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Das Haus am Alsterufer

Roman. Originalausgabe

(22)
Hamburg 1911: Nur widerstrebend stimmt der verwitwete Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre ...
Rezension
"'Downton Abbey' in Hamburg - klasse!" Bild Woche
Portrait
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 21.07.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-48028-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 185/125/40 mm
Gewicht 486
Verkaufsrang 5.968
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„Ein Hamburger Downton Abbey“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich Ihnen von Micaela Jary „Das Bild der Erinnerung“ vorgestellt. Am 21.07.2014 ist nun ihr neues Buch erschienen. Und anders als bei vielen anderen Autoren ist dieses Buch kein Abklatsch des vorherigen, sondern ein ganz anders aufgebautes Buch.

Dieses Mal erzählt die Autorin eine Art Hamburger Downton
Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich Ihnen von Micaela Jary „Das Bild der Erinnerung“ vorgestellt. Am 21.07.2014 ist nun ihr neues Buch erschienen. Und anders als bei vielen anderen Autoren ist dieses Buch kein Abklatsch des vorherigen, sondern ein ganz anders aufgebautes Buch.

Dieses Mal erzählt die Autorin eine Art Hamburger Downton Abbey. Da gibt es die Geschichte der fiktiven Hamburger Reeders-Familie um den Vater Victor Dornhain, seine Mutter Charlotte und seine drei Töchtern Ellinor, Helene genannt Nele und Lavinia genannt Livi. Aber es geht auch um das Personal, welches in Hamburg immer im Souterrain lebt. Dort sind die Köchin Ida und die 3 Hausmädchen Frieda, Meta und ganz neu Klara. Ich hoffe, sie haben noch nicht den Text zum Inhalt des Buchs gelesen, denn er verrät leider schon viel zu viel, bzw. gibt die Geschichte zum Teil sogar falsch wieder.

Upstairs spielt gerade die jüngste Tochter verrückt. Bei der offiziellen Eröffnung des Hamburger Elbtunnels hat sie einen extrem gutaussehenden und charmanten Mann kennengelernt und sich in den Kopf gesetzt, dass sie ihn unbedingt heiraten will. Dieser weiß noch nichts von seinem Glück. Helfen soll ihr ihre mittlere Schwester Nele, die in München an der
Damenakademie Kunst studiert. Und Nele reist tatsächlich neugierig nach Hamburg. Während der Bahnfahrt lernt sie per Zufall einen sehr intelligenten und gutaussehenden Architekten kennen, den sie sich aber gleich wieder aus dem Kopf schlägt, denn ein Architekt wäre für eine Hamburger Kaufmannsfamilie nicht standesgemäß. Und so passiert, was in einem Roman passieren muss. Dieser ominöse Mann ist natürlich bei beiden Frauen derselbe, nämlich Konrad Michaelis. Welche der beiden Frauen wird ihn am Ende für sich gewinnen?

Downstairs ist Klara die Hauptperson. Sie ist in Glückstadt bei einer Ziehmutter aufgewachsen. Von ihrer Mutter kennt sie nur den Vornamen, und der Vater ist gänzlich unbekannt. An ihre Stelle bei der Familie Dornhain kommt sie durch einen Brief, den ihre Ziehmutter ihr mit dieser Adresse gegeben hat. Sie selbst weiß nicht, was in dem Brief steht. Wird Klara etwas über ihre Herkunft herausfinden?

Micaela Jary hat eine sehr spannende Liebesgeschichte geschrieben, die sie hervorragend in den zeitlichen Kontext eingebettet hat. So erfährt man beim Lesen viel über die Hamburger Gesellschaft zu dieser Zeit. Aber die Geschichte spielt eben nicht nur in Hamburg, sondern auch auf Sylt, in München und in Ascona. Zwischenzeitlich lebt eine der drei Töchter in der Gemeinschaft, die auf dem Monte Verità eine völlig neue Gesellschaftsform ausprobierte. Und eine Schwester ist sehr engagiert für die Frauenrechte in Deutschland. Man merkt dieser Geschichte an, dass die Autorin sich wirkliche Menschen aus der damaligen Zeit als Vorbilder ausgeliehen hat. Diese Vorbilder stellt sie in dem sehr lesenswerten Nachwort vor. Dadurch ist dieser Roman gleichzeitig sehr spannend und gleichzeitig informativ geworden.

