Das Mädchen mit dem Fingerhut

Roman

(39)
Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens – ein Roman dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.
Portrait
Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bei Hanser erschienen die Romane Abendland (2007), Madalyn (2010), Die Abenteuer des Joel Spazierer (2013) und Spielplatz der Helden (2014, Erstausgabe 1988), der Gedichtband Der Liebhaber bald nach dem Frühstück (Edition Lyrik Kabinett 2012) und zuletzt die Romane Zwei Herren am Strand (2014) und Das Mädchen mit dem Fingerhut (2016), Ein Vorbild für die Tiere (Gedichte, 2017) sowie Der Mann, der Verlorenes wiederfindet (Novelle, 2017). Michael Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk. 
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 139
Erscheinungsdatum 01.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25055-0
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 20,8/12,8/2 cm
Gewicht 267 g
Auflage 3
Buch (gebundene Ausgabe)
18,90
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„Heimatlose Kinder....“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

.....begegnen uns in Michael Köhlmeiers Erzählung irgendwo in Westeuropa. Ein kleines Mädchen, dass im Winter allein durch die Großstadt streift und niemand scheint es zu vermissen. Aufgegriffen und in ein Heim gebracht, trifft es auf zwei Jungen. Immer auf der Suche nach Nahrung und Wärme fliehen sie zu dritt....
Es ist keine Geschichte, die Hoffnung verbreitet, denn so sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Kein einfaches Thema für ein Buch aber ein Wichtiges!

.....begegnen uns in Michael Köhlmeiers Erzählung irgendwo in Westeuropa. Ein kleines Mädchen, dass im Winter allein durch die Großstadt streift und niemand scheint es zu vermissen. Aufgegriffen und in ein Heim gebracht, trifft es auf zwei Jungen. Immer auf der Suche nach Nahrung und Wärme fliehen sie zu dritt....
Es ist keine Geschichte, die Hoffnung verbreitet, denn so sieht die Realität von vielen Flüchtlingskindern aus. Kein einfaches Thema für ein Buch aber ein Wichtiges!

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Man taucht vollkommen ab in diese traurig-schöne Geschichte.
Klare, schlichte Sätze verstärken eher die Betroffenheit beim Lesen dieses kleinen Bandes.

Man taucht vollkommen ab in diese traurig-schöne Geschichte.
Klare, schlichte Sätze verstärken eher die Betroffenheit beim Lesen dieses kleinen Bandes.

„Kein Märchen “

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Als Leser dieses feinen, kleinen Romans wünscht man sich mehr Aufklärung über die Situation, in der die Kinder leben müssen, ist sich aber gleichzeitig darüber bewusst, dass es keine Rolle spielt.
Gerade die Anonymisierung sorgt hier für Bedrückung und lässt den Leser inhaltlich nicht mehr los.
Köhlmeier ist ein Märchenkenner und wie ein Märchen wirkt auch dieser Roman, doch es ist mehr ein Lehrstück, denn hier treffen wir auf aktuelle Realitäten.
Als Leser dieses feinen, kleinen Romans wünscht man sich mehr Aufklärung über die Situation, in der die Kinder leben müssen, ist sich aber gleichzeitig darüber bewusst, dass es keine Rolle spielt.
Gerade die Anonymisierung sorgt hier für Bedrückung und lässt den Leser inhaltlich nicht mehr los.
Köhlmeier ist ein Märchenkenner und wie ein Märchen wirkt auch dieser Roman, doch es ist mehr ein Lehrstück, denn hier treffen wir auf aktuelle Realitäten.

„Unaufdringlich - eindringlich“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Vielleicht sind wir manchmal ein bisschen abgestumpft, wenn es um die Not anderer geht. Diese Geschichte um ein Kind, das keiner zu vermissen scheint, macht wieder aufmerksam.
Durch die klare Sprache, die Andeutungen und Auslassungen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.
Vielleicht sind wir manchmal ein bisschen abgestumpft, wenn es um die Not anderer geht. Diese Geschichte um ein Kind, das keiner zu vermissen scheint, macht wieder aufmerksam.
Durch die klare Sprache, die Andeutungen und Auslassungen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.

„Leben am Limit “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Ganz leise und doch voller Wucht erzählt Köhlmeier die Geschichte der kleinen Yiza, die sich ohne Familie in München durch das Leben schlägt. Wichtig ist nicht aufzufallen, vor der Polizei zu fliehen, warme Sachen zu ergattern und möglichst den Hunger zu stillen damit man schlafen kann. Ein wenig einfacher wird es kurze Zeit als sie auf zwei Jungen trifft deren Schutz sie in Anspruch nehmen kann.

Yizas Schicksal berührt und macht nachdenklich. Mehr als einmal habe ich mich daheim auf der bequemen Couch gefragt wie viele "Yizas" wohl durch Deutschland laufen ohne das wir sie wahrnehmen. Glauben Sie mir es wird Ihnen genau so gehen.



