)

Als Zwillinge geboren, zu Feinden erzogen
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Durch eine nukleare Katastrophe wurde die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Es ist eine Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Zwillinge, die so eng miteinander verbunden sind, dass sie ohne einander nicht überleben können. Allerdings hat immer einer von beiden einen Makel. Diese sogenannten Omegas werden gebrandmarkt und verstoßen.
Es ist die Welt der jungen Cass, die selbst eine Omega ist, weil sie das zweite Gesicht besitzt. Während sie Verbannung, Armut und Demütigung erdulden muss, macht ihr Zwillingsbruder Zach Karriere in der Politik. Cass kann und will diese Ungerechtigkeit nicht länger ertragen und beschließt zu kämpfen. Für Freiheit. Für Gerechtigkeit. Für eine Welt, in der niemand mehr ausgegrenzt wird. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn sollte Zach dabei sterben, kostet das auch Cass das Leben ...

Portrait
Francesca Haig wuchs in Tasmanien auf und promovierte in Literaturwissenschaften an der Universität Melbourne. Wenn sie nicht gerade an ihren eigenen Texten arbeitet, unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der Universität von Chester. Für ihre Gedichtsammlungen wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit Das Feuerzeichen legt sie nun ihre erste Romantrilogie vor. Francesca Haig lebt mit ihrer Familie in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Altersempfehlung 13 - 16
Erscheinungsdatum 26.10.2015
Serie Das Feuerzeichen 1
Sprache Englisch, Deutsch
ISBN 978-3-453-27013-8
Reihe Heyne fliegt
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 221/148/45 mm
Gewicht 740
Originaltitel The Fire Sermon
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Übersicht
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Ein wirklich sehr gut gelungener Auftakt einer vielversprechenden Trilogie, die mich völlig geflasht hat
von Susi Aly (Magische Momente-Alys Bücherblog) am 29.11.2015

Die Grundidee dieser Dystopie hat mir recht gut gefallen. Vor allem die Welt der Omegas und der Alphas. In dieser Welt werden nur noch Zwillinge geboren. Ein Zwillingteil ist ein Alpha, das andere ein Omega. Dabei sind die Alphas die perfekten, ohne jeden Makel, sie finden ihren Platz in der Gesellschaft. Anders die... Die Grundidee dieser Dystopie hat mir recht gut gefallen. Vor allem die Welt der Omegas und der Alphas. In dieser Welt werden nur noch Zwillinge geboren. Ein Zwillingteil ist ein Alpha, das andere ein Omega. Dabei sind die Alphas die perfekten, ohne jeden Makel, sie finden ihren Platz in der Gesellschaft. Anders die Omegas, sie haben oft sichtbare Makel wie z.b. fehlende Gliedmaßen oder andere sichtbare Fehler. Aber es gibt auch Omegas wo es nicht so offensichtlich ist. Diese verfügen über das zweite Gesicht, sie sind Seher . Während die Alphas ihr Leben genießen können, werden die Omegas gebrandmarkt, abgeschoben, gedemütigt und leben in Armut. Doch wenn ein Zwilling stirbt, stirbt auch der andere. Doch damit nicht genug, die Alphas wollen mehr... Und ihre Bedrohung liegt in Cass, ihr Zwillingsbruder bekleidet ein hohes Amt.. Gibt es für Cass überhaupt eine Chance auf eine bessere Welt? Ich muss schon sagen, bevor ich dieses Buch gelesen habe, hat mich das Bündnis der Zwillinge beschäftigt. Es gibt kein Band das enger ist und dennoch werden sie getrennt und bekämpfen sich sogar. Für mich völlig unvorstellbar. Der Einstieg in diese Welt gelang mir