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Das Mädchen mit dem Fingerhut

(36)
Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens – ein Roman, dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.
Portrait
Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt als Schriftsteller in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bei Hanser erschienen die Romane Abendland (2007), Madalyn (2010), Die Abenteuer des Joel Spazierer (2013) und Spielplatz der Helden (2014, Erstausgabe 1988) sowie der Gedichtband Der Liebhaber bald nach dem Frühstück (Edition Lyrik Kabinett 2012) und zuletzt die Romane Zwei Herren am Strand (2014) und Das Mädchen mit dem Fingerhut (2016).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Erscheinungsdatum 01.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783446251922
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Verkaufsrang 3.789
eBook
14,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Leben am Limit “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Ganz leise und doch voller Wucht erzählt Köhlmeier die Geschichte der kleinen Yiza, die sich ohne Familie in München durch das Leben schlägt. Wichtig ist nicht aufzufallen, vor der Polizei zu fliehen, warme Sachen zu ergattern und möglichst den Hunger zu stillen damit man schlafen kann. Ein wenig einfacher wird es kurze Zeit als sie Ganz leise und doch voller Wucht erzählt Köhlmeier die Geschichte der kleinen Yiza, die sich ohne Familie in München durch das Leben schlägt. Wichtig ist nicht aufzufallen, vor der Polizei zu fliehen, warme Sachen zu ergattern und möglichst den Hunger zu stillen damit man schlafen kann. Ein wenig einfacher wird es kurze Zeit als sie auf zwei Jungen trifft deren Schutz sie in Anspruch nehmen kann.

Yizas Schicksal berührt und macht nachdenklich. Mehr als einmal habe ich mich daheim auf der bequemen Couch gefragt wie viele "Yizas" wohl durch Deutschland laufen ohne das wir sie wahrnehmen. Glauben Sie mir es wird Ihnen genau so gehen.



„Überlebenskampf“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Vielleicht sieht Yiza genauso aus - dunkle Augen mit einem eindrucksvollem Blick, längeres Haar .... Aber wer ist sie? Wir wissen nur, dass sie anscheinend nirgendwo hin gehört, dass sie von niemandem gesucht wird. Alles hat sie verloren - nur die Angst nicht, und auch nicht den Willen zu überleben.
In kurzen, prägnanten Sätzen bringt
Vielleicht sieht Yiza genauso aus - dunkle Augen mit einem eindrucksvollem Blick, längeres Haar .... Aber wer ist sie? Wir wissen nur, dass sie anscheinend nirgendwo hin gehört, dass sie von niemandem gesucht wird. Alles hat sie verloren - nur die Angst nicht, und auch nicht den Willen zu überleben.
In kurzen, prägnanten Sätzen bringt uns Michael Köhlmeier diese Geschichte von Yiza näher. Entziehen konnte ich mich dieser nicht - viele Bilder bleiben.

„Unaufdringlich - eindringlich“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Vielleicht sind wir manchmal ein bisschen abgestumpft, wenn es um die Not anderer geht. Diese Geschichte um ein Kind, das keiner zu vermissen scheint, macht wieder aufmerksam.
Durch die klare Sprache, die Andeutungen und Auslassungen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.
Vielleicht sind wir manchmal ein bisschen abgestumpft, wenn es um die Not anderer geht. Diese Geschichte um ein Kind, das keiner zu vermissen scheint, macht wieder aufmerksam.
Durch die klare Sprache, die Andeutungen und Auslassungen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
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Verloren und fremd in einer unbekannten Umgebung
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 27.02.2016

