Das Ungeheuer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2013

(6)
»Solche Geschichten gibt‘s, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Ein ganz alltägliches Schicksal vielleicht, doch wen es trifft, der kann daran zerbrechen. So geht es Darius Kopp, dem IT-Experten, der erst seine Stelle verliert, dann die große Liebe seines Lebens. Denn Flora, seine Frau, hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem geheimen Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Geringste mitbekommen hatte.




Portrait
Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin und gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“ erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Bereits 1999 sorgte sie mit ihrem literarischen Debüt, dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für Furore. Für diese Erzählungen wurde sie u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Band „Nicht sterben“ mit ihren Frankfurter Poetikvorlesungen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Ungarischen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 688
Erscheinungsdatum 08.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74959-1
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/3,4 cm
Gewicht 467 g
Verkaufsrang 77.699
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Begleitet wird seine Reise durch Floras Tagebuch, welches im unteren Teil der Buchseiten quasi mitläuft. Darin kann man gut den Kampf der jungen Frau mit ihrer Depression, dem titelgebenden „Ungeheuer“, verfolgen.
Beide Buchteile zusammen, ergeben einen sehr guten Eindruck über die innere und äußere Wahrnehmung von Depressionen.
Kein leichter Stoff, mit dem sicher auch nicht jeder zurechtkommt. Wer jedoch einmal den Zugang zu diesem Buch gefunden hat, wird Teresia Moras Sprache sehr schätzen lernen. Durch ihre punktgenauen, nicht selten leise ironischen Sätze gelingt es ihr, dieses traurige Thema, nicht zu trostlos erscheinen zu lassen.
Eben ein Buch, was den richtigen Leser braucht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
4
1
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Düren am 27.06.2017
Bewertet: anderes Format

Ein forderndes Buch, das so viel Input mit sich bringt, dass man Jahre später noch darüber nachdenkt. Keine ganz einfache Lektüre, die sich nebenbei erschließen lässt. Lohnt sich!

Der Fortsetzungsroman von "Der einzige Mann auf dem Kontinent"
von Vielgood aus Hamburg am 26.04.2015
Bewertet: Hörbuch (CD)

Zuerst fand ich die Geschichte ziemlich düster. Nun, am Ende derselben, bin ich zufrieden angefüllt von jeder Menge "wie das Leben eben spielt". Das Thema Suizid und die Suche in der Vergangenheit ließ nicht gerade auf eine lustige Geschichte schließen. Ich finde es sehr mutig sich diesem tabuisierten Thema... Zuerst fand ich die Geschichte ziemlich düster. Nun, am Ende derselben, bin ich zufrieden angefüllt von jeder Menge "wie das Leben eben spielt". Das Thema Suizid und die Suche in der Vergangenheit ließ nicht gerade auf eine lustige Geschichte schließen. Ich finde es sehr mutig sich diesem tabuisierten Thema anzunehmen ! Ist nicht in jedem von uns etwas von dieser Erlebenswelt ? Mercedes Echerer liest die Gedanken von Flora sehr einfühlsam vor, Ulrich Noethen lässt den Romanteil mit dem männlichen Gegenpart lebendig werden. Für diesen Roman wurde Terézia Mora 2013 mit dem Deutschen Buchpreis gefeiert. Auf 9 CDs breitet sich diese gekürzte und autorisierte Lesefassung aus, 11 Stunden und 44 Minuten haben Sie Hörgenuss !

Interessante Idee, missglückte Umsetzung
von Sarah aus Halle am 30.11.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Ich finde die Grundidee des Romans wirklich unglaublich interessant. Wie viele Menschen können schon von sich behaupten einmal Einblick in das Leben eines Menschen gehabt zu haben, der an einer Psychose leidet. Man merkt, dass sich die Autorin vorher sehr umfangreich mit dem Thema beschäftigt hat. Allerdings finde ich, dass... Ich finde die Grundidee des Romans wirklich unglaublich interessant. Wie viele Menschen können schon von sich behaupten einmal Einblick in das Leben eines Menschen gehabt zu haben, der an einer Psychose leidet. Man merkt, dass sich die Autorin vorher sehr umfangreich mit dem Thema beschäftigt hat. Allerdings finde ich, dass sie es dem Leser unglaublich schwer macht ihren Gedankengängen zu folgen. Ich glaube vielen Menschen, mich eingeschlossen, fällt es scher sich in die Geschichte hineinzufinden, da dieses Buch nicht so strukturiert ist, wie man es erarten würde. Das ist wahrscheinlich der Grund warum ich nicht wirklich einen Bezug zu den Figuren im Roman aufbauen konnte. Nicht nur die Art und Weise wie das Buch aufgebaut ist, sondern auch der Schreibstil sind in meinen Augen anstrengend und ermüdend. Schade eigentlich! In meinen Augen hat man hier durch diesen verwirrenden Aufbau und recht eigenwilligen Schreibstil Perlen vor die Säue geworfen.


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