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Das Haus der verlorenen Kinder

Roman

(27)
Nimmt man einer Mutter ihr Kind …
Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.
Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht
Portrait

Hinter Linda Winterberg verbirgt sich Nicole Steyer, eine erfolgreiche Autorin historischer Romane. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Taunus und begann schon im Kindesalter erste Geschichten zu schreiben. Bei einer Reise nach Norwegen stieß sie auf die historischen Fälle, die diesem Roman zugrunde liegen und die sie nicht mehr losließen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 18.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3220-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 205/132/35 mm
Gewicht 500
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 20.018
Buch (Taschenbuch)
12,99
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
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Verliebt in den Feind
von Everett am 18.07.2016

Lisbet und ihre Freundin Oda führen ein ruhiges Leben an der Küste Norwegens, den Schä-rengarten vor der Tür. Auch der zweite Weltkrieg ist zwar Thema in dem kleinen Dorf, aber dann werden junge deutsche Soldaten auch dort einquartiert. Oda und Lisbet verlieben sich, gehen unterschiedliche Wege und verlieren viel.... Lisbet und ihre Freundin Oda führen ein ruhiges Leben an der Küste Norwegens, den Schä-rengarten vor der Tür. Auch der zweite Weltkrieg ist zwar Thema in dem kleinen Dorf, aber dann werden junge deutsche Soldaten auch dort einquartiert. Oda und Lisbet verlieben sich, gehen unterschiedliche Wege und verlieren viel. Lisbet wird ihre Tochter genommen. Im Jahr 2005 leistet die junge Marie ein soziales Jahr in einem Altenheim und trifft dort auf Betty, mit der sie sich seltsamerweise sehr gut versteht. Allein das Verhältnis zwischen Marie und Betty und die Vorkommnisse, die Marie wieder-fahren sind sehr gut, einfühlsam geschildert. Es kommt auch die Würde eines älteren Men-schen zur Sprache und dass jeder seine Geschichte mit sich trägt und diese bewältigen muss. Und dann die Geschehnisse um Lisbet, die wirklich ganz toll dargestellt werden. Die Zwickmühle zwischen Liebe und Nationalität während des Krieges. Ich finde auch, dass die Einrichtung dieser Lebensborn-Häuser gut angesprochen. Hilfe für die betroffenen Frauen, die aber auch auf einem dünnen Seil balancieren mussten. Auch hier wurde rassistisch unter-schieden, machte es für die jungen Frauen noch schwerer. Bei Romanen, die in der Zeit des zweiten Weltkrieges spielen bin ich bisher immer recht vorsichtig gewesen Das Haus der verlorenen Kinder wurde mir empfohlen und ich war abso-lut nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich bin begeistert von diesem Buch. Schreibstil, Erzähl-weise haben mir gut gefallen. Die Geschichte ist berührend und die Zusammenführung bei-der Erzählstränge am Ende ist stimmig und passt. Ich konnte die Gefühlslagen der Charakte-re gut nachvollziehen, dabei war es niemals zu gefühlsduselig, einfach gut.

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60 Jahre die Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Verlust und Suche beschreiben.
von Das kleine Büchercafé aus Erkrath am 12.07.2016

