Das Glück in glücksfernen Zeiten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Rinke-Preis 2010

(11)

»Ein schrecklich guter Krisenroman.« Focus
Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade, erst recht nicht für promovierte Philosophen. Daher nimmt Gerhard Warlich einen Job in einer Großwäscherei an und richtet sich ein in seiner wenig aufregenden, aber sicheren Existenz. Doch als sich seine Freundin Traudel ein Kind wünscht, gerät Warlich, der am liebsten nur halbtags leben möchte, völlig aus dem Tritt. Genazino erzählt diese Geschichte eines traurigen Helden, eines an Details leidenden Alltagsmelancholikers, und seiner viel weniger traurigen Freundin mit verblüffender Lakonie.

Portrait

Wilhelm Genazino wurde 1943 in Mannheim geboren, arbeitete zunächst als Journalist, später als Redakteur und Hörspielautor. Als Romanautor wurde er 1977 mit seiner ›Abschaffel‹-Trilogie bekannt und gehört seither zu den wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren.

Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem erhielt er 1998 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2004 den Georg-Büchner-Preis. 2007 wurde er mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, 2010 mit dem Rinke-Sprachpreis. 2011 wurde Genazino in die Akademie der Künste gewählt. 2013 erhielt er den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2014 den Samuel-Bogumil-Linde-Preis für sein literarisches Werk. Wilhelm Genazino lebt in Frankfurt am Main.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 01.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13950-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/1,3 cm
Gewicht 173 g
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Buchhändler-Empfehlungen

„Brilliant!“

Anja Gómez, Thalia-Buchhandlung Euskirchen

Gerhard Warlich ist studierter Philosoph. Da der Arbeitsmarkt für Philosophen aber nicht viel übrig hat, übernimmt er eine Stelle in einer Wäscherei und richtet sich dort, so gut es eben geht, ein. Es ist nicht sein Traum, aber ein sicherer Job. Doch dann wünscht sich seine Freundin Traudel plötzlich ein Kind von ihm und Warlich wird vollkommen aus der Bahn geworfen...
Es ist ein komisches und ein trauriges Buch; zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken. Es ist eine Geschichte von Verzweiflung an Leben und Liebe. Großartig!
Dies war mein erster Roman von Genazino und ganz bestimmt nicht der letzte!
Gerhard Warlich ist studierter Philosoph. Da der Arbeitsmarkt für Philosophen aber nicht viel übrig hat, übernimmt er eine Stelle in einer Wäscherei und richtet sich dort, so gut es eben geht, ein. Es ist nicht sein Traum, aber ein sicherer Job. Doch dann wünscht sich seine Freundin Traudel plötzlich ein Kind von ihm und Warlich wird vollkommen aus der Bahn geworfen...
Es ist ein komisches und ein trauriges Buch; zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken. Es ist eine Geschichte von Verzweiflung an Leben und Liebe. Großartig!
Dies war mein erster Roman von Genazino und ganz bestimmt nicht der letzte!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein wunderbarer Roman. Tieftraurig und ungeheuer bewegend. Literarisch wertvoll. Ein wunderbarer Roman. Tieftraurig und ungeheuer bewegend. Literarisch wertvoll.

„Wilhelm Genazino“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Beschreibt die Lebensunfähigkeit eines Mannes, der nur „halbtags leben“ will. Lakonisch zugespitzte Analyse des Innenlebens des Helden, der auf seiner Glückssuche sich dem Wahnsinn nähert. Eine Schlüsselrolle fällt „Traudel“ zu, die ihn mit ihrem Wunsch nach einem Kind völlig aus der Bahn wirft. Genazino verfügt über einen ganz eigenen Sprachduktus, den man mag oder nicht. Hinter der ironisch-witzigen Beschreibung seines Protagonisten öffnen sich tragische Abgründe, die mit den Worten Einsamkeit, Sinnlosigkeit des Seins und Abtauchen in eine Metawelt nur unzulänglich beschrieben sind.
Beschreibt die Lebensunfähigkeit eines Mannes, der nur „halbtags leben“ will. Lakonisch zugespitzte Analyse des Innenlebens des Helden, der auf seiner Glückssuche sich dem Wahnsinn nähert. Eine Schlüsselrolle fällt „Traudel“ zu, die ihn mit ihrem Wunsch nach einem Kind völlig aus der Bahn wirft. Genazino verfügt über einen ganz eigenen Sprachduktus, den man mag oder nicht. Hinter der ironisch-witzigen Beschreibung seines Protagonisten öffnen sich tragische Abgründe, die mit den Worten Einsamkeit, Sinnlosigkeit des Seins und Abtauchen in eine Metawelt nur unzulänglich beschrieben sind.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Haben's Philosophen schwerer?
von Xirxe aus Hannover am 25.09.2012
Bewertet: Hörbuch (CD)

