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Das geheime Leben des Monsieur Pick

Roman

(20)
Über das Glück, vom Leben überrascht zu werden ...
Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.
Ein französisch-charmanter Roman über die Liebe, verlorene Träume und den Mut, sein Leben in die Hand zu nehmen. Leicht, beschwingt und voller Witz.
Portrait
David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft, wurde auch in Deutschland zum Bestseller und wird derzeit verfilmt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 13.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04760-1
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 205/135/32 mm
Gewicht 461
Originaltitel Le mystère Henri Pick
Verkaufsrang 9.525
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„„Diese Bibliothek ist gefährlich.“ (Ernst Cassirer - 1920) “

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

David Foenkinos neuer Roman “Das geheime Leben des Monsieur Pick” ist ein anspruchsvoller unterhaltsamer Roman, in dem so einiges steckt.
Irgendwo in der Bretagne entdeckt die junge ambitionierte Lektorin Delphine Despero in einem Museum der Dorfbücherei ein abgelehntes Romanmanuskript. Ein unentdeckter Autor? Ihr Interesse ist geweckt.
David Foenkinos neuer Roman “Das geheime Leben des Monsieur Pick” ist ein anspruchsvoller unterhaltsamer Roman, in dem so einiges steckt.
Irgendwo in der Bretagne entdeckt die junge ambitionierte Lektorin Delphine Despero in einem Museum der Dorfbücherei ein abgelehntes Romanmanuskript. Ein unentdeckter Autor? Ihr Interesse ist geweckt. Sie verliert sich in der Lebensgeschichte. Ihrer Rechereche zufolge ist kein anderer als der verstorbene Pizzabäcker Monsieur Pick der Urheber. Doch ist es kaum vorstellbar, dass besagter Monsieur Pick einen derart romantischen, gar lyrischen Roman verfassen konnte. Hatte ihn doch nie jemand mit einem Buch in der Hand gesehen! Geschweige mit einem Stift – allenfalls mit einem Notizblock, auf dem der Rechnungen für seine Kunden erstellte. Wie auch immer: Delphine sorgt für die Veröffentlichung und es wird ein Bestseller! Ganz einfach! Fragt sich jetzt, ob es sich wirklich um „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ handelt? Um das herauszufinden werden Sie viele liebevolle, verrückte, fröhliche und melancholische Menschen kennenlernen und so einige Überraschungen erleben.
Eine wunderbar amüsante Satire: einfallsreich, warmherzig, ironisch, dynamisch, großartig.
Mit direkter Sprache flott erzählt, gegen Ende wird es unglaublich spannend.

„Vergnüglich und unterhaltsam!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Hat Monsieur Pick nun das Buch geschrieben oder nicht? Ein spannendder frankophiler Verwicklungsroman mit vielen Facetten! Unterhaltsam und vergnüglich zu lesen! Bonjour d´amour! Tres bon! Hat Monsieur Pick nun das Buch geschrieben oder nicht? Ein spannendder frankophiler Verwicklungsroman mit vielen Facetten! Unterhaltsam und vergnüglich zu lesen! Bonjour d´amour! Tres bon!

Birgit Krompaß, Thalia-Buchhandlung Passau

Eine charmante, witzige und sehr intelligente Erzählung über die Entdeckung eines großartigen Manuskriptes in einer Bibliothek, die abgelehnte Bücher sammelt. Wer ist der Autor?
Eine charmante, witzige und sehr intelligente Erzählung über die Entdeckung eines großartigen Manuskriptes in einer Bibliothek, die abgelehnte Bücher sammelt. Wer ist der Autor?

Entstehung eine Buches und Wahnsinn der Vermarktung. Eine tolle Geschichte mit vielen schrulligen Charakteren. Entstehung eine Buches und Wahnsinn der Vermarktung. Eine tolle Geschichte mit vielen schrulligen Charakteren.

