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Das Licht und die Geräusche

Roman. Originalausgabe

(13)
Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris' Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.
Rezension
"In einem Alter, das Erwachsene schwer einordnen können: Jan Schomburgs einfühlsamer, authentischer Coming-of-Age-Roman 'Das Licht und die Geräusche'."
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel 02.03.2017
Portrait

Jan Schomburg ist Filmregisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller. Er schrieb und inszenierte u.a. die vielfach preisgekrönten Kinofilme >Über uns das All< (2011) und >Vergiss mein Ich< (2013). Zu dem Film >Vor der Morgenröte< (2016) schrieb er gemeinsam mit Maria Schrader das Drehbuch. >Das Licht und die Geräusche< ist sein erster Roman

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28108-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 216/144/27 mm
Gewicht 466
Verkaufsrang 31.580
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Johannas' Freund Boris hat Probleme. Das weiß sie zu Beginn des Romans allerdings noch nicht. Vielmehr beschäftigt sie, warum Ana-Clara und nicht sie seine Freundin ist. Boris ist einer von diesen Menschen, die individuelle Außenseiter sein und trotzdem von der gesamten Gruppe akzeptiert werden können. Dieses Glück hat allerdings nicht Johannas' Freund Boris hat Probleme. Das weiß sie zu Beginn des Romans allerdings noch nicht. Vielmehr beschäftigt sie, warum Ana-Clara und nicht sie seine Freundin ist. Boris ist einer von diesen Menschen, die individuelle Außenseiter sein und trotzdem von der gesamten Gruppe akzeptiert werden können. Dieses Glück hat allerdings nicht jeder an der Schule. Dieses und andere soziale Phänomene, die sicher jeder so oder ähnlich aus seiner Jugendzeit kennt, werden hier in einem guten Ton in mehreren kleinen Episoden eingefangen.
Dramatisch zuspitzen tut sich dann alles, als Boris plötzlich nach Island verschwindet....

„Sehr lesenswert!“

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Ein sehr berührender und einfühlsam geschriebener Roman über junge Menschen, die sich fragen: Wie soll man denn eigentlich leben?! Eine erstaunliche literarische Entdeckung! Ein sehr berührender und einfühlsam geschriebener Roman über junge Menschen, die sich fragen: Wie soll man denn eigentlich leben?! Eine erstaunliche literarische Entdeckung!

„Einmalig!“

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Johanna erzählt von sich,ihrem Leben,ihrem besten Freund Boris und ihren Gefühlen zu ihm. Klingt banal? Weit gefehlt! Man wird quasi in die Handlung geworfen,steckt sofort mittendrin, fühlt mit,denkt mit,weint mit. Ich war richtig traurig als die Geschichte plötzlich vorbei war. Ein wahnsinnig einfühlsames Buch über zwei junge Menschen Johanna erzählt von sich,ihrem Leben,ihrem besten Freund Boris und ihren Gefühlen zu ihm. Klingt banal? Weit gefehlt! Man wird quasi in die Handlung geworfen,steckt sofort mittendrin, fühlt mit,denkt mit,weint mit. Ich war richtig traurig als die Geschichte plötzlich vorbei war. Ein wahnsinnig einfühlsames Buch über zwei junge Menschen die sich selbst noch finden müssen und dabei dem Leben trotzdem ins Gesicht lachen.
Ich werde das Buch gleich noch einmal lesen.

Sabine Schmidt, Thalia-Buchhandlung Korbach

Jan Schomburg schreibt so authentisch und schnoddrig, so witzig und klug aus der Perspektive der jungen Johanna, dass ich diesen tollen Roman in einem Atemzug verschlungen habe. Jan Schomburg schreibt so authentisch und schnoddrig, so witzig und klug aus der Perspektive der jungen Johanna, dass ich diesen tollen Roman in einem Atemzug verschlungen habe.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
8
2
0
2
1

Anspruchsvolle (Jugend-)Literatur sieht anders aus. Das hier ist einfach nur rausgeschmissenes Geld.
von Ambermoon aus Wien am 09.04.2017

Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht... Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben...(Klappentext) ----------------------------- Nach diesem Klappentext und vor allem nach dem letzten Absatz erwartete ich mir einen anspruchsvollen Roman aus der Sicht einer Jugendlichen. Bekommen habe ich einen seichten Jugendroman ohne Sinn und ohne Message. Die Highlights, wenn man diese als solche bezeichnen kann, werden außerdem sowieso schon im Klappentext erwähnt, denn sehr viel mehr passiert hier nicht. Erzählt wird aus Johannas Sicht und diese enthält sehr viele wirre und unzusammenhängende Gedankensprünge ohne irgendwie einem roten Faden zu folgen, bzw. überhaupt einen zu enthalten. Die Protagonisten bleiben allesamt blass, selbst Johanna. Zudem agieren und reagieren sie alles andere als authentisch und mehr als unglaubwürdig. Mit der Zeit ging mir Johanna sogar richtig auf die Nerven. So sprunghaft ist selbst ein pubertierender Jugendliche mit einer Sprungfeder im Hintern nicht. Außerdem scheint es mir als wollte der Autor so viel wie möglich in diesen Roman packen - unglückliches Verliebtsein, Eifersucht, Freundschaft, Mobbing, Lesbenspiele und Suizid. Jedoch wurde das Meiste nur angerissen, kommt aus dem Nichts und/oder wirkt aufgesetzt und unglaubwürdig, aber eines haben alle Themen gemeinsam - sie werden nicht zum Abschluß gebracht. So viele wichtige und interessante Themen und dann wird der Leser quasi in der Luft hängen gelassen. Es wird einfach nicht näher darauf eingegangen und es bleiben am Ende die Fragen "Wieso?", "Wozu?", "Weshalb?" und vor allem "WTF??" offen. Das einzige Positive ist der flüssige Schreibstil, aber der rettet dieses Buch auch nicht mehr. Fazit: Nur weil es ein berühmter deutscher Drehbuchautor geschrieben hat und dieses Buch bis zum Erbrechen gehypt wird muss es nicht gut sein. Das beweist dieses Jugendbuch. Von den Themen her wäre hier großes Potenzial gewesen, ist jedoch an der Umsetzung massiv gescheitert. Daher kann ich dafür keine Leseempfehlung aussprechen.

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Einen freien Tag, mehr brachte ich nicht, um mich durch das Buch zu fressen. Es ist ein Schatz, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Johanna geht noch zur Schule und liebt ihren besten Freund Boris. Der ist aber mit Ana-Clara zusammen, die so furchtbar leere Augen hat – findet zumindest... Einen freien Tag, mehr brachte ich nicht, um mich durch das Buch zu fressen. Es ist ein Schatz, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Johanna geht noch zur Schule und liebt ihren besten Freund Boris. Der ist aber mit Ana-Clara zusammen, die so furchtbar leere Augen hat – findet zumindest Johanna. So weit – so klar? Was ist im Leben schon klar und eindeutig? Das Buch zeigt eindrücklich aus der Sicht Johannas, wie viele Gedanken man sich über eine Person oder eine Situation machen kann. Dabei bleibt es aber immer interessant und die Spannung hält isch über das gesamte Buch. Johanna erinnert sich an Vergangenes und nimmt uns mit durch die Gegenwart. Die anderen Figuren lernt man so ebenfalls aus Johannas Sicht kennen, durch die Gedanken, die sie sich über sie macht und auch über die Erinnerungen, die sich mit ihnen verbindet. Durch die Fokussierung auf Johannas Gedankenwelt ist der Schreibstil vielleicht zu Beginn etwas ungewöhnlich, aber man findet sich schnell zurecht. Mir persönlich hat der teilweise recht schnelle Wechsel zwischen den Gedanken keine Probleme bereitet. Im Gegenteil, ich fand es sehr interessant zu lesen und vor allem sehr abwechslungsreich. Das Ende ist gut gelungen und bildet einen schönen Abschluss für den Roman. Einen Teil habe ich schon erwartet, wurde dafür aber von einem anderen überrascht. Alles in allem fügt sich aber alles gut zusammen und das Buch macht viel Spaß beim Lesen. Fazit: Ein wunderbares Buch über das Leben und die Probleme, die damit einhergehen.

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