Ganz leise und doch voller Wucht erzählt Köhlmeier die Geschichte der kleinen Yiza, die sich ohne Familie in München durch das Leben schlägt. Wichtig ist nicht aufzufallen, vor der Polizei zu fliehen, warme Sachen zu ergattern und möglichst den Hunger zu stillen damit man schlafen kann. Ein wenig einfacher wird es kurze Zeit als sie auf zwei Jungen trifft deren Schutz sie in Anspruch nehmen kann.

Yizas Schicksal berührt und macht nachdenklich. Mehr als einmal habe ich mich daheim auf der bequemen Couch gefragt wie viele "Yizas" wohl durch Deutschland laufen ohne das wir sie wahrnehmen. Glauben Sie mir es wird Ihnen genau so gehen.



„Überlebenskampf“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Vielleicht sieht Yiza genauso aus - dunkle Augen mit einem eindrucksvollem Blick, längeres Haar .... Aber wer ist sie? Wir wissen nur, dass sie anscheinend nirgendwo hin gehört, dass sie von niemandem gesucht wird. Alles hat sie verloren - nur die Angst nicht, und auch nicht den Willen zu überleben.
In kurzen, prägnanten Sätzen bringt uns Michael Köhlmeier diese Geschichte von Yiza näher. Entziehen konnte ich mich dieser nicht - viele Bilder bleiben.
Vielleicht sieht Yiza genauso aus - dunkle Augen mit einem eindrucksvollem Blick, längeres Haar .... Aber wer ist sie? Wir wissen nur, dass sie anscheinend nirgendwo hin gehört, dass sie von niemandem gesucht wird. Alles hat sie verloren - nur die Angst nicht, und auch nicht den Willen zu überleben.
In kurzen, prägnanten Sätzen bringt uns Michael Köhlmeier diese Geschichte von Yiza näher. Entziehen konnte ich mich dieser nicht - viele Bilder bleiben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
39 Bewertungen
Übersicht
17
17
4
0
1

Wichtiges Buch zu wichtigem Thema
von einer Kundin/einem Kunden aus Absdorf am 22.07.2016

Inhalt: Dieser Roman handelt von einem kleinen Flüchtlingsmädchen, welches sich Yiza nennt, da es seinen wirklichen Namen nicht kennt. Woher das Kind kommt bzw. wie es in das fremde Land kan oder wo die Eltern sind, weiß man nicht. Sie wird von einem "Onkel" tagsüber an einem Marktstand abgegeben, damit... Inhalt: Dieser Roman handelt von einem kleinen Flüchtlingsmädchen, welches sich Yiza nennt, da es seinen wirklichen Namen nicht kennt. Woher das Kind kommt bzw. wie es in das fremde Land kan oder wo die Eltern sind, weiß man nicht. Sie wird von einem "Onkel" tagsüber an einem Marktstand abgegeben, damit es dort zu essen bekommt. Doch irgendwann wird es nicht mehr abgeholt. Das Kind verläuft sich, wird von der Polizei aufgegriffen und kommt in ein Heim. Danach folgt eine mühsame Reise von drei heimatlosen Kindern. Schreibstil: Das Buch ist in kurzen Absätzen geschrieben, hat jedoch keine Kapitel. Der Schreibstil ist mit seinen kurzen Sätzen gewöhnungsbedürftig, hat mir aber gut gefallen. Teilweise ist es aber sehr künstlerisch bzw. poetisch geschrieben, was mir nicht so zugesagt hat. Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr aktuell und bewegt, weil man sich viel uu wenig Gedanken über die verlorenen Kinder macht. Anfangs hat es mir auch zugesagt, dass der Roman eigentlich mitten in der Story anfängt. Nach Ende des Buches hat mich dann aber doch genau das gestört. Ich bin schon kein Fan von offenen Enden, aber dazu noch ein "offener Anfang" war mit dann doch zu vage! Ich hätte gern ein bisschen mehr Hintergrundinfos und ein paar Aufklärungen gehabt, würde das Buch aber jedenfalls empfehlen!

allein und verlassen
von Silja Ritzau aus Berlin am 05.07.2016

das cover macht einen neugierig auf den titel. die geschichte ist ruhig aber flüssig geschrieben. es spielt im winter und führt einen an den marktplatz einer stadt und in die lage von arbeitssklaven. es wird ein mädchen vorgestellt das sich nicht den menschen in der umgebung verständlich machen kann.... das cover macht einen neugierig auf den titel. die geschichte ist ruhig aber flüssig geschrieben. es spielt im winter und führt einen an den marktplatz einer stadt und in die lage von arbeitssklaven. es wird ein mädchen vorgestellt das sich nicht den menschen in der umgebung verständlich machen kann. ein mann vieleicht der onkel des kindes sagt ihr das sie auf das wort polizei mit schreien reagieren soll denn jeder weiß geschrei macht die leute wuschig und sie versuchen das kind zu beruhigen. als das kind sich verläuft kommt es mit anderen menschen zusammen und wird irgendwann doch zur polizei gebracht. von der polizei wird sie in ein kinderheim gebracht in dem sie erst mal versorgt wird. dort trifft sie ihre begleiter für den rest des romans. das buch kann vielen menschen die situation von den kindern der roma und sinti oder algemein aus den balkanländern in unserer zeit näher bringen. menschen ob groß oder klein sind über all auch fremd und finden sich nicht immer zurecht. grade kinder sind sehr stark gefährdet von erwachsenen mißbraucht oder einfach nur vergessen zu werden. das buch ist sehr zu empfehlen und kann vor allem für nachdenkliche leser interessant sein.