Nicole Klages, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein Buch, das mich elektrisiert hat, ist es doch eine Hommage an Richard Brautigan!!! Aber auch für alle, die keine Brautigan-Fans sind, lohnt sich diese bibliophile Geschichte! Ein Buch, das mich elektrisiert hat, ist es doch eine Hommage an Richard Brautigan!!! Aber auch für alle, die keine Brautigan-Fans sind, lohnt sich diese bibliophile Geschichte!

„Wer war der Autor?“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Ein Dorf in der Bretagne, eine Bibliothek mit einer außergewöhnlichen Abteilung: ein Regal für abgelehnte Manuskripten. Delphine Despero, Lektorin eines renommierten Verlages, entdeckt einen tollen Roman der zum Erfolg wird. Nur, wer hat ihn geschrieben? Auf der letzten Seite steht: Henri Pick. Wer war dieser Pizzabäcker?

Turbulente
Ein Dorf in der Bretagne, eine Bibliothek mit einer außergewöhnlichen Abteilung: ein Regal für abgelehnte Manuskripten. Delphine Despero, Lektorin eines renommierten Verlages, entdeckt einen tollen Roman der zum Erfolg wird. Nur, wer hat ihn geschrieben? Auf der letzten Seite steht: Henri Pick. Wer war dieser Pizzabäcker?

Turbulente Komödie über Buchmenschen, Autoren und Lesern mit leisem Humor und Augenzwinkern, die riesenspaß macht.

Das Hörbuch wird von Axel Milberg großartig gelesen. Man merkt, dass er Spaß an der Geschichte hat.

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein wunderbarer Roman über eine ganz besondere Bibliothek und über ein Manuskript, das einige Rätsel über den möglichen Verfasser aufgibt. Sehr unterhaltsam. Ein wunderbarer Roman über eine ganz besondere Bibliothek und über ein Manuskript, das einige Rätsel über den möglichen Verfasser aufgibt. Sehr unterhaltsam.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Nette Idee, leider durch die vielen Figuren etwas langatmig. Nette Idee, leider durch die vielen Figuren etwas langatmig.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Das Manuskript des Pizzabäckers
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 31.03.2017

Delphine, die junge aufstrebende Lektorin eines Verlags hat ein Gespür für Manuskripte und unentdeckte Autoren. Gleich mit dem ersten gelang ihr ein Erfolg in der Literaturszene, den zweiten jungen Autor nimmt sie gleich auch privat unter ihre Fittiche, sie werden nämlich ein Paar. Mit dem nächsten Manuskript von Frédéric... Delphine, die junge aufstrebende Lektorin eines Verlags hat ein Gespür für Manuskripte und unentdeckte Autoren. Gleich mit dem ersten gelang ihr ein Erfolg in der Literaturszene, den zweiten jungen Autor nimmt sie gleich auch privat unter ihre Fittiche, sie werden nämlich ein Paar. Mit dem nächsten Manuskript von Frédéric geht es aber nicht so gut voran, deshalb verbringen sie einen Urlaub in der Bretagne. Dort gibt es in der dörflichen Bücherei eine Besonderheit: Nach dem Muster eines amerikanischen Romans hat der Bibliothekar Gourvec eine „Bibliothek der abgelehnten Manuskripte“ geschaffen, dort darf jeder Autor sein Werk der Ewigkeit – oder des ewigen Vergessens – widmen. Und ausgerechnet dort macht Delphine eine Entdeckung: den Roman eines gewissen Monsieur Pick, der in ihren Augen ein Meisterwerk ist. Zurück in Paris stürzt sich die Presse auf dieses Manuskript, wer war dieser Henri Pick, der Zeit seines Lebens eine kleine Pizzeria im hintersten Zipfel der Bretagne betrieb? Was bewog ihn zum Schreiben, Madeleine, seine Witwe ist erstaunt, wie soll ihr Henri das gemacht haben. Nie hat sie ihn mit einem Stift in der Hand gesehen, aber der Presserummel wird immer größer und der kleine Ort mit der kleinen Bücherei wird zu einer Pilgerstätte des Literaturbetriebs. Verleger tummeln sich dort um wie Trüffelschweine nach einer weiteren unentdeckten Kostbarkeit zu forschen. Der Run wird immer größer und das Leben der Familie und Nachbarn gehörig durcheinander gewirbelt. Ich mag Bücher, die von Büchern handeln und diese neue Geschichte von David Foenkinos hat mir richtig gut gefallen. Mit viel französischen Esprit lässt er den Literaturzirkus auftreten. Eifrige Verleger, wichtige Kritiker, Journalisten und die gesamte Verlagswelt dürfen sich in ihrer Eitelkeit präsentieren. Die Suche nach dem Autor – dem richtigen – denn das der liebenswerte Pizzabäcker der Urheber ist, wird schnell angezweifelt, entwickelt sich zu einer spannend-komischen Spurensuche. Dabei nutzt der Autor die Gelegenheit die Welt der Verleger, Bestsellerautoren und Marketingexperten gehörig vorzuführen. Die Leichtigkeit der Sprache, das Augenzwinkern und der Charme haben mir an diesem Buch besonders gut gefallen. Eine wunderschöne Geschichte für alle Bücherfreunde. Ich konnte sie jedenfalls kaum aus der Hand legen.

