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Das Haus der vergessenen Bücher

Roman

(21)

New York, 1919. Roger Mifflin hat seine größte Leidenschaft, das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock - Bock wie Boccacio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert, angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als der ihm seine Dienste anbietet. Dennoch freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag - der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben ...

Portrait
Christopher Morley (1890 - 1957), Amerikaner mit englischem Humor und englischen Wurzeln, war Mitbegründer der Saturday Review of Literature, die er von 1924 bis 1940 leitete, und schrieb für die New York Evening Post. Er ist Autor von mehr als 50 teils belletristischen, teils Sachbüchern und zahlreichen Essays.
Renate Orth-Guttmann begann Mitte der sechziger Jahre aus dem Englischen zu übersetzen. Zu den zahlreichen von ihr übersetzten Autoren zählen u. a. Joan Aiken, Roddy Doyle, David Lodge, Joyce Carol Oates und Ruth Rendell. 1989 erhielt sie den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 08.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-60012-4
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 211/133/27 mm
Gewicht 388
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„Mysterien der New Yorker Buchhandlung »Parnassus«“

Sabrina Bredlow, Thalia-Buchhandlung Jena

Christopher Morleys Roman von 1919 über die Liebe zur Literatur und den Zufällen des Lebens ist charmant geschrieben. Dennoch merkt man dem Text sein Alter an. Besonders die Passagen in denen der alternde Buchhändler Roger Mifflin über gute und schlechte Literatur lamentiert, langweilen mitunter doch sehr. Viel amüsanter ist da zum Christopher Morleys Roman von 1919 über die Liebe zur Literatur und den Zufällen des Lebens ist charmant geschrieben. Dennoch merkt man dem Text sein Alter an. Besonders die Passagen in denen der alternde Buchhändler Roger Mifflin über gute und schlechte Literatur lamentiert, langweilen mitunter doch sehr. Viel amüsanter ist da zum Glück die Liebesgeschichte, die sich zwischen den verstaubten Regalen abspielt und viel spannender sind da auch die mysteriösen Vorfälle, die sich in Mifflins Buchhandlung ereignen und immer weitere Kreise ziehen.

„Ein Muss für Buchliebhaber!“

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Hier spukt der Geist der großen Literatur. Wir verkaufen keine Fälschungen und keinen Schund. Bücherfreunde sind willkommen. Wir haben, was sie wollen. Auch wenn Sie nicht wissen, was sie wollen.
Geistige Unterernährung ist ein ernstes Leiden. Wir haben die richtige Medizin für Sie (S. 8)

Eine wunderbare Hommage auf den Beruf des
Hier spukt der Geist der großen Literatur. Wir verkaufen keine Fälschungen und keinen Schund. Bücherfreunde sind willkommen. Wir haben, was sie wollen. Auch wenn Sie nicht wissen, was sie wollen.
Geistige Unterernährung ist ein ernstes Leiden. Wir haben die richtige Medizin für Sie (S. 8)

Eine wunderbare Hommage auf den Beruf des Buchhändlers und auf alte Bücher. Der Autor versteht es grandios die liebe zu Büchern mit einer spannenden Geschichte und liebenswürdigen Protagonisten zu verknüpfen. Es ist schwer sich dem ganz besonderen Charme dieses Buches zu entziehen und so habe ich mit Genuss dieses Werk gerade zu verschlungen.

„Das Haus der vergessenen Bücher“

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Gut hat mir dieses Buch gefallen, auch wenn es für den einen oder anderen Leser etwas verstaubt daher kommen mag. Eine Geschichte und eine Sprache wie wir sie heute in aktuellen Büchern nicht mehr finden.
Mir hat es sehr viel Freude gemacht diese leidenschaftliche Liebe zur Literatur, den Krimi und die liebreizende Liebesgeschichte
Gut hat mir dieses Buch gefallen, auch wenn es für den einen oder anderen Leser etwas verstaubt daher kommen mag. Eine Geschichte und eine Sprache wie wir sie heute in aktuellen Büchern nicht mehr finden.
Mir hat es sehr viel Freude gemacht diese leidenschaftliche Liebe zur Literatur, den Krimi und die liebreizende Liebesgeschichte zu lesen.

