Das verborgene Netz

Ein Fall für Louise Bonì

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Berlin: Ein Mann wird zusammengeschlagen, der Täter entkommt unerkannt. Kripo-Hauptkommissarin Louise Bonì ermittelt, denn eine Spur führt nach Freiburg. Ein beunruhigender Fall: Der Täter scheint ein Profi zu sein, das Opfer ein Geheimdienstspitzel, die einzige Zeugin weiß mehr, als sie sagt, und im Hintergrund agiert der Verfassungsschutz, verweigert aber die Kooperation. Ein ums andere Mal wird Louise Bonì ausgebremst – doch wann hätte sie sich davon je beeindrucken lassen? Sie spürt, dass sich das Netz immer enger zusammenzieht. Doch bis sie die Wahrheit entdeckt, ist es für einen der Beteiligten bereits zu spät …
Oliver Bottini erzeugt in Kommissarin Louise Bonìs fünftem Fall eine faszinierend-bedrohliche Atmosphäre der Spannung, der sich keiner entziehen kann.
Rezension
»Die auf skandinavische Krimis so versessenen Deutschen müssten gar nicht in die Ferne schweifen. Bis nach Freiburg genügt völlig.«
FRANKFURTER RUNDSCHAU
Portrait
Oliver Bottini wurde 1965 geboren. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem viermal den Deutschen Krimi Preis, den Krimipreis von Radio Bremen, den Berliner ›Krimifuchs‹ und zuletzt den Stuttgarter Krimipreis für ›Ein paar Tage Licht‹ (DuMont 2014). Bei DuMont erschienen außerdem ›Der kalte Traum‹ (2012) sowie die Kriminalromane um die Freiburger Kommissarin Louise Bonì. Oliver Bottini lebt in Frankfurt am Main.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 22.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6315-0
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,3/2,5 cm
Gewicht 311 g
Auflage 1. Auflage
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Schattenjagd
von Michael Lehmann-Pape am 22.11.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Selten transportiert bereits die äußere Gestaltung eines Buches die innen liegende Atmosphäre in ähnlich treffender Weise wie bei diesem, dem 5. Fall der Freiburger Kriminalhauptkommissarin Louise Bonì. Das vernebelte, düstere Landschaftsbild des Umschlages, auf dem wie ein Schatten eine Frau erkennbar ist, setzt in direkter Weise die Stimmung des gesamten... Selten transportiert bereits die äußere Gestaltung eines Buches die innen liegende Atmosphäre in ähnlich treffender Weise wie bei diesem, dem 5. Fall der Freiburger Kriminalhauptkommissarin Louise Bonì. Das vernebelte, düstere Landschaftsbild des Umschlages, auf dem wie ein Schatten eine Frau erkennbar ist, setzt in direkter Weise die Stimmung des gesamten Romans in Szene. Vorab bereits hier ein großes Lob an den Verlag. Louise Boní, 45 Jahre alt, trockene Alkoholikerin, gerade aus einer längeren Kur entlassen, in dem ein massiver Burnout behandelt wurde, taumelt mehr denn dass sie klaren Verstandes wäre durch die Seiten. Vor allem, da bereits nach kurzer Zeit ein akuter Schlafmangel ihre Sinne mehr als in Mitleidenschaft zieht. Unverhofft nämlich stolpert sie in Berlin in einen Fall, der gar nicht für sie gedacht war und bei dem höhere Kräfte des Verfassungsschutzes umgehend alles dafür tun, dass Boní sich zurückzieht. Kräfte, die allerdings die Rechnung völlig ohne ihre Neigung gemacht haben, sich in Fälle regelrecht hinein zu verbeißen ohne Rücksicht auf die eigene Person. Wie auch, wenn das einzige, was sie mit ihren 45 Jahren im Chaos der eigenen Existenz von sich zu sagen weiß wäre, dass sie irgendwie getrieben ist. Ein Chaos, dem auch Ben, ihre neue, versuchsweise in den Raum gesetzte Beziehung, wenig Herr werden kann. Zum Glück ist Ben weit weg in diesem Roman, so das sich Boní völlig auf diesen Fall konzentrieren kann, einen Fall, der lange Zeit, wie sie selbst und wie der erwähnte Umschlag des Buches, nebulös im Schatten bleibt. Ein Mann, Journalist, wird zerschlagen in einem Hotel aufgefunden und verschwindet anschließend aus eigner Kraft umgehend aus der Ambulanz, wird aber im gesamten Buch stetig im Hintergrund zu erahnen sein. Boní macht sich auf, diesen merkwürdigen Vorfall näher zu untersuchen und findet sich auf diesem Wege lange Zeit in nebulösen Verwirrungen wieder. Erst allmählich und eine ganze Reihe von zerschlagenen, ermordeten, gerade noch vor dem Suizid geretteten Personen weiter lichtet sich das Dunkel ein wenig und ein weit reichendes Netz von wirtschaftlicher Spionage tritt ans Licht. Aber auch hier braucht es bis fast zur letzten Seite, bevor mit einem Überraschungseffekt klar wird, wer wirklich die Fäden des Netzes gesponnen hat. Olivier Bottini ist ein Meister der Verschachtelung und Irreführung, auch die bietet in eine Parallele zwischen der Geschichte selbst und den von ihm kreierten Figuren. Denn nicht nur Louise Boní ist eine hoch differenzierte, von Schwächen und Lebensverletzungen geprägte, Persönlichkeit, auch alle anderen auftretenden Protagonisten tragen Licht und Schatten zur Genüge in sich, die Guten ebenso wie die Gegenspieler. Niemand kommt unbeschadet durch die fast 320 Seiten des Buches und so gelingt es Bottini fast spielerisch aus der Kraft seiner atmosphärischen Dichte heraus, eine ganz eigene Stimmung im Buch zu erzeugen, die von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln vermag. Sprachlich in klaren Hauptsätzen, erzeugt der Stil eine hohe Geschwindigkeit mit deutlicher Sogwirkung. Überzeugende, schattierte, mitgenommenen Protagonisten und ein überzeugend konstruierter Fall tun ihr Übriges dazu, um diesen Kriminalroman sich von der Masse abheben zu lassen.

