Das größere Wunder

Roman

(40)
Portrait
Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren. 1998 erschien sein Debüt Carl Haffners Liebe zum Unentschieden. Es folgten u.a. Die Arbeit der Nacht (2006), Das bin doch ich (2007), Das Leben der Wünsche (2009) und Das größere Wunder (2013). Seine Romane Der Kameramörder (2001) und Wie man leben soll (2004) wurden fürs Kino verfilmt. Thomas Glavinic erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Seine Romane sind in 18 Sprachen übersetzt. Er lebt in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 528
Erscheinungsdatum 26.08.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-24332-3
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 211/137/38 mm
Gewicht 638
Auflage 12
Verkaufsrang 47.191
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Liest sich wie ein Roman von Helmut Krausser in
Dies ist ein Buch über menschliche Grenzen, über die Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens, die Suche nach der Vollkommenheit menschlicher Existenz, den Wert der Freundschaft, die Macht des Willens, die Schönheit in allen Dingen und die Kraft der Liebe. Klingt ziemlich groß? Ist es auch.
Liest sich wie ein Roman von Helmut Krausser in seinen besten Zeiten - ist aber von Glavinic in seiner besten Zeit.


Der Held des Werks heißt (wieder) Jonas, ein autodidaktisch veranlagter, in jeder Hinsicht nahezu perfekter Mensch, dem zum höchsten Glück ein Teil fehlt.
Er weiß nicht, was oder wer es ist, aber er kämpft, er sucht, er wagt, bis er die Liebe seines Lebens trifft.
Als Alles teilbar wird, verschwindet das Bewusstsein um Einsamkeit und Vergänglichkeit.


Wesentlich weniger prosaisch als diese Rezension, in geradezu blanker, nüchterner Wortmacht beschreibt der Autor, wie es sein könnte, in höchsten Höhen zu schweben, zu stürzen, immer wieder aufzustehen, zu kämpfen und den Lohn einzufahren, der einem gebührt.


Ein tolles Buch für begeisterte Bergsteiger - denn der Aufhänger ist nichts geringeres als die Besteigung des Mount Everest - ein Buch für Nachdenkliche, ein Buch für fröhliche und traurige - denn etwas derart optimistisches hat man seit Alexis Sorbas nicht mehr gelesen - und natürlich und vor allem ein Buch, dass man dem besten Freund schenken muss.

„Großartig!“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Selten habe ich ein Buch gelesen, welches mich so sehr gefesselt hat. Hauptakteur ist Jonas und zu Beginn des Buches treffen wir ihn in einem Camp im Basislager der Bergsteiger, die den höchsten Gipfel der Erde besteigen wollen: den Mount Everest. Dieser Roman hat zwei Erzählstränge; Kindheit und Jugend und Erwachsenenalter von Jonas. Selten habe ich ein Buch gelesen, welches mich so sehr gefesselt hat. Hauptakteur ist Jonas und zu Beginn des Buches treffen wir ihn in einem Camp im Basislager der Bergsteiger, die den höchsten Gipfel der Erde besteigen wollen: den Mount Everest. Dieser Roman hat zwei Erzählstränge; Kindheit und Jugend und Erwachsenenalter von Jonas. Schon die Kindheit, die Jonas und sein behinderter Zwillingsbruder mit ihrem gemeinsamen Freund Werner bei dessen Großvater Picco verbringen ist ungewöhnlich. Als junger Erwachsener ist Jonas allein. Picco, sein Bruder und sein bester Freund sind tot und er Erbe eines Vermögens, das er in seinem Leben nicht wird ausgeben können. Während der rastlosen Reisen, die sich anschließen, lernt er Marie kennen und lieben. Aber auch diese Beziehung zerbricht. Und jetzt sind wir wieder im Basislager, die Kälte kriecht dem Leser durch die Seiten und auch der Wille, trotz aller Gefahren, aller Ängste den höchsten Welt der Erde zu besteigen.
Thomas Glavinic ist ein Meisterwerk gelungen. Von diesem Buch geht ein Sog aus, der den Leser die Realität völlig vergessen läßt.
Lesen Sie von diesem Autor unbedingt auch: Im Namen des Herrn. Da fließt der Alkohol reichlich und ich garantiere Ihnen einen Rausch, ohne selbst einen Schluck zu trinken.

„Der Gipfel des Lebens“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Jonas und Mike wachsen mit Werner bei dessen Opa, Picco, auf. Sie genießen eine freie, fast unbeschwerte Kindheit mit Streichen und jede Menge Mutproben.
Jetzt ist Jonas erwachsen, ziel- und ruhelos und Teil einer Expedition zum Gipfel des Mount Everest.

