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Das Mädchen

Roman

(16)
Die berührende Geschichte einer Selbstbehauptung
Angelika Klüssendorf erzählt von einem jungen starken Mädchen, das sich herausarbeitet aus allem, was sie umgibt und niederhält: die tyrannische Mutter, die autoritären Lehrer, der bürokratische Staatsapparat.
Am Anfang scheint alles schon zu Ende zu sein: Der Vater trinkt und taucht nur sporadisch auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Klassenkameraden meiden das Mädchen, der jüngere Bruder kapselt sich völlig ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Die Bilder aus »Brehms Tierleben«, die sie bewundert, der Traum vom kleinen Haus mit Garten auf dem Lande, Grimms Märchen. Und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Auch wenn sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt und schließlich ins Heim gesteckt wird, kann sie sich auch dort auf die neue Lage einstellen. Und das Kinderheim wird auf überraschende Weise zu einem Refugium, wo Kindheit erstmals gelebt werden kann.
Mit ihrer klaren, knappen, präzisen Prosa, großer Lakonie und trockenem Humor versetzt Angelika Klüssendorf den Leser in eine Welt, die das Kindsein kaum zulässt. Atemlos folgt man einer Heranwachsenden, die nichts hat, worauf sie sich verlassen kann, und trotzdem den Lebenswillen nicht verliert – kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker, abgründiger Charakter. Ein literarisches Meisterwerk!
Rezension
»Geschichte einer leidvollen Adoleszenz, knapp, stark, geradeaus.«
Portrait
Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute lebt sie in der Nähe von Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem die Erzählungen »Sehnsüchte« und »Anfall von Glück«, den Roman »Alle leben so«, die Erzählungsbände »Aus allen Himmeln« und »Amateure«.
Zitat
"Angelika Klüssendorf, die kühle Meisterin unter den Meistern der Gesellschaftsprosa, analysiert präziser als John Updike und konsequenter als Max Frisch, sie schreibt böser als Thomas Bernhard und pointierter als Ingeborg Bachmann. Fürchterlich,
aber grandios." Evelyn Finger, Die Zeit
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.08.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783462304640
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1294 KB
Verkaufsrang 13.243
eBook
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C. Ksoll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Nüchtern und präzise wird eine Kindheit geschildert, die man ganz sicher nicht erleben möchte. Ohne Sentimentalität oder den Wunsch nach Mitleid- dafür fesselnd und sehr ehrlich. Nüchtern und präzise wird eine Kindheit geschildert, die man ganz sicher nicht erleben möchte. Ohne Sentimentalität oder den Wunsch nach Mitleid- dafür fesselnd und sehr ehrlich.

„Stark!!!“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Eine starke, verdichtete Geschichte: das Mädchen. Dieses Mädchen trägt so vieles in sich und hat so vieles um sich. Manchmal glaubte ich ihr müsse die Luft zum Atmen fehlen, aber sie verschafft sich ihren Freiraum.
Vieles läßt uns glauben sie verhafte in ihrem eigenen Milieu, dann findet
sich wieder diese individuelle Kraft.
Ein Buch von überschäumender Energie, Trauer, Träumen und Hoffnungslosigkeit, ein Schrei nach Liebe, Anerkennung und Leben.
Eine starke, verdichtete Geschichte: das Mädchen. Dieses Mädchen trägt so vieles in sich und hat so vieles um sich. Manchmal glaubte ich ihr müsse die Luft zum Atmen fehlen, aber sie verschafft sich ihren Freiraum.
Vieles läßt uns glauben sie verhafte in ihrem eigenen Milieu, dann findet
sich wieder diese individuelle Kraft.
Ein Buch von überschäumender Energie, Trauer, Träumen und Hoffnungslosigkeit, ein Schrei nach Liebe, Anerkennung und Leben.