In einer großen Stadt in Westeuropa taucht ein sechsjähriges Mädchen auf. Seinen Namen sagt es nicht, es ist zu klein, um zu wissen, woher es kommt und warum es hier ist. Das namenlose Kind weiß lediglich, dass ein „Onkel“ es hierhergeschickt hat, mit dem Auftrag, zu schreien, wenn jemand... In einer großen Stadt in Westeuropa taucht ein sechsjähriges Mädchen auf. Seinen Namen sagt es nicht, es ist zu klein, um zu wissen, woher es kommt und warum es hier ist. Das namenlose Kind weiß lediglich, dass ein „Onkel“ es hierhergeschickt hat, mit dem Auftrag, zu schreien, wenn jemand die Polizei erwähnt. Das tut die Kleine, und während sie tagsüber bei einem Händler unterkommt, trifft sie nachts ihren „Onkel“. Doch dann verliert sie ihn, verläuft sich auf der Suche nach ihm und landet im Heim. Dort schließt sie sich zwei Jungs an, die sich auf die Flucht machen und sie mitnehmen. Wieder ist sie unterwegs, versteckt sich, weicht aus, versteht nur den einen der beiden Jungen. Sie müssen sehen, dass sie nachts irgendwo unterkommen und tagsüber etwas zu essen und Wärme bekommen auf ihrem Weg zu einer verlassenen Villa. Es ist die Geschichte von Flüchtlingskindern auf der Flucht, auf der verzweifelten Suche nach einem besseren Ort. Sehr eindrucksvoll wird die Geschichte aus der Sicht des Mädchens erzählt, das kaum etwas von seiner Umgebung versteht und sich trotzdem irgendwie zurechtfinden muss. Dazu passt, dass allen drei Kindern keine Nationalität zugeordnet wird, weil sie sonst abgeschoben werden könnten oder weil keiner sie weiß, wie bei dem namenlosen Mädchen, das irgendwann aus seiner Umwelt den Namen Yizha erhält. Die Verzweiflung, die durch die Seiten der Geschichte schimmert, ist kaum auszuhalten. Man liest die Geschichte mit den Augen einer Sechsjährigen, immer mit den Gedanken eines Erwachsenen, der von den derzeitigen Flüchtlingsströmen Bescheid weiß. Sachlich und in kurzen Sätzen schildert der Autor die Geschichte, mit viel Raum für den Leser, eigene Bilder entstehen zu lassen. Doch nicht immer haben meine Bilder wohl zu den Vorstellungen des Autors gepasst, denn nicht alle Handlungsweisen der Kinder waren für mich verständlich. Das mag wohl ein Stück weit Absicht gewesen zu sein, denn die Kinder bewegen sich in einer Welt, in der vieles für sie unverständlich bleibt, von der Sprache bis hin zu den Verhaltensweisen der Erwachsenen, dennoch fehlt mir etwas in dieser Geschichte. Eine traurige, aufrüttelnde Geschichte, die überall passiert sein könnte. Sie hinterlässt den Leser mit wenig Hoffnung auf die Zukunft der Kinder, und wie viele Kinder ohne Zukunft sind derzeit unterwegs und auf der Flucht, verloren und fremd in einer für sie unverständlichen Umgebung? Michael Köhlmeier hat ein äußerst aktuelles Thema prägnant auf den Punkt gebracht, sein Buch ist deshalb sehr zu empfehlen.

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Fremd und ohne Perspektive
von sommerlese am 05.03.2016

Yiza ist heimatlos und lebt allein auf der Strasse. Vielleicht ist sie als Flüchtling auf der Suche nach einem besseren Leben nach Westeuropa gekommen, auf jeden Fall sucht sie eine neue Heimat. Mitleidige Menschen versorgen sie mit Essen und Trinken und sie schliesst sich bald zwei Jungen an, die... Yiza ist heimatlos und lebt allein auf der Strasse. Vielleicht ist sie als Flüchtling auf der Suche nach einem besseren Leben nach Westeuropa gekommen, auf jeden Fall sucht sie eine neue Heimat. Mitleidige Menschen versorgen sie mit Essen und Trinken und sie schliesst sich bald zwei Jungen an, die ein gleiches Schicksal haben. Allerdings können sich nicht alle in einer ihnen bekannten Sprache unterhalten, nur der älteste Junge Schamhan versteht die beiden kleineren Kinder Yiza und Arian. "Arian ist der Kapitän. Er geleitet das Schiff zu den Freunden und in den Sommer. Die Freunde, das sind eine Horde von Zerlumpten, die bereits zu alt sind für Mitleid und Rührung." Zitat S. 140 In diesem Buch greift Michael Köhlmeier die aktuelle Thematik der allein reisenden Flüchtlingskinder auf, die uns in Westeuropa zur Zeit der Flüchtlingsströme intensiv beschäftigt. Er zeichnet ein Bild unserer derzeitigen Gesellschaft auf, das betroffen macht und ratlos zurück lässt. Man erlebt ein Mädchen irgendwo in Westeuropa, das Tag für Tag darauf angewiesen ist, Nahrung von hilfsbereiten Menschen zu bekommen, deren fremde Sprache sie nicht versteht. Sie schliesst sich zwei Jungen an, die ebenfalls allein und ohne Obdach leben. Woher die Kinder kommen wird nicht klar, sie stehen für die vielen ungenannten Flüchtlingskinder abseits der Hilfsprogramme. In der kleinen Gemeinschaft übernimmt Shamhan, ein 14-jähriger Junge die Rolle des Anführers und sorgt bedingungslos für die Jüngeren. Trotz Sprachbarrieren untereinander kommen sie wie in einer Familie miteinander klar und stehen füreinander ein. Es ist Winter und gemeinsam versuchen sie ihre Grundbedürfnisse nach Nahrung und einer warmen Zuflucht in der Nacht zu erfüllen. Allerdings scheren sie sich nicht um Recht und Anstand, sondern sie stehlen, betteln und brechen in fremde Häuser ein. Doch woher sollen sie Regeln und Gesetze kennen und achten, wenn sie um ihr Überleben kämpfen und keine Erwachsenen sie anleiten und ihnen Werte vorleben. Die Sprache ist nüchtern, knapp und sehr einfach gehalten. Kurze Sätze versinnbildlichen die Sprachlosigkeit und Fremdheit der Kinder in dieser fremden Welt. Man glaubt Yiza sprechen zu hören. Michael Köhlmeier schafft mit seinem Buch eine berührende Geschichte, die mich traurig macht, fassungslos, wütend und gleichzeitig ratlos zurück lässt. Die Schicksale der Kinder machen betroffen, aber gleichzeitig auch Angst, wenn man die aktuelle Situation begreift. Denn auch die Polizei, Sozialarbeiter in Jugendheimen und hilfsbereite Menschen können an der Überlebensmentalität der Kinder in der Geschichte scheinbar nichts ändern. Eine Kriminalisierung scheint vorprogrammiert zu sein. Ein gesundes Miteinander oder Integration kann man nicht verordnen, so wie es zur Zeit die Politiker gerne darstellen. Die Einbindung muss auch gewollt werden. Bei diesen Jugendlichen scheint es nicht zu klappen, obwohl helfende Hände sich ihnen entgegenstrecken. Ein nachdenklich machendes Buch über die derzeitige Flüchtlingsproblematik Minderjähriger. Es macht die schwierige Situation beider Seiten bewusst.