Wir erleben seine Qualen bei der Besteigung, seine Entberungen und sein Lebenswille
Jonas und Mike wachsen mit Werner bei dessen Opa, Picco, auf. Sie genießen eine freie, fast unbeschwerte Kindheit mit Streichen und jede Menge Mutproben.
Jetzt ist Jonas erwachsen, ziel- und ruhelos und Teil einer Expedition zum Gipfel des Mount Everest.

Wir erleben seine Qualen bei der Besteigung, seine Entberungen und sein Lebenswille und während dessen, die Geschichte seines Lebens. Beides ist wunderbar erzählt, eindringlich und sehr spannend. Es wird eine Reise zum Gipfel und zu sich selbst die den Leser noch lange beschäftigt.

„Literarischer Gipfelsturm...“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss

Dieser Roman ist Glavinics literarischer Gipfelsturm. Seine vorherigen - wahrlich nicht schlechten - wirken wie Basislager und Höhentraining für den finalen Anstieg, denn die Luft ist dünn auf den 8000ern der Literatur.

Unbändiger Wille, Kondition und Mut, auch Rückschlägen und eisiger Luft zu trotzen, sind unabdingbar. Für Glavinic
Dieser Roman ist Glavinics literarischer Gipfelsturm. Seine vorherigen - wahrlich nicht schlechten - wirken wie Basislager und Höhentraining für den finalen Anstieg, denn die Luft ist dünn auf den 8000ern der Literatur.

Unbändiger Wille, Kondition und Mut, auch Rückschlägen und eisiger Luft zu trotzen, sind unabdingbar. Für Glavinic wie Jonas,- enigmatisch sind sie beide. Gehen ihren Weg, wo andere abdrehten oder umkehrten. Haben eine Vision und bleiben ihr treu. Haben Geschichte und verarbeiten sie.

"Zwischendurch gelang es ihm, über ein Jahr lang mit niemandem ein Wort zu wechseln, die üblichen Floskeln an Sicherheitskontrollen und Rezeptionen ausgenommen. Er wurde zum Geist, er flog durch die Welt mit einem Bewusstsein, das sich mehr und mehr von dem der anderen Menschen entfernte. Immer wieder musste er sich selbst zurückrufen, um sich nicht im Getöse dieses Nichts zu verlieren. Zugleich wusste er, wenn es einen Weg gab, zu irgendeiner Form von Befreiung oder Erkenntnis zu gelangen, dann war es dieser. Unglücklich war er selten, glücklich nie."

Das muss man ersteinmal schaffen. Und vor allem so prägnant formulieren. Glavinic ist kein Schwätzer, und was kühl und nüchtern berichtet daherkommen mag, enthält mehr denn eine erzählerische Gletscherspalte, in der man sich unversehens verlieren kann. So solipsistisch Jonas auch daherkommen mag, so gekonnt versteht TG es, im Text Andockluken zu schaffen, Türen zu öffnen, die wir hereingehen können, - oder auch nicht.

Lange, lange nicht mehr, habe ich so lange für etwas mehr als 500 Seiten gebraucht. Man liest eben nicht nur, man erlebt. Denn ein bisschen Jonas steckt in uns allen. Vielleicht sind wir nur nicht ganz so mutig, so zu leben, die Dinge so auszuleben, wie er.(Up to us!)

Nun hat ein Texter auf dem rückwärtigen Schutzunschlag einen Eispickel in das Buch geschlagen, der es schnell auf: große Liebesgeschichte und langer Selbstfindung bis dorthin reduziert. Ja, es ist eine wunderschöne, große und tragische Liebesgeschichte, - aber eben weitaus mehr! Ja, es ist eine Selbstfindungsgeschichte, - aber eben noch weitaus mehr. Dieser Roman ist wie eine Sommerwiese, auf der sie liegen können, um die Bienen zu beobachten. Die Kornblumen, die sich im Wind beugenden Grashalme. Sie können aber auch die Flugzeuge am Himmel beobachten, sich verändernde Wolkenformationen etc.pp. Sie können aber auch einfach nur genießen und sinieren. Und über sich selbst nachdenken. - Z.B. Oder eine Wohnung in Rom mieten, oder ein fünfstöckiges Baumhaus bauen - oder einfach nur einen Abhang mit 80 Sachen auf Ihrem Fahrrad herabrasen... Oder an die Maries in Ihrem Leben denken...

Wen dieses Buch nicht packt, schüttelt, in Fieberschübe stürzt, euphorisch und deprimiert zugleich zurücklässt, der : möge nie wieder eine Rezension von mir lesen, noch sich jemals wieder einen Roman von mir in Neuss empfehlen lassen.