„Unbequeme Wahrheit über eine Kindheit in der DDR “

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Selten habe ich eine so spröde, düstere und verstörende Geschichte einer Kindheit und Jugend gelesen. Stellenweise sind die Misshandlungen und die seelischen Verletzungen, die dem Mädchen zugefügt werden, für den Leser nur schwer zu ertragen. Dass die Hauptperson sich vom Opfer zur Täterin wandelt, Schläge weitergibt, betrügt und stiehlt erscheint vor dem Hintergrund der familiären und gesellschaftlichen Situation glaubwürdig. Dabei bleibt die Autorin auf Distanz und schildert die Aktionen knapp, lakonisch und absolut unparteiisch. Als Leser aber hat man Mitgefühl mit der namenlosen Protagonistin und stellt sich die Frage, wie viele ähnliche Schicksale es auch heute noch geben mag.
Angela Klüssendorf hat mit diesem Buch einen kleinen Roman von großer Intensität über eine Kindheit in der DDR geschrieben, der seine Leser benommen und erschüttert zurücklässt.
Selten habe ich eine so spröde, düstere und verstörende Geschichte einer Kindheit und Jugend gelesen. Stellenweise sind die Misshandlungen und die seelischen Verletzungen, die dem Mädchen zugefügt werden, für den Leser nur schwer zu ertragen. Dass die Hauptperson sich vom Opfer zur Täterin wandelt, Schläge weitergibt, betrügt und stiehlt erscheint vor dem Hintergrund der familiären und gesellschaftlichen Situation glaubwürdig. Dabei bleibt die Autorin auf Distanz und schildert die Aktionen knapp, lakonisch und absolut unparteiisch. Als Leser aber hat man Mitgefühl mit der namenlosen Protagonistin und stellt sich die Frage, wie viele ähnliche Schicksale es auch heute noch geben mag.
Angela Klüssendorf hat mit diesem Buch einen kleinen Roman von großer Intensität über eine Kindheit in der DDR geschrieben, der seine Leser benommen und erschüttert zurücklässt.

„Eine ergreifende Geschichte“

Katrin Schönmüller, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein schmaler Roman - aber welch große, ergreifende Geschichte!
Erzählt wird die Kindheit des Mädchens, dessen Namen man nicht erfährt, konsequent aus ihrer Sicht. Der trinkende, abwesende Vater, die überforderte, grausame Mutter - und trotzdem ist sie kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker Charakter, der sich nimmt, was gebraucht wird.
Dieses Buch war völlig zu Recht auf der Auswahlliste zum Deutschen Buchpreis.
Ein schmaler Roman - aber welch große, ergreifende Geschichte!
Erzählt wird die Kindheit des Mädchens, dessen Namen man nicht erfährt, konsequent aus ihrer Sicht. Der trinkende, abwesende Vater, die überforderte, grausame Mutter - und trotzdem ist sie kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker Charakter, der sich nimmt, was gebraucht wird.
Dieses Buch war völlig zu Recht auf der Auswahlliste zum Deutschen Buchpreis.

„Was kann ICH tun ?“

Regina Medinger, Thalia-Buchhandlung Ulm

Komprimiert, klar, hart, direkt ist die Sprache, die uns einen Einblick in das Leben eines Mädchens beschreibt, das in einem lieblosen und desinteressierten Umfeld aufwächst. Es ist spannend, bedrückend, zu Herzen gehend, diese Entwicklung mitzuverfolgen . Man wünscht dem Mädchen nichts mehr, als einen zuverlässigen, fördernden , verzeihenden Menschen, der ihr hilft diesem Umfeld zu entfliehen und all das zu leben, was auch in ihr steckt und wovon sie träumt. Ein wichtiges und hoffentlich aufrüttelndes Buch ! Komprimiert, klar, hart, direkt ist die Sprache, die uns einen Einblick in das Leben eines Mädchens beschreibt, das in einem lieblosen und desinteressierten Umfeld aufwächst. Es ist spannend, bedrückend, zu Herzen gehend, diese Entwicklung mitzuverfolgen . Man wünscht dem Mädchen nichts mehr, als einen zuverlässigen, fördernden , verzeihenden Menschen, der ihr hilft diesem Umfeld zu entfliehen und all das zu leben, was auch in ihr steckt und wovon sie träumt. Ein wichtiges und hoffentlich aufrüttelndes Buch !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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6
1
0
0

