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Das Geheimnis des Strandvogts

Historischer Amrum Krimi

(6)
September 1845. Zwei Pferde ziehen einen Leiterwagen mit wenigen Fahrgästen durch das nebelverhangene Watt von Föhr nach Amrum. Beinahe wären sie an der Leiche von Busso Dahl, dem Postläufer, vorbeigefahren. Er wurde von einer Harpune getroffen, mit einer Axt erschlagen und mit Holzpfählen im Watt angepflockt.
Auf dem Gespann befindet sich auch der Reiseschriftsteller Georg Kohl, der die Insel Amrum erforschen möchte. Doch der Anblick der Leiche im Watt lässt ihn nicht los. Und so versucht er mit Hilfe von Dina Martensen und dem Herumstreuner Nickels, den Mörder zu finden. Dabei stoßen sie auf eine alte Geschichte und ein dunkles Geheimnis und bringen sich selbst in Gefahr.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 249 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783954751068
Verlag Prolibris
Verkaufsrang 18.855
eBook
8,99
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Rezension zu "Das Geheimnis des Strandvogts"
von Zsadista am 18.09.2014
Bewertet: Kunststoff-Einband

Amrum 1845. Der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl reist mit einem Leiterwagen und weiteren Fahrgästen von Föhr durch das Watt nach Amrum. Unterwegs stoßen sie auf eine Leiche. Es ist der Postläufer Busso Dahl von Amrum. Er wurde mit einer Harpune erschossen, mit einer Axt erschlagen und mit Holzpfählen an... Amrum 1845. Der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl reist mit einem Leiterwagen und weiteren Fahrgästen von Föhr durch das Watt nach Amrum. Unterwegs stoßen sie auf eine Leiche. Es ist der Postläufer Busso Dahl von Amrum. Er wurde mit einer Harpune erschossen, mit einer Axt erschlagen und mit Holzpfählen an den Boden gepflockt. Mit der Leiche auf dem Gespann geht es weiter zu der Insel. Zwar wollte Kohl über die Insel einen Reiseführer schreiben, doch lässt ihn die Geschichte um den seltsamen Tod von Dahl nicht in Ruhe. Bei seinen Nachforschungen für sein Buch und über den Mord, freundet er sich mit Dina Martensen an. Auch sie findet dass der Tod des Postläufers seltsam ist. Gemeinsam versuchen sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch die Sache ist gefährlicher als gedacht. „Das Geheimnis des Strandvogts“ ist ein wunderbar atmosphärischer Insel-Krimi. Die Umgebung ist sehr gut beschrieben, man sieht die Insel richtig vor Augen ohne dass zu viele Worte darüber gemacht werden. Ich mag es, wenn nicht alles bis zum kleinsten Grashalm beschrieben wird und man selbst noch seine Phantasie spielen lassen kann. Die Protagonisten sind sympathisch und man fiebert mit ihnen mit, ob das Ganze doch noch ein gutes Ende bekommt. Die Story ist so gehalten, dass ich selbst ständig am überlegen war, wer der Täter war und warum er es getan hat. Trotzdem war ich über die Auflösung überrascht. Da wäre ich nicht drauf gekommen, allerdings war alles nachvollziehbar und somit absolut klasse. Für mich war das ein richtig guter historischer Krimi mit Spannung.