Kinder am Rande der Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 16.06.2016

Zum Inhalt: Ein 6-jähriges Mädchen ist in einer Stadt, in der es keinen Menschen versteht. Ein „Onkel“, den sie ebenfalls kaum versteht, schickt sie in einen Laden, in dem sie etwas zu essen bekommt und den Tag im Warmen verbringen kann. Am Abend läuft sie weg, wird von dem „Onkel“... Zum Inhalt: Ein 6-jähriges Mädchen ist in einer Stadt, in der es keinen Menschen versteht. Ein „Onkel“, den sie ebenfalls kaum versteht, schickt sie in einen Laden, in dem sie etwas zu essen bekommt und den Tag im Warmen verbringen kann. Am Abend läuft sie weg, wird von dem „Onkel“ abgeholt, kommt aber jeden Tag immer wieder. Als eines Tages der „Onkel“ nicht mehr erscheint, geht das Mädchen auf die Suche, verläuft sich und muss die Nacht in einem Müllcontainer verbringen. Das ist für sie nicht neu. Am nächsten Tag schläft sie im Zwischenraum zwischen den Türen eines Restaurants. Von hier wird sie von der Polizei abgeholt und in ein Heim eingeliefert. Im Heim wird sie liebevoll von einer Schwester behandelt, doch schon in der ersten Nacht läuft sie zusammen mit zwei Jungen weg. Einer von ihnen, Schamhan, kann ihre Sprache. Der andere, jüngere Arian, versteht nur Schamhan. Das Mädchen nennt sich Yiza, obwohl das kein Name ist. Die drei machen sich auf den Weg zu einem Haus am Stadtrand, in dem sie zusammen den Winter verbringen könnten. (Ob es dieses Haus wirklich gibt?) Schamhan führt sie dorthin, aber bald wird es klar, dass er selbst den Weg nicht kennt. Mehrere Tage sind sie unterwegs, schlafen im Wald, werden ganz nass vom Regen. Nach mehreren Tagen kommen sie in eine Siedlung. Gejagt vom Hunger, brechen sie in ein Haus ein, essen die Bäuche voll, nehmen so viel mit, wie sie tragen können und laufen wieder weg. Die Polizei findet sie wenig später nach frischen Spuren im Schnee. Alle drei landen auf der Polizeistelle. In der Nacht gelingt es Arian und Yiza zu fliehen. In einem Lastwagen versteckt, kommen sie in eine andere Stadt. Yiza ist krank, sie hat hohes Fieber. Die beiden brechen in ein Gartenhaus ein. Später macht sich Arian auf den Weg in die Stadt, um Aspirin zu holen, das Yiza helfen soll. So hat es Schamhan mal gesagt. Er bettelt und bekommt relativ viel Geld. Aber Aspirin hilft nicht. An einem anderen Tag, als Arian aus der Stadt zurückkehrt, sieht er eine Frau im Gartenhaus und läuft weg. Die Frau holt Yiza ins Haus, sie wird behandelt und ist bald wieder gesund. Nun lebt sie bei dieser Frau, eingesperrt in einem Zimmer. Sie lernt die Sprache der Frau. Aber als sie einige Monate später Arian durch das Fenster sieht, nutzt sie die Situation aus und sperrte die Frau in der Küche ein. Sie holt Arian ins Haus und er… erschlägt die Frau…. Und schon wieder sind sie auf der Flucht. Yiza hat Angst vor dem jüngeren Arian. Aber sie folgt ihm. Zu den anderen, einer „Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung“…. Zum Buch: Ich fand das ein schönes Buch, das ein trauriges, aber wichtiges Thema anspricht: Wie die Kinder außerhalb der Gesellschaft leben. Ich konnte die Beweggründe von Yiza nicht immer nachvollziehen. Warum sie aus dem Heim flieht, wenn es dort warm ist und Essen gibt, wo sie gut behandelt wird. Warum sie sich später für Arian und gegen die Frau entscheidet, die ihr Leben gerettet hatte. Warum sie weiter auf der Straße schlafen will und nicht in einem Haus. Nichtsdestotrotz finde ich die Geschichte absolut realistisch und umso trauriger. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll, warum diese Kinder lieber auf der Straße bleiben wollen und was für sie gemacht werden kann. Den Schreibstil des Autors fand ich sehr ansprechend. Er hielt die Spannung und entsprach der allgemeinen Stimmung im Buch. Das Buch selbst las sich dadurch sehr schnell und angenehm. Der einzige Minus-Punkt bei mir ist das Ende der Geschichte. Ich fand es ein wenig abrupt. Es bleibt die Geschichte offen (was eigentlich keine Seltenheit ist), aber ich hätte gerne erfahren, was weiterhin mit den drei Kindern passierte. Ansonsten ein lesenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehlen möchte.