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Berührend
von solveig am 14.02.2016

Der Eindruck von Verlorenheit wird bereits im Buchcover zum Ausdruck gebracht: ein Mädchen mit großen traurigen Augen sieht den Leser eindringlich an. Hinter dem Kind: nichts, das etwas über sie oder ihren Aufenthalt aussagt, nur neutrale weiße Gardinen vor einem kleinen Fenster. Ebenso „weiß“ wie dieser Hintergrund ist die Vergangenheit... Der Eindruck von Verlorenheit wird bereits im Buchcover zum Ausdruck gebracht: ein Mädchen mit großen traurigen Augen sieht den Leser eindringlich an. Hinter dem Kind: nichts, das etwas über sie oder ihren Aufenthalt aussagt, nur neutrale weiße Gardinen vor einem kleinen Fenster. Ebenso „weiß“ wie dieser Hintergrund ist die Vergangenheit des sechsjährigen Mädchens, das allein durch eine große europäische Stadt irrt, ohne die Landessprache zu sprechen oder selbst verstanden zu werden. Wo kommt es her, wer ist es eigentlich? Sie weiß es selbst nicht, sondern tut, was ihr der „Onkel“ aufträgt: an einem Marktstand um Essen betteln. Doch eines Tages wartet „Yiza“, wie sich Kind nennt, vergeblich darauf, dass er sie wieder abholt, und läuft ziel- und planlos durch die Winterkälte der fremden Stadt, bis sie aufgegriffen und in einem Kinderheim untergebracht wird. Hier trifft sie auf den vierzehnjährigen Schamhan, der sich in ihrer Sprache mit Yiza verständigen kann und ihr einen Fingerhut schenkt, ein kleiner Schatz und Trost für sie. Unter Schamhans Führung fliehen die beiden gemeinsam mit dem etwas jüngeren Arian aus dem Kinderheim … In einer schlichten, einfachen Sprache und Satzbau , die dem kindlichen Gemüt der kleinen Yiza entsprechen, erzählt der Autor von dieser kleinen Gruppe elternloser Kinder am Rande der Gesellschaft, die sich zusammengetan hat, um wenigstens ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen: Essen, Schlafen, Trinken und sich gegenseitig ein bisschen Wärme zu geben. Sehr sachlich beschreibt er den täglichen Überlebenskampf der Kinder, wie sie versuchen, sich möglichst unauffällig durchzuschlagen und dennoch aufgegriffen werden. Gerade die Einfachheit der Sätze und knappen Formulierungen lässt ihre Bedeutung intensiver wirken und ruft ein starkes Mitgefühl des Lesers hervor. Die nüchterne Feststellung „Sie ist ein Liebling. Ich bin kein Liebling. Und du bist auch kein Liebling“ des im Straßenleben erfahrenen Schamhan enthält viel Bitterkeit. Ja, noch ist Yiza in dem „niedlichen“ Alter, in dem ihr trauriger Anblick die Herzen der Erwachsenen anrührt. Was aber geschieht, wenn sie älter ist, so wie Arian und Schamhan? Was wird aus ihr? Das Ende ist offen; es bleibt dem Leser überlassen, darüber nachzugrübeln.

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