Geheimnisse
von leseratte1310 am 17.09.2014
Bewertet: Kunststoff-Einband

Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl sucht auf Amrum Grundlagen für sein neues Buch. Schon bei der Anreise mit dem Pferdewagen durchs Watt entdeckt die Gesellschaft einen Toten. Es handelt sich um den Postläufer. Die Verletzung lassen an eine Hinrichtung denken. Strandvogt Hinrich Gulderling hat wenig Interesse an der Klärung dieses Todesfalles,... Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl sucht auf Amrum Grundlagen für sein neues Buch. Schon bei der Anreise mit dem Pferdewagen durchs Watt entdeckt die Gesellschaft einen Toten. Es handelt sich um den Postläufer. Die Verletzung lassen an eine Hinrichtung denken. Strandvogt Hinrich Gulderling hat wenig Interesse an der Klärung dieses Todesfalles, versucht es gar als Unfall darzustellen. Keiner scheint dem toten Postläufer nachzutrauern, denn er war sehr unbeliebt. Kohls Neugier ist geweckt und er betreibt eigene Ermittlungen. Dabei unterstützt ihn Dina Martensen, die auf der Insel lebt. Sie decken einige Geheimnisse auf und bringen sich damit in Gefahr. Schon die Beschreibung der Fahrt durchs Watt gibt einem eine gute Vorstellung der gruselige Atmosphäre. 1845 gehört Amrum zum dänischen Königreich und unterliegt damit der dänischen Gesetzgebung, die vom Strandvogt durchgesetzt werden muss. Die Nichteinhaltung der Verbote (wie Austern oder Strandgut sammeln) werden daher streng geahndet. Das Leben auf der Insel wird anschaulich beschrieben. Die Menschen dort haben es nicht leicht. Das knappe Auskommen wurde gerne durch das Erbeuten von Strandgut aufgestockt. Der sympathische Kohl ist schon aufgrund seines Berufes ein neugieriger und wissbegieriger Mensch. Die junge Dina Martensen hat das Herz auf dem rechten Fleck und kümmert sich um Nickels, einen Waisenjungen, der ziemlich verwahrlost ist und den die Bewohner fälschlicherweise für dumm halten. Nickels zeigt dann, was in ihm steckt. Strandvogt Gulderling ist ein harter und nicht gerade sympathischer Mensch, der auch etwas zu vertuschen hat. Die Kräuterfrau, die über alles im Bilde ist, ist auch eine interessante Figur. Ich mag die Kombination aus Krimi und historischem Roman sehr gerne. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen. Das Leben der kleinen Gemeinschaft mit allen Stärken und Schwächen wird sehr schön geschildert. Die Spannung baut sich langsam auf und steigert sich bis zum überraschenden Schluss. Ein toller und spannender historischer Krimi mit interessanten Figuren.

Tolle Atmosphäre
von PMelittaM aus Köln am 15.09.2014
Bewertet: Kunststoff-Einband

1845: Bei einer Wattfahrt von Föhr nach Amrum entdecken die Fahrgäste einer Kutsche eine Leiche. Es ist der Amrumer Postläufer Busso Dahl und es scheint, als sei er gleich mehrfach ermordet worden. Zu den Fahrgästen gehört auch der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl, der über die Insel Amrum berichten möchte,... 1845: Bei einer Wattfahrt von Föhr nach Amrum entdecken die Fahrgäste einer Kutsche eine Leiche. Es ist der Amrumer Postläufer Busso Dahl und es scheint, als sei er gleich mehrfach ermordet worden. Zu den Fahrgästen gehört auch der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl, der über die Insel Amrum berichten möchte, und nun versucht, den Mörder zu finden. Volker Streiter ist es gelungen, einen sehr atmosphärischen Roman zu schreiben. Schon von der ersten Seite an, meint man, mit in der Kutsche zu sitzen, über die Insel zu streifen und eine Zeitreise gemacht zu haben. Nicht nur die Stimmung der Insel sondern auch die der Zeit sind wunderbar eingefangen. Es wird sehr bildhaft erzählt, die Sprache erscheint der Zeit angepasst. Ich schreibe absichtlich „Roman“ und nicht „Kriminalroman“, denn, auch wenn es hier gilt, einen Mordfall zu lösen, laufen die Ermittlungen größtenteils nur nebenher. Natürlich wird der Fall gelöst und zwar logisch und konsequent, wenn auch größtenteils eher zufällig, aber dennoch hatte ich selten das Gefühl, einen Kriminalroman zu lesen. Meiner Meinung nach werden auch nicht alle Frage aufgeklärt, aber, da ich nicht spoilern möchte, unterlasse ich es, ein Beispiel zu nennen. Der Autor legt offenbar größeren Wert darauf, uns die damaligen Lebensverhältnisse, die Insel, die darauf lebenden Menschen und deren Beziehungen näher zu bringen. Die Insulaner sind teilweise recht interessante Menschen, sei es der titelgebende Strandvogt, ein Kapitän im Ruhestand oder eine Kräuterkundlerin, jedoch ist es dem Autor in meinen Augen leider nicht gelungen, sie tiefgehend zu charakterisieren, sie bleiben mir fremd und berühren mich nicht wirklich. Gut gefallen hat mir, dass Johann Georg Kohl tatsächlich gelebt hat. Die Beziehungen untereinander sind verstrickter, als man zunächst annimmt, die sich anbahnende Liebesbeziehung hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, sie erschien mir etwas aufgesetzt und unter dem Motto „Jeder Roman benötigt eine Liebesgeschichte“. Der Roman lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Der historische Aspekt und die tolle Atmophäre haben mich überzeugt, der Kriminalfall und die Charaktere weniger. Insgesamt möchte ich den Roman aber schon empfehlen, vor allem an jene, die gerne gut recherchierte historische Romane lesen und sich auf die nordfriesischen Inseln der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückversetzen lassen möchten.