recht gut. Gleich zum Anfang lernen wir Cass kennen und sofort fühlte ich mich ihr verbunden. Für mich war ihr Schmerz und ihre Verzweiflung mit jeder Zeile spürbar. Der scheinbar aussichtslose Kampf auf eine bessere Welt. Gleich zum Anfang erlebt man ihre Entführung mit und die Demütigungen, die sie ertragen muss. Kurz darauf erfährt man auch in Form von Rückblicken wie ihre Vergangenheit abgelaufen ist. Schier unvorstellbar, was daraus geworden ist. Ihr Leben ist ein einiziger Kampf der mich mit jeder Zeile mitleiden ließ. Ihre Persönlichkeit wirkt sehr menschlich und voller Ängste und Zweifel, aber dennoch hat sie die Stärke und den Mut nie aufzugeben. Das bewundere ich wirklich zutiefst. Interressant fand ich das , daß Zwillingspaar Cass und Zach so verschieden war. Sie hält bis zum Ende zu ihm und lässt ihn nicht los. Er dagegen spürt schon zeitig, das er die Omegas vernichten muss, da sie eine Bedrohung sind. Seltsamerweise fand ich ihn aber trotzdem nicht unsympathisch. Vielleicht weil ich einfach hoffe, daß da noch mehr in ihm ist. Die Visionen die Cass hatte, fand ich recht anschaulich und detailreich, so das man sich das wirklich gut vorstellen konnte. Vor allem konnte man sich so ein Bild machen, warum sie so eine Bedrohung für die Alphas ist. Aufgrund der vielen Beschreibungen der Umgebungen und ihres Gemütszustands entstehen zwar mitunter ein paar Längen, dennoch hat mich das nicht gestört, viel mehr fand ich es interessant. Die Geschichte hat mich sofort fasziniert und nicht mehr losgelassen. An Cass Seite lernen wir noch eine weitere Person kennen, dessen Hintergrund immer im Dunkeln bleibt. Zusammen erleben sie einige Abenteuer und erleben am eigenen Leib, wie es in der Welt nach ihrer Gefangenschaft zugeht. Was sie dabei erleben ist wirklich schockierend und menschenunwürdig. Es gab wirklich so einige Szenen die mich sehr mitgenommen haben und das Leid und die Qual gut nachempfinden ließen. Aber die beiden lernen auch viele Menschen kennen, die sie teilweise auf ihrem Weg begleiten und die mich auch tief beendruckt haben. Über das ganze Buch zieht sich eine Welle aus Macht, Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Man fragt sich immer wieder, wird es einen Ausweg geben? Oder ist alles umsonst? Es geht ziemlich actiongeladen und emotional vonstatten. Auch der Showdown ist nochmal richtig energiegeladen und nimmt ziemlich mit . Hierbei schafft es die Autorin auch nochmal unvorhergesehene Wendungen einzubauen, die ich so nicht erwartet hätte und die mich doch sprachlos gemacht haben. Der Abschluss ist gut gelungen. Obwohl diese Thematik doch recht ernst ist, haben einige Szenen auch dafür gesorgt, das ich schmunzeln konnte. Was das Ganze doch sehr aufgelockert hat. Die Charaktere wirken recht klar und geradeheraus. Sie nehmen völlig für sich ein und gerade die Hauptcharaktere gewinnen immer mehr an Seele und Leben. Ihre Handlungen und Gefühle fand ich stets gut nachvollziehbar gestaltet. Die Handlung ist gut durchdacht, spannend und mit einigen Wendungen. Hierbei erfahren wir die Perspektive von Cass, was ihr viel Raum und Tiefe verschafft. Bis auf ihren Begleiter bleiben alle anderen noch etwas unklar, was mich aber nicht gestört hat, denn das gibt auch genug Stoff für die nächsten Teile. Die einzelnen Kapitel sind normal bis lang gehalten, man ist jedoch in einem Rutsch durch weil dieses Buch einen immensen Sog ausübt. Ich konnte mich keine Sekunde davon trennen. