Das Gesicht meines Mörders

Psychothriller

(14)
Sie muss sich erinnern, um zu überleben.
Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder an ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist.
«Liebling!» Ein Strahlen breitet sich auf dem Gesicht des Mannes aus. Er hat überraschend helle blaue Augen. «Wie fühlst du dich?»
Liebling. Ich starre ihn an. Ich habe ihn noch nie im Leben gesehen.
Zahllose Fragen liegen mir auf der Zunge. Wer sind Sie? Was machen Sie hier? Was ist mit mir passiert? Doch als ich den Mund öffne, bringe ich nur ein heiseres Krächzen zustande.
Der Mann beugt sich vor. «Das kommt von den Schläuchen», sagt er mit sanfter Stimme. «In ein paar Tagen ist das abgeheilt.» Er sieht mich besorgt an. «Erinnerst du dich …?»
Ich schüttele den Kopf. Ich muss ihn fragen, wer er ist. Mein Freund? Mein Mann? Mein Bruder?
«Wer …?» Noch während ich das Wort krächze, fällt mir eine viel wichtigere Frage ein. «Wer bin ich?»
Der Mann starrt mich an. «Du – du weißt nicht …?»
Ich bewege den Kopf hin und her.
«Dein Name ist Clara Winter. Du bist meine Frau. Wir sind seit zwei Jahren verheiratet. Ich bin Roland Winter. Wir leben in Berlin. Ich bin Schriftsteller, und du …
Ich schließe die Augen. Am liebsten würde ich mir die Ohren zuhalten und laut «Halt» schreien, doch dazu habe ich nicht die Kraft. Zu viele Informationen auf einmal. Als würde ich von einem Güterzug voller Wörter überrollt.
Clara Winter. Der Name sagt mir nichts. Ich spüre ihn nicht.
Kann es passieren, dass man sich selbst vergisst?
Portrait
Sophie Kendrick lebte in verschiedenen europäischen Ländern, unter anderem in Großbritannien, wo sie englische Literatur studierte und über die Schwestern Brontë forschte. Sie arbeitete in einer Agentur für Buchprojekte und als Ghostwriterin, bevor sie ihren ersten eigenen Roman schrieb.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.12.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783644573918
Verlag Rowohlt E-Book
Verkaufsrang 6.882
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
9
3
1
1
0

das war nix
von MissRichardParker am 01.03.2017

Ich war leider enttäuscht von dem Buch. Mich konnte die Geschichte gar nicht überzeugen. Das Thema ist schon ziemlich ausgelutscht wenn ich es mal so sagen darf. Gedächtnisverlust... Wem kann man noch trauen? Wer lügt? Wer ist gut? Wer ist böse? Dazu kam, dass mir die Charaktere durchwegs unsympathisch... Ich war leider enttäuscht von dem Buch. Mich konnte die Geschichte gar nicht überzeugen. Das Thema ist schon ziemlich ausgelutscht wenn ich es mal so sagen darf. Gedächtnisverlust... Wem kann man noch trauen? Wer lügt? Wer ist gut? Wer ist böse? Dazu kam, dass mir die Charaktere durchwegs unsympathisch waren. Clara handelt oft so mühsam dass ich das Buch am liebsten weg gelegt hätte. Mir war es zu konstruiert, zu unrealistisch, schlussendlich zu nervig. Was ich aber gut fand war der Schreibstil. Der war flüssig und angenehm zu lesen. Darum habe ich das Buch auch bis zum Schluss gelesen. Aber weiterempfehlen kann ich es leider nicht.

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Kann man sich selbst vergessen? Hoch spannendes Psychothriller-Debüt
von Nisnis aus Dortmund am 18.12.2016
Bewertet: Klappenbroschur