Marlene Mathewson, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine unterhaltsame skurrile Geschichte für Buch- und Literaturliebhaber. Mit vielen Querverweisen auf bekannte und auch nicht so bekannte amerikanische Schriftsteller. Eine unterhaltsame skurrile Geschichte für Buch- und Literaturliebhaber. Mit vielen Querverweisen auf bekannte und auch nicht so bekannte amerikanische Schriftsteller.

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„Die Liebe zur Literatur“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine (mittlerweile klassisch anmutende) Erzählung um ein Antiquariat, eine junge Liebe und einer hochbrisanten Spionageaffäre, die das geruhsame Leben des Bücher liebenden Buchhändlers Miffin regelrecht durcheinanderwirbelt.
Armin Hauser liest hervorragend & seine Stimme gibt den bewerteten Büchern eine tragende Wichtigkeit, die die
Eine (mittlerweile klassisch anmutende) Erzählung um ein Antiquariat, eine junge Liebe und einer hochbrisanten Spionageaffäre, die das geruhsame Leben des Bücher liebenden Buchhändlers Miffin regelrecht durcheinanderwirbelt.
Armin Hauser liest hervorragend & seine Stimme gibt den bewerteten Büchern eine tragende Wichtigkeit, die die Ernsthaftigkeit dieses Buches tatkräftig unterstreicht.
Und der Hauch "Miss Marple", welche der Krimi-Handlung anhaftet, gibt einen ganz besonderen Reiz.

Victoria Richter, Thalia-Buchhandlung Gotha

Eine spannende und lustige Geschichte über einen Antiquariats-Besitzer. Für Buchliebhaber! Eine spannende und lustige Geschichte über einen Antiquariats-Besitzer. Für Buchliebhaber!

Melissa Maldonado-Eichelberger, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Ein Buch, dem man sein Alter anmerkt. Eher trocken, kurz vor Ende endlich Spannung. Gefallen haben mir zwischendurch die Beschreibungen über die Liebe des Buchhändlers zum Buch. Ein Buch, dem man sein Alter anmerkt. Eher trocken, kurz vor Ende endlich Spannung. Gefallen haben mir zwischendurch die Beschreibungen über die Liebe des Buchhändlers zum Buch.

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Eine Verschwörung in einer Buchhandlung, und der Buchhändler merkt nichts davon. Eine liebenswerte, skurrile Geschichte. Eine Verschwörung in einer Buchhandlung, und der Buchhändler merkt nichts davon. Eine liebenswerte, skurrile Geschichte.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
10
6
4
0
1

Ein Buch welches man nie so wirklich aus der Hand legt...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 10.09.2014

Was soll man zu diesem Buch sagen? Ein Krimi der gleichzeitig aber auch eine Hommage an alle Buchhändler dieser Welt ist? Oder ist es eine Zitatesammlung mit kriminalistischen Aspekten, aber auch zugleich eine Hommage an alle Buchhändler dieser Welt? Was auch immer es ist, es ist auf jeden Fall eines dieser seltenen... Was soll man zu diesem Buch sagen? Ein Krimi der gleichzeitig aber auch eine Hommage an alle Buchhändler dieser Welt ist? Oder ist es eine Zitatesammlung mit kriminalistischen Aspekten, aber auch zugleich eine Hommage an alle Buchhändler dieser Welt? Was auch immer es ist, es ist auf jeden Fall eines dieser seltenen Bücher die man immer wieder zur Hand nimmt und sei es nur um auf nur wenigen Seiten den Zauber dieses Buches wieder einmal in sich aufzusaugen... Ich habe durchaus eine Weile gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden. Aber als ich hineingefunden hatte, begann ich nochmals von vorne um den ganzen Zauber dieses Buches zu erleben. Und dann wurde es auch ein Genuss, die vorzügliche Schreibweise, die vielen Zitate die man aus diesem Buch hinausziehen könnte machen es in der Tat zu einem Buch das man nie so wirklich ganz aus den Händen legt. Es ist ein Kleinod, welches man immer wieder zu Händen nimmt, das man einfach nicht vergessen kann. Nach der Lektüre dieses Buches das vor 95 Jahren in der Erstauflage erschienen ist, verstehe ich warum es nochmals aufgelegt wurde. Für mich ist es eines der Bücher die man liebt und die man in seinem Bücherregal so platziert, dass man es mit einem Griff wieder hervorholen kann. Ganz klare und hochverdiente 5 von 5 Sternen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 02.02.2015