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, dabei aber auch ziemlich mitreißend und bildgewaltig gestaltet. Das Cover und der Titel sind passend zum Buch gewählt. Fazit: Ein wirklich sehr gut gelungener Auftakt einer vielversprechenden Trilogie, die mich völlig geflasht hat. Die Welt der Alphas und der Omegas mit dystopischen Hintergrund ist faszinierend und konnte mich vollkommen begeistern. Eine mehr als klare Leseempfehlungen. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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Zwei Leben, deren Schicksal aneinander geknüpft ist
von einer Kundin/einem Kunden am 14.11.2015

Inhalt: Cass und Zach wachsen wohlbehütet als Zwillingspaar heran. Doch einer von beiden ist ein Omega - ein von der Gesellschaft Ausgestoßener. Weder Cass noch ihr Bruder zeigen einen körperlichen Makel, eine Art Kainsmal, das die Kinder einer Klasse zuordnet. Die Eltern betrachten ihre Kinder sehr kritisch, da eine Trennung der... Inhalt: Cass und Zach wachsen wohlbehütet als Zwillingspaar heran. Doch einer von beiden ist ein Omega - ein von der Gesellschaft Ausgestoßener. Weder Cass noch ihr Bruder zeigen einen körperlichen Makel, eine Art Kainsmal, das die Kinder einer Klasse zuordnet. Die Eltern betrachten ihre Kinder sehr kritisch, da eine Trennung der Beiden längst hätte erfolgen müssen. Auch Zach wird zusehends ungeduldiger. Er ist sich sicher, dass nicht er derjenige ist, der das Dorf verlassen muss. Zudem möchte er endlich Freunde gewinnen und zur Schule gehen, wie es sich für einen geborenen Alpha, einem Angehörigen der herrschenden Klasse, gehört. Als Cass eines Tages ihren Bruder vor einem herabstürzenden Ast rettet, hat ihr Bruder einen Verdacht: Cass ist eine Seherin. Er muss es lediglich beweisen. Fortan macht er seiner Schwester das Leben schwer, indem er ihr Fallen stellt, die dafür Sorge tragen sollen, dass sie ihre Gabe offenbart. Durch eine gemeine List, gelingt es ihm irgendwann, seine Schwester dem Rat als Omega zu präsentieren. Fortan muss Cass ein Leben, abgeschieden von ihrer Familie, auf eigenen Beinen führen. Kaum hat sich das Mädchen eingelebt, da stellt ihr das Schicksal erneut ein Bein: Ihr Bruder ist in die Politik gegangen. Er betrachtet seinen Zwilling als seine Achillesverse. So lässt Zach seine Schwester in Isolation stecken und von der Beichtmutter vernehmen. Cass lernt, dass es nur einen Weg gibt, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Sie entscheidet sich zu einer gefährlichen Flucht vor ihrem Bruder, der Beichtmutter, den Alphas und dem Rat. Auf diesem Weg gibt es nur wenige Verbündete. Einer davon ist der Junge, den sie aus den Fängen des Rats befreit und der sich weder an seine Vergangenheit noch an seinen Namen erinnern kann: Kip. Wichtigste Charaktere: Cassandra (genannt Cass) ist eine Omega. Sie ist eine der wenigen, die körperlich nicht missgebildet sind. Ihr Makel ist der, dass sie bevorstehende Ereignisse oder weit entfernte Orte sehen kann, die für andere Augen verschlossen bleiben. Sie ist die Zwillingsschwester von Zach. Kip heißt eigentlich gar nicht so. Er erhält seinen Namen von Cass, die ihn aus der Gefangenschaft der Regierung befreit und kurzerhand in ihre Fluchtpläne integriert. Kip hat sein Gedächtnis verloren. Weder weiß er etwas über seine Vergangenheit, noch woher er kommt. Zach ist der Zwillingsbruder von Cass. Zeit seines Lebens kämpft er darum von der Gesellschaft als Alpha-Zwilling anerkannt zu werden. Dadurch, dass Cass ihren Makel so lange geheim hält, wird