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Das Haus

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Ilse Helbich erzählt in ihrem autobiographisch gefärbten Text Das Haus die Geschichte einer Frau, die sich mit über 60, entgegen aller Vernunft und entgegen dem wohlmeinenden Freundesrat, einen ›Herzenswunsch‹ erfüllt: Sie kauft ein altes Haus. Es ist beinahe Liebe auf den ersten Blick – und das, obwohl das Haus in einem Dorf und in einer Gegend liegt, in die sie eigentlich nicht ziehen wollte. Mehr noch: Es ist baufällig und feucht, und für sie das Schlimmste: Es ist durch lieblose Umbauten und pragmatische Modernisierungen über Generationen komplett verunstaltet. Und doch kauft sie dieses 'verletzte' Haus mit seinem 'verwilderten' Garten. Diese Worte sagen viel über die Autorin und ihre Prosa: Ilse Helbich beschreibt Haus und Garten als geschundene Kreaturen, denen sie ihre ursprüngliche Form und Würde zurückgeben will. Zunächst mit Taten und später, indem sie dieses Buch schreibt, mit Worten. Dabei ist viel vom 'Hineinwachsen', 'Herausschälen', 'Entfalten' die Rede. Der Bericht vom allmählichen Entstehen des Hauses, von den behutsamen Annäherungen an einzelne Nachbarn, ja auch die gemeinsam erlebte Flutkatastrophe, die die Fundamente des neuen Heims buchstäblich zu unterspülen droht, ist in seiner geradlinigen Schmucklosigkeit von ungeheurer Spannung. Und erreicht dort, wo die wortlose Einsamkeit, die sich gnadenlos verringernde Zukunft im Genuss der Natur und des Augenblicks sichtbar werden, eine weit über das Erzählte hinausgehende Bedeutung.Ilse Helbich, die erst mit 80 ihren ersten Roman publizierte, besitzt ein ganz außergewöhnliches Talent, das Wesentliche zu formulieren, einen fast buddhistischen Sinn für Konzentration und Leere.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Erscheinungsdatum 15.05.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783854208815
Verlag Droschl, M
eBook
13,99
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Literatur vom Feinsten, fast schon Poesie
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Mit 65 Jahren kauft sich die Autorin ein altes baufälliges Haus in einem Seitental der Donau in der Wachau. Sie beschreibt das Haus als vernachlässigt, misshandelt und geschunden. Nach und nach befreit sie mit Hilfe von fähigen und unfähigen Handwerkern das Haus von seinen Verunstaltungen, zurück zu seiner Schönheit... Mit 65 Jahren kauft sich die Autorin ein altes baufälliges Haus in einem Seitental der Donau in der Wachau. Sie beschreibt das Haus als vernachlässigt, misshandelt und geschunden. Nach und nach befreit sie mit Hilfe von fähigen und unfähigen Handwerkern das Haus von seinen Verunstaltungen, zurück zu seiner Schönheit und Ursprünglichkeit. Sie spricht von "herausschälen" und "verwandeln". Sie erzählt von der Annäherung an die Einheimischen und bleibt doch eine "Zuagraste", von der Flutkatastrophe 2002, ihrer Einsamkeit und dem Verfall. Nicht nur der Inhalt, schon das Äußere des Buches ist ansprechend – eben stille Literatur vom Feinsten.