Die Geschichte beginnt in Brooklyn um 1919 im Antiquariat des Bibliomanen Roger Mifflin. Als eines Tages ein Buch verschwindet, kurz daraufhin ein Unbekannter auftaucht und dann auch noch ein neues, etwas naives Lehrmädchen eingestellt wird, nimmt die Geschichte schon längst seinen Lauf. Was hat es mit dem verschwundenen Buch... Die Geschichte beginnt in Brooklyn um 1919 im Antiquariat des Bibliomanen Roger Mifflin. Als eines Tages ein Buch verschwindet, kurz daraufhin ein Unbekannter auftaucht und dann auch noch ein neues, etwas naives Lehrmädchen eingestellt wird, nimmt die Geschichte schon längst seinen Lauf. Was hat es mit dem verschwundenen Buch auf sich und warum fragt plötzlich ein Kunde nach eben diesem? Eine wunderschöne und vor allem unglaublich imposante Geschichte.

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Ars Bibliopolae oder die Kunst des Buchhandels
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 01.01.2015

An die Buchhändler! Den höchst Ehrenwerten sei kund und zu wissen, dass Ihnen dieses kleine Buch in achtungsvoller Gewogenheit zugeeignet ist. (Christopher Morley, Philadelphia, 28. April 1919) Brooklyn, kurz nach Beendigung des ersten Weltkriegs. In einer ruhigen Nebenstraße führt Roger Mifflin ein ganz außergewöhnliches Antiquariat. Außergewöhnlich nicht nur wegen seiner Auswahl, sondern... An die Buchhändler! Den höchst Ehrenwerten sei kund und zu wissen, dass Ihnen dieses kleine Buch in achtungsvoller Gewogenheit zugeeignet ist. (Christopher Morley, Philadelphia, 28. April 1919) Brooklyn, kurz nach Beendigung des ersten Weltkriegs. In einer ruhigen Nebenstraße führt Roger Mifflin ein ganz außergewöhnliches Antiquariat. Außergewöhnlich nicht nur wegen seiner Auswahl, sondern auch wegen Mr. Mifflin selbst, der sein ganzes Leben seinen Büchern verschrieben hat. Der um die große Kraft der Literatur weiß und um das, was sie für jeden Menschen bedeutet. »Geistige Unterernährung ist ein ernstes Leiden.« Mifflin sieht sich gerne als einen Arzt und seine Kunden als seine Patienten: »Ich mache mir die Freude, meinen Patienten Bücher zu verschreiben, jenen Kunden also, die bereit sind, mir ihre Symptome zu nennen. Manche Leute haben ihre Lesefähigkeit verkümmern lassen, sodass mir nur noch die Autopsie bleibt. Die meisten aber sich noch heilbar. Niemand ist so dankbar wie der Mensch, dem man genau das Buch gegeben hat, das seine Seele brauchte, obgleich er es nicht wusste.« Mifflins erstaunliche Buchhandlung betritt eines Abends ein junger Werbetexter namens Aubrey Gilbert. Ursprünglich nur auf der Jagd nach einem neuen Auftrag findet er sich unversehens wieder in einer Welt, in der sich alles nur noch um Bücher dreht. In den folgenden Tagen wird er mehr über Literatur erfahren, als viele Menschen in ihrem gesamten Leben. Eine junge Gehilfin im Buchladen wird ihm den Kopf verdrehen und er wird hineingezogen werden in eigenartige Vorfälle, die sich um das Verschwinden eines Buchs drehen… Unglaublich. Als ich gerade mal das erste Kapitel beendet hatte, hatte ich mir schon so viele Textstellen notiert, wie manches andere Mal erst nach Beenden eines kompletten Buchs. Ich las sie mehrfach, einfach weil sie so schön waren und konnte mich auch nicht beherrschen, sie meinen Familienmitgliedern vorzulesen. Natürlich kann ich im Rahmen dieser Rezi auf einige Zitate ebenso wenig verzichten… »Die wahren Bücherfreunde sind gewöhnlich Menschen, die aus einfachen Verhältnissen stammen. Jemand, der sich für Bücher begeistert, hat weder die Zeit noch die Geduld, Reichtümer zu erwerben und ständig darüber nachzusinnen, wie er seine Mitmenschen übers Ohr hauen kann.