der Zorn in ihm geschürt. Sein Ehrgeiz und seine Wut sind es vermutlich, die dafür sorgen, dass er eine Position in der Politik anstrebt, die alles dafür tut, damit Omegas von der Gesellschaft ausgestoßen werden. Welt: Nach der großen Explosion muss sich die Welt erst mal wieder erholen. Viele Ländereien liegen brach. Auch die Fauna hat durch die Naturgewalt stark gelitten. Es gibt zweiköpfige Schlangen, Tiere ohne Augen. In der zweiten oder dritten Generation des „Nachher“ sind bei den Menschen die Zwillingsgeburten entstanden. Es wird stets ein Junge und ein Mädchen geboren. Eines der Kinder ist stark, gesund und robust, das andere trägt einen Makel in sich. Meist handelt es sich hierbei um eine missgestaltete Gliedmaße. In seltenen Fällen ist der Körper „normal“ und es handelt sich um einen Seher. Die „perfekten“ Kinder werden Alphas genannt, die mit einem Makel Omegas. Wenn einem der Zwillinge etwas zustößt, sei es Krankheit, Schmerz oder gar Tod, so erleidet sein Pendant das gleiche Schicksal. Während Alphas von der Gesellschaft geachtet, geschult und hofiert werden, werden Omegas vom Rat mit Plakaten und öffentlichen Aktionen ausgeschlossen. Damit jedoch den Alphas kein Leid widerfährt, erhalten sie eine minimale humanitäre Unterstützung. Schreibstil: Der Roman beginnt mitten in der Geschichte und somit gleich ziemlich rasant. Hier erfährt der Leser, dass Cass entführt wird und „der Zwilling“ möchte, dass ihr kein Leid zugefügt wird. Sofort stellen sich die ersten Fragen ein: Wieso wird das Mädchen entführt, was soll mit ihr geschehen, wer ist der Zwilling und warum ist er um Cass Wohlbefinden besorgt? Es wird sofort Spannung beim Leser erzeugt. Er ist gleich mittendrin und möchte wissen, wie es weitergeht. Auf den Folgeseiten lernt man dann Cass und ihr Schicksal genauer kennen. Wer glaubt, dass durch diese Einführung Langeweile aufkommt, der mag sich irren. Cass Leben ist durchzogen von Ängsten und Plänen. Ständig sorgt sie sich um ihre Zukunft und muss sich behaupten. Auch die Ich-Perspektive, die für den Roman gewählt wurde, unterstützt diese Sogwirkung zusätzlich. Lediglich zum Ende hin gibt es vielleicht für den ein oder anderen Leser ein kleines "Hängerchen". Hier verlieren die gut ausgearbeiten Charaktere teilweise etwas an Tiefe. Es scheint so, als wäre der Weg zum Ziel notwendig und daher wirken diese Seiten nicht mehr überraschend oder spannend. Diese Stelle zieht sich jedoch nur über wenige Seiten. Letztlich kann sich der Leser auf einen sehr überraschenden Ausklang der Geschichte freuen. Die Liebesgeschichte in diesem Roman entspinnt sich sehr zaghaft und nachvollziehbar. Durch die Situation kommen sich Kip und Cass langsam und unaufhaltsam näher. Überhaupt sind die Charaktere in ihren Gedanken und ihrem Befinden sehr gut nachvollziehbar. Auch Zach mag dem Leser zwar nicht sympathisch erscheinen, sein Werdegang erscheint aber nachvollziehbar. Fazit: Das Feuerzeichen hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Hier ist fast durchweg Spannung gegeben, die Geschichte ist gut durchdacht und hält ihren roten Faden. Auch die Charaktere waren für mich nachvollziehbar und individuell gestaltet. Die Idee hinter der Geschichte mag zwar einige Parallelen zu bereits dagewesenen Geschichten haben, konnte mich aber gerade durch die Zwillingsverbundenheit durchaus überzeugen. Dieses Buch macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß und enthält alles, was ein guter Fantasyroman benötigt. Absolute Leseempfehlung. Buchzitate: „Du hast dich verändert“, sagte er leise. „Soll vorkommen nach vier Jahren in einer Zelle.“ „Ich weiß nicht mal, wie du heißt!“, rief ich ihm hinterher. „Geht mir genauso.“ - „Cass.“ - „Nein, ich meine, ich habe auch keine Ahnung, wie ich heiße.“ „Der Nachbar in unserem Dorf hatte einen alten Schäferhund, der den lieben langen Tag schlafend vor der Haustür lag. Er hieß Kip. So werde ich dich von jetzt an nennen.“

