Das Geheimnis des unendlichen Raums

Ein Kopernikus-Roman

(5)

Der junge Benediktinermönch Alanus von Buchholz macht sich 1543 im Auftrag der Inquisition auf den Weg in die blühende Handelsstadt Nürnberg, um das letzte große Werk des Kopernikus zu prüfen. Sein Inhalt ist ein Skandal für die Heilige Mutter Kirche: Angeblich soll nicht die Erde im Mittelpunkt des Universums stehen, sondern die Sonne, und die Erde soll nur ein Himmelskörper unter vielen sein, die sich gehorsam wie Sklaven um die Sonnen bewegen.
Doch als er in Nürnberg ankommt, ist der Buchdrucker tot und das Manuskript verschwunden. Alanus gerät unter Mordverdacht und flieht mit der schönen Julia Fugger, Spross des mächtigsten Handelsgeschlechtes der Frühen Neuzeit. Die Suche nach dem wahren Täter führt die beiden in den Untergrund der Stadt und in die Abgründe der damaligen Religionspolitik. Ein packender Roman über die Macht konkurrierender Weltbilder.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 277
Erscheinungsdatum 08.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-451-06860-7
Verlag Herder
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/3,5 cm
Gewicht 398 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
15,00
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Das Werk des Kopernikus
von leseratte1310 am 28.11.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Domherrn Nikolaus Kopernikus hat ein Schriftstück verfasst, das der Kirche keine Freude bereiten wird, behauptet er doch, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern die Sonne. Tolosani, der Abgesandte der heiligen Inquisition, macht sich in Begleitung von Alanus von Buchholz, der junge Benediktinermönch, auf den Weg... Domherrn Nikolaus Kopernikus hat ein Schriftstück verfasst, das der Kirche keine Freude bereiten wird, behauptet er doch, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern die Sonne. Tolosani, der Abgesandte der heiligen Inquisition, macht sich in Begleitung von Alanus von Buchholz, der junge Benediktinermönch, auf den Weg zu Kopernikus, um das Dokument zu prüfen bevor es veröffentlich wird. Doch dann kann sich Kopernikus durch einen Schlaganfall nicht mehr verständlich machen. Das Schriftstück ist bereits auf dem Weg nach Nürnberg zur Druckerei und Tolosani und Alanus reisen hinterher. Dort brennt das Lagerhaus der Fuggers. Als Julia Fugger zur Druckerei kommt, in der drei Bücher zur Reparatur sind, entdeckt sie dort einen Toten und ihre Bücher sind genauso verschwunden wie das Original-Manuskript von Kopernikus. Der junge Bürgermeister Leitner beschuldigt Julia und Alanus des Mordes. Die beiden flüchten, aber sie wollen die Geschichte nicht einfach so hinnehmen und machen sich an die Ermittlungen. Das Buch liest sich angenehm flüssig. Die Geschichte ist sehr fesselnd. Geschickt wurde Historie mit einem fiktiven Kriminalfall verknüpft. Die Inquisition wird angesprochen wie auch die Konflikte zwischen den Glaubensrichtungen, Judenverfolgung und Hexerei. Gleichzeitig erfährt man einiges über die Fugger. Kopernikus war sehr gläubig, aber seine wissenschaftlichen Erkenntnisse waren ihm eben auch sehr wichtig. Die sympathische Julia ist sehr clever und unterstützt Alanus in seinen Recherchen. Auch damals gab es schon heftige Machtspielchen und Intrigen. Jedes Mittel sein Ziel zu erreichen, war recht. Unverhoffte Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung erhalten bleibt. Der Anhang bietet noch viele zusätzliche Informationen. Ein toller historischer Krimi.

Ein gelungenes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Lüdinghausen am 26.11.2015

Inhalt/Klappentext: Der junge Mönch Alanus Buchholz macht sich 1543 im Auftrag der Inquisition auf den Weg in die blühende Handelsstadt Nürnberg, um das letzte große Werk des Kopernikus zu prü­fen. Sein Inhalt ist ein Skandal für die Heilige Mutter Kirche: Angeblich soll nicht die Erde im Mit­telpunkt des Universums stehen,... Inhalt/Klappentext: Der junge Mönch Alanus Buchholz macht sich 1543 im Auftrag der Inquisition auf den Weg in die blühende Handelsstadt Nürnberg, um das letzte große Werk des Kopernikus zu prü­fen. Sein Inhalt ist ein Skandal für die Heilige Mutter Kirche: Angeblich soll nicht die Erde im Mit­telpunkt des Universums stehen, sondern die Sonne, und die Erde soll nur ein Himmelskörper unter vielen sein, die sich gehorsam wie Sklaven um die Sonne bewegen. Doch als er in Nürnberg ankommt, ist der Buchdrucker tot und das Manuskript verschwunden. Alanus gerät unter Mordverdacht und flieht mit der schönen Julia Fugger, Spross des mächtigsten Handelsgeschlechtes der Frühen Neuzeit. Die Suche nach dem wahren Täter führt die beiden in den Untergrund der Stadt und in die Abgründe der damaligen Religionspolitik ...“ Cover: Das Cover finde ich ehrlich gesagt ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich finde, es passt irgendwie nicht so gut zum Buch. Auch wenn ich sagen muss, dass ich die Farben toll finde und das Motiv auch. Aber für das Buch hätte ich mir etwas anderes vorgestellt und auch passender gefunden. Ist zwar mal etwas anderes, aber meinen Geschmack hat es leider nicht so getroffen. Mein Fazit: Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten konnte ich mich auch ganz gut in die Charaktere hineinversetzen. Der Autor hat auf jeden Fall einige Zeit in die Recherche der Zeit des Kopernikus investiert. Das muss man schon auch zu schätzen wissen. Ich selbst habe mich mit der Zeit vorher noch nicht beschäftigt, fand aber einige Ausführungen sehr interessant. Das dann in ein historisches Buch zu packen, in dem gleichzeitig ein Mord aufgeklärt wird, hat mir gut gefallen. Die Schreibweise war auch gelungen und schnell und flüssig zu lesen. Ich finde, es ist ein Roman, der ein wenig Wissenschaft (aber für jeden verständlich geschrieben), ein wenig Krimi und ein wenig Geschichte in einem vereint. Ich vergebe hier 4 von 5 Punkten.