Ein tapferes Mädchen erlebt harte Zeiten
von Jenny Lentes aus Düren am 10.09.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine anfangs schockierende Geschichte über das Heranwachsen eines jungen Mädchens in der damaligen DDR. Obwohl ihr Leben oft bemitleidenswert und erschütternd dargestellt wird, findet sie immer wieder den Weg aus ihrer Opfer-Rolle heraus und zeigt in starker Atmosphäre, wie sie trotz schwerster Umstände und ohne familiären Rückhalt ihr junges... Eine anfangs schockierende Geschichte über das Heranwachsen eines jungen Mädchens in der damaligen DDR. Obwohl ihr Leben oft bemitleidenswert und erschütternd dargestellt wird, findet sie immer wieder den Weg aus ihrer Opfer-Rolle heraus und zeigt in starker Atmosphäre, wie sie trotz schwerster Umstände und ohne familiären Rückhalt ihr junges Leben meistert. Sprachgewaltig und beeindruckend erzählt! 2011 verdient für den Deutschen Buchpreis nominiert. Wie es mit der jungen Heldin weitergeht, erfahren wir in "April", welcher im Februar erschien und sich auf der Shortlist befindet und sich somit ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert hat.

Brutal
von Mirjana Mitteregger aus St.Johann am 11.03.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Angelika Klüssendorf gelingt es, dieses Buch in ein Meisterwerk umzuwandeln. Protagonistin in diesem Buch ist ein kleines zwölfjähriges namenloses Mädchen, das in der Gewalt ihrer Mutter lebt. Ihr Tagesverlauf ist nicht mit dem Tagesablauf anderer Kinder ihres Alters vergleichbar. Sie muss für ihren kleinen Bruder und das Neugeborene ihre... Angelika Klüssendorf gelingt es, dieses Buch in ein Meisterwerk umzuwandeln. Protagonistin in diesem Buch ist ein kleines zwölfjähriges namenloses Mädchen, das in der Gewalt ihrer Mutter lebt. Ihr Tagesverlauf ist nicht mit dem Tagesablauf anderer Kinder ihres Alters vergleichbar. Sie muss für ihren kleinen Bruder und das Neugeborene ihre Mutter sorgen. Sie darf alles sein, nur kein Kind. Mit ihren Stärken und ihren Schwäche übersteht sie jeden Tag bis sie eines Tages nach einem Diebstahl erwischt wird und im Heim landet. Es ist so brutal wie und was eine Mutter ihrem Kind, dem eigenen Fleisch und Blut, antun kann. Unfassbar! Ich musste mehrmals zwischendurch tief durchatmen um das Buch fertig zu lesen. Was auf ewig bleibt ist eine zerstörte Kinderseele. Ich bemitleide alle Kinder dieser Welt, wenn sie so einer Gewalt und Brutalität ausgeliefert sind.

"fabelhafte" Sozialstudie - erschreckend
von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Dieses Buch wird nicht zu unrecht als ein kleines Meisterwerk bezeichnet. Die knapp 180 Seiten haben mich in den Bann gezogen. Es wird in einer erschreckenden Art und Weise die Geschichte über das Leben eines jungen Mädchen dargelegt. Für das Mädchen sind die Worte "sorgenlos, glücklich, Kindheit" - Fremdwörter.... Dieses Buch wird nicht zu unrecht als ein kleines Meisterwerk bezeichnet. Die knapp 180 Seiten haben mich in den Bann gezogen. Es wird in einer erschreckenden Art und Weise die Geschichte über das Leben eines jungen Mädchen dargelegt. Für das Mädchen sind die Worte "sorgenlos, glücklich, Kindheit" - Fremdwörter. Dieses brisante, erschreckende Thema über Kindesverwahrlosung wurde von der Autorin ergreifend, mit Feingefühl, geschrieben. Es bewegt. Sehr zu empfehlen!