« »Das Leben in einer Buchhandlung ist wie das Leben in einem Munitionslager. Diese Regale sind angefüllt mit dem gefährlichsten Sprengstoff der Welt – dem menschlichen Geist.« »Mein lieber junger Mann, wer bereit ist zu sterben, ehe er dieses Buch … gelesen hat, vergibt wissentlich alle Chancen auf das Paradies. Denn das Paradies im Jenseits ist zwar ungewiss, fest steht aber, dass es einen Himmel auf Erden gibt, einen Himmel, den wir bewohnen, wenn wir ein gutes Buch lesen.« »Es ist geradezu unheimlich, ein bedeutendes Buch in seinem Lauf zu beobachten – es folgt einem unablässig, treibt einen in die Enge und zwingt einen, es zu lesen. … Deshalb sage ich, dass es hier spukt – mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. Armen ruhelosen Geistern, die immer um mich herum sind. Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen – man muss es lesen.« »Eins allerdings muss man dem guten Buchhändler zugestehen. Er ist tolerant. Er hat Geduld mit allen Ideen und Theorien. Umgeben von den Fluten menschlicher Worte, die ihn zu verschlingen drohen, ist er bereit, sich alle anzuhören. Selbst dem Verlagsvertreter leiht er nachsichtig sein Ohr. Er ist bereit, sich zum Wohle der Menschheit hereinlegen zu lassen. Unablässig hofft er auf die Geburt guter Bücher.« Ich finde, wenn man Bücher liebt, geht einem beim Lesen dieser Zitate einfach das Herz auf. Daher musste ich sie bringen um den wunderbaren Stil zu beschreiben, in dem das Buch verfasst ist. Die Räumlichkeiten des Antiquariats habe ich richtig vor mir gesehen! Und konnte mich gar nicht sattlesen an Mifflins Monologen über seine geliebten Bücher. Allerdings: Lesen und die Liebe zum Buch zu bewundern ist eine Sache, alles zu verstehen, was Mifflin so sagt, eine andere. Wie gern hätte ich so viel Zeit und Muße, um so manche der aufgeführten Werke nachzulesen! Ich denke, der Autor wusste um die Unmöglichkeit für den Normalleser, allen Gedankengängen seines Protagonisten folgen zu können. Ein Kapitel, in dem Mifflin sich zu einem gemütlichen Gedankenaustausch mit anderen Buchhändlern trifft, versah er mit der Fußnote: »Leser, die keine Buchhändler sind, können sich die zweite Hälfte dieses Kapitels schenken.« Sicher wird es niemanden verwundern, dass ich weiterlas, obwohl ich keine Buchhändlerin bin ;-) Was die übrige Handlung angeht, kann ich nur sagen, dass – egal, ob es sich um Romantik, Politik, die Werbebranche oder Verschwörungstheorien handelt – die Welt der Bücher stets im Zentrum des Ganzen steht. Fazit: Mir brachte dieses Buch ein großes und kurzweiliges Lesevergnügen. Wer Bücher liebt, wird auch dieses Buch lieben. Und nach dieser Rezi voller Zitate wird es niemanden erstaunen, dass ich noch ein weiteres anbringen möchte: »Als ich Sie hereinkommen sah«, fuhr Mifflin fort, »fürchtete ich, Sie könnten ein Journalist sein, der mich interviewen wollte. Einmal besuchte uns ein junger Zeitungsmensch mit sehr bedauerlichen Folgen. Er schmeichelte sich bei Mrs. Mifflin ein und schrieb danach ein Buch über uns, das mich auf eine harte Probe stellte. In diesem Machwerk legt er mir eine Anzahl seichter und süßlicher Betrachtungen über den Buchhandel in den Mund. Erfreulicherweise hat er nur wenige Exemplare davon unter die Leute bringen können.« Was dieses Zitat so amüsant macht, ist die Tatsache, dass Christopher Morley für die New York Evening Post schrieb und bei Erscheinen dieses Buchs 29 Jahre alt war. Also ein junger Zeitungsmensch, gewissermaßen ;-) Und ich muss jetzt dringend den Geist des nächsten Buchs bannen, der mich bedrängt!

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