Über 60 Jahre trennen den Anfang der einen und der anderen Geschichte, mehr als 60 Jahre die Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Verlust und Suche beschreiben. In den 1940 Jahren leben zwei unbekümmerte junge Frauen in Norwegen, weit weg vom Krieg. Dachten sie zumindest. Doch dann lernen Lisbet und Oda zwei... Über 60 Jahre trennen den Anfang der einen und der anderen Geschichte, mehr als 60 Jahre die Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Angst, Verlust und Suche beschreiben. In den 1940 Jahren leben zwei unbekümmerte junge Frauen in Norwegen, weit weg vom Krieg. Dachten sie zumindest. Doch dann lernen Lisbet und Oda zwei deutsche Soldaten kennen und lieben. Sie geben ihr Zuhause auf und folgen ihnen. Ihr Verhalten wird von den Familien nicht geduldet und dann stehen die beiden irgendwann alleine da. Sie erleben, zeitweise getrennt von einander, was es heißt ein Verhältnis mit einem Deutschen zuhaben, ausgegrenzt zu werden. Lisbet erlebt eine schöne Zeit mit Erich. Beide sind trotz der Widrigkeiten glücklich und hoffen auf ein gutes Ende. Oda ist leider von Anfang an von Günther ausgenutzt worden, wollte es jedoch nie war haben. Ihr Leben wird, dadurch sie Samischer Abstammung ist noch schwieriger. All ihre Träume, Hoffnungen und ihre lange Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Das es so arg enden würde hatte niemand gedacht..... 2005 macht sie Marie von Berlin auf Richtung Wiesbaden. Sie hat früh ihre Eltern verloren, in Heimen gelebt und möchte nun in einem Altenheim ein soziales Jahr absolvieren. In Betty, eine rüstige Bewohnerin findet sie eine Freundin mit der sie über fast alles sprechen kann. Genauso ergeht es Betty, sie fühlt sich wohl in der Gegenwart dieses jungen Mädchens. Sie haben einfach Spaß miteinander. So ganz ohne Hintergedanken ist Marie nicht nach Wiesbaden gekommen. Sie hat ein Tagebuch erhalten, jedoch in norwegischer Sprache verfasst, dass wohl Informationen über die Familie ihrer Mutter enthält. Die Adresse des heutigen Altenheims in Wiesbaden ist dort auch vermerkt. Doch dann verschwindet Betty genauso plötzlich wie Maries Tagebuch..... Man liest und liest und ist so gefangen in der einen und er anderen Geschichte! Die Autorin nimmt den Leser sofort mit, sie macht keinen Umweg. Die Geschichten sind so emotional, sie sind so nah, fesselnd geschrieben. Linda Winterberg hat sehr gut recherchiert, dies wird im Nachwort der Autorin auch deutlich. So wirken alle Protagonisten ehrlich und wirklich, nicht gestellt. Die Erzählungen bauen sich alle sehr gut auf und das Schicksal von Lisbet und Oda sowie Marie und Betty nimmt einen sehr mit. Dieses Buch hat meine unbedingte Leseempfehlung.

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Ein schönes und berührendes Buch...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 28.06.2016

Schon mit ihren historischen Romanen als Nicole Steyer konnte mich die Autorin begeistern. Doch mit „Das Haus der verlorenen Kinder“ hat sie ihr Meisterstück abgeliefert. Sehr berührend beschreibt sie das Schicksal zweier Freundinnen in der Zeit der deutschen Besatzung Norwegens im zweiten Weltkrieg. Zweier Freundinnen die das Unglück hatten... Schon mit ihren historischen Romanen als Nicole Steyer konnte mich die Autorin begeistern. Doch mit „Das Haus der verlorenen Kinder“ hat sie ihr Meisterstück abgeliefert. Sehr berührend beschreibt sie das Schicksal zweier Freundinnen in der Zeit der deutschen Besatzung Norwegens im zweiten Weltkrieg. Zweier Freundinnen die das Unglück hatten sich in die zur damaligen Zeit „falschen“ Männer zu verlieben. In zwei Erzählsträngen schildert sie wie es ihnen ergangen ist während und nach dem Krieg. Ihr sehr plastischer Erzählstil war verantwortlich dafür, dass ich das Buch in eineinhalb Tagen gelesen habe. Figuren, Schauplätze und vor allem auch die Dialoge wirkten so authentisch, dass es mir vorkam, mittendrin zu stehen. Ich litt mit den beiden Frauen, wollte sie beschützen und war wütend. Auf wen ich wütend war und wovor ich die beiden beschützen wollte, solltet ihr lieber selbst lesen, denn jedes Wort mehr würde Euch zu viel vor der Story verraten und das möchte ich doch vermeiden. Als Kind der sechziger Jahre habe ich noch einige Verwandte und Bekannte erlebt die diese Zeit miterlebt haben und auch die Verbrechen der damaligen Machthaber und ihrer Handlanger. Das Schicksal dieser Frauen und ihrer Kinder beschreibt dieses Buch sehr berührend und es ist ein Buch das noch lange nach der Lektüre nachhallt. Es ist irgendwie auch ein Denkmal für diese Frauen. Frauen die eigentlich nur glücklich sein wollten. Frauen die ihre erste große Liebe erleben wollten und dafür bitter „bestraft“ wurden. Es ist aber auch ein Buch gegen das Vergessen dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich gestehe, dass auch ich das eine oder andere Tränchen vergossen habe. Das ist große Klasse, und es ist wie schon oben geschrieben, das bisher beste Buch der jungen Autorin. Glasklare 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!

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