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Französische Leselust
von Isaopera am 30.03.2017

David Feonkinos, der vielen Lesern durch "Nathalie küsst" bekannt sein könnte, hat in diesem Buch nicht nur seine Liebe zu Frankreich, sondern auch seine Liebe verewigt. Monsieur Pick - dieser Name steht nicht nur für ein ganz und gar durchschnittliches Leben, sondern auch für so manches Geheimnis, wie Delphine, eine... David Feonkinos, der vielen Lesern durch "Nathalie küsst" bekannt sein könnte, hat in diesem Buch nicht nur seine Liebe zu Frankreich, sondern auch seine Liebe verewigt. Monsieur Pick - dieser Name steht nicht nur für ein ganz und gar durchschnittliches Leben, sondern auch für so manches Geheimnis, wie Delphine, eine junge Lektorin, im Laufe dieses Romans feststellen darf. Begleitet wird sie hierbei von vielen liebevoll beschriebenen und für mich tief durchdrungenen Nebencharakteren, die alle für sich die Geschichte sehr bereichern. Hierbei wird das Erzähltempo teilweise gedrosselt, ja, bewusst herausgenommen, das stimmt. Für mich hat die Geschichte dadurch aber keineswegs verloren - ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und mich keine Sekunde lang gelangweilt :) Trotz ihrer Schwächen ist Delphine für mich ein Lieblingscharakter geblieben, denn ich konnte mich in sie von Anfang hineinversetzen und verstehe sie. Am menschlichsten war für mich wahrscheinlich Magalie, die einerseits einen Stereotyp einer Frau in ihrer Altersklasse darstellt, andererseits aber immer wieder überraschen kann. Wer Lust hat, sich von französischem Lebensgefühl, einem ganz tollen Schreibstil und einer bewegenden Geschichte mit viel Humor und Liebe zur Literatur anstecken zu lassen, der ist hier genau richtig! Von mir eine klare Empfehlung!

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Das geheime Leben des Monsieur Pick
von miss.mesmerized am 20.03.2017