Der perfekte Nachfolgeroman für Petra Oelker „Das klare Sommerlicht des Nordens“ und Heidi Rehn „Der Sommer der Freiheit“.

„Eine packende Familiengeschichte“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs muss der Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit Konrad Michaelis - einem der Architekten, die den Elbtunnel gebaut haben - zustimmen, um einen Skandal zu vermeiden. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnt, auch Nele, seine zweite Tochter, liebt Konrad ...
Es geht darum den
Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs muss der Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit Konrad Michaelis - einem der Architekten, die den Elbtunnel gebaut haben - zustimmen, um einen Skandal zu vermeiden. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnt, auch Nele, seine zweite Tochter, liebt Konrad ...
Es geht darum den guten Ruf der Dornhains nicht zu gefährden. Sehr gut fängt Micaela Jary die Stimmung im Hamburg der damaligen Zeit in den großen Häusern am Alsterufer ein. Und nicht zu vergessen - Klatsch, Tratsch und Intrigen der Bediensteten - als 3. Hausmädchen kommt Klara zu dieser Zeit zu den Dornhain. Schicksale sind oft unbewußt miteinander verwoben und dann der 1. Weltkrieg. Es beginnt der Kampf ums Überleben, Zusammenhalten und tiefe Freundschaften. Alles wird auf die Probe gestellt. Das Haus am Alsterufer packt von der ersten bis zur letzten Seite.

Daniela Nickaes, Thalia-Buchhandlung Cuxhaven

Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach gehalten und man kann das Buch prima schnell lesen.
Eine wunderbare Familiengeschichte die zum schmökern einlädt.
Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach gehalten und man kann das Buch prima schnell lesen.
Eine wunderbare Familiengeschichte die zum schmökern einlädt.

Daniela Lanick, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Ich bin eine großer Downton Abbey-Fan und habe deshalb diesen Roman gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Klare Kaufempfehlung von mit! Ich bin eine großer Downton Abbey-Fan und habe deshalb diesen Roman gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Klare Kaufempfehlung von mit!

Wildner Laura, Thalia-Buchhandlung Rastatt

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Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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2 Schwestern, die den gleichen Mann wollen
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 12.11.2014

Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Ellinor, die Älteste, hilft ihrem Vater in seiner Firma und arbeitet eng mit anderen Frauen in der Frauenbewegung mit. Nele, die mittlere Schwester, lebt und studiert in München Malerei und Lavinia, Livi genannt, erfüllt alle Kriterien, die man einem verwöhnten Prinzesschen zusprechen... Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Ellinor, die Älteste, hilft ihrem Vater in seiner Firma und arbeitet eng mit anderen Frauen in der Frauenbewegung mit. Nele, die mittlere Schwester, lebt und studiert in München Malerei und Lavinia, Livi genannt, erfüllt alle Kriterien, die man einem verwöhnten Prinzesschen zusprechen würde. Diese redet sich eines Tages ein, in den Architekten Konrad Michaelis verliebt zu sein und kann auch die Hochzeit, die alles andere als standesgemäß ist, durchsetzen. Nele, die ihren künftigen Schwager per Zufall kennenlernt, ahnt nicht, wen sie vor sich hat und verliebt sich in ihn. Konrad Michaelis, der sich von Livi bedrängt fühlt und Nele ebenfalls liebt, sieht keine andere Möglichkeit, als der Ehe mit Livi zuzustimmen, aber zu welchem Preis... Was für eine wunderbare Geschichte, war mein erster Gedanke, der mir nach dem Zuklappen des Buches spontan in den Kopf stieg. Mein zweiter ging dahin, dass ich froh war, in einer Zeit zu leben, wo Verbindungen nicht nach gesellschaftlichen Zwängen und Verpflichtungen geschlossen werden. Micaela Jary, von der ich schon ein paar Bücher gelesen habe, hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen. Sie hat mich gepackt, in die Story förmlich hineingeworfen und erst wieder entlassen, als ich die letzte Seite umgeblättert hatte. Livi, ein verwöhntes Mädchen aus gutem Haus ist gelangweilt und weiß, welche Knöpfe sie drücken muss, um ihren Willen durchzusetzen. Sie inszeniert einen kleinen Skandal, indem sie am hellichten Tag den verdutzten Architekten Konrad Michaelis auf der Straße ungeniert küsst, der es ihm unmöglich macht, aus dieser ausweglosen Situation herauszukommen, ohne sich beruflich zu schaden. Aber nach der Hochzeit ist auch nicht alles so, wie es sich Livi vorstellt. Plötzlich ist da jemand, der ihr was zu sagen hat und der das auch tut, der eine eigene Meinung aufbringt und es dauert nicht lange und Livi tut die Hochzeit schon leid. Keine Bälle für junge Mädchen mehr und auch kein Getuschel mehr mit Freundinnen, sie ist mit sich und der Welt unzufrieden. Livi und Konrad gehen bald getrennte Wege, dann bricht der 1. Weltkrieg aus und Konrad meldet sich als Freiwilliger. Helene, Nele genannt, kommt mit der Situation, Konrad zu lieben, ihn aber nunmehr als Schwager zu haben, nicht klar und wird krank. Sie geht in die Schweiz und versucht, sich dort, abseits ihrer geliebten Malerei, ein neues Leben aufzubauen. Der Roman beginnt im Jahr 1911 und zeigt eine Zeit auf, in der das Leben nach gesellschaftlichen Zwängen organisiert ist. Victor Dornhain, der verwitwete und recht gut betuchte Reeder mit 3 Töchtern lebt zusammen mit seiner Mutter, die die völlige Kontrolle über das Haus und die Mädels hat. Gesellschaftliche Skandale passieren nur anderen, nie ihnen und so wird auch alles getan, dass Livis "Auserwählter" an der Stange bleibt. Es ist schon schlimm genug, dass Nele allein und völlig ohne Kontrolle in München lebt und studiert. Die Autorin Micaela Jary hat ihre Geschichte wieder sehr gut recherchiert, was die historischen Fakten anbelangt, die örtlichen Begebenheiten sowohl in Hamburg und München wie auch in der Schweiz. Die Liebe zum Detail ist zu merken und als Leser findet man sich anhand der Beschreibungen mittendrin wieder. Man hat das Gefühl, man würde alles mit eigenen Augen sehen und miterleben. Selbst vor den Gräueltaten im Krieg verschließt sie nicht die Augen und zeigt sie auch dem Leser auf. Neben der unerfüllten Liebesgeschichte von Nele und Konrad gibt es noch eine weitere Geschichte um das Dienstmädchen Klara. Diese steht eines Tages vor der Tür des Dorhain-Hauses mit einer Empfehlung in der Hand. Nur Victor und seine Mutter wissen, dass es seine uneheliche Tochter ist und geben ihr einen Job als Dienstmädchen. Klara, die nicht weiß, wer ihre Eltern waren, da sie bei einer Pflegemutter aufwuchs, macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Diese Geschichte zeigt ein ganz anderes Bild auf, abseits von den Reichen und Schönen. Ein Leben als Dienstmädchen, wo Neid, Klatsch und Tratsch nicht weit voneinander entfernt sind, das man so auch nicht selbst erleben möchte. Micaela Jary hat einen fesselnden Roman geschrieben vor historischem Hintergrund. Liebe, Leid, Egoismus, Intrigen, Lügen und Krieg sind fest miteinander verwoben und machen das Buch zu einem Schauplatz der Gefühle, nicht nur der Protagonisten, sondern auch der des Lesers. Ich habe hauptsächlich mit Nele, Konrad und Klara mitgefühlt, gelitten und gehofft, dass alles ein gutes Ende nehmen würde. Das Buch hat mich so gefesselt, dass die 574 Seiten nur so an mir vorbeigeschnellt sind und ich gern noch ein Weilchen mit den Protagonisten verbracht hätte. Für dieses Buch gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

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Leseempfehlung!
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 18.10.2014

Das Buch spielt in den 1910er Jahren, Vorkriegszeit und in der Zeit des Großen Krieges (erster Weltkrieg) . Der Autorin ist es wirklich sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Sorgen, die Nöte der verschiedenen Bevölkerungsschichten, insbesondere aber die der wohlhabenden Hamburger. Mir gefiel der Schreibstil der... Das Buch spielt in den 1910er Jahren, Vorkriegszeit und in der Zeit des Großen Krieges (erster Weltkrieg) . Der Autorin ist es wirklich sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Sorgen, die Nöte der verschiedenen Bevölkerungsschichten, insbesondere aber die der wohlhabenden Hamburger. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin so gut, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Die Dialoge sind so fein ausgearbeitet und so glaubhaft, dass man meinte dabei zu sitzen während der Gespräche. Es ist der Autorin auch gelungen ihren Figuren Leben einzuhauchen. Sie wie auch die Schauplätze sind so plastisch beschrieben, dass ich denke, wenn ich heute nach Hamburg käme, mich dort zurechtfinden zu können. In jeder Zeile merkt man mit welcher Liebe sie das Buch geschrieben hat. Insbesonders ihre Liebe zu Hamburg spürt man fast auf jeder Seite. Das Buch ist so wie es geschrieben wurde auch eine Liebeserklärung zur Heimatstadt der Autorin. Für mich ist es ein Buch welches mich nun dazu zwingt in näherer Zukunft weitere Bücher der Autorin zu lesen. Für jeden, der gerne in vergangene Zeiten eintaucht, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich vergebe hier, klare 5 von 5 Sternen.

