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Das grenzenlose Und

Roman. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2015

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Marie, achtzehn Jahre alt, von der Welt enttäuscht und Borderline-gestört, gehört nicht in dieses Leben. Sie hasst die Abende in der Wohngemeinschaft, an denen die Betreuerin die Mädchen an den Tisch der Gleichberechtigung lockt und mit ihnen über ihre Ängste sprechen möchte. Wann kapieren die bloß endlich, dass das Leben für WG-Mädchen kein Happy End bereit hält? Das nämlich, glaubt Marie, ist die bittere Wahrheit. Schlimmer noch als die WG-Sitzungen ist die Psychiatrie, dahin will sie auf keinen Fall zurück. Und so stimmt sie dem Kuhhandel zu, den ihr Therapeut Willi vorschlägt: Er sorgt dafür, dass sie nicht wieder in die Geschlossene kommt, sie dagegen verspricht, ihren Plan, sich das Leben zu nehmen, auf Eis zu legen – mindestens für ein Jahr. Und sie muss zustimmen, regelmäßig zu den Therapiesitzungen zu kommen. Dort trifft sie auf Emanuel, und obwohl sie Gleichaltrige aus Prinzip für notgeile Idioten hält, machen sie sein kreatives Fluchen und die karamelläugigen Blicken neugierig. Auf die Gefahr hin, dass sie es mit einem Psychopathen, Narzisst oder – noch schlimmer – Burn-out-Kandidaten zu tun hat, lässt sie sich auf einen Kaffee einladen. Und weil sie unter dem Zauber – oder Fluch – von Willi stehen, legen sie die Karten auf den Tisch, erzählen sich von ihrer Vergangenheit, ihren Gestörtheiten, sogar den geplanten Selbstmord erwähnt Marie. Emanuel wird hellhörig und sie treffen eine makabre Verabredung, die für beide anders ausgeht, als erwartet.
Sandra Weihs' Romandebüt ist einfühlsam, tiefdüster und hochkomisch, eine Mischung, die nur selten gelingt, dann aber einen Zauber entfaltet, dem man sich schwerlich entziehen kann. In »Das grenzenlose Und« begegnet der Leser hoffnungslos charmanten Charakteren und einer ungewöhnlichen Geschichte um Leben und Tod, die traurig, glücklich und nachdenklich zugleich macht.
Portrait
Sandra Weihs, 1983 in Klagenfurt geboren, studierte Sozialarbeit im städtischen Raum und lebt in Oberösterreich und Wien. Sie arbeitet mit sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Familien. Für ihr Debüt »Das grenzenlose Und« wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2015 ausgezeichnet.
»Ein erstaunliches Debüt einer Dreißigjährigen: eine packende, ja beklemmend realistische, harte Erzählung über junge Menschen heute, in sehr direkter Sprache – es geht darin um den Tod, also auch und vor allem um das Leben.« (Aus der Jury-Begründung zum Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung)
»Sandra Weihs ist eine Erscheinung. Einer dieser Rilke'schen Engel. Das Schreckliche und das Schöne in totaler gegenseitiger Bedingung. Vor ihr kann man sich nur verneigen.« (Andreas Maier)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-627-00220-6
Reihe Debütromane in der FVA
Verlag Frankfurter Verlags-Anstalt
Maße (L/B/H) 211/128/22 mm
Gewicht 329
Buch (gebundene Ausgabe)
19,90
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Buchhändler-Empfehlungen

„Grenzenlos sind die Gedanken“

Valerie Bartel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

...mal betrübt, traurig, aussichtslos, doch dann kommt da ein Wegbegleiter und auf einmal sehe ich wieder Licht am Himmel, trotz soviel Schmerz um mich herum. Eine ergreifende, ehrliche Geschichte aus dem Leben. ...mal betrübt, traurig, aussichtslos, doch dann kommt da ein Wegbegleiter und auf einmal sehe ich wieder Licht am Himmel, trotz soviel Schmerz um mich herum. Eine ergreifende, ehrliche Geschichte aus dem Leben.

Kundenbewertungen


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beeindrucken nahe am Geschehen und kreative Formulierungen
von Luis Stabauer aus Wien am 08.10.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Schon bei der Lesung im Literaturhaus in Wien war ich von den gelesenen Auszügen sehr angetan. Das Buch ist mit den kreativen Formulierungen nicht nur eine literarische Bereicherung, es führt das Borderline Syndrom als Krankheitsbild (in Wahrheit sogar mehrere) vor, ohne dabei wissenschaftlich zu werden und schon gar nicht... Schon bei der Lesung im Literaturhaus in Wien war ich von den gelesenen Auszügen sehr angetan. Das Buch ist mit den kreativen Formulierungen nicht nur eine literarische Bereicherung, es führt das Borderline Syndrom als Krankheitsbild (in Wahrheit sogar mehrere) vor, ohne dabei wissenschaftlich zu werden und schon gar nicht langweilig. Man spürt, die Autorin weiß, wovon sie schreibt, daher ist es auch gar nicht störend, dass sie dies in der "Ich Perspektive" macht. Dass jemand, der im Sozialarbeitsbereich aber auch literarisch schreiben kann, ist eine sehr schöne Seltenheit. Sehr lesenswert und hoffentlich gibt es von Sandra Weihs bald mehr zu lesen.

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