Bei einem Einbruch wird Clara Winter von einem Täter niedergeschlagen und fällt schwer verletzt ins Koma. Als Clara aus dem Koma erwacht scheinen ihr Leben und ihre Erinnerung restlos ausgelöscht. An ihrem Krankenbett sitz ihr Ehemann Roland, eine für sie völlig fremde Person. Langsam, ganz langsam lässt sie sich... Bei einem Einbruch wird Clara Winter von einem Täter niedergeschlagen und fällt schwer verletzt ins Koma. Als Clara aus dem Koma erwacht scheinen ihr Leben und ihre Erinnerung restlos ausgelöscht. An ihrem Krankenbett sitz ihr Ehemann Roland, eine für sie völlig fremde Person. Langsam, ganz langsam lässt sie sich auf den liebevollen Schriftsteller ein und will einen Neuanfang mit ihm beginnen. Doch plötzlich werden alle behutsamen Anfänge zunichte gemacht, als jemand versucht Clara zu töten. Clara begreift dass sie sich erinnern muss und beginnt ihr Leben zu rekonstruieren. Sie findet heraus dass sie sich am Tag des Einbruchs mit einer Frau treffen wollte, die seitdem spurlos verschwunden ist. Clara ist verzweifelt und äußerst labil und trotzdem fängt sie an ihr Leben von hinten aufzurollen, doch damit begibt sie sich in höchste Gefahr. Die Autorin: Sophie Kendrick lebte in verschiedenen europäischen Ländern, unter anderem in Großbritannien, wo sie englische Literatur studierte und über die Schwestern Brontë forschte. Sie arbeitete in einer Agentur für Buchprojekte und als Ghostwriterin, bevor sie ihren ersten eigenen Roman schrieb. Reflektionen: Das Gesicht meines Mörders ist ein gelungenes Debüt. Thematisch ist das Mysterium des sich nicht erinnern Könnens zwar häufig in Psychothrillern angewandt, doch Sophie Kendrick tut dies literarisch auf eine besondere und erfrischende Weise. Sie erzählt die dramatische Geschichte aus einer einzelnen Perspektive heraus und schafft durch die Ich-Erzählform eine intensive und starke Bindung zu der Figur der Clara Winter. Clara ist sympathisch und sie erarbeitet sich im Laufe der spannenden Handlung eine Rekonstruktion ihres Lebens. Psychologisch geschickt aufgebaut erlebt der Leser ein Auf und Ab von Emotionen mit, die die Figur durchstehen und durchhalten muss. Clara leidet unter dem Verlust ihrer Erinnerung und sie gerät immer wieder in akute Panik, taucht tief ein in ein Meer aus Selbstzweifel und Angst und kämpft gegen einen immer wiederkehrenden Alptraum an. Trotz ihrer authentisch dargestellten Labilität ist sie dennoch eine sehr angenehm taffe und starke Frau, die sich so schnell nicht beeinflussen lässt und kämpft. An Claras Seite ist ihr Ehemann, der für sie jedoch eine völlig fremde Person ist. Dieses sich langsam annähern und die Konflikte die eine derartige Situation in einer Beziehung mit sich bringen, hat Sophie Kendrick sehr fein ausgearbeitet, interessant aufbereitet und schriftstellerisch mit einen angenehm flüssigen und sanften Schreibstil angereichert. Die Entwicklung der Geschichte findet in gemäßigtem Tempo statt, so dass sich die düstere Stimmung und die dramatische Spannung so entfaltet, dass der Leser völlig gefangen genommen sein Lesetempo erhöht. Trotz dieses einzelnen Handlungsstranges kommt es zu keinen Längen, denn Sophie Kendricks fädelt immer wieder Wendungen ein, die bis zum Show Down zu einem großen Knäuel heranwachsen, bevor sie am Ende logisch mit einer unvorhergesehenen Auflösung verschmelzen. Und keine Sorge, dies ist kein Psychothriller über eine Hauptfigur mit einer kaputten und kranken Seele à la Girl on the Train, die den Buchmarkt zu genüge überschwemmt hat. Fazit und Bewertung: Dieses gelungene Psychothriller-Debüt empfehle ich sehr gern weiter.

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Ich muss mich erinnern um zu überleben
von Isabel W. aus Essen am 27.01.2017
Bewertet: Klappenbroschur

Klara Winter erwacht nach einem Mordanschlag im Krankenhaus. Sie wurde niedergeschlagen und leidet seitdem unter einer Amnesie. Wer ist sie eigentlich? Ist sie wirklich paranoid, wie ihr von mehreren Seiten bescheinigt wird? Kann sie ihren eigenen Erinnerungen dann überhaupt trauen? Und was ist mit ihrem Ehemann, der sie in letzter Sekunde... Klara Winter erwacht nach einem Mordanschlag im Krankenhaus. Sie wurde niedergeschlagen und leidet seitdem unter einer Amnesie. Wer ist sie eigentlich? Ist sie wirklich paranoid, wie ihr von mehreren Seiten bescheinigt wird? Kann sie ihren eigenen Erinnerungen dann überhaupt trauen? Und was ist mit ihrem Ehemann, der sie in letzter Sekunde aus dem brennenden Haus gerettet hat? Ist er ehrlich besorgt um sie oder hat er selber versucht sie umzubringen? Wer ist die Frau, die sich mit Klara am Tag des Mordversuchs treffen wollte? Es folgen weitere Anschläge auf Klaras Leben. Klara muss sich erinnern um ihr Leben zu retten. Sie weiß nicht, wem sie wirklich trauen kann.. Die Wendung zum Schluss habe ich tatsächlich nicht erwartet. Der Roman war flüssig geschrieben und ich habe es in wenigen Tagen ausgelesen. Ich war wirklich positiv überrascht von diesem Erstlingswerk. Das wird nicht mein letztes Buch von Frau Kendrick bleiben. Ich hoffe sehr, dass schon bald ein weiteres Buch folgt.

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