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Wunderbar, gefühlvoll, tragisch!
von Monika Schulte aus Hagen am 20.09.2014

Hamburg im Jahr 1911. Die jüngste Tochter des Reeders Victor Dornhain hat sich in den Kopf gesetzt, den gut aussehenden Architekten Konrad Michaelis zum Ehemann zu nehmen. Sie küsst ihn auf offener Straße - ein Skandal! Nur äußerst widerwillig stimmt Livis Vater der Ehe mit dem Architekten zu. Dieser... Hamburg im Jahr 1911. Die jüngste Tochter des Reeders Victor Dornhain hat sich in den Kopf gesetzt, den gut aussehenden Architekten Konrad Michaelis zum Ehemann zu nehmen. Sie küsst ihn auf offener Straße - ein Skandal! Nur äußerst widerwillig stimmt Livis Vater der Ehe mit dem Architekten zu. Dieser muss sich beugen und die junge Frau, deren Leben sich nur um Theater, Bälle und die neueste Mode dreht, heiraten. Dabei hat er sich unsterblich in Helene, genannt Nele, verliebt. Nele, eine Malerin, die in München lebt und studiert und wie er erfahren muss, Livis Schwester ist. Nele gibt ihn frei. Was bleibt ihr übrig? Den Skandal von der Familie abzuwenden ist wichtiger als die eigenen Bedürfnisse. Kaum verheiratet, wird Livi der frisch angetraute Ehemann auch schon wieder langweilig. Neles Herz zerbricht. Sie wird schwer krank und reist zur Erholung in die Schweiz, wo sie ein neues und einfaches Leben beginnt, doch ihre große Liebe Konrad kann sie nicht vergessen. Ellinor, die älteste Schwester der drei, setzt sich vehement für die Rechte der Frauen ein und hilft unermüdlich den Armen. Drei Frauen, drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Frauen, die ihren Weg gehen und die in einer Zeit des Umbruchs leben. Doch da ist auch das Hausmädchen Klara, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist, die sie nie kennengelernt hat. "Das Haus am Alsterufer" - eine Familiensaga, eine Geschichte voller Liebe, Verzweiflung und Verlangen. Micaela Jary schafft es hervorragend, die vergangene Zeit lebendig werden zu lassen. Der Leser wird entführt in eine Zeit, in der ein harmloser Kuss bereits einen Skandal auslöst. Eine Zeit, noch geprägt von alten Sitten und Moralvorstellungen, aber auch eine Zeit, die sich mitten im Umbruch befindet. Die Frauen beginnen, für ihre Rechte zu kämpfen. Die Menschen überhaupt erheben sich und fordern soziale Gerechtigkeit. Als Leser habe ich mich inmitten dieser Geschichte bewegt. Mir war beim Lesen alles so vertraut. Egal, ob ich die Dornhains in die Oper begleitet habe oder ob ich mich beim Lesen inmitten der aufkommenden Tumulte der hungernden Bevölkerung befunden habe. Die Autorin schafft es mit offenbarer Leichtigkeit, das Flair der damaligen Zeit wiederzugeben. Sie fesselt mit erzählerischer Kraft und Einfühlungsvermögen. Der Leser lernt viele interessante und vielschichtige Persönlichkeiten kennen. "Das Haus am Alsterufer" - eine wunderbare Geschichte, gefühlvoll, tragisch. Micaela Jary - eine Autorin, die sich einfühlsam mit der Zeit und den Personen auseinandersetzt. Eine Autorin, die liebevoll auf Details achtet und die es schafft, dass der Leser mit Leichtigkeit in eine andere Zeit abtaucht. "Das Haus am Alsterufer" - unbedingte Leseempfehlung!

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