Im kleinen bretonischen Dorf Crozon will die Literaturagentin Delphine Despero mit ihrem Ehemann, seinerseits Autor, nur ein wenig Urlaub bei den Eltern machen. In der lokalen Bibliothek stoßen sie auf eine Kuriosität, die auf den früheren Leiter, einen gewissen Jean-Pierre Gourvec, zurückgeht: er sammelte Manuskripte abgelehnter Romane. Unter jeder... Im kleinen bretonischen Dorf Crozon will die Literaturagentin Delphine Despero mit ihrem Ehemann, seinerseits Autor, nur ein wenig Urlaub bei den Eltern machen. In der lokalen Bibliothek stoßen sie auf eine Kuriosität, die auf den früheren Leiter, einen gewissen Jean-Pierre Gourvec, zurückgeht: er sammelte Manuskripte abgelehnter Romane. Unter jeder Menge unbrauchbarem Text stoßen sie jedoch auf einen Schatz, der die Literaturlandschaft Frankreich verändern sollte: Henri Picks Roman „Die letzten Stunden einer großen Liebe“. Schnell machen sie auch den Autor ausfindig: der lokale Pizzabäcker, bereits seit zwei Jahren tot, hatte offenbar noch eine zweite, literarische Seite, die niemand kannte. Mit dem Erfolg des Romans steigt auch das Interesse am Autor bzw. seinen Hinterbliebenen, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht. Doch Erfolg ruft bekanntermaßen auch böse Geister auf den Plan, die mit daran verdienen wollen bzw. denen hauptsächlich daran gelegen ist, das Glück der anderen zu zerstören. David Foenkinos ist bekannt für seine leichtfüßig Wohlfühl-Romane, die geschickt eben nicht seicht, sondern einfach begeisternd sind. Auch mit seinem Monsieur Pick kann er diesem Ruf wieder gerecht werden. Dieses Mal steht jedoch nicht die liebe oder die Unmöglichkeit selbiger im Zentrum, sondern der Literaturbetreib als solcher. Der Roman, der offenbar unheimlich gut ist – worum es geht, erfahren wir leider nie – und nicht ohne Wirkung auf die Leser bleibt, aber auch auf alle, die mit der Entstehung oder Veröffentlichung selbigen befasst sind. Bemerkenswert entwickelt sich die Geschichte um den verkannten Pizzabäcker zum Selbstläufer und kann von niemandem mehr kontrolliert werden. Ein regelrechter Medienhype entsteht. An dieser Stelle ist Foenkinos nicht nur sehr glaubwürdig und authentisch, sondern geradezu von der Realität überholt worden. Sein Satz „Er würde (…) eine Gesellschaft kritisieren, in der alles auf eine gut verkäufliche Idee ankam und der eigentliche Text in den Hintergrund trat.“ (S. 189) Zwingt dem Leser den Gedanken um die italienische Autorin Elena Ferrante geradezu auf (wobei die Jagd nach der Auflösung des Pseudonyms im großen Stil nach der Veröffentlichung von Foenkinos Roman aufgenommen wurde). Man hat keine Schwierigkeiten mehr sich vorzustellen, dass das Interesse an der mysteriösen Person hinter dem Roman größer ist als der literarische Wert des Werkes selbst. Daneben spielt natürlich wieder die Liebe in all ihren positiven wie negativen Schattierungen eine Rolle. Des Autors wiederkehrendes Thema wird auch hier nicht als die rosarot verklärte Verliebtheit geschildert, sondern als komplexe Angelegenheit, die meist nicht ohne schmerzliche Erfahrungen auskommt. Alle Figuren lieben, auf ihre Weise, mal mehr, mal weniger, aber einfach ist es nie. Und doch finden sie irgendwie wieder ein bisschen Glück. Auch wenn der Roman krimihafte Aspekte – die Suche nach dem wahren Autor – hat, stehen für mich doch eher die Figuren mit ihren unterschiedlichen Empfindlichkeiten sowie natürlich die etwas überzeichnete Darstellung des Literaturbetriebs im Vordergrund als die Auflösung des Mysteriums (das leider im deutschen Titel nicht übernommen wurde). In einem Interview mit der französischen Magazin Express sagte Foenkinos, dass er zeigen wollte, dass ein Manuskript das Leben der Menschen verändern kann, egal ob sie auf Seite der Autorenschaft oder als Leser damit in Berührung kommen. Eine Hommage an die Literatur und die Liebe habe er beabsichtigt – das ist ihm sehr überzeugend und unterhaltsam gelungen.

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