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Frischer Wind im Genre Dystopie
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 09.11.2015

Francesca Haig hat etwas geschafft, was inzwischen gar nicht mehr so einfach ist: sie hat eine Dystopie geschrieben, die sich liest wie etwas völlig Neues. Die Grundidee fand ich dermaßen faszinierend, dass das Buch bei mir schon halb gewonnen hatte: In einer post-nuklearen Zukunft werden ausschließlich Zwillinge geboren, immer ein... Francesca Haig hat etwas geschafft, was inzwischen gar nicht mehr so einfach ist: sie hat eine Dystopie geschrieben, die sich liest wie etwas völlig Neues. Die Grundidee fand ich dermaßen faszinierend, dass das Buch bei mir schon halb gewonnen hatte: In einer post-nuklearen Zukunft werden ausschließlich Zwillinge geboren, immer ein Junge und ein Mädchen. Aber während das eine Kind grundsätzlich gesund, kräftig und makellos ist, hat das andere irgendeine Form von Deformierung. Fehlende oder doppelte Gliedmaßen, Blindheit, Taubheit, Zwergwuchs... Die Überreste der Strahlung, die aus irgendeinem Grund immer nur den einen Zwilling betreffen. Nach vielen Generationen der Zwillingsgeburten hat sich die Gesellschaft in zwei Gruppen gespalten: die gesunden Alphas, die privilegiert in wohlhabenden, sauberen Städten leben, und die "defekten" Omegas, die schon als Kleinkinder gebrandmarkt und in reine Omega-Siedlungen abgeschoben werden, wo sie nicht halb so viele Rechte genießen wie ihre Zwillinge. Die Omegas werden gefürchtet, da sie als Inbegriff alles Schlechten gesehen werden, und womöglich würde diese Furcht sich in einem Genozid entladen - wäre da nicht die simple Tatsache, dass kein Alpha ohne sein Omega leben kann. Stirbt der eine Zwilling, stirbt auch der andere. Cass ist eine Omega, weil sie seherische Fähigkeiten besitzt - was von Alphas und Omegas gehasst und gefürchtet wird. Am Anfang hatte ich das Gefühl, keinen rechten Zugang zu ihr zu finden, denn die Geschichte durchläuft in den ersten Kapiteln sozusagen im Zeitraffer mehrere Jahre, wodurch ich Cass' Emotionen einfach nicht unmittelbar spüren konnte. Aber ab dem Punkt, ab dem wir die Geschichte wieder langsamer aus Cass' Sicht miterleben, wuchs sie mir immer mehr ans Herz! Sie hat eine Schwäche, die eigentlich eine Stärke ist: sie sieht das Gute im Menschen und vertraut lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig. Obwohl sie selber allen Grund dazu hätte, die Alphas zu hassen, empfindet sie eine zutiefst verwurzelte Überzeugung, dass nicht Krieg die Lösung für die Unterdrückung der Omegas ist, sondern nur ein friedliches Zusammenleben von Alphas und Omegas. »Der wahre Grund, warum es keinen Sinn macht zu kämpfen, ist, weil es keinen Gewinner geben kann. Jeder Alpha, den ihr umbringt, bedeutet, dass irgendwo einer von uns tot umfällt.