Eine Krimiperle
von Daniel Rottmann am 29.10.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Hotelzimmer in Berlin. Die Observation ist vorbereitet, das Zimmer verwanzt, die Kamera installiert. Was führt die Frau aus Freiburg nach Berlin? Wer ist der heimliche Beobachter? Als Schritte auf dem Flur ertönen kommt es zur Schlägerei, der Neuankömmling wird krankenhausreif geschlagen. Doch worum geht es? Wer ist der Gute, wer der... Hotelzimmer in Berlin. Die Observation ist vorbereitet, das Zimmer verwanzt, die Kamera installiert. Was führt die Frau aus Freiburg nach Berlin? Wer ist der heimliche Beobachter? Als Schritte auf dem Flur ertönen kommt es zur Schlägerei, der Neuankömmling wird krankenhausreif geschlagen. Doch worum geht es? Wer ist der Gute, wer der Böse? Der Krimi startet geheimnisvoll, wie ein guter Arno Strobel. Erst nach und nach entwirren sich die Fäden. Ein sprachlich schöner Krimi. Ein Geheimtipp für jemanden, der für sich einen Krimiautoren sucht, um Neues zu entdecken. Mein Tipp: Am Ende der Lektüre sollte man noch einmal die ersten Seiten lesen. Plötzlich erschließt sich in weiteren Dimensionen, worum es geht.

Louise Bonis 5. Fall
von Silke Schröder aus Hannover am 08.10.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

„Das verborgene Netz“ ist Oliver Bottinis 5. Fall mit seiner eigenwillig-melancholischen Kommissarin Louise Boni aus Freiburg. Die mittlerweile der Alkoholsucht entronnene Kripobeamtin hat nicht nur mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, sie muss sich dieses Mal mit unsichtbaren Tätern aus dem Kreis des Verfassungsschutzes und der Industriespionage auseinandersetzen. Dabei... „Das verborgene Netz“ ist Oliver Bottinis 5. Fall mit seiner eigenwillig-melancholischen Kommissarin Louise Boni aus Freiburg. Die mittlerweile der Alkoholsucht entronnene Kripobeamtin hat nicht nur mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, sie muss sich dieses Mal mit unsichtbaren Tätern aus dem Kreis des Verfassungsschutzes und der Industriespionage auseinandersetzen. Dabei wirbelt sie jede Menge Staub auf und erfährt, mit welch rigiden Methoden Unternehmen auf die Jagd nach den geheimen Informationen der Konkurrenz gehen - und wie heimische und ausländische Regierungsstellen dabei mitmischen. In seinem lakonisch-klaren Stil lässt der Autor Louise erneut auf ihre ganz eigene Art ermitteln und mal wieder an Allem zweifeln, selbst an ihrer großen neuen Liebe. Für alle Fans und für die, die es nach diesem Krimi bestimmt werden.