Genau für das Erlebnis dieses einen Buches, lese ich vorher gern 100 andere, um eben dieses eine zu finden. Und nachhaltig beeindruckt zu sein. Folgen Sie Jonas. Nehmen Sie sofort eine Sauerstoffmaske zur Hilfe. Mir hats den Atem verschlagen!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
40 Bewertungen
Übersicht
35
4
0
1
0

Eine ganz spezielle Erfahrung
von Iris Friedl am 02.12.2013

Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt welche von Kapitel zu Kapitel gewechselt wird. In der Gegenwart, campiert Jonas im Basis Lager des Mount Everest wo er sich für den Aufstieg akklimatisiert, um dann in die Vergangenheit zu wechseln in der seine Kindheit beschrieben wird. Es sei gesagt dass... Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt welche von Kapitel zu Kapitel gewechselt wird. In der Gegenwart, campiert Jonas im Basis Lager des Mount Everest wo er sich für den Aufstieg akklimatisiert, um dann in die Vergangenheit zu wechseln in der seine Kindheit beschrieben wird. Es sei gesagt dass ich vor diesem Buch noch nie etwas von Thomas Glavinic gelesen hatte und dementsprechend unvorbereitet anfing mich mit dem Buch zu beschäftigen. Die Schreibweise, die Charaktere, die Geschichte... das alles hat mich von Anfang an gebannt und nach der letzten Seite vollkommen begeistert zurück gelassen. Das einzige kleine Manko das ich gefunden habe, das mir persönlich aber etwas das Lesen schwer gemacht hat war Jonas Charakter als Kind. Grundlegende Psychologische und Weltliche Fragen, wie: Wer bin ich und wo will ich hin, scheinen für den kleinen Jungen kein Problem zu sein. Für mich persönlich aber war es etwas schwer nachvollziehbar, wie ein Junge auf die Frage was er werden will, antwortet: "Ich glaube man ist schon jemand. Jeder ist jemand, und besser als das kann er nicht werden. Er kann nichts anderes werden, und wenn er es doch wird, ist er nicht glücklich." Große Worte für einen jungen Burschen. Ansonsten ein grandioses Werk von einem großen Österreichischen Autor.

Das größere Wunder
von einer Kundin/einem Kunden am 20.10.2013

Der Protagonist des Buches, Jonas, sind wir schon in den Büchern „Die Arbeit der Nacht“ und „Das Leben der Wünsche“ begegnet, dennoch sind diese 3 Bücher unabhängig von einander. Der neue Roman schildert abwechselnd Jonas als heranwachsender Junge und Jonas als Erwachsen unterwegs in die Welt wo er schließlich sich... Der Protagonist des Buches, Jonas, sind wir schon in den Büchern „Die Arbeit der Nacht“ und „Das Leben der Wünsche“ begegnet, dennoch sind diese 3 Bücher unabhängig von einander. Der neue Roman schildert abwechselnd Jonas als heranwachsender Junge und Jonas als Erwachsen unterwegs in die Welt wo er schließlich sich auf den Weg auf den Gipfel macht. Jonas ist auf der Suche nach der Liebe. Dieser Roman ist spannend mit den wechselnden Zeiten aufgebaut und richtig gut zum Lesen!

Größere Wunder
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2013

Wie schon in den unabhängigen, vorangegangenen Romanen „Die Arbeit der Nacht“ und „Das Leben der Wünsche“, nennt sich der Hauptprotagonist in Glavinics neuen Buch Jonas. Der intelligente Junge, der mit seinem behinderten Bruder Mike, bei Picco, dem Großvater von Jonas besten Freund Werner, aufwächst. Picco beschützt sie und ermöglicht... Wie schon in den unabhängigen, vorangegangenen Romanen „Die Arbeit der Nacht“ und „Das Leben der Wünsche“, nennt sich der Hauptprotagonist in Glavinics neuen Buch Jonas. Der intelligente Junge, der mit seinem behinderten Bruder Mike, bei Picco, dem Großvater von Jonas besten Freund Werner, aufwächst. Picco beschützt sie und ermöglicht ihnen eine Kindheit die so gut wie keine Regeln hat: Sie verreisen in die Ganze Welt, werden von Privatlehrern unterrichtet und erleben immer waghalsigere Mutproben. Es handelt aber auch vom bereits erwachsenen Jonas, der immer schon vom Mount Everest fasziniert war und sich nun auf den Weg zu dessen Gipfel befindet. Als einer von vielen Massentouristen wandert er von Basislager zu Basislager und geht an seine eigenen Grenzen. Die nach jedem Kapitel wechselnden Sichtweisen, zwischen den heranwachsenden Jonas und dem Mann Jonas, gibt dem Buch meiner Meinung eine ganz besondere Aufbauspannung.


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