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Das offene Boot und andere Erzählungen

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Stephen Crane war ein Getriebener, er lebte ein Leben unter Hochdruck, als hätte er geahnt, dass ihm nur wenig Zeit bemessen war. Geboren 1871 in Newark, New Jersey, starb er nur achtundzwanzigjährig an Tuberkulose, die
er sich vermutlich als Schiffbrüchiger nach dem Untergang der Commodore zugezogen hatte eine Erfahrung, deren literarische Verarbeitung seinen Ruhm als Erzähler begründen sollte.
Kritiker sahen in Crane durch seine intensiven Milieustudien und die Nähe zur Reportage den ersten amerikanischen Naturalisten, doch weist der Autor mit seinen Stilbrüchen, der rhythmisierten Sprache und den geradezu filmischen Dialogen eher ins 20. Jahrhundert, zu Faulkner und Joyce.
Hier nun sind Stephen Cranes stärkste (Meeres-)Erzählungen vereint größten- teils erstmals auf Deutsch. Sie laden ein, diesen noch viel zu wenig bekannten Pionier der nordamerikanischen Moderne (neu) zu entdecken.
Portrait
Stephen Crane, geboren 1871 in Newark, New Jersey, schrieb Lyrik, Erzählungen und Romane. Bevor er seinen literarischen Durchbruch erzielte, war er Reporter und Kriegskorrespondent. Crane starb 1900 im deutschen Badenweiler.

Lucien Deprijck, geboren 1960, ist literarisch tätig als Autor, Herausgeber und Übersetzer. Bei mare veröffentlichte
er zuletzt den Erzählungsband »Die Inseln, auf denen ich strande« (2012). Sein jüngster Roman erschien 2015 unter dem Titel »Ein letzter Tag Unendlichkeit«.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Lucien Deprijck
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 04.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-263-0
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 221/136/25 mm
Gewicht 453
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 52.098
Buch (gebundene Ausgabe)
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Präzise und schonungslos
von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2017

Stephen Crane gehört - neben Herman Melville und Joseph Conrad – zu meinen bevorzugten englischsprachigen Schriftstellern um 1900. Wie Melville und Conrad, beschrieb Crane den einzelnen Menschen in einen Kampf der Gewalten verstrickt, der den Menschen in existenzielle Krisen stürzt und nicht aus ihnen entkommen lässt. Dabei kann es... Stephen Crane gehört - neben Herman Melville und Joseph Conrad – zu meinen bevorzugten englischsprachigen Schriftstellern um 1900. Wie Melville und Conrad, beschrieb Crane den einzelnen Menschen in einen Kampf der Gewalten verstrickt, der den Menschen in existenzielle Krisen stürzt und nicht aus ihnen entkommen lässt. Dabei kann es um Naturgewalten gehen, aber auch um Kriege, Kolonialismus, Rassismen und soziale Ausbeutungen. Sein Schreibstil ist präzise und schonungslos. Neben seinen wunderbaren kurzen Erzählungen, schrieb er auch Romane und Gedichte. Dem Mare Verlag ist es nun zu verdanken, dass ein kleines, in einen schönen Schuber gestelltes Büchlein mit Kurzgeschichten von Stephen Crane erschien. Das Buch enthält die außerordentlich eindrucksvolle Geschichte „Das offene Boot“.

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