Gerhard Warlich, promovierter Philosoph, gelangte über einen Aushilfsjob in einer Wäscherei auf die Stelle des Geschäftsführers, die er nun schon seit 15 Jahren zur Zufriedenheit des Eigentümers ausfüllt. Doch er selbst ist alles andere als zufrieden. Er fühlt sein Leben an sich vorbeiplätschern, ereignislos, ein Tag wie der andere... Gerhard Warlich, promovierter Philosoph, gelangte über einen Aushilfsjob in einer Wäscherei auf die Stelle des Geschäftsführers, die er nun schon seit 15 Jahren zur Zufriedenheit des Eigentümers ausfüllt. Doch er selbst ist alles andere als zufrieden. Er fühlt sein Leben an sich vorbeiplätschern, ereignislos, ein Tag wie der andere und meint, dieses Problem auch bei den meisten anderen Menschen zu erkennen. In seinem Innern erhofft er sich noch immer eine Stellung, die seines Studiums angemessen ist und damit die Eintönigkeit seines Daseins beendet. Dennoch ist ihm bewusst, dass es ihm im Grunde genommen gut geht und er keinen Anlass zum Klagen hat: Seine Beziehung zu Traudel ist noch immer glücklich, ihre Existenz durch gute Gehälter gesichert. Aber Warlich fühlt sich eingezwängt in ein Leben, das ihm außer dem täglichen Einerlei nur wenig zu bieten hat. Und als Traudel einen Kinderwunsch äußert, wird die Beengtheit unerträglich... Es ist nun wirklich keine leichte Kost, diese Lesung. Insbesondere da die Gedankengänge des Protagonisten teilweise recht sprunghaft verlaufen und man als Zuhörende/r konzentriert dabei bleiben muss, um sie nachvollziehen zu können. Auch dann fällt es nicht immer leicht, so dass manches einfach nur mit leichtem Kopfschütteln hingenommen wurde. Für mich ist Warlichs Geschichte etwas typisches nicht nur unserer Zeit, doch ist man sich dessen heutzutage viel bewusster (und als Philosoph wohl erst recht :-)). Viele leben ihr Leben nicht, sie 'werden gelebt'. Es gibt kein aktives Handeln, sondern nur ein Reagieren und irgendwo im Unbewussten regt sich darüber nach und nach ein Unwohlsein. Man 'rutscht' in bestimmte Verhältnisse, den Job, die Beziehung, zieht zusammen, ist plötzlich Vater, Mutter.... und weiß am Ende nicht, wann man sich eigentlich dafür bewusst entschieden hat. Vielleicht nie... Auch wenn sich das Alles nun eher trist anhören mag, es gibt auch humorvolle Momente in dieser Geschichte. Sylvester Groth liest das Ganze so, dass man die Trostlosigkeit des Protagonisten gut nachvollziehen kann: etwas kraftlos, mit Energie nur wenn er seine Tagträume zumindest in Worte umsetzt - man sieht Gerhard Warlich wirklich vor sich.

Vom Glück Genazino zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2011

Der promovierte Philosoph Gerhard Warlich weiß um die ökonomische Nichtverwertbarkeit seines Philosophiestudiums am heutigen Arbeitsmarkt. Trotzdem hat er es bis zum Organisationsleiter einer Großwäscherei gebracht. Der bildungsverliebte Einzelgänger glaubt nicht mehr an die Veränderbarkeit irgendwelcher Verhältnisse. Melancholisch resigniert hat er sich angepasst. Als aber die Frau, mit der er... Der promovierte Philosoph Gerhard Warlich weiß um die ökonomische Nichtverwertbarkeit seines Philosophiestudiums am heutigen Arbeitsmarkt. Trotzdem hat er es bis zum Organisationsleiter einer Großwäscherei gebracht. Der bildungsverliebte Einzelgänger glaubt nicht mehr an die Veränderbarkeit irgendwelcher Verhältnisse. Melancholisch resigniert hat er sich angepasst. Als aber die Frau, mit der er seit zehn Jahren zusammenlebt, den Wunsch nach einem gemeinsamen Kind äußert, gerät sein unspektakuläres Leben aus den Fugen und er selbst in die Psychiatrie. Ein tiefsitzendes Unbehagen gegen die inhumanen Züge unserer Leistungsgesellschaft führt bei Genazinos Romanhelden zu einer unablässigen Suche nach den "kleinen Glücken" des Alltags. Der Wunsch nach dem großen Glück, resultierend aus dem Kern seines Unglücks, nämlich der Gewissheit, in einem eigentlich sinnlosen und leeren Leben zu sein, überlebt seine permanente Nichterfüllung. Es ist auf jeden Fall ein großes Glück Genazino zu lesen. Auch alle seine anderen Romane mit ähnlichen stillen und leisen Glückssuchern in glücksfernen Zeiten.

Wie weit wird einer gehen, um davonzukommen?
von Katrin Schamaun aus St. Gallen am 30.10.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Das Leben des Gerhard Warlich gerät nachhaltig ins Wanken, als seine langjährige Freundin Traudel ihm sagt, dass sie sich ein Kind von ihm wünscht. Warlich fühlt sich aus der Bahn geworfen, er flieht in das Projekt, eine "Schule der Besänftigung" zu gründen und in die kleinen Glücksmomente, die er... Das Leben des Gerhard Warlich gerät nachhaltig ins Wanken, als seine langjährige Freundin Traudel ihm sagt, dass sie sich ein Kind von ihm wünscht. Warlich fühlt sich aus der Bahn geworfen, er flieht in das Projekt, eine "Schule der Besänftigung" zu gründen und in die kleinen Glücksmomente, die er in abstrusen Alltagsszenen findet. Ein typischer Genazino: eigenwillig, zurückhaltend, angenehm traurig, leise und doch federleicht. Lesen!