« (Cass) Ihren Zwillingsbruder Zack, der seine eigene Karriere über Cass' Wohlergehen stellt, konnte ich bis zu einem gewissen Punkt sogar verstehen; in seinen Augen hat seine Schwester ihn um die Kindheit betrogen, die ihm zustand. Vieles von dem, was er tut, wird von einer ganz instinktiven Angst davor motiviert, nicht dazu zu gehören oder gut genug zu sein. Womit ich sein Verhalten nicht entschuldigen will! Aber ich fand es gut, dass die Autorin ihn als Menschen mit nachvollziehbaren Motiven zeigt. Dann gibt es da noch Kip, den Cass vor einem schrecklichen Schicksal rettet. Er war mir direkt sehr sympathisch! Obwohl er sein Gedächtnis verloren hat und deswegen quasi nochmal ganz von vorne anfangen muss, hat er eine starke Persönlichkeit, die einem im Gedächtnis bleibt. In den unmöglichsten Situationen zeigt er immer wieder einen flapsigen Humor, was das düstere und hochspannende Buch manchmal etwas auflockert. »Wird das jetzt zur Gewohnheit, dass du allen, die versuchen, dich zu töten, vor ihrem Tod noch Versprechungen machst? Ich frage nur, weil es sein kann, dass dabei in Zukunft einige Verpflichtungen zusammenkommen.« (Kip) Über ein paar andere Charaktere hätte ich gerne noch mehr erfahren, wie zum Beispiel Piper, den Anführer des Widerstands, oder die gefürchtete Seherin, die als "Beichtmutter" bekannt ist. Sie tut wirklich schreckliche Dinge und ich hätte gerne besser verstanden, was sie dazu gebracht hat! Die Liebesgeschichte ist hat mir gut gefallen, obwohl (oder vielleicht gerade weil) sie sich langsam aufbaut und nicht im Mittelpunkt der Handlung steht. Ich fand sie rührend und gut geschrieben! Es gibt zwischendurch die Andeutung einer Dreiecksgeschichte, die mir etwas bemüht und konstruiert vorkam, aber sie spielt (noch?) keine allzu große Rolle. Obwohl die Handlung manchmal eher bedächtig voranschreitet, fand ich das Buch trotzdem nie langweilig. Die Grundidee wird schlüssig ausgebaut, und auch die Welt erschien mir stets gut durchdacht und komplex. Auch in den ruhigeren Passagen passiert in meinen Augen immer genug, um das Interesse wach zu halten! Der Schreibstil gefiel mir an sich sehr gut, aber mit der Übersetzung haderte ich ein bisschen... Nach einer Stelle, die mir merkwürdig vorkam, lud ich mir erstmal die Leseprobe des englischen Originals runter und verglich. Ich muss sagen, der Schreibstil verliert in der Übersetzung viel seiner Dringlichkeit und seiner interessanten Sprachmelodie! Manche Stellen sind meines Erachtens auch ein wenig verfälscht übersetzt. So flieht Cass zum Beispiel in einer Szene vor einem berittenen Verfolger, und dann wird gesagt: "Einer von ihnen packte meine Füße und riss mich auf sein Pferd." Wie kann man vom Pferd aus jemanden an den Füßen fassen?! Im Original: "One simply scooped me up as I ran, snatching the earth from under my feet." Grob übersetzt: "Einer sammelte mich einfach auf während ich rannte und riss mir die Erde unter den Füßen weg." Zum Teil werden Wörter auch als Fremdwort stehen gelassen, obwohl das im Deutschen dann etwas gestelzt oder unsinnig klingt. Ein Schreckgefühl ist zum Beispiel "insistent" (eindringlich) und Wangenknochen sind "prominent" (hervorstehend). Aber im Laufe des Buches las ich mich dennoch auch in die deutsche Übersetzung gut ein, und im Großen und Ganzen liest sie sich flüssig und ansprechend. Das Ende des Buches ist ein ziemlicher Hammer - ich glaube, meine Worte waren: »...was? Was?? WAAAaaaas?!!« Der Autorin ist es gelungen, mich eiskalt zu überraschen. Ein sehr mutiges Ende, an dem sich sicher die Geister scheiden werden, aber ich hoffe sehr, dass es im nächsten Band nicht irgendwie rückgängig gemacht wird!

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