Als die Gedanken grenzenlos wurden…
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2015

“Die Weltumseglung, die Entdeckung des größten Kontinents der Erde, die Erfindung des Kompasses, die Verbreitung des Wissens durch die Druckpresse, die Revolutionierung der Kriegskunst durch das Schießpulver, die Rettung antiker Handschriften, die Wiederbelebung der gelehrten Forschung, all das legt Zeugnis ab vom Triumph unseres Neuen Zeitalters.” Nikolaus Kopernikus In dieser... “Die Weltumseglung, die Entdeckung des größten Kontinents der Erde, die Erfindung des Kompasses, die Verbreitung des Wissens durch die Druckpresse, die Revolutionierung der Kriegskunst durch das Schießpulver, die Rettung antiker Handschriften, die Wiederbelebung der gelehrten Forschung, all das legt Zeugnis ab vom Triumph unseres Neuen Zeitalters.” Nikolaus Kopernikus In dieser Zeit des Aufbruchs, in der die Alte Welt jenseits des großen Ozeans auf eine neue traf, in der vor dem Vergessen gerettete noch ältere Gedanken nun neu bedacht werden zu konnten, in einer Zeit als es endlich möglich war, Gedanken für viele Menschen festzuhalten und zugänglich zu machen, in dieser Zeit im Jahr 1542 spielt der historische Roman “Das Geheimnis des unendlichen Raums“. In diesem Jahr will der Frauenburger Domherr Nikolaus Kopernikus, ein Jurist und Verwalter im Dienste des Fürstbistums Ermland, ein unwirtlicher Ort in Preußen, sein Lebenswerk herausbringen. Er, der seine freie Zeit der Mathematik und Astronomie gewidmet hat, akribisch Nacht für Nacht die Bewegungen der Planeten festgehalten hat, um endlich zu beweisen, was vor ihm schon andere Große gedacht haben: die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums. Die Besitzerin der einzigen Wahrheit, die katholischen Kirche, ist sich des möglichen Sprengstoffes dieses Werkes bewusst und schickt den Vertreter der Inquisition Tolosani und den Astronomiekundigen jungen Mönch Alanus von Buchholz in den Norden, um die Deutungshoheit der Mutter Kirche über das was war, ist und sein wird, zu verteidigen. Sollten Kopernikus Beobachtungen die Berechnungen antiker Vordenker beweisen können, sollte das bis dahin unumstößliche Ptolomäische Weltbild diesmal wirklich ins Wanken geraten, hatten sie den Auftrag dies zum Wohle der Menschheit zu verhindern. Doch sie kommen zu spät. Als die Beiden die Burg erreichen, ist der Gelehrte Kopernikus durch einen nächtlichen Schlaganfall, der Sprache beraubt und sie müssen von seinem Assistenten Rheticus erfahren, dass sich sein einziges Manuskript bereits in Nürnberg in der Druckerei Petreius befindet. Die beiden Männer machen sich auf den beschwerlichen Weg in die Fuggerstadt. Als sie die Druckwerkstatt aufsuchen, geraten sie hinein in die Mordermittlungen des jungen, übereifrigen Bürgermeisters Leitner. Der Druckergehilfe des Petreius ist früh morgens von der jungen Julia Fugger, die drei wertvollen Bücher ihres Vaters abholen sollte, in Begleitung ihrer Dienerin erstochen aufgefunden worden. Die neuzubindenden Bücher, unter ihnen welche, die die Kirche verboten hat, sowie das Manuskript des Kopernikus Werkes sind verschwunden, die schon getätigten Drucke aber noch vorhanden. Der Tote hat drei mysterieuse Zeichen als möglichen Hinweis auf seinen Mörder in sein eigenes Blut gemalt. Dies und der Hinweis auf einen eine Mönchskutte tragenden Täter führen dazu, dass Julia und Alanus unter Verdacht geraten. Woraufhin die temperamentvolle und gebildete Kaufmannstochter spontan beschließt mit ihm vom Tatort zu fliehen, um im Verborgenen selbst die Tat aufzuklären. Christoph Andreas Marx beweist mit seinem historischen Roman, was ich als Minimalbegabte im Naturwissenschaftsbereich fast so vehement geleugnet hätte, wie einst die katholische Kirche das heliozentrische Weltbild des Kopernikus: das Wissenschaft(-sgeschichte) furchtbar spannend sein kann. Eingebettet in einen Plot aus Mord und verbotenen Gefühlen, mit Nürnberg als Handlungsort, eine der geschichtsträchtigsten Städte Deutschlands, die hier nicht nur das dekorative Bühnenbild bietet und Figuren, die nicht nur Abziehbilder ihrer Zeit darstellen. Die detailreichen Beschreibungen und lebendigen Dialoge in einer wundervoll literarischen Sprache, der ich nach dem zweiten Satz verfallen war. Dieser Roman lässt den Leser eintauchen in eine ferne Zeit voller Umbrüche, in der der Anspruch auf die eine Wahrheit sich langsam auflöst, in der der Gedankenfreiheit der Weg geebnet wird und damit aber auch die Angst wächst vor dem unendlichen weiten Raum, den nun jeder mutig mit Wahrheiten füllen muss.