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Das Projektil sind wir

Der Aufbruch einer Generation, die RAF und die Kritik der Waffen. Gespräche mit Tina Petersen und Christoph Twickel

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Karl-Heinz Dellwo, als Mitglied der RAF an der Besetzung der Deutschen Botschaft in Stockholm 1975 beteiligt, war insgesamt 21 Jahre im Gefängnis. Im Gespräch mit Tina Petersen und Christoph Twickel berichtet er über seinen Weg in den bewaffneten Kampf und seine Zeit im Gefängnis. Eine kritische Analyse des "Konzept Stadtguerilla" und ein politisch reflektierter Lebensbericht.
Portrait
Karl-Heinz Dellwo, geboren 1952 in Opladen, war u.a. kaufmännischer Lehrling, Seemann, Aushilfsfahrer. 1973 Hausbesetzung in Hamburg, ein Jahr in Haft. Als Mitglied der RAF 1975 an der Besetzung der Deutschen Botschaft in Stockholm beteiligt und verurteilt. Saß die volle Strafe (20 Jahre) ab, zuletzt in Celle. 1995 aus der Haft entlassen. Lebt und arbeitet als Dokumentarfilmer in Hamburg. Zuletzt erschien ein Beitrag von ihm in dem Band Nach dem bewaffneten Kampf (Psychosozial-Verlag 2007).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 08.10.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89401-556-5
Verlag Edition Nautilus
Maße (L/B/H) 209/128/27 mm
Gewicht 292
Abbildungen mit 10 Fotos. 21 cm
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,90
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Einblick in linksradikale Denkstrukturen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.12.2007

In diesem Jahr wurde die RAF tiefgehender betrachtet. Die angeblich"hehre" Moral und Motivation wurde radikal hinterfragt . S. Mayer-Witt bezeichnete die RAF als Sekte. Der Narzissmus,Banalität wurden analysiert. Mitscherlich, Jelinek u.a. Reemtsma erkannte überzeugend "Lust an Gewalt". Die Gesellschaft nimmt inzwischen differenzierter wahr. Hier ein Buch, welches... In diesem Jahr wurde die RAF tiefgehender betrachtet. Die angeblich"hehre" Moral und Motivation wurde radikal hinterfragt . S. Mayer-Witt bezeichnete die RAF als Sekte. Der Narzissmus,Banalität wurden analysiert. Mitscherlich, Jelinek u.a. Reemtsma erkannte überzeugend "Lust an Gewalt". Die Gesellschaft nimmt inzwischen differenzierter wahr. Hier ein Buch, welches diese Thesen untermauert, ohne das der Autor dies selber tiefergehend erkennt. Ein Jugendlicher, wie tausend andere.Ohnmachtserlebnisse inbegriffen. Folge: Machtkomplexe. Vorbestraft :Diebstahl, Körperverletzung, die Waffe für den Bankraub war besorgt, auch ohne Politik. Im Gegensatz zu Meinhof nicht so intelligent , aber gewaltbereit war er ein gefundenes Fressen für gewaltbereite Gruppen. Es hätten auch die Hells Angels sei können, wie die FAZ es formulierte. In der radikalen Linken, die keinerlei individuelle Verantwortung kannte - die Schuld lag immer im Kapitalismus- hatten es zutiefst hasserfüllte Menschen einfach - mussten sich nie selber hinterfragen, sich nicht ändern.. Freunde, die sie hart mit ihrem Fehlverhalten konfrontierten, gab es nicht. In einem Interview beschrieb Psychologin A. Holderberg das Schwarz- Weiß Denken und die Abwertung in der RAF untereinander. Bis zu den Opfern ist die Therapiegruppe nie gelangt. Dellwo erkennt, dass es falsch war zu morden. Aber er erkennt nicht wie die Dynamik des Hasses funktionierte. Für gewaltbereite Linke mag Dellwo evtl. Vorbild sein.Hass aber hat Eigendynamik und gerät außer Kontrolle. Die sadistischen Stockholmmorde sind ja nur die Spitze des Eisbergs, Gipfel einer Wegschau -und Beschönigungsideologie. . Denen, die genauer hinschauen ist er neben dem "Karl May"Boock, bekannt als "Huhn das gackert aber keine Eier legt" Er behauptet zu wissen, wer die Waffen nach Stammheim lieferte...S. Hausner wäre vom Staat als politischer Gefangener ermordet worden...die Explosion in Stockholm sei vom Staat iniziiert...die Stammheimer sich unter staatlicher Aufsicht umbrachten... wer die Waffen nach Stammheim schmuggelte, er behauptet, einige RAF Mitglieder hätten unschuldig gesessen, die wahren Täter nennt er natürlich nicht...usw. Belegen kann er: Nichts. Die Angehörigen der Opfer aber wollen kein Gerede sondern verständlicherweise Fakten. Aber auch die RAF Taktik der Manipulation der Medien ist 2007 analysiert worden und so wirkungsloser. Die Tathergänge in Stockholm stehen aus. Da schweigt Dellwo nach alter Sektenmanier. Man braucht kein Psychologe sein um diese Taktik zu durchschauen. Wie es die Stewardess der entführten Landshut G. Dillmann treffend formulierte:" Die erzählen uns immer nur ein bischen. Gefällt uns das ? Nein!" Heute sind wir in der Erkenntnis weiter als dieses Buch.Die Doppelmoral der RAF wurde erkannt. In der FAZ wurde in dem Artikel: "Nicht alle waren Bürgerkinder" über dieses Buch resümiert: Dellwos Droge : Macht. Das Buch : Ein Zeitdokument, kein Beitrag zur Versöhnung, eher ein Beispiel zur Abschreckung. M. E. hat Dellwo richtig erkannt, dass die Morde eine Verdinglichung von Menschen war. Nicht erkannt hat er die Strukturen und das Denken, was dieser Verdinglichung vorausging. Die Sprache und der Titel dieses Buches. "Das Projektil sind wir" spricht Bände. Dieses Buch hat nicht viel Aufmerksamkeit erregt aber es sagt mehr als es vom Autor geplant war. Ein Einblick in linksradikale denkstrukturen.

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