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Der Bahnhof von Finnentrop

Eine Reise ins Carl Schmitt Land

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Carl Schmitt (1888-1985), Erfinder der Freund-Feind-Theorie und Denker des Ausnahmezustands, ist einer der berühmtesten und umstrittensten Theoretiker des Politischen im 20. Jahrhundert. Eine Vielzahl unveröffentlichter Dokumente und Bilder machen das vorliegende Buch zur bislang umfangreichsten Darstellung von Leben und Werk des 'Ungeheuers'.
Christian Linder nähert sich in dieser umfassend recherchierten und literarisch erzählten Großreportage dem geheimnisumwitterten Lebens-, Denk- und Schreibzentrum eines Mannes, der, wegen seiner zeitweisen Nähe zu den Nationalsozialisten als deren 'Kronjurist' nach 1945 lange tabuisiert, heute der weltweit meistdiskutierte deutsche Denker geworden ist.
Der Bahnhof von Finnentrop ist ein intimes Porträt Carl Schmitts, aus dem das 'Ungeheuer' mit einer der abenteuerlichsten intellektuellen Biographien des 20. Jahrhunderts in all seinen Klarheiten und Unklarheiten plastisch hervortritt.

Portrait
Christian Linder, geb. 1949 in Lüdenscheid, ist Essayist, Kritiker und Hörspielautor. Er wurde mit den Förderpreisen für Literatur des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 478
Erscheinungsdatum 01.03.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-88221-704-9
Verlag Matthes & Seitz
Maße (L/B/H) 226/145/46 mm
Gewicht 742
Abbildungen mit zahlreichen Abbildungen 22,5 cm
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
34,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Carl Schmitt, ein Universalgelehrter und Opportunist
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 11.01.2009

Christian Linder: Der Bahnhof von Finnentrop Carl Schmitt- ein Universalgelehrter und Opportunist Einen höchst ungeschickten Buchtitel hat Linder gwählt. Wer vermutet schon hinter ‚Bahnhof von Finnentrop’ eine Biographie des höchst umstrittenen, aber auch hoch qualifizierten Juristen Carl Schmitt, wenn er nicht auf den Untertitel achtet? Schmitt... Christian Linder: Der Bahnhof von Finnentrop Carl Schmitt- ein Universalgelehrter und Opportunist Einen höchst ungeschickten Buchtitel hat Linder gwählt. Wer vermutet schon hinter ‚Bahnhof von Finnentrop’ eine Biographie des höchst umstrittenen, aber auch hoch qualifizierten Juristen Carl Schmitt, wenn er nicht auf den Untertitel achtet? Schmitt war es, der nach der Hitlerschen Mordaktion gegen Röhm und viele andere im Jahre 1934 nachträglich die juristische Rechtfertigung lieferte: „ Der Führer schützt das Recht.“ Nach 1945 spielte Schmitt offiziell keine Rolle mehr, inoffiziell blieb er jedoch ein gefragter Berater vieler Politiker und ein gesuchter Gesprächspartner vieler Prominenter. Faszinierend, was für eine überragende und vielseitig gebildete Persönlichkeit Schmitt war, der aus seinem Wissen heraus all seine oft höchst widersprüchlichen Auffassungen so zu begründen wusste, dass er sich letztlich im Recht befand. Paranoide Züge hinderten ihn einzusehen, dass seine offizielle Kaltstellung nach 1945 durchaus berechtigt war. Linder erliegt offensichtlich dieser Geistigkeit Schmitts. Fasziniert geht er daher leider zu stark auf die phänomenale Breite der humanistischen , theologischen, philosophischen Bildung Schmitts ein. Dabei kommt der Jurist Schmitt, der dieser ja im Wesentlichen war, entschieden zu kurz weg. Linder belegt seine Aussagen über Schmitt viel zu stark mit Zitaten aus Schmitts vielen Werken. Nun ist Schmitt nicht leicht zu lesen, die aneinander Reihung von Zitaten macht es nicht leichter, ihn zu verstehen. Ein weiterer erheblicher Mangel des Buches ist das Fehlen von Absätzen, die es dem Leser erleichtern würden, eine Gedankenpause einzulegen. Wer sich ein Bild von der Persönlichkeit Schmitts machen will, wird das Buch mit Gewinn lesen. Aber besser wäre es sicher gewesen, Linder hätte sich kürzer gefasst, wäre stärker auch auf das rein juristische Wirken Schmitts eingegangen und hätte das alles mit eigenen Worten wiedergegeben. Selbst der Versuch, mit fiktiven Gesprächen und einer fiktiven Gerichtsverhandlung zu einer klaren Aussage zu kommen, wie Schmitt nun wirklich war, ist recht fragwürdig. Letztlich bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als nach dem Lesen sich ein eigenes Urteil zu bilden.

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